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soziale Phobie Panikattacken, kribbeln ich kann nicht mehr

hvannaT1000 hat die Diskussion gestartet


Hallo, ich bin echt am Ende, ich leide unter einer sozialen Phobie, die sich in dem Sinne auswirkt, das ich Angst habe vor anderen zu schreiben oder zu essen. Angefangen hat es schon als Kind das es mir unangenehm war vor anderen etwas vorzutragen, war eher schüchtern. Pupertät und Jugend lief problemlos ab, ich heiratete früh, da ich mit 18 mein Kind bekam, mit 20 ging die Ehe in die Brüche und da fingen meine psychischen Probleme an. Ich hatte überall kribbeln, Schmerzen, Taubheitsgefühle, dachte ich hätte einen Herzinfarkt und ging in die Notaufnahme, es war jedoch alles ok, mein Hausarzt tippte dann auf die Psyche, verschrieb mir leichte Beruhigungstabletten und langsam ging es mir wieder besser. Hatte zwar hin und wieder kleine depressive Phasen aber ansonsten ging mein Leben recht gut weiter. Hatte dann auch eine neue Beziehung, die 10 Jahre später wieder in die Brüche ging da kamen meine Symptome wieder Schwindel, Taubheitsgefühle überall, kribbeln, Übelkeit, mir gings echt schlecht, nach der Trennung fing es an mit dem zittern, es kam aus heiterem Himmel, bekam mein neues Handy und musste den Vertrag unterschreiben, plötzlich bekam ich Herzrasen und zitterte so sehr das ich kaum schreiben konnte. Damals wusste ich noch nichts von sozialer Phobie, im Laufe der Jahre wurde es schlimmer, komischerweise ging es wenn ich spontan irgendwas unterschreiben muss, Paketdienst kein Problem, an den Bankschalter geht auch super nur wenn ich einen Termin habe und das nicht selbst steuern kann geht gar nichts mehr. Ansonsten ging es mir eigentlich gut bis ab und an Rückenprobleme aber da bei mir eine stärkere Skoliose festgestellt wurde schob ich manchmal das Kribbeln auf meine Wirbelsäule.

Nun im Frühling bekam ich starken psychischen Druck. Mein Vater erkrankte schwer und war seit Anfang Mai pflegebedürftig, da fing es wieder an, kribbeln, Herzrasen, Angst, Schwindel. Mitte Juli kamen dann die Panikattacken aus heiterem Himmel dazu, einmal in der Arztpraxis im Wartezimmer sprach dann auch den Arzt darauf an (eigentlich war ich wegen meiner Rückenprobleme dort) er verschrieb mir Bromazepam, die ich aber nicht regelmäßig nehmen möchte wegen der Suchtgefahr, bin einfach nervlich total fertig, die 4 Monate, die ich meinen Vater gepflegt habe haben mich einfach immer weiter fertig gemacht. Er war oft schwierig, stand oft an der Schwelle des Todes und jedes mal wenn er wieder ins Krankenhaus musste machte mich das noch weiter fertig, ich bekam kribbeln, Herzrasen, Magenprobleme, meine Hände wurden taub, Schwindel, starke Müdigkeit und dann wieder aufgeregt so das ich nicht schlafen konnte. Vor zwei Wochen ist mein Vater gestorben, ich komme einfach nicht zur Ruhe, die Trauer gepaart mit Angst und meine Beschwerden sind immernoch stark, jetzt kommt wieder meine soziale Phobie hinzu, ich muss ja irgendwann zum Notar und habe jetzt schon panische Angst dort eine Unterschrift leisten zu müssen. Kann an nichts anderes mehr denken, meine Hände zittern und werden taub wenn ich nur daran denke das ich vor seinen Augen unterschreiben muss. Ich nehme Baldrian, mache Entspannungsübungen die aber nur kurzzeitig helfen, meine Gedanken kreisen, dazu das kribbeln überall, der Schwindel, am wohlsten fühle ich mich abends wenn ich mit meinem Lebensgefährten auf der Couch entspannen kann, dann sind auch die Symptome weg. Vielleicht sollte ich eine Therapie machen, ich weiß dazu wird mir jeder hier raten, hätte ich schon längst machen sollen aber wie gesagt gab es Zeiten in denen meine Angst weg war. Ich weiß echt nicht wie ich die Zeit bis zum Notartermin überstehen soll und wie ich ihn überhaupt überstehen soll. Helfen die Bromazepam in so einer Situation?

Antworten
aItXari9


Bei Dir sind es mehrere Krankheiten, die phasenweise kommen, in unterschiedlichen Zyklen. Manchmal sind alle zusammen da. Ich denke Du brauchst viel Ruhe. Vielleicht eine Kur. Oder eine Reise mit Deinem Freund irgendwohin wo es einsam ist.

LG

m@s9x2


Würde es dir helfen, wenn der Notar das Zimmer verlässt,während du unterschreibst?

h[anna1x000


ja das würde mir helfen, aber kann ich ihn darum bitten? Würde mir auch helfen wenn er nach Hause kommt, weiß nicht ob das geht, er ist aber im selben Ort, denn zu hause geht das, mein Versicherungsvertreter kommt auch nach Hause, da klappt das unterschreiben ohne Probleme.

h-anna*1000


ja, ich merke das mir Ruhe, Ruhe und nochmals Ruhe gut tut, meine Nerven vibrieren. Heute war mein Versicherungsvertreter da und ich bekam fast eine Panikattacke aber es ging, danach war ich aber sehr müde. Es ist nur so, ich schäme mich auch für meinen Zustand, meine alte Mutter wird besser mit dem Tod meines Vaters fertig als ich. Kann auch mit niemanden darüber reden, denn alle sagen da musst du durch, reiß dich zusammen, in dieser Situation sind täglich tausend andere, die mit dem Tod eines Angehörigen fertig werden müssen. Dann kommt der Ratschlag, du musst rausgehen. Gerade rief mich eine Freundin an ob ich mit ihr auf ein, zwei Stunden in eine Kneipe gehe, ich habe nein gesagt weil ich lieber auf dem Sofa liegen möchte und ein Buch lesen, das tut mir gut und da entspanne ich mich und sie meinte ich würde mich noch mehr verkriechen, was mir wieder Schuldgefühle macht, aber ich merke das ich diese Ruhe einfach jetzt gerade brauche, schlafe zur Zeit auch viel, was mir gut tut. Es ist nicht so das ich ständig weine oder so, ich akzeptiere den Tod meines Vaters aber es hat sich in all den Monaten soviel nervlich aufgestaut was auch meine Panikattacken verschlimmert, ich verkrieche mich nicht direkt zuhause, gehe gern mal ein, zwei Stunden shoppen, auf den Flohmarkt aber das reicht mir momentan fühle mich einfach nicht in der Lage, abends groß wegzugehen und das versteht meine Freundin nicht.

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