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Psychisch Krank und Schwanger.

Ybola0ine hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr lieben,

ich weiß nicht ob ich hier überhaupt in der richtigen Topic bin weil mein Problem eigentlich mehrere Probleme gleichzeitig behandelt. (Psyche und Schwangerschaft)

Ich weiß nicht mehr an wen ich mich noch wenden soll.. weil ich ja immer dann doch nur das gleiche erzähle.

Ich bin jetzt in der 9. Woche schwanger mit meinem 2. Kind. Es war geplant ungeplant. Also eigentlich für später angedacht, ist aber dann doch eher passiert.

Da ich von meiner letzten Schwangerschaft eine ziemlich dolle postnatale Depression bekommen habe (das war im 5. Lebensmonat von meinem Kind), habe ich vom Arzt damals Sertralin verschrieben bekommen und eine Verhaltenstherapie angefangen.

Meine Diagnosen, auch schon vor der Schwangerschaft sind: Bipolar, Agoraphobie, Emetophobie, Sozialphobie, Kontrollzwänge (was sich aber nur noch auf ein Minimum auswirkt) Angst und Panik Störung mit einhergehenden Zwangsgedanken.

Soweit so gut, ich fühlte mich auch recht stabil, den Therapeuten hatte ich nicht für lange Zeit, es ging auch ohne. Und ich wusste, wenn ich nochmal schwanger werde, schleiche ich die Tabletten aus da ich sie in einer Schwangerschaft nicht tolerierbar finde.

Ich hab sofort mit dem ausschleichen angefangen. Meine Dosis war sehr niedrig deswegen meinte meine Neurologin 1-2 Wochen reichen. Direkt als ich weniger genommen habe, merkte ich die Auswirkungen in meiner Psyche.

und es wurde so schlimm, das ich daran dachte das Kind nicht haben zu wollen. Dabei bin ich ein Gegner von Abbruch etc.

Ich habe mich aufgrund dieser Gedanken alleine gefühlt, verzweifelt und Hass erfüllt gegen mich selber.

Dann habe ich eben nach ein paar Tagen des Heulens und verzweifeln bei Hilfestellen und Therapeuten angerufen, ich hätte einen Gruppentherapie Platz bekommen können was über Haupt nichts für mich ist, oder Therapeuten Plätze in 12 Wochen. Alles in meiner Nähe besetzt.

Dann ging es nen paar Tage Berg auf, jetzt geht es gerade wieder rasant Berg ab.

Ich habe überhaupt keine Freude auf das Kind, auf das schwanger sein oder sonstiges. Ich will nur noch weinen, im Bett liegen und warten das alles vorbei ist und es wieder so ist wie vor ein paar Wochen.

Ich will nicht mehr schwanger sein.. und dieser Gedanke macht mich so fertig. Wirklich.. ich fühle mich wie der schlechteste Mensch der Welt.

Wenn ich versuche irgendwas zu tun, hab ich Schwangerschaftsymptom bedingt so schlimmes Herz schlagen und Druck auf der Brust das ich mich fühle als würde ich auf der Stelle ersticken oder in Ohnmacht fallen.

Jedes Symptom kommt mir so mächtig und unkontrollierbar vor.

Dann muss ich mich wieder hinsetzen oder hinlegen. Ich kann nichts mit meinem

Sohn machen und das macht mich wirklich fertig. Da ich immer 100% für ihn da war, aber ich kann gerade einfach nichts tun.

Meinem Freund kann ich mich nicht mitteilen, er kapselt sich gerade total von mir ab... meine Eltern helfen mir wo sie können. wirklich bei allem und sind eine ganz tolle Unterstützung.

Ich weiß nicht warum ich das überhaupt jetzt schreibe oder was ich damit bezwecken will. Irgendwie suche ich nach Zuspruch, ich will mein Herz ausschütten und meine Sorgen einfach mal so sagen wie ich sie empfinde.

Falls es noch jemanden interessiert warum ich damals die Schwangerschaft so sehr verkraftet habe:

Es war ungeplant mein Freund und gesamte Familie von ihm haben mich zum abtreiben gedrängt, als wir uns zusammen gerauft haben war nur Streit, ich hatte bis zur 36. Woche mit Übelkeit und Panik Attacken zu kämpfen. Was mir das Leben sehr schwer gemacht hat, dafür hatte ich dann eine wunderschöne Geburt und ein tolles Kind was die ganzen Gefühle für eine gute Zeit verdrängt hat.

Mein Freund und ich kamen so einigermaßen auf einen grünen Zweig, eine Art Hass/Liebe :-D

Anfang dieses Jahres hatte ich mich kurzzeitig von ihm getrennt und dann kamen wir nach zwei Monaten doch wieder zusammen und es lief alles zu unserer Zufriedenheit.

Danke fürs Lesen und ja.. ich freu mich was von euch zu hören.. was auch immer. @:)

Antworten
Shpri7ngc2hild


Hallo liebe Yolaine,

erstmal möchte ich Dir sagen: Du bist nicht alleine. :)_

Ich habe auch schwere psychische Probleme gehabt (sehr ähnlich zu Deinen!) und war aber vor meiner Schwangerschaft schon einige Zeit stabil gewesen bis auf ein paar Depressiönchen hier und da. Kam ich aber gut mit zurecht.

Die Schwangerschaft hat mich dann völlig aus der Bahn geworfen; teilweise lag das daran, dass es mir körperlich sehr schlecht ging (Hyperemesis, Schmerzen etc). Aber ich glaube, dass die Hormone auch eine ganz große Rolle gespielt haben. Das ging auch bis hin zu Selbstmordgedanken.

Du bist ja nun erst in der neunten Woche, wo hormonell sowieso großes Chaos herrscht, und schleichst außerdem gerade Deine Medikamente aus, was sicherlich auch ein Faktor ist, warum es Dir momentan nicht gut geht.

Und dann stehst Du Dir auch noch selbst ein bißchen im Weg, weil Du Schuldgefühle hast, dabei kannst Du ja eigentlich wenig dafür, wie es Dir geht.

Sei geduldig mit Dir selbst. Es ist eben momentan schwierig, aber das wird schon wieder. Die Absetzerscheinungen werden vergehen, Dein Körper wird sich an die Schwangerschaft "gewöhnen" bzw. es wird hormonell mehr Ruhe einkehren, und ich glaube ganz fest daran, dass, wenn sich das alles ein bißchen beruhigt hat, es Dir besser gehen wird.

Akzeptiere, wie es ist, konzentrier Dich auf Dinge, die Dir gut tun, gehe liebevoll mit Dir selbst um.

Alles wird gut! :)*

PGowernPuffni


Gibt es nicht vllt Medikamente, die auch in der Schwangerschaft anwendbar wären?

Embryotox sagt dazu:

Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie: Sertralin gehört zu den Antidepressiva der Wahl bei pharmakologisch therapiebedürftiger Depression in der Schwangerschaft. Eine stabil eingestellte Patientin sollte ihre Medikation unverändert fortsetzen, um keine für Mutter und Kind bedrohlichen Krisen zu provozieren.

Genau das ist passiert und wäre vermeindbar gewesen.

Ich würde die Medikation wieder aufnehmen. Ohne Therapieplatz werden die nächsten 12 Wochen unheimlich schwer. Zumal sich deine Stimmung auf deine Gesundheit und auf die Gesundheit deines Ungeborenen auswirkt.

S+pringlchixld


Oh, ich hatte da was überlesen:

Soweit so gut, ich fühlte mich auch recht stabil, den Therapeuten hatte ich nicht für lange Zeit, es ging auch ohne.

Es ging MIT Medikamenten OHNE Therapeut... die ideale Behandlung sollte aber folgender Ablauf sein: MIT Medikamenten MIT Therapeut -> OHNE Medikamente MIT Therapeut -> OHNE Medikamente und OHNE Therapeut (= Heilung).

Wenn Du nur die Medikamente als Krücke hattest und anderweitig gar nicht therapiert bist wird es sehr schwer werden, wenn Du es ohne Medikamente versuchst. Ich empfehle Dir dringend, Dir einen Therapeuten zur Unterstützung zu suchen.

YEolaminxe


Hallo.

Danke erstmal für eure Antworten.

Ich habe diese Krankheit ja nun schon länger und ich weiß ja das es irgendwann wieder besser wird, und eigentlich weiß ich ja auch was ich tun muss, aber naja wenn dann noch Hormone dazu kommen ist das immer etwas schwieriger.

Sertralin kann man bis zur 20. ssw nehmen bzw eigentlich sollte man es nur innerhalb der ersten drei Monate nehmen und danach kann es halt Auswirkungen auf das ungeborene haben. Hatte das vorher mit meiner Neurologin und Frauenarzt abgesprochen. Sollte ich die Medikamente jetzt wieder einnehmen, habe ich in der 20. Woche wieder genau das selbe Problem. Also ist vielleicht nicht so klug das Medikament erneut zu nehmen, vor allem da ich schon 4 Wochen keins mehr nehme.

Ich habe eine Therapie Gleichheitig mit den Tabletten angefangen, eigentlich bin ich aber, laut meines letzten Therapeuten (habe bereits 3 Therapien hinter mir) "austhrerapiert". Ich nehme dann halt Hilfe in Anspruch wenn ich merke das es schlimm wird. So wie jetzt, aber auf Wunsch kann man das nicht immer so haben.

Den Therapeuten habe ich damals nicht aufgegeben weil ich dachte ich brauch das nicht, sondern weil er sich in mich "verguckt" hat und deswegen nicht weiter mit mir arbeiten konnte.

Und da habe ich dann keinen neuen mehr bekommen. Wir haben hier nicht viele in der Gegend und weiter weg kann ich keinen nehmen weil ich da dann in akuten Situation nicht hinkomme.

So und jetzt bin ich auf Wartelisten für in 12 Wochen. Aber ob ich dann einen kriege ist halt auch noch nicht sicher.

Ich denke auch das mein Lage durch Hormone gerade sehr verstärkt wird. Und ich hoffe auch darauf das es sich in den nächsten Wochen etwas besserst. Ich bin jetz 8+3 und bei meiner ersten wurfe es glaub ich ab 14+0 etwas besser was die Hormone anhing. Kann ja dieses Mal etwas früher sein da es auch erst später angefangen hat und nicht ganz so ausgespägt mit den Symptomen war (Übelkeit und so).

Y.ola0inxe


2.- 3. Trimenon / Perinatal: Zahlreiche Veröffentlichungen thematisieren funktionelle Auswirkungen beim Neugeborenen nach SSRI-Therapie. Hierzu zählen Überregbarkeit, Tremor, erhöhter Muskeltonus, Trinkstörungen, Atemnotsyndrom, Hypoglykämie, auffälliges Schlafverhalten mit vermehrten Schreckreaktionen und verlängerten REM-Phasen, sowie eine verringerte Variabilität an Verhaltensmustern. Diese postpartalen, bei 2-3 von 10 exponierten Kinder auftretenden Symptome wurden einerseits als Entzugssymptomatik interpretiert, andererseits aber auch als serotonerge Toxizität, insbesondere bei Nachweis therapeutischer Serumspiegel beim Kind. Die Symptomatik ist meist leicht, selbst limitierend und beginnt innerhalb der ersten beiden Lebenstage. Sie dauert im Extremfall einen Monat, meist aber nicht länger als 1–2 Wochen. Auch ein Zusammenhang zwischen SSRI in der Spätschwangerschaft und einem persistierenden pulmonalen Hochdruck beim Neugeborenen wurde diskutiert. In anderen Studien wurde diese Auswirkung jedoch nicht bestätigt, so dass kein substantielles Risiko für einen persistierenden pulmonalen Hochdruck beim Neugeborenen anzunehmen ist.

Das kann ich nicht verantworten. Da lieber ein bisschen schlechte Laune. In meiner ersten ss war das wesentlich schlimmer und mein Sohn ist trotzdem Fabelhaft und hatte nie Probleme. :)

Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft: Nach Behandlung im 1. Trimenon kann eine weiterführende Ultraschalldiagnostik zur Bestätigung der normalen Entwicklung des Feten empfohlen werden. Bei Gabe von SSRI bis zur Geburt müssen Anpassungsstörungen beim Neugeborenen bedacht werden. Daher sollte in den ersten Lebenstagen die Beobachtung des Neugeborenen gewährleistet sein und die Entbindung in einer Klinik mit Neonatologie erfolgen. Soweit klinisch vertretbar, sollte mit der Patientin eine Reduktion bzw. auch das vorübergehende Absetzen des Antidepressivums vor der Entbindung vereinbart werden. Nach der Entbindung muss dann die Therapie in der erforderlichen Dosis sofort wieder aufgenommen werden.

EohWemalZiger Nutfze:r (#5x65974)


[...] Ich kann mir auch vorstellen, dass dich das Erste schon sehr fordert.

Aber gut, nun ist das Kind schon in den Brunnen gefallen. [...]

In jedem Fall wäre psychologische Unterstützung und Beratung bei speziasierten Einrichtungen sinnvoll.

EuhemaliFger Nut&z[er (x#565974)


Stress während der Schwangerschaft ist übrigens auch ziemlich schädlich für das Kind. Stichwort: Depression.

S4pri+ngKchild


[...] (Bezug auf gelöschte Inhalte)

Stress während der Schwangerschaft ist übrigens auch ziemlich schädlich für das Kind. Stichwort: Depression.

So ein Quark, echt... :|N

Also hilfreich ist anders.

EyhemaliIger NuAtzeNr (#5659x74)


[...]

Meine Diagnosen, auch schon vor der Schwangerschaft sind: Bipolar, Agoraphobie, Emetophobie, Sozialphobie, Kontrollzwänge (was sich aber nur noch auf ein Minimum auswirkt) Angst und Panik Störung mit einhergehenden Zwangsgedanken.

Dazu kommen noch die postnatalen Depressionen.

[...]

So ein Quark, echt... :|N

Das, meine Liebe, ist wissenschaftlich bewiesen. ;-)

S-prinKgc<hild


Auf so etwas antworte ich gar nicht erst, wie kann man nur so sein? Du solltest Dich was schämen.

KRanMtenmecXhanifkexr


Bevor diese Beiträge jemand meldet: ich habe es schon getan.

alvanxti


[...] Ich kann mir auch vorstellen, dass dich das Erste schon sehr fordert.

Aber gut, nun ist das Kind schon in den Brunnen gefallen. [...]

Ich glaube, du bist Yolaine eine große Hilfe.

E^hemaligere Nutbzery (#565v97x4)


Ich glaube, du bist Yolaine eine große Hilfe.

Dankeschön! :-)

A!sigxa


Sag mal Swanlake, hast du nicht gemerkt dass avanti den "Ironie"-Smiley vergessen hat ?

Furchtbar, deine selbstgerechten Beiträge so oft in diesem Forum !

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