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Oh weh! Verliebt in den Therapeuten

F-lied(erdgold


Hallo @:)

Hm ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll damit es nicht völlig albern klingt aber ich versuche es mal da ich die Rückmeldungen hier sehr anregend fand!

Aktuell würde ich meine Schwärmerei als eher bedeutungslos und nebensächlichen Faktor bezeichnen. Das kann aber auch schwanken je nach Kontakt mit meinem Therapeuten, mir wird immer wieder bewusst dass er nur ein Abbild für etwas ist und stellvertretend für meine Beziehungsmuster steht. Bzw nicht er seine meine Reaktion auf ihn.

Nunja, ich war zwei Wochen krank und mir ging es relativ schlecht. Er hat mir dann per Tipps zur Genesung gegeben und ist auch immer auf meine Mails eingegangen. Am Anfang meiner Reise hat e

FtlimedergWolxd


Kacke jetzt hab ich n langen Text geschrieben und er ist nur halb gesendet. Arghh 🙈 jetzt die kurzversion:

Am Anfang der Reise hat er auch nur selten geantwortet, auf meine Nachfrage versicherte er mir aber dass er mich in Gedanken begleitet und sich immer freut von mir zu hören. Dann hatten wir ganz plötzlich so 3 Wochen einen Regen Mailaustausch alle paar Tage und nun plötzlich nichts mehr. Ich habe heute nochmal nachgefragt ob ich ihm aufn Keks gehe (locker und nett formuliert wie sonst auch) aber auch darauf kam nichts. Das verunsichert mich, denn ich kann mit Schweigen nicht gut umgehen. Ich habe dann Angst dass derjenige mich nicht mehr mag. War ihm der Kontakt vielleicht zu viel? Bin ich übersensibel? Würde mich über n paar Reflexionen freuen. :)*

m[o;nd+s terne


Ich habe den Eindruck, der Therapeut verhält sich etwas unprofessionell. Denn die E-Mails haben wohl teilweise doch eher einen privaten Charakter.

Ich würde vermuten, für Dich hat das alles eine viel größere Bedeutung als für ihn. Du interpretierst deshalb viel zu viel da hiniein. Er schreibt Dir einfach hin und wieder mal ne nette E-Mail.

Für Dich ist so eine unklare Beziehung nicht gut. Aber ich würde es auch etwas widersinnig finden, wenn Du Dir einen anderen Therapeuten suchst, weil er sich unprofessionell verhält. Eigentlich müsste ihm jemand in den Hintern treten, damit er sich etwas professioneller verhält.

So, das waren jetzt meine Reflektionen zu dem Thema. Wie man mit solchen Situationen umgeht, da bin ich bis heute zugegebenermaßen ratlos.

???

Fglied5ergWoJlxd


Danke für deine Sicht! :)

Dass ich da viel mehr reininterpretiere als er ist klar. Ich verstehe das hin und her von ihm nur nicht so, denn er weiß aufgrund meiner einen Mail, dass nicht antworten mich irritiert - deshalb hat er auch mal vorher angekündigt, dass er zwei Wochen weg ist, damit ich mich nicht wundere. Von daher muss er das ja jetzt schon bewusster machen zumal ich da auch nochmal nachgefragt habe.

Die Mails waren schon immer auf einer professionellen Ebene, ich meine auch ein lockerer Austausch kann doch Teil einer Therapeut-Patient-Beziehung sein oder? wir duzen uns ja jetzt nicht oder er erzählt auch nicht was er so macht. Nur halt wie er so die Dinge empfindet und das schätze ich ja auch so ab ihm. Ich frag mich nur ob er mich plötzlich nicht mehr mag oder ich ihn nerve oder so ":/

EVhemal}iger N"utzecr (#156597x4)


Du solltest dir nicht zu sehr den Kopf darüber zerbrechen, warum er (ohne Vorwarnung) nicht antwortet. Das könnte jeden erdenklichen Grund haben.

Ich bezweifle, dass er dich "nicht mehr mag" oder du ihn nervst. Das wäre nicht mehr auf der Ebene einer normalen "Therapiebeziehung".

An deiner Stelle würde ich einfach abwarten - und ja, ich weiß, wie schwierig das sein kann. Aber du kannst die Situation im Moment ohnehin nicht ändern.

Soweit ich mitbekommen habe, bist du erst Februar wieder in Deutschland. Was ist dein Plan? Möchtest du die nächsten 4 Monate via Mail Kontakt zu ihm halten?

Möchtest du ihn später wieder als Therapeut oder versuchst du aktuell eine Beziehung aufzubauen?

M"adame@ CharZentoxn


Ich habe den Eindruck, der Therapeut verhält sich etwas unprofessionell. Denn die E-Mails haben wohl teilweise doch eher einen privaten Charakter.

1. das, und 2.:

schonmal was von Übertragung gehört? sexuelle Gefühle dem Therapeuten/der Therapeutin gegenüber kommen sehr häufig vor, weil man in diese alles projeziert was man unbewusst gerne hätte (eine Vaterfigur, einen Geliebten, etc.....)

davon sollte man sich nicht beeindrucken lassen, diese Gedanken und Gefühle zwar wahrnehmen aber als das was sie sind - freudsche Übertragung.

mach dir keine Hoffnungen und such dir einen neuen Therapeuten, euer Verhältnis ist mittlerweile zu distanzlos.

sSis\i 8x6


Ich finde es keine total ungewöhnliche und per se unprofessionelle Vorgehensweise eines Therapeuten, per email in Kontakt mit den Klienten zu stehen.

Und es kommt tatsächlich extrem häufig vor, dass sich Klienten in Therapeuten verlieben.

Vielleicht hat er es ja auch bemerkt und als nicht weiter schlimm eingestuft, solange das den Therapieverlauf nicht so massiv beeinflusst, dass Fortschritte ausbleiben. Eine Sympathie füreinander zu empfinden kann ja auch sehr förderlich sein, es darf eben nicht ins private driften. Ich weiss ja nicht was der Inhalt eurer emails und vor allem der letzten Email war. hast du da eventuell mal etwas geflirtet oder so? eventuell reagiert er darauf mit nicht-melden, weil ihm dieser schritt eben zu weit ging? oder aber eine völlige banalistät, email-ordner voll, kein internet, krank, usw.

Ich finde es nicht schlimm sich in seinen Therapeuten zu "verknallen", wenn es eben dabei bleibt. wenn nicht, wirst du das schon merken und die Reißleine ziehen!

Alles Liebe @:)

E[hemal9i$ger /NutzEer (#F56597x4)


Ich finde es keine total ungewöhnliche und per se unprofessionelle Vorgehensweise eines Therapeuten, per email in Kontakt mit den Klienten zu stehen.

Das sehe ich genauso. Es kommt immer auf die Art der Konversation an.

F)liBedSergoxld


Vielen Dank für eure Antworten! Ich glaube es geht bei dieser Sache eher darum wie ich mich verhalte, was ich von dieser Therapeut--Patient Beziehung lernen kann, was ich erwarte und fühle. Das "Verliebtsein" ist wiegesagt etwas, das mir durchaus als Zustand der Projektion von Wünschen bewusst ist. Ich denke ich kann in diesem Beziehungsmuster viel lernen. Wie ich auf Ablehnung, auf emotionale Nähe reagiere. Ich muss nur lernen dies aus einen distanzierteren Blickwinkel zu beobachten, anstatt mittendrin in den Gefühlen und Reaktionen zu sein. Dass es mich direkt verunsichert wenn jemand nicht reagiert wie ich es mir erhoffe, ist ja etwas, das sonst auch vorkommt.

Was ich von dem aktuellen Mailkontakt möchte? Ja ich möchte weiter eine Beziehung mit ihm aufbauen (damit meine ich in keinster Weise eine Liebes- oder sexuelle Beziehung), ich kann aber nicht ganz benennen was und warum. Ich möchte, dass er mich mag, dass ich nicht einfach nur Patient xy bin, dass er für mich da ist, dass er mir Nähe gibt (emotionale) und mich ein bisschen trägt. Diese Sehnsüchte projiziere ich auf ihn. Und ja deshalb versuche ich auch ihm auf dieser Ebene näher zu kommen. Ist das von mir distanzlos? Ja vielleicht. Aber bisher finde ich, dass wir einen sehr guten Umgang miteinander gefunden haben. Und er erzählt dann auch mal, dass er auch gerne mal die Welt sehen würde und was da seine Träume sind und wir schreiben auch eher in nem freundschaftlichen Ton. Dabei wahrt er aber steht's die Grenze zur Professionalität. Er erzählt jetzt nichts aus seinem Privaten Leben, es geht einzig und allein um Empfindungen und Sichtweisen auf das Leben. Und es ist schön, dass ich dabei auch seine Menschlichkeit erleben darf.

[...] bin ich damit konfrontiert mir ein neues Leben aufzubauen. Der Gedanke, dass er mir bei diesem Weg hilft ist etwas sehr beruhigendes, etwas an das ich mich klammere, weshalb ich auch irgendwie bis dahin den Kontakt "am Laufen" halten möchte. Ich kann sowieso nur zu ihm bis ich dann n neuen Job habe und ich würde halt sehr gerne nochmal in die Klinik. Ob das von der Krankenkasse genehmigt wird weiß ich ja noch nicht aber allein der Gedanke gibt mir Halt und eine Perspektive und trägt mich - [...] Er ist da mein "Fels in der Brandung", deshalb bin ich halt sensibel wenn er nicht auf mich reagiert.

Er hat mir gestern geantwortet. Ich bin mal so frei ihn hier zu zitieren, um es anschaulicher zu machen.

[...] (Beitrag auf Wunsch der FS anonymisiert)

_4Parv7a\tix_


@ Fliedergold

Das ist ja schon ziemlich Smalltalk, wenn ich den e-mail Inhalt so lese... Für was ist eigentlich seine e-mail Adresse da? Um mit seinen Patienten über Gott und die Welt zu quatschen? Finde ich nicht gerade professionell. Mein Thera sagte zu mir, dass seine e-mail Adresse und seine Handynmmer nur dazu da ist, Termine zu vereinbaren, abzusagen und zu verschieben. Und für sonst nichts!

FMliegdergoxld


@Parvati normalerweise geben die Therapeuten in der Klinik wo er arbeitet keine Mail Adressen raus, er macht das in Ausnahmefällen schon und ist da sehr hilfsbereit. Es kommt aber sicher auch auf den Patienten an und auf den Therapeuten, da ist ja auch nicht jeder gleich. Ich kenne zwar nur ein paar Therapeuten aber ich finde er ist da auch eher unkonventioneller, weshalb er von der Therapie viel besser zu mir passt als andere, bei denen ich immer das Gefühl harte die handeln nach Schema F. Das kann man also nicht pauschalisieren wie ich finde.

_iParvIati_


Na gut, solange du damit zurecht kommst. Mir persönlich wäre das schon zuviel Nähe und gerade, wenn ich dazu noch verknallt wäre, würde ich hier auch auf Abstand gehen und nicht noch mehr Nähe über einen regen e-mail Kontakt suchen. Aber es ist wohl auch nicht gerade einfach, eine gute Balance zwischen einem guten Therapeut-Patient-Verhältnis zu finden. Mein Thera hat mir ja auch schon an den Kopf geworfen, dass ich zu distanziert sei.

EFhemaliger N7utzer (#^565974)


Wenn du denkst, dass du durch diese Beziehung etwas lernen kannst - nur zu. Allerdings stelle ich es mir das etwas schwierig vor. ":/

F%liedeGrgoxld


Wieso schwierig? Hat hier nicht jemand mal geschrieben, dass die Beziehung zwischen Therapeut und Patient exemplarisch für die Konstellationen steht, die man ansonsten auch hat? Dass man das mit dem Therapeuten durchspielen kann um dann n Schritt voran zu kommen? Solange man sich dessen bewusst ist und das reglektieren kann und das ggf. auch in der Therapie anspricht. Ist doch quasi Übung am lebendigen Objekt ;-) Oder gehts hier tatsächlich nur um das persönlichere? ne Freundin von mir ist mit ihrer Therapeutin ja fast schon befreundet. Die erzählt der so viel Privates. Gehts dann bei mir dann eher darum, dass er männlich ist und ich seine Nähe suche? Ich bin ja jetzt auch nicht auf den Kopf gefallen und kann das durchaus differenzieren, auch wenn es Impulse gibt, die vielleicht etwas irritierend sind, kann ich diese im Nachhinein reflektieren. Oder sollte ich hier vielleicht eher üben indem ich loslasse und mich nicht an jemandem festhalte? Ich fühle mich ja schon manchmal - also dann wenn keine entsprechende Gegenreaktion kommt - ein bisschen abhängig, was etwas ist dass mir auch so passiert und mich nervt. Vielleicht kann ich aber den Kontakt für ne Weile ausetzen, um mir wieder die Stärke und emotionale Unabhängigkeit zu geben und um mal anders zu handeln als in meinen bisherigen Beziehungsmustern.

Sorry für die Gedankensprünge, ich weiß es halt nicht genau und habe gerade laut gedacht o:)

_<ParPvatCi_


Wenn man mit dem Therapeuten zu viel privates austauscht und ihm recht nahe steht, glaube ich, dass man sich schon in eine Art Abhängigkeit begibt. Das Problem ist: Was soll daraus werden, wenn sich die Therapie dem Ende neigt? Nach Therapieende gehen Therapeut und Patient in der Regel getrennte Wege. Wenn man aber einen zu vertraulichen und zu persönlichen Kontakt zum Therapeuten hatte, stelle ich mir dann so eine Trennung sehr schwierig und schmerzhaft vor. Schon allein deswegen würde ich während der Therapie immer eine gewisse Distanz wahren und nur Themen besprechen, die sich auf das beziehen, weswegen man sich in Behandlung begeben hat. Wenn es mal gelegentlich in den Smalltalk abdriftet, dann ist dan noch i.O. Aber sollte nicht überhand nehmen.

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