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Ekel vor Sperma

Alias 711140


Kannst du präzisieren, welches Attribut dich ekelt?

Nein, leider nicht. Der Geruch ist es wie gesagt nicht, denke ich, denn der stört mich isoliert nicht. Die Konsistenz, hm, schwer zu sagen. Ja, vielleicht schon irgendwie. Wobei die, um bei dem schönen Beispiel "Rotze" zu bleiben, ja vergleichbar ist und damit hab ich wiederum kein Problem. Also z.B. in ein vollgerotztes Tempo von ihm zu greifen, löst jetzt zwar keine Lustgefühle bei mir aus, aber eben auch keinen Ekel. Ein vollgewi....stes Tempo hingegen schon. Nicht so schlimm, dass ich mich übergeben müsste, aber eben Ekel.

Problematisch ist vor allem das "Zusammenspiel" aller Faktoren. Der Vorgang der Ejakulation und eben auch das Wissen, dass es sich um Sperma handelt. Deshalb glaube ich nicht, dass Experimente mit Sonnencreme oder anderen Mischungen etwas bringen, denn es ist ja nicht so, dass es mich ekeln würde, weil es sich glibbrig anfühlt oder so. Es ist einfach das Wissen darum, dass es sich um Sperma handelt. Vor einer Mischung aus Sonnencreme und sonstwas würde ich mich sicher nicht ekeln. Ich dachte beim Baden z.B. schon manchmal daran |-o wenn ich mit Shampoo, Conditioner und anderen Gelen rumhantiere: "Hm, sieht ja im Grunde aus wie Sperma". Das kann ich mir auf die Hände tropfen, den Bauch, meinetwegen auch ins Gesicht. Stört mich von der Konsistenz her gar nicht. Aber wehe, ich wüsste, das in der Flasche ist nicht Shampoo oder Creme, sondern Sperma {:(

Es muss ja nicht gleich oral sein, das wäre ja die "Königsdisziplin" der Überwindung für dich.

Ich muss auch nicht nur in dem Zusammenhang würgen, sondern leider auch, wenn ich es einfach bei ihm sehe, bei der Selbstbefriedigung beispielsweise, wenn er ejakuliert und es aus seinem Penis kommt (oder aus mir herausläuft, bah) %:|

Da fällt mir auf, dass ich seinen Penis dann auch nicht mehr wirklich anziehend finde. Normal schon und auch, wenn er erigiert ist, da beschäftige ich mich wie gesagt sogar sehr gerne mit ihm, aber sobald er anfängt zu zucken und zu "spucken", dreht es mir den Magen um.

Ich habe wohl ein grundsätzliches Problem mit dem Vorgang der Ejakulation :-/

Alias 711140


Ich denke, dass viele Menschen mit dem isolierten Anblick von Blut weniger Probleme haben, als es direkt beim Austritt (aus der Wunde oder beim Blutabnehmen) zu beoachten.

Interessanter Vergleich! Der ist gut! Mir wird zwar auch beim isolierten Anblick von Sperma flau, aber das geht noch und hat dann wohl auch eher mit der Vorstellung zu tun, wie es "rausgekommen" ist. Der unkontrollierbare Würgereflex setzt aber nur ein, wenn ich den Austritt beobachte bzw. erlebe. Das löst heftige Ekelgefühle bei mir aus.

Sxchw6arz666


Denn der Geruch ist schon eigenwillig

Frisches Sperma riecht nach frischen Champignons, ich wüsste nicht, was daran eklig sein sollte, es sei denn, man kann keine Pilze riechen. Älteres, aus der Vagina wieder hinauslaufendes Sperma kann hingegen echt eklig riechen.

Girauxton


Der unkontrollierbare Würgereflex setzt aber nur ein, wenn ich den Austritt beobachte bzw. erlebe. Das löst heftige Ekelgefühle bei mir aus.

Auch dann, wenn du dir z.B. einen Porno anschauen und diesen Vorgang dort sehen würdest?

Also nicht "live", sondern "nur" auf dem Bildschirm?

Alias 711140


Auch dann, wenn du dir z.B. einen Porno anschauen und diesen Vorgang dort sehen würdest?

Also nicht "live", sondern "nur" auf dem Bildschirm?

Ja, da ist es sogar noch schlimmer - wahrscheinlich weil ich keinen Bezug zu den Männern habe und deshalb erst recht auf Distanz bin :-/ Penisse schau ich mir im Porno gerne an, aber Cumshots, Creampies oder sowas gehen gar nicht {:(

LZottPe04Z0x7


Kann sexueller Missbrauch damit zu tun haben? Ich wurde als Kind missbraucht, habe allerdings keine Erinnerung an Sperma in dem Zusammenhang. Ich wurde angefasst und sollte denjenigen anfassen, aber ich kann mich nicht daran erinnern, dass derjenige zum Erguss gekommen wäre. Verdrängung?

Möglich. Ich habe das auch lange verdrängt, mir ist es erst als Erwachsene eingefallen, dass da Sperma im Spiel war.

Ich hatte allerdings noch nie ein Problem mit Sperma. Hmmm, jeder verarbeitet das anders bzw. hast du es wahrscheinlich noch nicht wirklich verarbeitet.

:)_ @:) :)*

MIilhchm"annx76


Ich kann mir vorstellen dass du dich dran gewöhnen könntest. Wie sich z.B. Spinnenphobiker langsam an Spinnen gewöhnen können. Jeder kleine Schritt kostet viel Überwindung, aber es ist auch ein gutes Gefühl einen Schritt weiter gekommen zu sein.

Ich denke ein fähiger Hypnosetherapeut könnte dir helfen. Oder du arbeitest selbst daran dich langsam ranzutasten. Das heißt dich nicht gerade mit dem größten Ekelerreger zu beschäftigen, sondern dir den kleinstmöglichen Ekelauslöser zu suchen und dich dem immer wieder bewusst zu stellen. Vielleicht nicht im sexuellen Kontext, damit der Sex nicht zu einer regelmäßigen Ekelübung wird. Was wäre z.B. wenn dein Mann in ein Glas abspritzt (ohne dass du dabei zusiehst, also bewusstes Vermeiden jedes Ekelauslösers vor der Übung). Wenn er dir das Glas hinstellt, und du einfach nur mal den Glasinhalt betrachtest. Von mir aus aus einiger Entfernung. Und dabei primär mal versuchst möglichst ruhig zu bleiben, dich selbst zu beruhigen, "realistisch" zu denken. Also ein möglichst langsames Rantasten. Kannst du dir vorstellen das zu probieren?

cVrie,charlxie


Ich glaube, es ist nicht so sehr das Sperma, sondern der Moment, in dem er sabbert und spritzt. Ich persönlich mag das gerne, vor allem schaue ich es mir gerne von unten an, wie sich alles ballt und dann pumpt.

Ich finde, es ist wirklich geballte Männlichkeit, an die man sich aber wirklich erst gewöhnen muß. Wenn man das zuerst negativ assoziiert, wenn auch unbewußt, kann ich mir schon vorstellen, dass man es in Folge auf das Sperma überträgt. Wie geht es dir denn allgemein, wenn er kommt?

Könntest du dir zum Beispiel vorstellen, währenddessen die Finger an Hoden oder Damm zu legen um zu spüren, was da passiert? Also einfach nichtvorne hinschauen, aber mitbekommen, wie es ihm gefällt? Oder währenddessen sein Gesicht sehen oder iwo hin, wo Du mitbekommst, was Du ihm gerade für eine Freude bereitest und das würde Dich dann von dem Spritzen ablenken?

dkatZscha


Ich habe jetzt alles brav gelesen, obwohl ich mich auch davor ekel,...ne, da würde keine Übung helfen...ich nimm den Rosenkohl!

cbriecHharlxie


Ich meine, dass Du den focus auf den Vorgang legst, eben vor allem afu seine Gefühle und das Sperma nicht so in den Vordergrund Deiner Betrachtung?

Ich sehe Sperma neutral, bräuchte es auch nicht, aber deen Vorgang finde ich gut, also stört das Sperma nicht.

naja, so ungefähr.... ;-D

Alias 711140


Hmmm, jeder verarbeitet das anders bzw. hast du es wahrscheinlich noch nicht wirklich verarbeitet.

:)_ @:) :)*

Lotte0407

Wenn Sperma dabei tatsächlich eine Rolle gespielt haben sollte, dann wohl wirklich nicht, weil ich daran echt keinerlei Erinnerung habe :-/ Dann wäre vielleicht die nächste Frage, warum ich das so weit weggepackt habe.

Aber ok, ist letztlich Rätselraten...

Ich kann mir vorstellen dass du dich dran gewöhnen könntest. Wie sich z.B. Spinnenphobiker langsam an Spinnen gewöhnen können. Jeder kleine Schritt kostet viel Überwindung, aber es ist auch ein gutes Gefühl einen Schritt weiter gekommen zu sein.

Ja, das habe ich selbst hinter mir, also mir meine Spinnenphobie langsam "abgewöhnt". Früher war die echt extrem, inzwischen kann ich Spinnen im selben Raum tolerieren und auch mit einem Glas einfangen. Daran wäre früher nicht zu denken gewesen. Ich weiß also, dass sowas funktionieren kann (langsam Rantasten), aber beim Thema Sperma bzw. Ejakulation funktioniert es irgendwie nicht.

Ich denke ein fähiger Hypnosetherapeut könnte dir helfen.

Dafür fehlt mir ehrlich gesagt das Vertrauen. Ich hab da Angst vor Kontrollverlust, auch wenn sie unbegründet ist. Noch so ein Thema... Vielleicht hängt das auch irgendwie damit zusammen? Also irgendwie verbinde ich die Ejakulation nämlich auch mit Kontrollverlust. Das gehört natürlich einerseits zu gutem Sex, auch für mich. Ich bin froh, dass ich mich gehen lassen kann. Aber wenn ich bei meinem Mann erlebe, wie er die Kontrolle verliert (und das ist bei der Ejakulation ja in gewisser Weise der Fall - einmal den point of no return überschritten, "passiert" es einfach, ohne dass er es noch aufhalten könnte) dann macht das irgendwas mit mir. Was genau, habe ich noch nicht rausgefunden. Denn vom Emotionalen her finde ich es eigentlich super, wenn er in Ekstase ist. Ich will ihm ja Lust und Freude bereiten und ihn zum Orgasmus bringen....

Was wäre z.B. wenn dein Mann in ein Glas abspritzt (ohne dass du dabei zusiehst, also bewusstes Vermeiden jedes Ekelauslösers vor der Übung). Wenn er dir das Glas hinstellt, und du einfach nur mal den Glasinhalt betrachtest. Von mir aus aus einiger Entfernung. Und dabei primär mal versuchst möglichst ruhig zu bleiben, dich selbst zu beruhigen, "realistisch" zu denken. Also ein möglichst langsames Rantasten. Kannst du dir vorstellen das zu probieren?

Ja, kann ich. Sowas ähnliches haben wir auch schon ausprobiert. Nicht mit einem Glas, vielleicht ist das echt eine gute Idee, um es abstrakter zu machen, also aus dem eigentlich Kontext herauszulösen. Wir haben es bislang herkömmlicher probiert, also er onaniert und ich betrachte anschließend das Ergebnis auf seinem Bauch, dem Laken oder im Tempo. Das "geht so" halbwegs. Die Ejakulation an sich zu beobachten, löst allerdings trotzdem Ekel aus.

Ich glaube, es ist nicht so sehr das Sperma, sondern der Moment, in dem er sabbert und spritzt.

Ja :-(

Ich persönlich mag das gerne, vor allem schaue ich es mir gerne von unten an, wie sich alles ballt und dann pumpt.

Ich finde, es ist wirklich geballte Männlichkeit, an die man sich aber wirklich erst gewöhnen muß. Wenn man das zuerst negativ assoziiert, wenn auch unbewußt, kann ich mir schon vorstellen, dass man es in Folge auf das Sperma überträgt. Wie geht es dir denn allgemein, wenn er kommt?

Mir gefällt diese geballte Männlichkeit in der Vorstellung auch. Das ist es, was mich so verwirrt, denn ich mag Männer, ich mag Penisse, ich mag Penetration und ich spüre ihn gerne in mir kommen. Aber die Vorstellung bzw. das Wissen oder das Sehen, dass er dabei unkontrolliert diese Flüssigkeit absondert, die macht mir zu schaffen. Vielleicht hat es wirklich viel mit Kontrolle zu tun, merke ich gerade. Das würde auch ansatzweise erklären, weshalb ich mit Urin z.B. keinen Problem habe, denn urinieren läuft kontrolliert ab. Er kann es "anhalten" sozusagen. Die Ejakulation nicht. Irgendwas verbinde ich damit wohl - und irgendwie nichts Gutes. Und das nur bei Männern. Ich habe auch Erfahrung mit Frauen und da ist es überhaupt kein Problem für mich, wenn sie feuchter werden oder "die Kontrolle verlieren" und ejakulieren.

Könntest du dir zum Beispiel vorstellen, währenddessen die Finger an Hoden oder Damm zu legen um zu spüren, was da passiert? Also einfach nichtvorne hinschauen, aber mitbekommen, wie es ihm gefällt? Oder währenddessen sein Gesicht sehen oder iwo hin, wo Du mitbekommst, was Du ihm gerade für eine Freude bereitest und das würde Dich dann von dem Spritzen ablenken?

Ja, das geht. Solange ich das Spritzen nicht sehe und auch nicht direkt abkriege, ist es kein Problem für mich bzw. sogar schön. In sein Gesicht schau ich gerne dabei. Orgasmus gut, Ejakulation eklig, wäre wohl die Zusammenfassung :-/

maond+s{ter1ne


Ich sehe da kein Problem. Ich finde, Du machst aus etwas ein Problem, was eigentlich keins ist.

MoiSlchmNannx76


Für mich klingt es so als wäre da ein starker Zusammenhang zwischen generell männlichem ejakulieren und deinem Unwohlsein. Ich frage mich inwieweit die Art des Unwohlseins eine Rolle spielt. Ist es immer und nur Übelkeit? Oder auch (mal) Angst, Panik, Fluchtgedanken, Schwindel, ohnmachtsähnlich? Versuch bitte dich genau zu erinnern. Wie weit kannst du dich zurückerinnern, wann hat es angefangen? Hat es sich im Lauf der Jahre verändert, verstärkt, abgeschwächt? Je schwieriger zu erinnern oder je unangenehmer die Erinnerung desto hilfreicher womöglich für dich. Sicher nicht leicht sich dem immer wieder zu stellen... :)*

hlatscKhipu


Frisches Sperma riecht nach frischen Champignons

Das hab ich ja noch nie gehört, interessant. ;-D

TE, wie ist es denn mit verbundenen Augen? Also wenn du ihn machen lässt und es einfach nicht sehen kannst? Ich meine, für den Mann ist es ja auch nicht gerade aufbauend, wenn du dich jedes mal vor seinem besten Moment ekelst. Mich würde das als Partner schon irgendwie treffen, auch wenn du nichts dafür kannst.

c[rie]chzarlide


naja,

ich glaube aber schon, dass sie möglichekiten hat, einfach nicht hinzuschauen. und sich währenddessen auf anderes konzentriert. so geht's los und sie ist total darauf fixiert. nächster schritt ist dann wohl, dass sie schon vorher denkt: gleich gleich gleich iih iih ihh ihh.... das wirkt sich dann bestimmt schon noch mal deutlicher auf die situation/beziehung aus...

ich denke schon, dass man da aktiv dagegen steuern sollte.

kannst du dir nicht vorstellen, er "blutet"?

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