» »

Ekel vor Sperma

C4oteS`auvaxge


@ Milchmann

Wenn ich der TE überhaupt etwas "einreden" wollte, dann, dass sie kein Problem aus etwas machen sollte, was für ihren Mann und viele andere Menschen und mE auch objektiv kein Problem ist.

Ich finde es unnötig, hierüber zu theoretisieren. Ich habe die TE so verstanden, dass sie Sperma gerne nichteklig finden würde, weil sie ihren Freund toll findet und für sie das zum 100%Tollfinden dazugehört. Für mich gehört es da nicht dazu, daher würde ich mir darüber nicht den Kopf zerbrechen.

Es gibt sicher auch Dinge, die ich bei mir nicht 100% verstehen würde (fällt mir grad nichts ein, daher kann ich momentan kein Beispiel nennen). So what? Solange ich mich im Grundsatz wohlfühle (und die TE scheint ihr Missbrauchserlebnis soweit überwunden zu haben, und führt eine schöne befriedigende Beziehung), muss ich nicht alles 100% verstehen, weder an mir, noch an meinem Freund noch an sonstwem. Es kann dann wissenschaftlich interessant sein, über sowas nachzudenken, aber ein "schlechtes Gewissen" (wie die TE, nach ihrer eigenen Aussage) o.dgl hätte ich deswegen nicht.

MUi_lchmUann/76


@ CoteSauvage:

Sorry, "einreden" war keine gute Wortwahl. Gut, DU hättest kein schlechtes Gewissen. Die TE hat eins. Ihr Faden. Und deswegen mein Rat an sie auch mal genauer zu überlegen an welcher Stellschraube sie am liebsten drehen würde wenn sie könnte.

Ich persönlich würde Sex auch negativ belastet sehen wenn meine Gefühle kurz vor und kurz nach der Ejakulation so radikal wechseln würden. Die TE muss kein Sperma-Fan werden aber ein konstanteres Gefühl würde Sex für sie vermutlich entspannter und damit schöner machen.

CjoteSavuvaXge


Aber nachdem ihr Partner doch ein Kondom verwendet und damit kein Problem hat, hat sie doch ein konstantes Gefühl dabei.

(OK, ist mir klar, dass man der TE das Problem auch nicht "ausreden" kann, wenn sie halt nun mal eines sieht)

Glrhautxon


@ zuckerpuppe13

Ich ekle mich generell vor Männer! Habe aber des Geldes wegen immer wieder Sperma geschluckt! Habe manchmal sogar Albträume!

Was willst du jetzt mit so einem kontraproduktiven Beitrag bezwecken?

Den du noch dazu einfach so hinklatschst ohne jegliche Erklärung.

Und wenn du sowas des Geldes wegen gemacht hast, bist du da für mich ehrlich gesagt auch selbst schuld.

Also wen interessiert das und wie soll das der TE helfen?

Oder soll sie sich vielleicht "normaler" fühlen, weil es eine handvoll anderer Frauen gibt, die sich aus welchen Gründen auch immer vor Männern ekeln?

@ CoteSauvage

aber ein "schlechtes Gewissen" (wie die TE, nach ihrer eigenen Aussage) o.dgl hätte ich deswegen nicht.

Ich kann es aber durchaus nachvollziehen, daß sie eines hat, weil sie durch ihre doch äußerst seltsam anmutende und unbegründete Abneigung gegen Sperma die Sexqualität für ihren Partner doch erheblich einschränkt (auch wenn dieser vielleicht Verständnis dafür zeigt oder ihr gegenüber zumindest so tut als ob).

Ich könnte mit einer Frau, die solch einen extremen Ekel vor Sperma hat, jedenfalls kein erfülltes Sexleben haben, weshalb das bei mir über kurz oder lang auf eine Trennung hinauslaufen würde, sollte sich daran nichts Grundlegendes ändern.

Kann ich eine Abneigung gegen die orale Aufnahme oder gar das Schlucken von Sperma noch einigermaßen nachvollziehen (und würde dies auch nicht verlangen), so kann ich das beim bloßen Anblick, Körperkontakt oder vaginaler Aufnahme absolut nicht mehr.

Das hat für mich dann schon den Charakter einer gewissen krankhaften Phobie, die nicht mehr im Rahmen des Normalen liegt.

Denn wenn ich eine Frau wirklich tief und innig liebe, dann mache ich mehr oder weniger alles mit ihr und Oralsex ist dabei auch ein für mich sehr wichtiger Bestandteil.

Ausschließen würde ich Oralsex nur bei Frauen, die ich noch nicht so lange kenne und die es mit der Hygiene nicht so genau nehmen.

Aber in allen anderen Fällen, liebend gerne! :-q

G>rautxon


Ach, und in einem anderen Faden schreibt "zuckerpuppe13", daß sie z.B. an Gang-Bang-Parties teilnimmt und sich als Studentin durch bezahlten Sex noch Geld dazuverdient.

Tolle Studenten, bravo! :)=

Andere gehen arbeiten, wenn sie Geld brauchen! >:( :|N

Und klar, sowas macht man natürlich v.a. dann, wenn man sich vor Männern ekelt!

Vor deren Geld aber scheinbar nicht.

Das gehört jetzt vielleicht nicht hier her, aber wenn ich sowas lese, geht mir einfach die Hutschnur hoch!

Noch dazu wenn dann solche völlig unangebrachten Kommentare in anderen Fäden gemacht werden.

CxomrZan


OK, ist mir klar, dass man der TE das Problem auch nicht "ausreden" kann, wenn sie halt nun mal eines sieht

Die Motivation, diesen Faden zu machen, war ja ein akutes Ereignis und dass sie sich die Frage stellt, was mit ihr nicht stimmt.

Auf der anderen Seite kann ich aber auch verstehen, dass sie gerne ihre Fantasie mal real genießen möchte. In der Lust wünscht sie sich, dass der Mann nass kommt und möchte es in sich oder auf sich haben. Aber wenn es dann jäh passieren würde, dann ist es schlagartig vorbei. Dass der Mann kein Problem mit dem Kondom hat, ist hier gar nicht das Ding. Die Alias hat ein Problem, weil ihr Sex dadurch limitiert wird.

Alias, wie oft "prüfst" du eigentlich deinen Ekel? Wenn ihr es jetzt mit Kondom macht, dann bist du ja "geschützt". Zu welchen Gelegenheiten hast du noch Kontakt mit dem Ejakulat?

Die Verhaltenstherapie über Hypnose, die hier schon vorgeschlagen wurde, wäre tatsächlich mal eine Möglichkeit, wenn du dich nicht selbst "herantasten" kannst. Es kostet aber ein bisschen, und im Vorfeld müsstest du mal etwas üben, ob du überhaupt hypnotisierbar bist.

Alias 711140


Für mich ist Sperma auch ein Abfallprodukt, da ich keine Kinder will.

Wenn das bei mir dahinter stecken würde, dann könnte ich es ja nachvollziehen...

Und selbst wenn man es toll und faszinierend findet, dass u.a. aus Sperma ein Kind entstehen kann - deswegen muss einem das Zeug doch nicht schmecken - das Kind entsteht ja nicht dadurch dass du Sperma schluckst.

Ja, das stimmt. Den Anspruch stelle ich auch gar nicht, also dass es unbedingt "schmecken" muss. Und wenn Ekel nur im Zusammenhang mit der oralen Aufnahme eine Rolle spielen würde, würde ich mir wahrscheinlich gar keine solchen Gedanken machen, weil ich "Ich will ihn zwar bis zum Schluss oral befriedigen, aber Sperma schmeckt einfach scheiße" durchaus verständlich finde. Ich kenne relativ viele Frauen, die das so sehen. Aber diese Ekelgefühle ganz grundsätzlich im Zusammenhang mit dem Thema Ejakulation, die bereitet mir halt Bauchschmerzen. Weil ich da so eine starke Diskrepanz in mir spüre.

Und Sperma als "Lustprodukt"? Wenn ich einen Orgasmus hatte und wenn mein Freund einen Orgasmus hatte, ist es uns egal was da aus irgendwem rauskommt, Hauptsache es versifft zB nicht gleich das frisch bezogene Bett. Wieso muss das toll aussehen, gut schmecken und gut riechen (tut es nun mal nicht)? Man hat doch trotzdem Spaß am Sex.

Ich glaube, ich verstehe, was du meinst. Ich erwarte auch gar nicht, dass alles toll aussieht, gut schmeckt und gut riecht. Aber so ein starker Ekel ist schon nochmal etwas anderes, finde ich. Ich finde z.B. auch nicht dass Urin gut schmeckt, aber mir gefällt die Praktik an sich, das Gefühl damit in Berührung zu kommen, damit zu spielen usw. Von gut schmecken und gut riechen kann da nicht die Rede sein, aber es macht trotzdem Spaß und ist eben nicht mit Ekel verbunden und das hätte ich in Bezug auf Sperma eben auch gerne.

Was meinst du könnte für dich und euch als Paar die bessere Lösung sein? Wenn du Sperma auch gedanklich verteufelst und sozusagen eine falsch-positive Prägung auf die männliche Ejakulationdurch Pornos o.ä. beseitigst? Also die körperliche Reaktion als wahr ansiehst und daran arbeitest auch mehr so zu denken und zu fühlen. Oder wenn du Ejakulation und Sperma weiterhin theoretisch erregend findest und versuchst daran zu arbeiten diese Erregung auch beizubehalten wenn beides real wird?

Gute Frage, wirklich! Die hat jetzt ein paar Tage in mir gearbeitet und ich bin noch zu keinem rechten Schluss gekommen. Vielleicht wäre es tatsächlich gut, wenn ich aufhören würde, mich mit dieser Frage und vor allem der Suche nach dem Hintergrund zu "quälen", da mein Mann kein Problem sieht und ich ja im Grunde nur eins "daraus mache". Was sich durch ein Ändern des Denkens durchaus ad acta legen lassen würde. Denn ich vermute, dass sich an dem Ekel nach all den Jahren nicht mehr viel ändern lassen wird und ich mir ja schon die Frage stellen muss, wozu überhaupt, wenn es unsere Sexualität eigentlich nicht einschränkt.

Also klar, es ist schon eine gewisse Einschränkung, Kondome zu verwenden, aber das geht anderen, die damit verhüten, ja nicht anders. Und mit Kondom ist der Sex wirklich schön und lustvoll, für uns beide. Wo liegt dann eigentlich das Problem? Ich weiß es inzwischen selbst nicht mehr so recht %:| Aber in mir arbeitet auch gerade viel...

Ich habe mich die Tage mit einer guten Freundin darüber unterhalten und die meinte, sie hätte sich bei sich da noch nie Gedanken über die Hintergründe gemacht. Sie mag einfach nicht schlucken und nicht angespritzt werden und Ende. Ist eben so. Findet sie eklig, so wie Hundekacke oder Litschis. Nimmt sie als gegeben und grübelt nicht über die Hintergründe. Sie hat auch keine Missbrauchserfahrung. Vielleicht fiele es mir auch leichter, es als Abneigung zu akzeptieren, die einfach zu mir gehört, genau wie die Abneigung gegen Tomaten, die ich auch nicht in Frage stelle, wenn ich mich nicht immer fragen würde, wie ich mich ohne den Missbrauch in der Kindheit wohl "entwickelt" hätte. Ich wüsste im Grunde gerne, wer und wie ich hätte sein können, wenn man mir nicht in meine Entwicklung gepfuscht hätte. Aber ich weiß auch, dass die Frage zu nichts führt und letztlich sind wir ja alle die Summe unserer Erfahrungen. Vielleicht sollte ich es also wirklich einfach auf sich beruhen lassen.

Deshalb danke, CoteSauvage, u.a. für diese Zeilen:

Es gibt sicher auch Dinge, die ich bei mir nicht 100% verstehen würde (fällt mir grad nichts ein, daher kann ich momentan kein Beispiel nennen). So what? Solange ich mich im Grundsatz wohlfühle (und die TE scheint ihr Missbrauchserlebnis soweit überwunden zu haben, und führt eine schöne befriedigende Beziehung), muss ich nicht alles 100% verstehen, weder an mir, noch an meinem Freund noch an sonstwem. Es kann dann wissenschaftlich interessant sein, über sowas nachzudenken, aber ein "schlechtes Gewissen" (wie die TE, nach ihrer eigenen Aussage) o.dgl hätte ich deswegen nicht.

Die haben schon irgendwas in mir bewegt.

Alias, wie oft "prüfst" du eigentlich deinen Ekel? Wenn ihr es jetzt mit Kondom macht, dann bist du ja "geschützt". Zu welchen Gelegenheiten hast du noch Kontakt mit dem Ejakulat?

Ich fordere ihn ab und zu auf, "wenn mir danach ist", also wenn ich irgendwie Lust darauf bekomme, es "mal wieder" zu versuchen. Denn die Lust darauf ist ja durchaus vorhanden, nur das reale Erleben dann immer ernüchternd. Ich hab sozusagen Lust darauf, aber nicht Lust daran. Es ist dann zwar kein Weltuntergang, also ich muss mich nicht übergeben, wenn er ohne Kondom in mir kommt oder ich sehe, wie er außerhalb ejakuliert, aber ich ekle mich eben und bin dann frustriert, weil es sich real so ganz anders anfühlt als in der Fantasie.

B9ehi@nd| Tqhe zScenxes


Ich ekle mich generell vor Männer! Habe aber des Geldes wegen immer wieder Sperma geschluckt! Habe manchmal sogar Albträume!

Vieel haben Dich davor gewarnt, an so einer Party teilzunehmen, weil uns bewusst war, was Dir da passiert. Du wolltest es aber trotzdem machen. Tja, und nun Dammriss und Ekel vor Sperma. Wundert's Dich?

Aber Du weißt wenigstens, wo der Ekel herkommt. Die TE weiß es nicht und sucht hier Hilfe und Tipps. Da ist Dein Beitrag eher unbrauchbar.

Alias 711140


Mal ein kurzes Update zur Thematik, weil sich viel getan hat. Leider nicht unbedingt im positiven Sinne. Oder vielleicht doch. Keine Ahnung. Ich wollte das Thema ja eigentlich ad acta legen. Einfach hinnehmen (irgendwie akzeptieren), dass ich diese Abneigung nun mal habe. Nicht mehr hinterfragen, und vor allem das schlechte Gewissen in dem Zusammenhang ablegen. Ging ein paar Tage gut, bis ich angefangen habe, seltsame Dinge zu träumen. Unter Alpträumen leide ich schon mein ganzes Leben und ich habe darauf nie viel gegeben. Aber diese waren neu und irgendwie sehr real. Mir ist dann immer mehr bewusst geworden. Verdrängte Erinnerungen, schätze ich. Ich hoffe, dass ich mir da nichts zusammen fantasiere, glaube es aber eigentlich nicht. Ich erinnere mich an konkrete Situationen und an konkrete Gefühle und vor allem an den Geruch von Sperma im Zusammenhang mit dem Missbrauch damals. Also doch :-(

Mal sehen, ob das ein Schritt auf dem Weg hin zur Akzeptanz dieser Körperflüssigkeit im Liebeskontext sein kann. Im Moment eher nicht. Die Abneigung ist größer denn je. Leider. Mein Mann hat zum Glück großes Verständnis und meint, ich soll das Thema ruhen lassen. Es wär zwischen uns doch alles gut so, wie es ist. Seufz.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH