» »

Oh weh! Verliebt in den Therapeuten

F-lieder1gold hat die Diskussion gestartet


Es soll ja passieren, dass man sich zu Menschen hingezogen fühlt, die rein rational überhaupt nicht zu einem passen, bei denen man sich aber so geborgen fühlt, dass man sie auf einmal mit ganz anderen Augen sieht. An sich ja schön, wenn es der eigene Therapeut ist doch eher...ungünstig ;-D ich hätte nie damit gerechnet, aber ich ertappe mich dabei, wie oft ich an ihn denke und wie gerne ich in seiner Nähe wäre. Dabei fand ich ihn anfangs total unsympathisch und er ist deutlich älter als ich. Es ist auch wohl mehr eine Schwärmerei als Verliebtheit, aber ich weiß nicht wie ich da in Zukunft mit umgehen soll und frage mich ob er was ahnt ;-) vielleicht gibt es hier ja den ein oder anderen dem/der es auch so geht :=o |-o

Antworten
m'nexf


Typisches Phänomen. Aussichtslos.

Bitte jetzt keine Lovestory daraus machen in diesem Faden :=o

F liede"rgold


Lovestory? Ich bin kein verliebter Teenie sondern Realist. Mich würde nur interessieren ob's anderen auch passiert ist und schauen wie ich damit umgehen kann. Ich werd hier jetzt keine Herzchen malen und mir einbilden, dass wir irgendwann dem Sonnenuntergang entgegen spazieren ;-) Aber es hat mich selber überrascht und deshalb würde ich mich gerne darüber austauschen.

ecsBta1


Sowas passiert ständig, das Patienten ihre Sehnsüchte auf den Therapeuten projizieren. Ist ja auch schön wenn endlich mal jemand zuhört und sich interessiert zeigt, aber denk daran es ist sein Job und er macht das nicht nur bei Dir so.

dkatschxa


@ Fliedergold

Das ist schon 12 976 Patienten vor dir passiert. Fast jeder verknallt sich anscheinend in seinen Thera, jedenfalls die jüngere Fraktion. Im Netz kann man bestimmt auch über die Gründe nachlesen.

G0roSttxig


Esta hat es schon geschrieben. Es sind wohl eher die inneren Sehnsüchte, aber keine Liebe. Das solltest du für dich reflektieren.

F/lied<erYgolxd


Hey ihr :)

Dass ich da Sehnsüchte projiziere anstatt echte Gefühle Habe ich auch schon soweit reflektiert. Es ist mir trotzdem irgendwie unangenehm, weil ich glaube, dass er was ahnt. Auch weil ich viel jünger bin und ich so eine Gefühlskonstellation nicht so von mir gewöhnt bin. Ich meine, vermutlich wird er das schon kennen, ich weiß aber nicht, ob ich das ansprechen sollte, da es mich manchmal etwas hemmt. Das wäre mir aber viel zu unangenehm und ich hätte Angst, dass er dann sagt "nö unter den Umständen kann ich nicht mehr mit Ihnen arbeiten". Naja es ist zumindest gut zu hören, dass ich da nicht die einzige bin ;-)

S)or"oman


Mich würde nur interessieren ob's anderen auch passiert ist

Also mir auch. In "meine" Therapeutin. Die fand ich vom ersten Moment an sehr süß.

und schauen wie ich damit umgehen kann.

Ich habe es als Teil der Therapie begriffen.

Ich werd hier jetzt keine Herzchen malen und mir einbilden, dass wir irgendwann dem Sonnenuntergang entgegen spazieren ;-)

Soeben hast du es ja schon gemacht. Hast nur eine Negation eingebaut. Das ist im Gehirn ein gekipptes Bit, was du kontrollierst, ich denke der Rest spiegelt schon recht gut dein Gefühl wieder. Denk mal nicht an einen rosa Elefanten. Genau das Prinzip steckt dahinter.

Ein Therapeut würde an der Stelle sagen: "Aha, an Herzchen oder Sonnenuntergang denken Sie also gerade NICHT, wie Sie sagen, ja woran denken sie denn dann?" Und so würde er dir das bewusst machen.

Dass ich da Sehnsüchte projiziere anstatt echte Gefühle Habe ich auch schon soweit reflektiert. Es ist mir trotzdem irgendwie unangenehm, weil ich glaube, dass er was ahnt. Auch weil ich viel jünger bin und ich so eine Gefühlskonstellation nicht so von mir gewöhnt bin.

Ich finde das einen großen Erfolg in der Therapie: neue Sachen wahrnehmen, neue Seiten von sich kennenlernen, neue Denkwege gehen. Es ist gut, wenn du Sachen erlebst, die du nicht von dir gewohnt bist. Sonst wäre Therapie ja tod-öde.

Ich meine, vermutlich wird er das schon kennen, ich weiß aber nicht, ob ich das ansprechen sollte, da es mich manchmal etwas hemmt. Das wäre mir aber viel zu unangenehm und ich hätte Angst, dass er dann sagt "nö unter den Umständen kann ich nicht mehr mit Ihnen arbeiten". Naja es ist zumindest gut zu hören, dass ich da nicht die einzige bin ;-)

Ist dein "eigentliches Thema" in der PT auch ein Thema, das mit Angst oder Hemmungen zu tun hat? Mein Weg war, meiner Therapeutin ALLES zu sagen, was mir durch den Kopf ging. Für mich war es der richtige Weg.

dZan!ae8x7


Solltem an thematisieren damit man damit arbeiten kann. Wenn man anfängt dem Therapeuten etwas zu verschweigen ist das für gewöhnlich der Anfang vom Ende der Therapie.

d*atscJhxa


Solltem an thematisieren damit man damit arbeiten kann. Wenn man anfängt dem Therapeuten etwas zu verschweigen ist das für gewöhnlich der Anfang vom Ende der Therapie.

danae87

Nicht unbedingt, es soll Leute geben, die mit den Dingen mit der Zeit auch alleine klar kommen. Man muß sich nicht unbedingt zu 100% auf links ziehen.

Ich habe da eine Menge Erfahrung. Ich hatte das in der Thera gemacht und übel dafür draufgezahlt. Ich wäre nicht nochmal so komplett ehrlich.

Eine Thera machte mal, wie bei jedem ihrer Patienten, so einen 400 Fragen Test.

Da war ein anormaler Punkt bei mir rausgekommen, dass ich zu ehrlich sei. Das wäre nicht gut.

Und das mußte ich später, auch in anderen Therapien feststellen.

Ein bisschen Lüge, ein bisschen verschweigen schadet nicht, im Gegenteil, es schützt.

Es ist falsch zu glauben, wenn man alles schön brav auf den Tisch legt, kann man damit arbeiten und gesunden.

Das ist nur Theorie und ich hatte keinen Fall erlebt, wo das funktioniert hätte.

d/atsXcha


keinen Fall = keinem Fall

dvanae8x7


Ich kenne halt jede Menge fälle wo die Leute viel lügen und verstecken und deswegen keinen Meter weiter kommen.

deatschxa


Dann waren sie halt noch nicht so weit. Man kann nicht mit Gewalt alles hervorbrechen, um daran zu arbeiten. Manches bleibt auch für immer im Abgrund. Der Körper weiß schon, was er macht.

e>staU1


datscha

Eine Thera machte mal, wie bei jedem ihrer Patienten, so einen 400 Fragen Test.

Da war ein anormaler Punkt bei mir rausgekommen, dass ich zu ehrlich sei. Das wäre nicht gut.

Und das mußte ich später, auch in anderen Therapien feststellen.

Da bin ich jetzt aber auch baff, das irritiert mich. Ich dachte auch immer das Ehrlichkeit der beste Weg ist, zumindest das man seine Gefühle ehrlich beschreibt. Also so Sachen wie "Ihre Hose passt ja nun garnicht zu Ihrem Hemd und diese Farbe, iiiiigggittt", würde ich jetzt auch nicht ehrlich sagen, auch wenn ich es denke ;-) .

Wie war das gemeint, man soll nicht zu ehrlich sein?

S(oroxman


Ich denke so: Selbstschutz ist ein wichtiger Wert der Menschen. Sie sollen mit der Ehrlichkeit nicht ihren Selbstschutz gefährden. Sie dürfen so egostisch sein, dass sie sich nicht selbst belasten oder selbst verurteilen. Es gibt auch gesunde Formen eines Opportunismus.

Und in der Kommunikation mit anderen gibt es manchmal einen Konflikt aus Höflichkeit und Ehrlichkeit. Hier in das absolut ehrliche Extrem zu verfallen, macht einen nicht besonders gesellschaftsfähig.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz   © med1 Online Service GmbH