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Keine Lust und Kraft für Diskussion, wie reagieren?

V!ictor(ia;blue2x1 hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Habe einen guten Freund, haben viele gemeinsame Interessen, kennen uns durch die Schule und haben regelmäßig Kontakt. Soweit ist es eine schöne Freundschaft...nun gibt es aber eine Art an ihm die mir manchmal unheimlich auf die Nerven geht und ich eine Möglichkeit suche darauf zu reagieren, ohne dass die Freundschaft darunter leidet.

Er ist ein für sein Alter sehr belesener Mensch und diskutiert gerne über alle möglichen Themen. Leider ist seine Art und Weise dabei oft so, dass er glaubt seine Ansicht oder vielmehr seine Argumentation wäre die beste und richtige(da er ja so logisch denkt und sich immer informiert). Er sagt zwar immer, er würde jedem seine Meinung überlassen, aber darauf folgen dann Argumente warum diese und jene Ansichten von anderen Menschen(z.B. in Themen wie Politik oder Religion o.a.) schlichtweg Schwachsinn wären. Ich diskutiere gerne mal und es gab auch schon Themen wo ich besser Bescheid wusste als er, dies hat er dann aber einfach mal ignoriert. Natürlich trifft das alles nicht IMMER zu, also er lässt sich auch mal was erklären, aber das eher selten. Er hat selber gesagt, dass er sich durch seinen Intellekt anderen Menschen gegenüber überlegen fühlt und glaubt gewisse Leute aufklären zu müssen, weil er kennt ja DIE Wahrheit.

So, nun ist er bis auch diese Art ein richtig hilfbereiter, lieber, lustiger und netter Typ sonst wäre ich ja nicht mit ihm befreundet. Aber da ich genau weiß, dass er sich bei vielen Themen grundsätzlich überlegen fühlt und es somit keinen Sinn hat zu diskutieren, weil er hat ja meistens recht am Ende ;-), suche ich nach einer freundschaftlich guten Art und Weise damit umzugehen, weil es mir teilweise gehörig auf die Nerven geht.

Meine Schwester meinte mal, er müsste auf einen treffen(vlt Professsor an der Uni oder ähnliches), der zu bestimmten Themen noch mehr Fachwissen besitzt und ihm im Argumentieren überlegen ist. Da hat sie vermutlich recht, aber das ist ja nicht meine Angelegenheit, ich möchte einfach damit umgehen und die Freundschaft bewahren.

Freue mich über Antworten und Ideen :-)

Antworten
e%xpeAr)t"ex56


warum sind eigentlich alle Menschen total verschieden? Das kann einem auf den Sack gehen, oder auch nicht. :-|

mpon&d+stexrne


schwierig...

:)D

mSnef


Sag ihm dass es dich nervt und du nerviges Umgehen willst, der Freunschaft und euch beiden zuliebe.

Ein guter Freund akzeptiert es. Ein schlechter --> *:)

CrlonQdyke


Du bist doch nicht gezwungen, auf Teufel komm raus mit ihm zu diskutieren, wenn Du keine Lust dazu hast. Lass ihn einfach reden u. denk Dir sowas wie "du hast sowas von Recht und ich meine Ruh". Irgendwann verläuft sein Gerede im Sand. Diskutiere nur wenn Du Lust dazu hast und fertig. :=o

mLond|+stxerne


mnefs Ansichten nerven mich bisweilen auch. Für mich ist so etwas kein Grund, eine Freundschaft zu beenden.

v;ampi~rellRa7x5


Ich habe es vor vielen Jahren aufgegeben mit Menschen die mir wichtig sind über Themen wie Politik und Religion zu diskutieren, weil das einfach nichts bringt.

Wichtig ist mir, dass ich nicht missionieren werde (Religion) und dass die politischen Überzeugungen meinen nicht explizit widerspreche (z.B. rechtsaußen), in allen anderen Punkten halte ich es mit leben und leben lassen.

Nnord;i8$4


in allen anderen Punkten halte ich es mit leben und leben lassen.

So seh ich das auch. Solange die entsprechende Person keine (für mich) völlig falschen Überzeugungen hat soll er denken was er will. Versucht er mich allerdings zu "bekehren" oder sind mir diese Überzeugungen völlig zuwieder dann schränke ich den Kontakt mit den Leuten auf ein Minimum ein oder vermeide ihn komplett.

Blöd wirds nur wenn die entsprechende Person dann immer noch diskutieren will. Dann hilft es am Ende wirklich nur das man sagt "du, ich hab einfach keine Lust über jede Nichtigkeit ne Stunde diskutieren zu müssen, lass das".

m`ond5+stexrne


Freue mich über Antworten und Ideen :-)

Wenn ich es mit mehreren diskutierfreudigen Leuten zu tun habe, habe ich eine relativ einfache und praktikable Methode. Ich geh dann solange raus, bis die Diskussion zu Ende ist. Gegebenenfalls kann man auch kommunizieren, dass man kein Interesse an der Diskussion hat.

Vielleicht lässt sich diese Methode auch so modifizieren, dass Du sie bei dem Freund anwenden kannst. Da brauchst Du dann allerdings etwas diplomatisches Geschick, weil man sich aus einem Zweiergespräch nicht so leicht ausklinken kann.

Mich würden andere Meinungen zu dieser Möglichkeit interessieren, weil ich es nicht einfach finde, sie praktisch umzusetzen.

d|a$tsc5ha


Er sagt zwar immer, er würde jedem seine Meinung überlassen, aber darauf folgen dann Argumente warum diese und jene Ansichten von anderen Menschen(z.B. in Themen wie Politik oder Religion o.a.) schlichtweg Schwachsinn wären.

Und was soll sich da widersprechen? Es ist halt seine Meinung, dass die Meinung des anderen Schwachsinn ist, überlässt sie ihm aber, will sie ihm nicht nehmen, trotzdem darf er doch denken, dass es Schwachsinn ist.

m2onKd+sfterxne


@ datscha

Interessante Sichtweise. Wenn man meine Meinung als Schwachsinn abtut, habe ich nicht das Gefühl, dass man sie mir lässt.

Man müsste den Mann deshalb mal fragen, ob er es in Ordnung findet, wenn seine Mitmenschen "schwachsinnige" Ansichten vertreten.

MMa$tz'eBe^rClixn


also wie man mit sowas umgeht, habe ich in der 7. Klasse gelernt:

"Ja, du hast Recht <Name des Diskutierers>!"

Das kann man dann mit genervte, sarkastische, normale oder wütende Tonlage sagen. Falls noch was kommt, immer wieder diesen Satz wiederhoen. :D

duatsgcxha


Interessante Sichtweise. Wenn man meine Meinung als Schwachsinn abtut, habe ich nicht das Gefühl, dass man sie mir lässt.

Das liegt dann rein an deinem Fehlgefühl, denn er lässt sie dir ja, er sagt nur seine Meinung zu deiner Meinung.

Man müsste den Mann deshalb mal fragen, ob er es in Ordnung findet, wenn seine Mitmenschen "schwachsinnige" Ansichten vertreten.

Nein, da muß man nicht. DU bist es ja dann, der dem anderen die Meinung verbietet. Du willst dem anderen verbieten, dass er deine Meinung schwachsinnig findet. Und ob er es in Ordnung findet, muß du generell nicht fragen, denn das wird er wohl, sonst würde er es nicht äußern.

mgondB+ssternxe


@ datscha

Man müsste den Mann deshalb mal fragen, ob er es in Ordnung findet, wenn seine Mitmenschen "schwachsinnige" Ansichten vertreten.

Nein, da muß man nicht. DU bist es ja dann, der dem anderen die Meinung verbietet.

Das ist doch Schwachsinn. ;-) Wenn ich jemanden diese Frage stelle, verbiete ich ihm damit nichts.

Ich stelle diese Frage, um herauszufinden, ob er mir meine Meinung lässt - in dem Sinne wie ich "jemandem seine Meinung lassen" verstehe.

Wenn er es in Ordnung findet, wenn andere "schwachsinnige" Meinungen vertreten, würde ich sagen, er lässt anderen ihre Meinung.

Wenn er meint, man muss etwas dagegen tun, wenn jemand eine "schwachsinnige" Meinung vertritt, würde ich sagen, er lässt der betreffenden Person nicht ihre Meinung.

_-SanGddorxn_


Ich habe es vor vielen Jahren aufgegeben mit Menschen die mir wichtig sind über Themen wie Politik und Religion zu diskutieren, weil das einfach nichts bringt.

Geht mir ähnlich. In einem Teil meiner Familie wird gerne diskutiert, aber eigentlich entzweit es die Menschen mehr, als dass es ihnen bringt - finde ich. Mein Ziel wäre, das Diskutieren nicht einfach nur abzublocken, sondern stattdessen gemeinsame Aktionen zu finden, die allen gefallen.

Eine Bergwanderung fand ich z.B. schöner als jede Diskussion. Ich würde versuchen, die Beziehungen so zu gestalten, dass sie nicht so sehr mit diskutieren gefüllt sind.

Eigentlich ist das doch wie bei allen anderen Dingen auch: Wozu haben beide Lust? Tanzen gehen? Film anschauen? Etwas kochen?... Oder eben: Diskutieren?

Vielleicht könntest du das bei deinem Bekannten auch thematisieren, indem du sagst: "Du, ich habe eigentlich gar keine Lust, zu diskutieren. Sollen wir nicht lieber xy machen?" Das musst du ja nicht vorwurfsvoll sagen, sondern einfach ganz normal.

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