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Oh weh! Verliebt in den Therapeuten

sgchnec}kxe1985


@ DeadlyPremonition

Wenn ich ehrlich bin, habe ich mir das (angesichts der Reaktion der Stationsärztin) schon gedacht. :)_ Weil halt BL typischerweise (und ich kann mich da auch nicht ausnehmen) mit solchen schrägen sozialen "Beziehungen" (damit meine ich nicht nur Liebesbeziehungen) einher geht. Ich habe meine Problemfelder eher bei anderen Themen, aber die Vergötterung / Idealisierung von gewissen Menschen hab ich auch. Eine Freundin von mir (auch Borderlinerin) meinte, dass sie sich auch Therapeutenbeziehungen / Kliniksituationen nur so lösen konnte, dass sie sich komplett zum Vollhorst gemacht hat, sodass ein Zurück komplett ausgeschlossen war. :)_

FoliedGerg:oxld


Ich verschließe mich in keinster Weise einer Diskussion oder anderen Meinungen. Mir fällt es nur schwer etwas das sich gut und richtig anfühlt als falsch und ungesund einzustufen. Aber genau deshalb frage ich hier ja nach eurer Sichtweise. Vermutlich habt ihr recht und ich stecke viel zu sehr drin. Aktuell ist es ja auch nicht wirklich Therapie also so von Angesicht zu Angesicht ein bisschen smalltalk und ja ich verliere mich ein bisschen in dem Kontakt aber nicht so dass ich da nicht wieder raus kann. Ist mein Gefühl zumindest. [...] (Beitrag auf Wunsch der FS anonymisiert) Was ratet ihr mir denn? Ich bin da jetzt etwas verwirrt nachdem was hier so gesagt wird.

FCliedexrgoxld


Was nochmal wichtig ist zu sagen: eine Langzeittherapie werde ich bei jemandem anderen machen, bei ihm geht es um Überbrückungszeit bis ich n neuen Job hab und ja wenn ich ganz ehrlich bin will ich weiter zu ihm in Therapie weil er meine kleinen Sehnsüchte nach Nähe nachgeht. Ist das für einen kurzen Zeitraum ok? Das weiß ich nicht. Es fällt mir schwer das zu beurteilen und auch es von alleine zu kappen, da ich ihn wiegesagt wirklich als kompetent einstufe. Ich weiß auch absolut nichts privates von ihm, außer vielleicht ein paar Gedanken zu Themen die mich beschäftigen.

DteadlkyPremo`nit=ion


@Fliedergold erstmal sorry das ich mich so in deinen Faden eingemischt habe, aber ist ja irgendwie das gleiche Thema.

@schnecke1985 Ich habe mich nicht mit Absicht zum Vollhorst gemacht aber ich hätte vielleicht nicht in einer Visite los heulen sollen und sagen sollen das ich zu ihm will das war wohl nicht ganz so schlau, wobei ich das nicht wirklich kontrollieren konnte...

F>lmiedeJrgold


Kein Problem :) finds ja auch spannend von anderen zu hören. Ich muss mich auch grad mal ordnen. Vertraue halt meist auf mein Gefühl und meine Menschenkenntnis. Aber vlt wärs das sinnvollste mal für zwei drei Wochen den Kontakt einzustellen und dann zu gucken.

sWisOi 8x6


Liebe Fliedergold,

auch ich habe das Gefühl du argumentierst für den engeren Kontakt, weil du dich eigentlich nach noch engerem Kontakt sehnst.

Ich finde emailaustausch wie gesagt nichts ungewöhnliches und eine moderate eigene Meinung zu äußern über angesprochene Themen finde ich auch nicht unprofessionell von ihm.

Auch dass man sich ein bisschen in seinen Therapeuten verknallt ist nichts wildes. Ich finde es gut dass du darüber reflektierst,

aber ich denke es gibt die Gefahr dass du immer mehr emotionale Nähe von ihm willst und, wenn er nicht darauf eingeht, deprimiert und wütend wirst, wie eben schon ein wenig wenn er nicht gleich antwortet "obwohl er weiss" dass dich sowas fertig macht. Und dann ist nicht dir sondern ihm der Fehler zu machen, denn dann hat er verkannt, wann die Grenze zu ziehen war in eurem persönlichen Fall.

Du schreibst, du willst, dass er dich mag, ich glaube das ist normal und das will jeder und fast keine Therapie ist so schonugslos ehrlich, weil man sein Bedürfnis nach Anerkennung nur ganz schwer komplett unterdrücken kann. Wenn du aber versuchst, ihn mehr als Verlängerung deines Austauschs mit dir selber zu sehen, könnte es dich vielleicht noch viel weiterbringen, als wenn du mit ihm per email über das wetter redest (ich hab deinen auszug vor dem löschen nicht gelesen, also das wetter als banales beispiel).

Alles Liebe @:)

F]liedecrxgold


Liebe sisi, danke für deine Worte, die treffen so ziemlich ins schwarze. Hab das die letzten Tage nochmal etwas nachgespürt und merke, dass ich mich da doch leicht in etwas verrannt habe. Wiegesagt, nicht so sehr, dass ich das nicht reflektieren oder ändern könnte, aber ich habe von ihm erwartet meine Bedürfnisse nach Nähe zu erfüllen, anstatt sie selber zu nähren.

Das mit der Verlängerung des Austausches mit mir selber ist ein guter Punkt auf den du hinweist, ich weiß nur nicht wie. Ich frage ihn auch öfter um Rat, was wirklich gute Ansätze für mich sind, die ich dann versuche für mich umzusetzen. Oder wie meinst du das konkret? Ich möchte ihn ja als Hilfestellung haben und nicht als noch eine Person, bei der ich um Anerkennung ringe. Ich finde dieses Thema etwas schwer zu gerufen und in Worte zu fassen, deshalb bin ich für jeden Tipp und eine Sicht von Außen dankbar :)z

s"chne;cke1S98x5


Wiegesagt, nicht so sehr, dass ich das nicht reflektieren oder ändern könnte, aber ich habe von ihm erwartet meine Bedürfnisse nach Nähe zu erfüllen, anstatt sie selber zu nähren.

Das finde ich einen sehr, sehr guten Reflexionspunkt :)^ :)= :)_

Ich finde dieses Thema etwas schwer zu gerufen und in Worte zu fassen, deshalb bin ich für jeden Tipp und eine Sicht von Außen dankbar

Ich glaube, das ist immer ein schweres, sensibles Thema. Mit Therapeut 1 hatte ich auch ein ähnliches Verhältnis (ich war nicht verliebt, aber ich wusste zuviel von seinem Privatleben / seiner Persönlichkeit). Das gab mir dann natürlich gute Ansatzpunkte in der Therapie, um Gegenargumente zu finden und mich in "Sie wären auch nicht glücklich, wenn..." Diskussionen zu verlieren.

Bei mir endete das unglückliche Verhältnis mit der Überweisung seinerseits zu einer weiblichen Psychotherapeutin. Mit der war ich nie wirklich emotional nahe, gleichzeitig hat mir diese Distanz therapiemäßig unglaublich viel gebracht. Sie konnte mir auch Empathie und Nähe schenken, die eben nicht von dem Konflikt "Mag sie mich?" geprägt waren. Es war zwar irgendwie komisch, gleichzeitig aber auch sehr befreit und professionell. Diese Therapeutin hat mir letztlich in einem halben Jahr mehr mitgeben können, als mein alter, emotional involvierter Therapeut in zwei Jahren.

Das ist halt meine, persönliche Erfahrung. :)*

F$lUiedewrgold


Danke! :) ich denke auch, dass ich mir für meine Langzeittherapie dann eine Frau suche, damit nicht die Gefahr besteht da wieder in so eine Situation zu kommen. Mit männlicher Zuwendung gehe ich ja dann doch anders um und gerate da in ähnliche Verhaltensmuster. Was ja auch gut sein kann wenn man es offen anspricht und damit arbeitet.

Was meinen Thetapeuten angeht werde ich mich etwas zurück nehmen, denn ich merke, dass er manchmal entsprechend reagiert wie ich kommuniziere. Halte ich keinen smalltalk, tut er es auch nicht. Melde ich mich nicht, kommt von ihm nichts. Es ist als würde er mich quasi "laufen lassen" und mich nur mit dem versorgen, wonach ich gerade rufe.

_pPaArvaxti_


Was meinen Thetapeuten angeht werde ich mich etwas zurück nehmen, denn ich merke, dass er manchmal entsprechend reagiert wie ich kommuniziere. Halte ich keinen smalltalk, tut er es auch nicht. Melde ich mich nicht, kommt von ihm nichts. Es ist als würde er mich quasi "laufen lassen" und mich nur mit dem versorgen, wonach ich gerade rufe.

Das kannst du dir ja gut zu Nutze machen, indem du z.B. den Kontakt zu ihm auf das Nötigste reduzierst und auch nur über deine Probleme bzw. Therapieerfolge schreibst. Sollte von seiner Seite doch mal etwas privates zu lesen sein, dann würde ich das einfach ignorieren. Was aber nicht gerade einfach ist. Da spreche ich auch aus Erfahrung. Umso mehr privates man von seinem Therapeuten weiß, umso mehr macht man sich auch ein Bild von ihm. Am Anfang meiner Therapie dachte ich auch, dass das ja ganz nett wäre, auch mal ein wenig vom Therapeuten zu wissen, damit ich wenigstens weiß, mit was für einer Person ich es zu tun habe. Allerdings sehe ich das heute anders.

Wo ich noch nichts über meinen Therapeuten wusste, war er für mich eine total neutrale Person die mir objektive Hilfestellungen gibt. Nachdem er aber, wenn auch sehr selten, auch mal etwas über sich erzählte, umso mehr machte ich mir eben auch ein Bild von ihm. Bei manchen Themen merkte ich dann auch, dass er da eben nicht die nötige Objektivität an den Tag legt, die ich mir von ihm wünsche. Was mich schließlich dazu bewogen hat, über bestimmte Themen gar nicht erst (wieder) zu reden, was eigentlich schade ist. Fängt der Therapeut an, das ein oder andere Thema anzuschneiden, worüber ich nicht (mehr) reden möchte, blocke ich ab/ weiche ich aus. Das verärgert ihn. Hat er mir auch schon mal so direkt gesagt. Und weil ich weiß, dass er verärgert ist anstatt es hinzunehmen und neutral zu bleiben, ist das für mich wieder nur Futter, um mir ein Bild über seine Person zu gestalten. Ich finde es halt etwas kontraproduktiv, so wie es verlaufen ist. Nichtsdestotrotz habe ich mit seiner Hilfe auch schon ein paar größere Baustellen bewältigen können. Manche werden dann eben unbewältigt bleiben. Aber damit kann ich leben.

F{liedfergxold


Oh Mann ich komme mir gerade etwas doof vor. Mein Kopf weiß dass ich den Kontakt sehr reduzieren sollte, aber meine Impulse sind da gerade noch stärker. Das ist ein etwas frustrierendes Gefühl, denn es erinnert mich daran, wie das oft bei Männern ist, die ich mag, um deren Aufmerksamkeit ich buhle und das ist so anstrengend weil ich mir da selber nicht treu bin. So extrem isses bei meinem Therapeuten nicht, aber von der Grundstruktur her schon. Dann fühle ich mich schwach und irgendwie albern. Am liebsten würde ich da auf Konfrontation gehen und das mit ihm besprechen, aber schriftlich führt das ja nur zu Missverständnissen. Ich muss mich also selber dazu bringen mir wieder die Macht über die Situation zu geben - vielleicht auch keine schlechte Übung. Mal sehen ob Ichs schaffe. Vielleicht nur in Kleinen Schritten. Vielleicht auch erst wenn er den Kontakt wieder einstellt so wie er das zwischenzeitlich immer mal wieder gemacht hat. Vielleicht komme ich mit der Frage weiter was ich mir eigentlich von ihm wünsche? Ich will eigentlich gar nicht dass er mir noch näher kommt. Ich will das nur weil er sich da so sehr zurück nimmt. Auch das kenne ich so gut von mir. Ich will immer das was schwer zu haben ist, und wenn mir einer zu nahe kommt renne ich weg. Das haben wir in der Therapie in Ansätzen auch schon mal thematisiert. Je mehr ich dadrüber nachdenke, desto verwirrter bin ich. Aber es ist gut und wichtig mich auch auf diese Weise mit dem Thema auseinander zu setzen. Auch wenn ich da gerade noch nicht schlauer bin ":/

_7ParLva5ti_


Wie oft in der Woche schreibst du ihm e-mails? Falls es mehr als 1x ist, würde ich es wirklich mal auf 1x die Woche beschränken. Normale Therapiesitzungen finden ja auch meist nur 1x die Woche statt, oder alle zwei bis vier Wochen. Je nachdem.

Dadurch, dass du ja auf Weltreise bist, dürftest du ja auch genug Ablenkung haben, so dass es dir eigentlich nicht so schwer fallen dürfte, den Kontakt einzuschränken. Oder?

F,liedesrgolxd


Kommt drauf an, manchmal nur einmal, manchmal drei mal die Woche, je nachdem wie oft er reagiert. Ja Ablenkung habe ich eigentlich genug, ich flüchte mich nur schnell. Man hat auch einfach super viel Zeit zum nachdenken. Da ich ab Sonntag bis Donnerstag in [...] (Beitrag auf Wunsch der FS anonymisiert) bin, werde ich da eh auf Aussenkommunikation weitgehend verzichten. Es geht ja generell darum mehr bei mir zu sein, mich selbst zu tragen und mich nicht so zu an andere zu klammern. Es gibt mir auch einfach mehr ein Gefühl von Selbstbestimmtheit wenn ich das nicht tue. Auf der anderen Seite steht dann die irrationale Angst vergessen zu werden. Aber dann muss ich einfach mal versuchen mutig zu sein und loszulassen.

M_onds4ee


Hallo, wie ist es denn überhaupt dazu gekommen, dass du mit deinem Therapeuten Emails schreibst? Ich finde, das ist schon irgendwie sehr privat. Und auch Smalltalk übers Privatleben kenne ich aus meiner Therapie nicht. Bei mir ist es aber auch so, dass ich meinen Therapeut ziemlich süß finde und auch den Wunsch habe ihn privat näher kennenzulernen. Natürlich lasse ich ihn davon nichts merken, ich weis ja dass er als Therapeut sensibel und freundlich sein muss und es nichts mit mir persönlich zu tun hat. Ich weis nicht viel über ihn, aber was ich bisher mitbekommen habe, scheint er so die Sorte Mann zu sein, nach der ich suche. Also eher ein natürlicher Typ, unkomliziert, freundlich und halt gutaussehend. Mehr könnte ich nicht über ihn sagen, das wäre dann Projektion. Ich finde dieses Gefühl aber eigentlich bereichernd für mein Leben und ich sehe es nicht als Grund die Therapie abzubrechen. Früher als Jugendlicher hat man ja auch für irgendwelche Sänger geschwärmt, die man privat garnicht kannte. Das war auch kein Grund die Musik nicht mehr zu hören. Würde er von sich aus auf mich zu kommen, würde ich mich freuen, aber von selbst mache ich nichts. Dein Therapeut scheint auch eher wenig von sich aus zu machen. An deiner Stelle würde ich ihm nicht hinterher laufen.

mzon:d+?sterne


Aber dann muss ich einfach mal versuchen mutig zu sein und loszulassen.

Ja. :)^

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