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bin eine Glucke

Fpe. hat die Diskussion gestartet


Meine Selbsterkenntnis des Tages: Ich bin ne elende alte Glucke.

Bzw. "Helikopterelter", wie man das heute nennt :-)

Die "Kinder" (d.h. Kind und Partner) stecken beide in den letzten Tagen ihrer Abschlussarbeit und ich hab Horrorvorstellungen, wie es den beiden gehen mag.

Dabei waren beide vor wenigen Tagen noch recht entspannt. Das ändert sich aber möglicherweise grade...

Wahrscheinlich hab ich besonders auch deshalb Horrorvorstellungen, weil ich sowas immer auf den allerletzten Drücker erledigt habe. Die letzten Tage waren immer Horror. Selber schuld also... hätte ich es mal damals besser gemacht, dann hätt ich nun nicht diese Horrorvisionen.

Ich mag ja auch nicht anrufen und nachfragen, wie es so geht - das würde wahrscheinlich nur stören.

Hab also nur elektronisch meine Hilfe angeboten und mir selber ansonsten erstmal nen Maulkorb auferlegt.

Avisiert wurde mir aber schon, dass ich eine der Arbeiten zum Korrekturlesen krieg... da warte ich nun nervös drauf...

Ist ja schlimm... wieso bin ich nervöser als die Kinder selber?

Da kommt Mail... mal gucken, obs die Arbeit ist...

Antworten
E4quilki?zexr


wieso bin ich nervöser als die Kinder selber?

Weil du nur das beste für deine Kinder willst. Alles ganz normal!

Fxe.


Oha... die Arbeit ist da und wird grad gedruckt... scheint auch vollständig, der Autor klingt sehr entspannt. So früh war ich nie fertig...

Jetzt hab ich jedenfalls zu tun, das wird die Nervosität schnell beenden.

JYan74


Mensch, Fe. , das erstaunt mich aber nun, Dich so zu erleben. Sonst strahlst Du immer eher souveränität aus!

Das wird schon.. lass die Verantwortung für andere Leute bei diesen selber.

m2ond+ksternxe


@ Jan74

Warum bist Du heute so nett?

]:D

J)an7x4


hm.. ich bin wie immer!?

F*raWu-+Ina


Mir sind Helikoptereltern als Erzieherin immer lieber als die, die ihr Kind verspätet abholen und wo ich das Gefühl habe, dass das Kind das dritte Rad am Wagen ist. :=o

Das gilt auch für erwachsene Kinder.

F e.


Mensch, Fe. , das erstaunt mich aber nun, Dich so zu erleben. Sonst strahlst Du immer eher souveränität aus!

Ich kann auch souverän sein - wenn ich handeln muss. Wenns kritisch wird, kann ich Nerven wie Stahlseile haben.

Aber wenn ich nicht weiß, was auf mich zukommt und drauf warte, dann ist schlecht. Z.B. früher vor Klausuren, immer psychosomatisch bedingte Bauchschmerzen. Die dann sofort weg sind, wenn ich loslegen kann.

Blöd, oder? Aber ich weiß ja, dass ich so reagiere.

Jetzt wars auch die Ungewissheit... ich hatte einige Tage nichts gehört und nun läuft die Zeit ja ab.

Jetzt ist die Ungewissheit dem Stress gewichen... heute kann ich nicht mehr, morgen hab ich viel zu tun, muss aber bis zum Abend den Kram korrekturlesen. Wird schwierig, aber damit komm ich klar. Stress kann ich irgendwie besser ab als Ungewissheit.

Immerhin, die mir nun vorliegende Arbeit ist wenigstens sprachlich recht ordentlich, da ist nicht viel zu verbessern. Inhaltlich fand ich manches arg knapp und ein paar kleine Fehlerchen habe ich auch gefunden, aber das ist alles noch machbar.

Die andere Arbeit scheint mehr Stress zu machen :-( , aber da bin ich derzeit nicht involviert.

m_ond2+)ster2ne


Immerhin, die mir nun vorliegende Arbeit ist wenigstens sprachlich recht ordentlich, da ist nicht viel zu verbessern. Inhaltlich fand ich manches arg knapp und ein paar kleine Fehlerchen habe ich auch gefunden, aber das ist alles noch machbar.

Das klingt in meinen Ohren überkritisch. Ich vermute, Du traust dem Autor/der Autorin dieser Arbeit nicht viel zu.

CHomraxn


Die "Kinder" (d.h. Kind und Partner) stecken beide in den letzten Tagen ihrer Abschlussarbeit und ich hab Horrorvorstellungen, wie es den beiden gehen mag.

Wie alt sind die und um was für eine Abschlussarbeit geht es denn?

Es klingt mir so, als wären das junge Erwachsene, die durchaus selbst klarkommen können. Mich hat das jedenfalls immer genervt, wenn meine Eltern dann mit gut gemeinten Ratschlägen um mich herumkreisen wollten. Meine Arbeit, meine Leistung, meine Verantwortung. Mehr als Nachfragen "Und, läuft alles gut?" habe ich nicht toleriert.

m ond+Tstexrne


@ Comran

Anscheinend haben Deine Eltern Dich respektiert, wenn Du ihnen gesagt hast, dass sie Dir mit ihren gutgemeinten Ratschlägen auf die Nerven gehen.

Habe ich das richtig aus Deinem Beitrag herausgelesen?

C omrxan


Anscheinend haben Deine Eltern Dich respektiert, wenn Du ihnen gesagt hast, dass sie Dir mit ihren gutgemeinten Ratschlägen auf die Nerven gehen.

Ich habe es ihnen nie gesagt - war vielleicht ein verschleppter Fehler meiner Kindheit, denn auch da hat mich aufgedrängte Hilfsbereitschaft quasi "beleidigt", ohne dass ich die breiten Schultern gehabt hätte, da Grenzen aufzuzeigen. Es war gut gemeint, aber ich wollte meine eigenen Erfolge und meinen eigenen Rhythmus.

Meine Taktik dagegen war Verschlossenheit. Ich habe sie zusehends von Details ferngehalten, habe z.B. später oft behauptet, es gäbe keine Hausaufgaben, nur damit sie nicht drüberschauen wollen. Als junger Erwachsener war ich dann soweit, dass meine Bildungs- und Entscheidungswelt für mich allein hatte, aber das war ein jahrelanger Prozess.

m9ondf+sterxne


@ Comran

Aus Deiner Erfahrung könnte man also den Ratschlag an die Tochter/den Sohn ableiten, möglichst nichts von der Abschlussarbeit zu sagen?

S7ajuri fSummxer


@ Frau-Ina

Das ist genau mein Reden schon seit vielen Jahren. Eltern die sich kümmern und nah am Kind sind - ohne es allerdings einzuschränken) die mit Liebe führen und die wissen, welche Verantwortung sie als Eltern übernommen haben - die ihre Kinder nicht einfach mit 10 Jahren "laufen" lassen (bis spät abends im dunkeln) mit dem spitzmündigen Hinweis: "Er muss selbstständig werden!

Das habe ich von diversen Müttern in der Grundschule schon gehört - die waren alles andere als mit dem Kind beschäftigt. Ich hatte deren Kinder am Tisch sitzen mittags zum Essen, zum Hausarbeiten machen, mit auf Ausflügen ach what ever....! ]:D Wenn ich dann als Glucke oder Helicoptermutter betittelt werde - dann soll mir das Recht sein. ;-D

Wir sind als Eltern mit unserem jüngsten Sohn (jetzt 19 Jahre) auch immer noch im Gespräch - aber doch mit einer gewissen Distanz. Wir fragen nach - wie der Tag an der Uni war, wie ist das oder das gelaufen...was macht ihr gerade dort etc. ! Aber auch...brauchst Du unsere Unterstützung irgendwo? Wir gehen höflich und anständig miteinander um und er erzählt uns so viele Dinge die er vorhat...auch wie es ihm geht....das finden wir gut! So würde ich sagen: "Ziel ereicht!" :)_

F,rau-xIna


Ich habe im Bekanntenkreis zwei Paradebeispiele parat.

Es gibt solche und solche Eltern.

Einmal die, die ab dem 14. Lebensjahr alles dem Lauf der Dinge überlassen haben und dann die, die selbst im Studium noch dahinter standen und regelmäßig im Kontakt standen.

Im 1. Fall ist der Junge heute abhängig und hat hochgradige Schulden.

Im 2. Fall war die Sache erfolgreich und die besagte Person ist Unternehmensführerin.

Natürlich sollte man das nicht im Klischee sehen. Im Fall 1 hat der Junge noch eine Schwester, die ihr Leben ebenfalls problemlos auf die Reihe bekommt.

Aber ich denke man kann entscheiden was man für ein Elternteil sein möchte und hat immer eine gewisse Wahl

Wir sehen das bei uns in der Kita. Wie stark involvieren sich die Eltern. Kommen sie zu Elternabenden? Was erzählt das Kind von zu Hause und vom Wochenende? Ich habe sowohl Eltern, die regeömäßig ihre Wochenenden im Schwimmbad, im Wald oder auf Ausflügen und beim Drachensteigen verbringen als auch Eltern, wo das Kind am Montag in der Kita das ganze Fernsehprogramm auswendig kann und stolz erzählt was es alles gesehen hat.

Dazwischen liegen eben Welten und das zieht sich dann meist durch die Schulkarriere und durchs ganze Leben.

Bei uns waren unsere Großelten so, wie du liebe Threaderöffnerin das beschreibst und wenn wir die im nachhinein nicht gehabt hätten, wäre es mit uns wohl böse geendet. Vater gab es nicht, Mutter immer arbeiten.

Unsere Großeltern waren Drachensteigen, haben mit uns Hausaufgaben gemacht (Wochentags gab es eine Oma-Hotline, weil die Omas meiner Freundinnen und unsere Oma sich dann die Mathehausaufgaben ausgetauscht haben. ;-D Im nachhinein war das sehr lustig, wie die sich um die 60 dann übere Rechenaufgaben und Dezimalzahlen unterhalten haben) und haben uns groß gezogen.

Aber was ich damit sagen will. Meistens entscheidet diese Gluckerei, die eben so verteufelt ist, über den Werdegang vom Kind. Die Kunst besteht eben darin, den Absprung zu bekommen. Was sich heute eben immer weiter nach hinten verschiebt, weil Studenten z.B. eigentlich noch länger die Unterstützung bräuchten.

Mit der Abschlussarbeit, bei der du da mit zitterst bist du bei weitem nicht die Einzige. Ich habe im Bekanntenkreis schon Eltern mit in die Uni gehen sehen.

Mir ist das aus Sicht einer Erzieherin wirklich lieber als diese laissez faire Eltern, wo man das Gefühl hat die wollten gar kein Kind oder das Kind stört nur und wird als lästiges Anhängsel angesehen.

Leider merken wir im Kitaalltag auch, dass diese Unterschiede immer krasser werden. Entweder es gibt Eltern, die wirklich total bemüht sind oder es gibt Eltern, denen vieles egal ist und die dann verpennt in die Kita kommen, weil sie irgendwann auch mal merken, dass die Kita eigentlich schon seit 10 Minuten geschlossen hat. Ich habe auch schon mit Kindern auf die Eltern gewartet. Das dazu.

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