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Nicht nur Tierquälerei...

A7nownym246n80 hat die Diskussion gestartet


Hallo...es ist jetzt fast zwei Stunden her, das ich aus meinem Traum erwacht bin und die Tränen fließen mir noch immer über das Gesicht...

Ich habe zwei wundervolle Hunde, wobei der eine (Rüde) eigentlich meiner besten Freundin gehört, mit welcher ich in einer WG wohne. Mein Hund ist ein Weibchen und für mich ist sie das beste was mir je passiert ist, mein Beweis das auch ich Glück im Leben habe...sie ist mein Grund weiter zu machen und ich liebe sie über alles.

Nun zu meinem Traum...

Ich habe davon geträumt das ich beiden Hunden weh getan habe...wir Barfen unsere Hunde und in meinem Traum gab es grad Futter für die Hunde...die Teller standen schon auf dem Boden und meine BF und ich mussten ganz dringend weg. Sie stand schon draußen, hat aber durch das geöffnete Küchenfenster mit mir gesprochen, mir gesagt ich müsse mich beeilen. Als ich den Hunden das Kommandowort zum Essenfassen geben wollte, ist mir eingefallen, das ich noch etwas vergessen hatte und wollte es schnell holen, da hörte ich auch schon meine Freundin, den Namen meiner Hündin rufen, die sich ohne das Kommandowort über das Futter hergemacht hatte.

Mit einem mal, war ich so unglaublich wütend...ich bin zurück in die Küche, habe meine Hündin angeschrien und sie am Nacken von dem Teller weggerissen (obwohl in der Realitäten ein Pfui, Nein oder Schnippsen mit Nachdruck reicht). Ich kann mich nicht daran erinnern das ich mich mit meinem vollen Gewicht auf den Rüden gekniet habe, aber es war so und bei meiner Hündin habe ich zwei mal in die Haut im Nackenbereich gekniffen bis sie aufgewinselt hat, damit ich wusste das es ihr weh getan hat.

Gleich danach bin ich wach geworden, habe mich panisch nach ihr umgesehen, da sie nicht wie gewohnt neben mir auf Kopfhöhe lag. Als ich sie gefunden habe, habe ich sie gestreichelt, um mich zu entschuldigen und ich angefangen bitterlich zu weinen, weil es mir leid getan hat, das ich ihr weh getan habe, für den Rüden gilt das selbe...auch wenn das nur ein Traum war.

Was kein Traum war...sind ein toter Wellensittich und ein toter Hamster...ich wollte die beiden nicht töten und bis heute, lässt mir das keine Ruhe. Ich möchte nicht näher erläutern was ich damals getan habe, da es mir heute als erwachsene Person (24 w.) sehr Nah geht wenn Tiere leiden, gequält oder getötet werden.

Ich weiß nicht mehr genau wie Alt ich war als ich den Wellensittich (ich mochte den Vogel nicht...was aber nicht heißt, das ich wollte das er stirbt) getötet habe...aber ich denke zwischen 6 und 8 Jahre...bei dem Hamster war ich 11 oder 12 und den mochte ich so sehr, das ich fast einen Kilometer mit dem Hamster in der Hand, barfuß zum Tierarzt gerannt bin, in der Hoffnung dieser könnte dem armen Geschöpf noch helfen. Wie gesagt ich wollte sie nicht...es war keine Absicht und wenn ich könnte, würde ich die Zeit zurück drehen...

Es tut mir in der Seele weh, soetwas schreckliches getan zu haben, es tut mir leid und ich bereue es, von ganzem Herzen.

Ich denke eine schlechte Kindheit ist keine Entschuldigung für diese Tat und meine damals, so wie heute Aggressionen und Gefühle die ich nicht immer unter Kontrolle habe, sind es auch nicht. Auch bin ich wegen genau dieser Gefühle momentan bei einer Verhaltenstherapie.

Meine Beste Freundin und mein Therapeut wissen nichts davon. Ich will es eigentlich auch für mich behalten und hoffe das ich zum Ausgleich meiner Taten, um die gestohlene Lebenszeit der beiden Tiere früher sterbe, hoffentlich auch auf die selbe Art und Weise, damit ich Buße tun kann und meine gerechte Strafe erhalte.

Das ich die Namen der Tiere nicht nenne, hat so hoffe ich, nicht zu Verwirrungen geführt und bedeutet nicht, das ich nichts für diese Tiere empfunden habe, ich möchte nur das sie ebenfalls Anonym bleiben, da ich mich zu sehr schäme.

Und bitte seid unbesorgt was die Hunde betrifft, es geht den beiden Gut und sie schlafen noch ganz friedlich. Ich habe die Hunde bisher weder gequält, noch habe ich vor, das in der Zukunft zu ändern!

Anonym24680

Antworten
d_aktspcha


Naja, ein -ach macht doch nichts- bekommst du von mir jetzt nur für den Traum. Denn dafür kann man nichts, was man träumt.

Und damals warst du noch Kind ok, aber auch nicht mehr sooo klein, dass man nicht weiß, was man tut.

Ich habe damals mal einen kleinen Jungen ins Gesicht getreten, und sein Mund blutete. Auch so eine Psychoaggresionnssache. Und heute habe ich ein schlechtes Gewissen, und ich finde das muß man dann auch haben.

Nicht ok finde ich, dann so mitleidig die Sache in ein Forum zu schreiben, mit der Erwartung, dass nun alle schreiben und trösten und sagen, ach macht doch nichts und du die Erwartung hast, dass man dir sagt, du bräuchtest kein schlechtes Gewissen zu haben.

Klar, man bearbeitet die Dinge und schließt dann damit Frieden, aber ok werden sie nie.

5/voxr6


Sehe ich auch so.

Das ist eine Art "fishing for Freispruch"....

A0liGceimWonvderlaxnd


und hoffe das ich zum Ausgleich meiner Taten, um die gestohlene Lebenszeit der beiden Tiere früher sterbe, hoffentlich auch auf die selbe Art und Weise, damit ich Buße tun kann und meine gerechte Strafe erhalte.

Ich hätte eine bessere Idee: Ich wünsche Dir ein langen und gutes Leben. @:) Und was machst Du mit Deinem langen und guten Leben?

Als Wiedergutmachung kannst Du Dich um Tiere kümmern, denen es nicht so gut geht und - natürlich nur im Rahmen Deiner Möglichkeiten - dafür Sorge tragen, dass sie ein besseres Leben bekommen.

Gassigehen mit Hunden aus dem Tierheim, was auch immer. Dich um ein Tier in Not kümmern. Einen Hamster aus dem Tierheim aufnehmen... Fällt Dir bestimmt etwas Gutes ein. Damit könntest Du Dein Gewissen entlasten und eine Spur von guten Taten hinterlassen. Viele Tiere werden es Dir danken und das Opfer der beiden würde einen Sinn bekommen.

Sehe es als Chance, Dich für Tiere zu engagieren. So kannst Du vielleicht aktiv die "Ungerechtigkeit" wiederherstellen. Zwar nicht für die beiden, aber dafür für viele andere! @:) Mit der von Dir geäußerten Idee, ist keinem geholfen.

Wenn du anderen Tieren hilfst, hilft Dir das vielleicht auch.

@:)

E2hemaFligerP Nutzaer (#K57379x7)


Aufgrund des Traums würde ich mir an deiner Stelle doch überlegen, deinem Therapeuten davon zu erzählen. Dein Unterbewusstsein zeigt dir nämlich, dass du deine Taten nicht verarbeitet hast und vielleicht hast du unbewusst sogar Angst, du könntest nochmal einem Tier was tun. Das zeigt, denke ich, auch dein panisches Verhalten nach dem Aufwachen, weil du wohl zuerst dachtest, du hättest ihr wirklich was getan. Solche Dinge nur mit sich selbst auszumachen, ist meistens nicht möglich.

E1hemaliIger Nu?tzer i(#573x797)


Vielmehr ist es meistens keine gute Idee, solche Dinge nur mit sich selbst auszumachen.

Das meinte ich.

Aqn(onymq24680


Ich will kein Mitleid und dafür auch nicht in Watte gepackt werden, ich wollte darüber reden...es "los werden", "darüber gesprochen haben".

Tierquälerei verdient kein Mitleid und ich selbst habe kein Mitleid mit Tierquälern, dem entsprechend hart, gehe ich auch mit mir selbst in Gericht. Was mir in meiner Vergangenheit passiert ist und was mir heute noch passiert, rechtfertigt meine Taten von damals nicht.

Bei dem Wellensittich, habe ich es damals nicht verstanden, bei dem Hamster schon.

Heute weiß ich mehr als damals. Heute weiß ich das es falsch war, heute weiß ich zu was Menschen alles fähig sind. Ich weiß das Menschen töten weil sie es wollen, können oder als notwendiges übel ansehen. Ich weiß der Mensch ist grausam und ich weiß das ich einer davon bin, auch wenn es keine Absicht war.

Ich habe einige Monate in einem Tierheim gearbeitet und ich habe damals auch einen kleinen Hund mitgenommen, er war ca. drei...also ist er heute plus minus unbekanntes Geburtsdatum 8 oder 9 Jahre alt. Als ich zu Hause rausgeschmissen wurde, wollte er bei meiner Mutter bleiben (die einzige Person die er aus Aggressionsgründen nie gebissen hat), das habe ich akzeptiert.

In meiner eigenen Wohnung habe ich ca. ein Jahr als private Auffangstation für ungewollte Kaninchen (80 qm Wohnung, davon 12 qm Innengehege für drei Kaninchen) gearbeitet und diese weitervermittelt, es war auch eine Katze dabei, die heute ein Teildraußengänger ist.

Ich liebe Tiere mehr als Menschen und für mich besitzen Tiere einen höheren Wert als Menschen. Aber das alles ist mir eben erst in den Jahren, nach dem das passiert ist klar geworden. Oft denke ich das ich mein Leben nicht anders verdient habe, das mir Glück und Freude zurecht nicht zustehen.

E?hemaliUger} Nutzer M(#5730x12)


Es tut mir in der Seele weh, soetwas schreckliches getan zu haben, es tut mir leid und ich bereue es, von ganzem Herzen.

Ich glaube es dir .

Ich denke eine schlechte Kindheit ist keine Entschuldigung für diese Tat und meine damals, so wie heute Aggressionen und Gefühle die ich nicht immer unter Kontrolle habe, sind es auch nicht. Auch bin ich wegen genau dieser Gefühle momentan bei einer Verhaltenstherapie.

Du bereust es , du hast Albträume, du bist dir bewußt was du gemacht hast. Ich finde nicht, dass hier jemand noch zu urteilen hat. Im Gegenteil- es ist Zeit, dass du dir selber lernst zu verzeihen .

Du machst eine Therapie und setzt dich mit dem Thema auseinander.

Oft denke ich das ich mein Leben nicht anders verdient habe, das mir Glück und Freude zurecht nicht zustehen.

Sei nicht so hart zu dir, natürlich hast du Glück und Freude verdient- wie jeder andere Mensch auch. Diese Aggressionen hatten/haben einen Grund - und den hast du dir sicher nicht ausgesucht.

Versuch mit dir milder zu sein, dann gelingt es auch besser mit dem Umfeld.

Ich wünsche dir , dass du Frieden mit dir findest und deine Vergangenheit ein Stück weit ablegen kannst.

AIlice6imWondAerlaxnd


Oft denke ich das ich mein Leben nicht anders verdient habe, das mir Glück und Freude zurecht nicht zustehen.

Das steht Dir selbstverständlich genau so zu wie jedem anderen (Lebewesen) auch. Obwohl Tieren insgesamt nur zu oft viel Übles angetan wird. @:)

Ich finde auch, dass Du etwas milder zu Dir sein solltest. Nobody is perfect. Jeder macht Fehler. Wenn man daraus lernt, ist es gut.

für mich besitzen Tiere einen höheren Wert als Menschen.

Mit dieser Einstellung bist Du ja weniger "wert" als ein Tier. ":/

Ich finde es toll, dass Du Tieren schon so geholfen hast. Um so wichtiger bist Du doch für sie. Das ist doch unersetzbar! @:)

A(nony%m246x80


Ja ich denke Menschen sind weniger Wert als ein Tier. Was tragen wir denn zu dieser Welt bei? Wir beuten den Planeten aus, nehmen Tieren ihre natürlichen Lebensräume weg, rotten diverse Arten komplett aus, wir werfen sogar mit Atombomben um uns, führen Kriege wegen Rohstoffen und versklaven einander.

Der Mensch mag intelligent sein, kann aber nicht mit seiner eigenen Rasse koexistieren. Aber das gehört nicht zum eigentlichen Thema...das ist einfach meine Meinung und meine Sicht der Dinge.

Ein Freund von mir der sich mit Psychologie und meiner Geschichte ein wenig auskennt meinte, das die Hunde nicht für das Tier sondern für Personen standen. Dem Rüden ist in meinem Traum nichts passiert, ich habe zwar auf ihm gekniet aber als ich von ihm runter bin, hat er normal weiter geatmet und ist gleich wieder aufgestanden, demnach hat er keinen Schaden davon getragen. Im Gegensatz zu meiner Hündin, welcher ich eine solche Wut und Aggression nie im Leben entgegen bringen könnte.

Mir fehlt tatsächlich auch ein Ventil für meine Wut...ich werfe nicht mal Gegenstände durch die Gegend obwohl ich das unbedingt machen will, ich schrei auch nicht, obwohl ich denke das es mir helfen könnte. Es ist als würde ich zerreißen, alles brennt in mir auf besonders im Bereich des Brustkorbs, ich zittere am ganzen Körper, habe keine Kontrolle über meine Stimmbänder oder Mimik und ich habe das Gefühl mich übergeben zu müssen, wenn dieser Zustand länger als 4 bis 5 Minuten anhält.

Ich war in meiner Kindheit und als Teene nie jähzornig, oft wütend aber auch leicht beruhigbar.

Diese Wut kommt, wenn das falsche Thema aufgebracht wird oder ich direkt darauf angesprochen werde, binnen Sekunden hoch und lässt sich nur schwer wieder runterfahren...

Diese Art von Wut, war es auch in meinem Traum und in diesem Traum war das verletzen meiner Hündin eine Art Genugtuung.

Ich persönlich suche nach dieser Genugtuung, in dem ich zumindest gedanklich Rache an den Personen meiner Vergangenheit nehme. Doch das bring mir auch nichts, dieser kurze Moment von Frieden dauert nicht lange an.

Und auch wenn ich mir wünsche das diese Menschen, egal auf welche Weise, von dieser Welt verschwinden, bringt es mir nichts, denn die Erinnerungen bleiben.

Danke das Ihr bei konstruktiver Kritik bleibt und mir Ratschläge gebt, vielen vielen Dank.

ASlice6imrWondeDrlxand


Gewalt, ob in Gedanken oder Taten, ob bei sich oder anderen, ist nie eine Lösung. Obwohl ich den Wunsch nach Gerechtigkeit schon verstehe

@:)

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