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Ekel vor Sperma

Alias 711140 hat die Diskussion gestartet


Ich (w) liebe meinen Mann über alles, ekle mich allerdings vor seinem Ejakulat. Und versteh mich selbst nicht :-( Ich bin vernarrt in ihn und will theoretisch alles von ihm. Ich liebe seinen Körpergeruch, könnte stundenlang an ihm schnuppern. Ich find ihn sexy, attraktiv, will ihn überall berühren, riechen, schmecken. Ich LIEBE seinen Penis und finde ihn unglaublich schön. Aber wenn er spritzt ist es vorbei. Dann kommt Ekel in mir hoch, obwohl ich das gar nicht will. Ich habe es oft probiert, da ich ihn gerne oral verwöhne und grundsätzlich gerne mit ihm intim bin. In meiner Vorstellung ekle ich mich auch nicht vor seinem Ejakulat, im Gegenteil. Da stelle ich es mir schön vor, will es. Aber real dann {:( Woran liegt das nur? Mich macht das echt ratlos und mir tut es auch leid für ihn.

Ich will ihn komplett lieben können. Eigentlich tue ich das ja. Ich will ihn. Alles von ihm. Und dann muss ich doch würgen... oder es schüttelt mich, wenn ich damit in Berührung komme. Egal wo :-( Das ist doch nicht normal!

Warum ich hier poste: Kann sexueller Missbrauch damit zu tun haben? Ich wurde als Kind missbraucht, habe allerdings keine Erinnerung an Sperma in dem Zusammenhang. Ich wurde angefasst und sollte denjenigen anfassen, aber ich kann mich nicht daran erinnern, dass derjenige zum Erguss gekommen wäre. Verdrängung?

Antworten
C4omkran


Ich dachte erst, dass du es nicht im Mund haben willst. Aber wenn ich dich richtig verstehe, findest du es überall eklig, also auf dem Körper oder in dir? Wie ist es, wenn es bei ihm auf dem Bauch landet und dich nicht berührt, ist es dann auch eklig?

Ist natürlich nicht so einfach im Sexleben, ohne Ejakulat auszukommen. :-/

Seit wann seid ihr zusammen und besteht diese Abneigung schon immer? Wie kompensierst du das, wenn ihr intim seid?

Eine tiefenpsychologische Erklärung kann ich dazu als Laie nicht wagen, keine Ahnung.

d7ats!cha


Ekelt dich das jetzt nur bei deinem Mann und bei vorherigen Männern war es nicht so?

Keine Ahnung, ob Missbrauch unbedingt vorausgegangen sein muß, um sich vor Sperma zu ekeln. Ich ekel mich auch davor und könnte Missbrauch als Grund angeben.

Einmal wurde ich gezwungen, es oral zu machen, weil derjenige es auch mir gemacht hatte, somit wäre ich zur Gegenleitung verpflichtet gewesen und ich traute mich nicht zu wehren. Aber der Ekel war schon vorher da.

Vielleicht ist das auch generell so, dass manche sich halt davor ekeln, ohne je missbraucht worden zu sein. Andersherum gibt es auch viele missbrauche Frauen, die sich trotzdem NICHT davor ekeln.

Vor manchem ekelt man sich einfach. Ich ekel mich total vor Rotze...das ist noch 1000 mal schlimmer als Sperma, und nein, ich wurde nicht in Sachen Rotze irgendwie missbraucht oder so... ;-)

Wenn der Ekel aber dann einmal da ist, egal aus welchen Gründen, wird es schwer werden, den wieder loszuwerden, wenn es überhaupt möglich ist. ":/

Alias 711140


Ich dachte erst, dass du es nicht im Mund haben willst. Aber wenn ich dich richtig verstehe, findest du es überall eklig, also auf dem Körper oder in dir?

Ja, leider. In und auf mir kann ich es zwar "ertragen", aber schön finde ich es nicht. Wobei das eben diese irre Diskrepanz ist, denn auf dem Höhepunkt meiner Lust denke ich oft: Wäre schön, wenn er jetzt in mir kommt. Theoretisch stelle ich mir das toll vor. Aber real ist es dann leider nur noch eklig für mich.

Wie ist es, wenn es bei ihm auf dem Bauch landet und dich nicht berührt, ist es dann auch eklig?

Ja. Allein der Anblick {:(

Ist natürlich nicht so einfach im Sexleben, ohne Ejakulat auszukommen. :-/

Seit wann seid ihr zusammen und besteht diese Abneigung schon immer? Wie kompensierst du das, wenn ihr intim seid?

Die Abneigung besteht schon immer und wir sind schon relativ lange zusammen. Genau möchte ich es nicht sagen, um anonym zu bleiben, aber es sind schon mehr als zehn Jahre und wir kompensieren es, indem wir Kondome benutzen. Er hat kein Problem damit und sagt, ich soll mich nicht verrückt machen. Ist halt so. Ich glaube, es ist ok für ihn, weil er spürt, dass ich ihn wirklich liebe und ja auch will. Ich könnte mich z.B. stundenlang mit seinem Penis beschäftigen, habe täglich Lust auf Sex, will ihm nahe sein, ihn in mir haben, ihn oral verwöhnen. Es darf nur kein Sperma ins Spiel kommen :-/

Alias 711140


Ekelt dich das jetzt nur bei deinem Mann und bei vorherigen Männern war es nicht so?

Nein, es ekelt mich schon immer. Ich hatte aber gehofft, dass es sich geben würde, wenn ich jemanden nur genug liebe.

Vor manchem ekelt man sich einfach. Ich ekel mich total vor Rotze...das ist noch 1000 mal schlimmer als Sperma, und nein, ich wurde nicht in Sachen Rotze irgendwie missbraucht oder so... ;-)

Stimmt auch wieder :-/ Also das "Vor manchem ekelt man sich einfach". Ich ekel mich z.B. nicht vor Rotze ;-D Hätte jetzt zwar nicht direkt Lust, mit seiner Rotze zu spielen ;-D |-o aber damit in Berührung zu kommen ekelt mich nicht. Auch mit anderen Ausscheidungen nicht, wie Urin beispielsweise. den habe ich z.B. schon geschluckt im Rahmen von NS Spielchen und fands gut %:|

G{rautxon


Ist es denn nur das Sperma, wovor du dich so sehr ekelst oder würde das auch andere Körperflüssigkeiten betreffen?

Würde es dich auch vor seinem Urin ekeln oder vor seinem Speichel?

Und war das bei dir mit dem Sperma schon immer so?

Also auch bei anderen Männern?

G@r-auZton


Ok, deine Antworten haben sich mit meinen Fragen überschnitten.

Aber ganz verstehen kann ich es dann nicht, warum gerade nur Sperma so ein Problem für dich ist.

Ist es die Konsistenz und das Aussehen (Rotz sieht ähnlich aus) oder v.a. der Geruch?

Denn der Geruch ist schon eigenwillig und es gibt keine andere Körperflüssigkeit, die genauso riecht.

Alias 711140


Aber ganz verstehen kann ich es dann nicht, warum gerade nur Sperma so ein Problem für dich ist.

Tja, ich verstehe es ja selbst nicht %:|

Ist es die Konsistenz und das Aussehen (Rotz sieht ähnlich aus) oder v.a. der Geruch?

Denn der Geruch ist schon eigenwillig und es gibt keine andere Körperflüssigkeit, die genauso riecht.

Schwer zu beschreiben. Ich kann nicht genau sagen, was es ist. Der Geruch nicht, glaube ich, also den finde ich an sich nicht eklig (also wenn er sich z.B. ohne Kondom selbstbefriedigt und der Geruch danach im Raum liegt, dann ekle ich mich nicht, solange ich kein Sperma sehe).

Was ich schon gemerkt habe, ist, dass Sperma isoliert auch nicht ganz so furchtbar eklig für mich ist, also wenn er ejakuliert und ich nur das "Ergebnis" sehe, nicht aber den Vorgang. Irgendwie habe ich vor allem ein Problem mit dem spritzenden Penis, aber fragt mich nicht warum, ich verstehe es wirklich selbst nicht und find's ja auch bekloppt. Ihn urinieren zu sehen stört mich wiederum gar nicht und auch nicht, mit Urin in Berührung zu kommen.

GUrauto!n


Irgendwie habe ich vor allem ein Problem mit dem spritzenden Penis

Wirklich seltsam.

Und das, wo dies doch der Moment des höchsten Genusses für ihn ist, an dem du auch noch einen maßgeblichen Anteil hast.

Hier nun eine zufriedenstellende Antwort auf das "Warum" zu finden, dürfte wirklich schwierig sein.

Alias 711140


Und das, wo dies doch der Moment des höchsten Genusses für ihn ist, an dem du auch noch einen maßgeblichen Anteil hast.

Richtig :-(

C3om+ra;n


Auch mit anderen Ausscheidungen nicht, wie Urin beispielsweise. den habe ich z.B. schon geschluckt im Rahmen von NS Spielchen und fands gut %:|

Spannend ... :-|

Wenn das Problem schon immer besteht: was war deine Motivation, ausgerechnet jetzt den Faden dazu aufzumachen? Gab es ein besonderes Ereignis oder bist du heute morgen aufgestanden und hast gedacht: "Heute ist der Anfang, meine Sperma-Ablehnung zu überwinden"?

Ich habe leider nach so langer Zeit auch kein Patentrezept, bewundere aber die Geduld deines Partners. Es reicht ja schon, wenn man es sieht, und das schränkt den schönsten Moment beim Sex ja gewaltig ein. Einfach mal leidenschaftlich rumsauen geht bei euch ja dann nicht. Oder eben mit Natursekt

Meine naheliegendste Idee wäre, mehr Mut zur Annäherung aufzubringen und sich in kleinen Dosen daran zu gewöhnen. Ein bisschen anschauen, vielleicht mal mit dem Finger drangehen. Einfach die Abneigung überwinden, bis es nicht mehr so schlimm ist. Ob das klappt? Keine Ahnung. Habt oder wollt ihr Kinder? Meine andere (küchenpsychologische) Erklärung wäre noch, dass du totale Angst vor einer Schwangerschaft hast und deswegen die Substanz ablehnst, die eine solche herbeiführt... :-/

Alias 711140


Wenn das Problem schon immer besteht: was war deine Motivation, ausgerechnet jetzt den Faden dazu aufzumachen? Gab es ein besonderes Ereignis oder bist du heute morgen aufgestanden und hast gedacht: "Heute ist der Anfang, meine Sperma-Ablehnung zu überwinden"?

Ja, es gab ein Ereignis, das aber nur indirekt damit zu tun hat, wenn überhaupt. Mich beschäftigt das Thema immer mal wieder, angeregt durch nächtliche Träume (in denen ich mich nicht vor Sperma ekle), Filme, Gespräche o.ä. Heute war der Anlass ein anderer. Ein Jahrestag, der mit dem Missbrauch in Verbindung steht. Und da das mein einziger vager Ansatz ist, dachte ich gerade mal wieder darüber nach, ob ich deshalb irgendwie "verkorkst" bin :°(

Ich habe leider nach so langer Zeit auch kein Patentrezept, bewundere aber die Geduld deines Partners. Es reicht ja schon, wenn man es sieht, und das schränkt den schönsten Moment beim Sex ja gewaltig ein. Einfach mal leidenschaftlich rumsauen geht bei euch ja dann nicht. Oder eben mit Natursekt

Na ja, es geht leidenschaftlich ja alles, solange er eben ein Kondom trägt. Ich weiß, dass das nicht jedermanns Sache wär in einer langjährigen Partnerschaft und bin auch dankbar für sein Verständnis, aber mit seiner Ex konnte er z.B. ohne Gummi schlafen, dafür hatte die aber nur alle Jubeljahre Lust auf Sex. Wenigstens bin ich da nicht irgendwie "gestört", sondern habe eine ausgeprägte Libido und gerne Sex. Ich denke, das spielt schon eine große Rolle.

Meine naheliegendste Idee wäre, mehr Mut zur Annäherung aufzubringen und sich in kleinen Dosen daran zu gewöhnen. Ein bisschen anschauen, vielleicht mal mit dem Finger drangehen. Einfach die Abneigung überwinden, bis es nicht mehr so schlimm ist. Ob das klappt? Keine Ahnung.

Hab' ich versucht. Mich "überkommt" ja auch immer wieder der Drang, es zu überwinden, denn wie gesagt, auf dem Höhepunkt meiner Lust will ich ja eigentlich, dass er in oder auf mir kommt (egal wo). Und während ich ihn oral verwöhne, stelle ich es mir auch schön vor, es bis zum Schluss zu machen. Deshalb "versuchen" wir das schon immer mal wieder. In allen möglichen Varianten. Aber überstrapazieren möchte ich das auch nicht, denn auch wenn er viel Verständnis hat, so ist es sicher nicht schön für ihn, immer wieder zu erleben, dass ich zwar WILL, aber dann doch würgen muss {:(

Habt oder wollt ihr Kinder? Meine andere (küchenpsychologische) Erklärung wäre noch, dass du totale Angst vor einer Schwangerschaft hast und deswegen die Substanz ablehnst, die eine solche herbeiführt... :-/

Nein, das ist kein Thema.

Cxomraxn


Und da das mein einziger vager Ansatz ist, dachte ich gerade mal wieder darüber nach, ob ich deshalb irgendwie "verkorkst" bin :°(

Ein bisschen bestimmt. Wobei "verkorkst" ein negativer Begriff ist. Aber deine Ablehnung ist schon ein bisschen pathologisch. Ich ekel mich vor Rosenkohl und muss würgen, wenn ich ihn esse. Aber ich kann ihn sehen und anfassen. Du aber hast schon eine Ablehnung bei der reinen Präsenz, obwohl Sperma von Konsistenz und Optik kaum anders ist als eine Mischung aus Eiweiß und Sonnenmilch (was dich vermutlich nicht ekeln würde, oder?) und zwar einen eigenen Duft hat, aber keinen besonders starken.

Kannst du präzisieren, welches Attribut dich ekelt?

so ist es sicher nicht schön für ihn, immer wieder zu erleben, dass ich zwar WILL, aber dann doch würgen muss {:(

Es muss ja nicht gleich oral sein, das wäre ja die "Königsdisziplin" der Überwindung für dich. Es wäre schon viel gewonnen, wenn du es anschauen könntest.

Eine kleine Idee: ihr müsst ja nicht den Sex mit "Training" für dich belasten und negative Erfahrungen mit Sex assoziieren - es ist toll, dass du viel Lust hast, und das soll man nicht gefährden. Wie wäre es, wenn ihr an einem Sperma-Übungsersatz arbeitet (z.B. s.o., Eiweiß und Sonnenmilch o.ä.). Und ihr damit bisschen eine Gewöhnung herbeiführt? Dass du es auf dem Körper sehen kannst, irgendwann anfassen kannst, so oft du möchtest.

Ist nur so eine kleine Idee. Vielleicht hilft es ja, die Ablehnung erst mal zu reduzieren, bevor du dann mit dem echten Produkt an einer Gewöhnung arbeitest?

G7rQautoxn


Es wäre schon viel gewonnen, wenn du es anschauen könntest.

Ihr bereitet aber v.a. auch der spritzende Penis ein Problem.

Und da halte ich es für etwas schwierig, diese Situation anderweitig zu trainieren.

AHkash8ax767


Ich ekel mich vor Rosenkohl und muss würgen, wenn ich ihn esse. Aber ich kann ihn sehen und anfassen. Du aber hast schon eine Ablehnung bei der reinen Präsenz,...

Wenn man Sperma jetzt nicht mit Rosenkohl, sondern mit Blut vergleicht, passt es vielleicht besser. ;-) Ich denke, dass viele Menschen mit dem isolierten Anblick von Blut weniger Probleme haben, als es direkt beim Austritt (aus der Wunde oder beim Blutabnehmen) zu beoachten.

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