» »

Psychoanalyse beenden/Therapeut wechseln

Mcaleg1riax1 hat die Diskussion gestartet


Ihr Lieben,

ich brauche mal dringend euren Rat. Ich habe 4 Jahre lang Psychoanalyse gemacht, war immer ein wenig unzufrieden mit der Therapeutin, aber ich brauchte dringend einen Ansprechpartner und hatte auch keine Kraft jemand anderen zu suchen. Ich habe die Analyse nach einem Klinikaufenthalt begonnen, hatte bei dieser Therapeutin schnell einen Termin bekommen, im Erstgespräch war sie sehr einfühlsam, und ja so bin ich dort gelandet und geblieben. Im Moment steht einiges Neues an in meinem Leben und in dem Kontext habe ich überlegt, auch die Therapie dort zu beenden/abzubrechen. Ich weiß aber, dass ich nicht ohne einen Ansprechpartner zurechtkommen werde. Ich bin nicht sehr stabil und gerade mit all den Dingen, die anstehen, wird es sehr schwierig für mich werden, wenn niemand da ist. Jetzt meine Frage. Gibt es eine Möglichkeit nach 4 Jahren den Therapeuten zu wechseln? Oder ist die einzige Möglichkeit ein Therapieformwechsel, also zur Verhaltenstherapie? Das würde ich eigentlich ungern machen, weil ich davon nicht so viel halte. Wie gehe ich am klügsten vor mit der Krankenkasse und so weiter.

Es wäre super, wenn mir jemand einen guten Tipp geben könnte!

Lieben Gruß!

Antworten
M%alezgriAa1


Hat niemand einen Tipp? würde mich sehr freuen, ich weiß gerade echt nicht weiter...

S$unflopwer_+73


Wie viele sitzungen hast Du bereits absolviert; wie viele sind noch genehmigt?

Ein Therapeutenwechsel innerhalb einer Therapierichtung ist theoretisch immer möglich. Rein praktisch macht es ab einem best. Sitzungskontingent aber nicht mehr viel Sinn, weil für das Kennenlernen mehr Zeit vergeht als das bspw. noch Sitzungen vorhanden sind. Ein Verlängerungsantrag eines neuen Therapeuten, der Dich und den bisherigen Therapieverlauf kaum kennt, ist zudem schwierig. Und alte Therapeuten machen sich die Arbeit auch nicht mehr gerne, wenn sie wissen, dass der Patient nicht bleibt.

D.h. ganz wichtig ist: Wie viele Sitzungen hattest Du schon und hast Du noch? Zudem ist es grundsätzlich noch abhängig davon, ob ein anderer Analytiker Dich nimmt. Die sind da manchmal auch etwas spezieller. Also: Rumtelefonieren und fragen. Du wirst aber wohl mit Wartezeiten überall rechnen müssen und solltest Dich fragen, ob das okay ist; ob Du in der Wartezeit auf THerapie verzichtest (Sitzungen "sparen") - oder weitermachst wie bisher (Du schreibst Analyse. "Klassische" mit mehreren Terminen pro Woche?)

Und mal ein wenig am konkreten Thema vorbei:

Ein Therapeut kann und soll kein dauerhafter Ansprechpartner sein, der immer da ist. Sondern jemand, der DIR hilft, Dinge ALLEIN zu bewältigen. Es ist kein Freund für's Leben, sondern eine temporäre Hilfestellung. Hilfe zur Selbsthilfe. WAS hast DU da in den letzten Jahren gelernt, was Dir weiterhilft? Wenn Dir da nicht viel einfällt, könnte es vielleicht an der Zeit sein, das Verfahren (hin zu VT) zu wechseln. Um nämlich zu lernen, nicht mehr vom Therapeuten abhängig zu sein.

Andererseits können gravierende Lebensbelastungen (also greifbare "Katastrophen") Grund sein, ggf. auch über die eigentlichen Höchstgrenzen hinaus zu verlängern. Letztlich ist es eine Einzelfallentscheidung...

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH