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Keine Lebensfreude mehr

Jauli->Sonnxe_ hat die Diskussion gestartet


Hallo,

weiß nicht mehr weiter. Ich kämpfe, arbeite, mache und tue. Ich erreiche nichts bzw. kaum etwas.

Es ist trostlos. Habe keine Freude mehr. Keine Familie, keine Freunde. Alles wurde mir genommen.

Nur Stress, Ärger, Arbeit, Dreck, Einsamkeit. Arbeit ohne Ende. Keine Freude mehr.

Bin alleine und erlebe nichts, aber auch überhaupt nichts positives mehr.

Von meinem Partner werde ich mich trennen. Es hat keinen Sinn mehr. Er ist die Liebe meines Lebens. Aber ich kann nicht mehr für unsere Liebe kämpfen. Habe keine Kraft mehr dafür. Es zerreißt mir das Herz. Ich bin schwach. Er fehlt mir schon jetzt. Aber es geht nicht mehr. Alle sind bzw. waren gegen uns. Er soll glücklich werden, mit einer Frau, die ihm das bieten kann, was ich nicht kann.

Der einzige Kampf den ich führe, ist der Kampf, weiterzuleben. Ich werde jeden Tag schwächer. Aber ich kämpfe weiter. Noch für meine Kinder. Aber ich spüre, dass sie mir entfliehen. Dann habe ich überhaupt nichts mehr.

Antworten
JZuli-jSHonnxe_


Damit es nicht falsch verstanden wird, ich werde mir nichts antun. Ich kämpfe für das Leben, habe aber das Gefühl, dass ich Krebs bekommen werde. Ist in unserer Familie immer so gewesen. Sorgen, Tränen, Kummer. Dann kam der Krebs. Muss nicht so sein, aber ich habe Angst. Eben weil es alle in unserer Familie so getroffen hat. Vater, Mutter (nach dem Freitod meines Bruders) es hieß, der Kummer hat den Krebs gebracht. Ja und mein Bruder hatte auch schon Krebs, er konnte ihn aber besiegen. Da war er Anfang 20.

a~g.irad


Hast du diese Geschehnisse aus deiner Familie deiner Meinung nach schon verarbeitet?

Ich finde deinen Zusammenhang mit dem Krebs und dem Kummer sehr interessant und würde dem direkt zustimmen. Jeder Mensch hat Zellen in sich die ausser Kontrolle geraten und nur das Immunsystem sorgt dafür dass es rechtzeitig erkannt wird und sich nicht ausbreitet. Wenn aber mein Körper mit Kummer und Stress beschäftigt ist kann ich mir gut vorstellen, dass dies nicht mehr funktioniert.

Von daher wirst du vermutlich recht haben und das was du im Moment machst wird dir Krebs bringen.

Wenn dir jemand diesen Zusammenhang bewiesen schwarz auf weiß geben würde, würdest du dann Wege suchen daran etwas zu ändern? Ansonsten könnte man dein Geschriebenes auch so interpretieren als wenn du gerade auf Eisenbahnschienen läufst aber sagst, dass du dich nicht umbringen willst. Klingt für die meisten Menschen wahrscheinlich widersprüchlich.

Akzeptiert dein Partner deine emotionale Ausnahmesituation momentan oder glaubst du eher das es für ihn anstrengend wäre?

EOhemmaBli0gerz NAutzerq (#5?6r5B9714)


Warum willst du dich von deinem Lebenspartner trennen?

Wenn Krebs bei euch ein Familienleiden ist, solltest du regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen machen lassen. ":/

E@hemZaligetr Nutzer (Q#573x012)


Juli-Sonne_

ich hab mir jetzt überlegt ob ich es schreiben soll oder nicht - ich mach es, da ich schon über einige Fäden von dir gestolpert bin und eigentlich immer ganz viel Not, Leid ja fast Drama lese . Ich will dir das nicht absprechen . Doch was ich wirklich auffallend finde ist, dass du scheinbar nicht bereit bist , dir helfen zu lassen. Nicht hier im Forum , sondern in deinem Leben - mit Psychotherapie auch wenn du bisher auch da nur schlechte Erfahrungen gemacht hast.

Es sind nicht alle Therapeuten schlecht .

Vielleicht ist es auch eine Depression- dann brauchst anfangs medikamentöse Hilfe um wieder Kraft zu bekommen. Mit dieser Kraft kannst du dann deine Sorgen und Probleme ganz anders angehen. Ich würde dir das wirklich wünschen .

JFuli-!Son:ne_


Danke für eure Antworten.

Möchte nicht weiter auf eure Fragen eingehen, da mir sonst wieder ein Strick daraus gedreht wird.

Das Leben ist und bleibt Sch... . Gestern wieder drei Dinge aufs Dach bekommen, vorgestern auch wieder usw. Das würde sowieso niemand glauben, von dem her...

Ach ja, die tolle Therapie bei 7 Therapeuten in Jahrzehnten. Tut ja soooooo gut. Die haben alle keine Ahnung, wie es einem geht. Heucheln Mitleid. Ich möchte kein Mitleid, ich möchte wissen, wie ich mit allem weiterleben kann und vielleicht auch mal Glück erleben darf. Wenn sie nicht weiterwissen, gibt's Medikamente. Bromazanil oder Travor, je nach Arzt bzw. Ärtzin. Ganz toll. Es schaltet den Schmerz etwas aus bzw. er wird schwächer, aber wenn sie weg sind, ist alles wieder da.

Deshalb lasse ich den Faden ruhen. Keine Ahnung, weshalb ich ihn eröffnet habe. Es bringt sowieso nichts.

- meine Eltern bleiben weiterhin, wie sie sind

- meine Vergewaltigungen lassen sich nicht rückgängig machen

- das mein Vater meinen Vergewaltiger in Schutz nimmt, ist auch nicht zu ändern

- meine Geldsorgen löst kein Therapeut der Welt

- Schlafmangel durch Arbeit und die Kleine kann auch niemand lösen

- das Alleinsein auch nicht (bewusst so gewählt, weil ich durch viele schlechte Erfahrungen niemandem mehr Vertrauen kann)

- meine Emetophobie bekam in all den Jahren auch kein Therapeut in den Griff

- kein Therapeut bezahlt mir eine Wohnung, damit ich hier herauskomme

- wenn ich meine Sorgen jemandem erzähle, wird mir alles im Mund herumgedreht

- Schläge des Ex-Partners und Demütigungen meines Ex-Mannes (in der Ehe)

- Sorgen um die Kinder bezüglich ihrer gesundheitlichen Einschränkungen.

- keiner bringt mir meine Sternlein zurück

- keiner meine Oma oder meine Tante, die auch unter Phobien litt

- keiner meinen besten Freund, der einzige, dem ich Bedingungslos noch vertrauen konnte.

Ich kann das Wort "Therapie" echt nicht mehr lesen! Sie zeigen mir auch nicht, wie ich damit umgehen kann. Sie versuchen es, aber erlebt ist erlebt.

Bin dabei, freier zu Leben, spiele den Kindern die glückliche Mutter vor, um mich abends in den Schlaf zu weinen. Nacht für Nacht. Immer, seit Jahren.

Weshalb ich mich von meinem Partner trennen wollte, ist privat. Ich habe sowieso schon zu viel von mir erzählt. Aber eines. Ich erzählte ihm meine Gründe, alles, weshalb ich dachte, er sei zu gut für mich und er soll sich eine andere Partnerin suchen. Er akzeptiert, wie ich bin und ist froh, dass ich akzeptiere, wie wichtig seine Arbeit für ihn ist.

Mit diesen Worten möchte ich den Faden beenden. Ich beharre nicht in Selbstmitleid, ich will da raus aus der Wohnung und mache alles dafür. Aber heiraten, nur damit ich bei meinem Partner leben kann möchte ich nicht. Muss mein englisch verbessern, bin da eine Niete und hoffe, ich finde dort eine Arbeit, sonst muss ich nach 6 Monaten zurück.

Also danke für alle, die sich die Zeit genommen haben, mir zu antworten. Ich werde nichts mehr hier schreiben.

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