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Psychisch Krank und Schwanger.

c=onchitDabaxby


Hallo in die Runde, liebe Yolaine,

ich fühle mit Dir, auch wenn mein Problem quasi das Gegenteil von Deinem ist.

Ich möchte nämlich sehr gerne ein Baby, aber meine Angst-und Zwangsstörung hält mich davon ab. Ich leide unter Hypochondrie, Zwangsgedanken, Kontrollzwang, teilweise auch wahnhaften Gedanken. Am stärksten ist die Angst vor HIV. Das ist eine riesige Phobie, die sich vor fast 20 Jahren entwickelt hat, als meine Eltern sich fast trennten. Ich bin jetzt fast 14 Jahre mit meinem Mann zusammen und ich habe es vor kurzem geschafft, mit ihm zusammen einen Test zu machen, der, wie alle - inkl meiner Therapeutin, meinem Mann und meinen Freundinnen vermutet- negativ ausfiel bei uns. Ich dachte, das wäre der Schlüssel zum großen Glück (Kondome endlich weglassen), aber es geht nicht! Ich kann einfach nicht. Fast täglich gibt es für mich neue Gefahren (vllt mit Spritze gestochen worden, vllt können Insekten im Ausland doch HIV übertragen (hab so nen Beitrag im Netz gelesen, wo sich angeblich einer in Schweden über Tigermücken angesteckt hat :-o) etc)... Das sind dann vermutlich die Zwangsgedanken, die sich da melden... Manchmal denke ich, ich kann kein Baby haben, was mich unendlich traurig macht, weil es doch das schönste Gefühl auf der Welt sein soll. Natürlich denke ich ans Kind und denke: meine Güte, wie soll ich das schaffen... Kann ich es schaffen, meine Ängste nicht auf das Kind zu übertragen? Meine Therapeutin sagt, sie glaubt, ich wäre eine gute Mama...

Und Du hast tolle Eltern, die Dir helfen, bestimmt auch Freundinnen... Es gibt Einrichtungen (Frauen helfen Frauen oder so), Seelsorge, bestimmt auch gute Hebammen, die sich ggf mit psychisch angeschlagenen Frauen auskennen (mal bei der Krankenkasse fragen), etc

Und, Hey, Du hast schon ein Kind! Denk an das Gefühl zurück, wie schön es war, als Du es im Arm hattest, als es Dich das erste Mal angelächelt hat. Wovor hast Du genau Angst? Fühl mal in Dich hinein...

BairkenNzweig


swalanke. :-o %-|

@ TE:

du sagst, dein freund zieht sich komplett zurück. warum tut er das?

E7hemaligPer Nutz1er 6(#5286x11)


Ich hab auch Zwangsgedanken, eine Persönlichkeitsstörung, Depressionen usw...

Ich finde, jemand mit psychischen Problemen kann durchaus ein Kind erziehen und gute Eltern sein.

Jemand der seine Krankheiten therapieren lässt ist in der Regel reflektierter als Hinz und Kunz die sich NULL Gedanken darüber machen ob zB die alkoholkranken Eltern die sie regelmäßig geprügelt haben irgendeine Auswirkung auf ihre Erziehungsfähigkeiten haben.

Just my 2 cent

BxirkenzTweixg


Ich finde, jemand mit psychischen Problemen kann durchaus ein Kind erziehen und gute Eltern sein.

und ich finde, die TE wirkt schon recht reflektiert

Eghemali6ger Nutzier (#r528611)


Nur, wer sich seiner Probleme bewusst ist, kannsich irgendwann davon befreien und reifen.

Jemand der sich damit auseinander setzt wie er funktioniert, ist geistig viel weiter, auch was Kindeserziehung angeht.

PJower!Puffxi


Das kann ich nicht verantworten. Da lieber ein bisschen schlechte Laune. In meiner ersten ss war das wesentlich schlimmer und mein Sohn ist trotzdem Fabelhaft und hatte nie Probleme. :)

Dein Eingangsbeitrag hört sich aber nicht nach "ein bisschen schlechte Laune" an, sondern nach einem Menschen, der seinen Alltag nicht mehr bewältigen kann.

Wie wirst du das die nächsten 9 Monate schaffen, wenn du nicht aus dem Bett kommst und den ganzen Tag nur weinst? Wie kannst oder willst du dein anderes Kind versorgen? Was übrigens genauso leidet, wenn die Mutter depressiv ist?

Ich wette, eine Depression schädigt ein Ungeborenes als eine weiterführende Medikation. Deshalb wird ja dringend empfohlen, die Einnahme fortzusetzen, damit genau das, was du gerade erlebst, nicht passiert.

YEolxaine


Also, auf diese Beiträge von [Swanlake] reagiere ich jetzt mal nicht.

also ich bin eigentlich sehr reflektiert, weiß auch womit ich es zu tun habe. Weiß auch wie ich, ohne Medikation, die für mich wirklich aus genannten Aspekten völlig flach fällt.. Das könnte ich niemals mit mir vereinbaren, damit klar kommen kann und es behandeln kann. Ich bin also nicht völlig davon überrumpelt.

Das war ich mit 16, aber da wurde mir schnell bewusst, das was nicht stimmt und ich was tun muss.

Ich denke sehr viel Voraus, kann viele Menschliche Aspekte gut einschätzen und meine Hebamme hat den Hut vor mir gezogen wie Stark ich bin und wie ausgeprägt mein Mütterlicher Instinkt ist.

Meinem Kind geht es sehr gut, er hat nie darunter gelitten.. im Gegenteil, er war mein Seelenpflaster und mein Ansporn. Ich habe ihn 2 Jahre gestillt, ich unternehme jeden Tag etwas mit ihm, wir spielen und kuscheln viel. Auch wenn ich im Moment was antiebslos bin, er wird auf gar keinen Fall vernachlässigt oder sieht Mama nur wie ne Leiche im Bett liegen. Ich bin wirklich sehr bemüht und habe es wesentlich besser mit ihm hin bekommen als Freundinnen von mir die gesund sind.

Ein zweites Kind war für mich immer geplant, aber ich hatte immer Angst vor der Schwangerschaft. Aber die Hoffnung bestand ja immer das es leichter wird, Körperlich geht es mir ja auch besser, aber vom Kopf her eben nicht. Deswegen bin ich im Moment so auf Hilfe angewiesen.

Meine Mutter ist gerade so eine Riesen Stütze. Ich weiß gar nicht wie ich ihr danken soll.

Sie kommt fast jeden Tag, geht mit uns raus und einkaufen. Hilft mir beim Kochen, Haushalt und Wäsche machen. sie ist ein Segen.

Ich würde mein Baby übrigens niemals abtreiben, ich wollte zu manchen Zeitpunkten.. Gedankenpunkten einfach nicht schwanger sein. Ich wollte einfach alles normal haben, und der Gedanke hat echt geschmerzt. Und hat mich sehr trübsinnig gemacht.

ich schreibe gerade vom Handy, muss gleich nochmal die Beiträge durchlesen damit ich antworten kann.

Ich denke die Auswirkung der Depression auf meinen Körper, hält sich gerade noch in Grenzen, es hört sich jetzt alles etwas dramatischer an als es ist.

Ich bin stark und habe viel an mir gearbeitet, jetzt habe ich einen wirklichen Rückfall und darüber zu sprechen tut wirklich gut.

Wie gesagt, bin auf allen Wartelisten und "therapiere" mich selber mit gewissen Techniken die ich gelernt habe.

Bin nicht Suizid gefährdet und hoffe gerade das es nicht 9 Monate so weiter geht. Bzw jetzt 7 Monate.

Aber ich versuche guter Dinge zu sein und da ich weiß man bekommt es in den Griff, habe ich auch etwas weniger Angst.

Die Bipolare Störung hatte ich allerdings nie so schnell wechselnd wie Momentan. Also normal lief die manische Phase immer recht kurz ab, jetzt dauert sie am längsten und kommt so Knall auf Fall.

Meint ihr das kommt durch die Hormone?

YCola(ine


@ Conchitababy

Das hört sich auch sehr kompliziert an. Ich hatte bzw habe diese Angst ja eben vor dem Erbrechen, aber für mich war es immer klar, das mein Kind dadrüber steht. Als er mal Magen Darm Grippe hatte bin ich auch fast in Ohnmacht gefallen ;-) aber ich hab es dann trotzdem sehr gut gemeistert und keine Angst mehr gehabt.

Ich weiß echt nicht zu was man dir raten soll.. ich denke du solltest dich stabil fühlen und verstehen das du kein HIV von Mücken bekommst ;-)

Das wird ja dein Ziel sein denke ich. Und wenn du dich bereit fühlst, dann kannst du los legen. Du solltest keine Angst vor deinem Kind haben.

Es gibt immer unsichere Momente. JEDE frau hat die mal.

Aber selbst da, weiß man, ich schaffe das.

@ Mein Freund

Er hatte ganz schlimmer Erfahrungen damit gemacht und kann sich nicht damit auseinandersetzen. Betrifft seine Mama und Familie, er ist da etwas geschädigt und ich verstehe das. Es geht ihm dann wie mir, wenn ich mich abkapsel wenn er Übelkeit oder Durchfall hat. Das akzeptiert er auch. Aber das ist auch okay für mich.

ELhemal?igerP Nutzer X(#565x974)


So schwerwiegende psychische Erkrankung der Eltern schädigen das Kind immer in einer gewissen Form, aber klar, dass das nicht alle wahrhaben wollen. Das definiere ich übrigens nicht unter reflektiert.

Y{o6la$ine


Deine Meinung ist hier nicht gefragt. Ich sehe das du keine Ahnung hast, sonst würdest du solche Beiträge nicht von dir geben. Also lass es doch einfach gut sek , tob dich woanders aus.

c2oncihSiftabaxby


@ Swanlake:

Dann unterstelle ich einfach mal, dass deine Eltern auch psychisch krank sind/waren weil Du es abbekommen hast.

Und, wenn dem so sei, gibt es nicht in Deinem Leben Dinge, die lebens- und liebenswert sind, weshalb es sich lohnt, auf der Welt zu sein? Dürfen Menschen mit kranker Seele kein Baby bekommen? Menschen mit körperlichen Krankheiten dürfen es doch auch...

@ Yolaine:

Angst vor dem Erbrechen klingt irgendwie so doppeldeutig. So nach dem Motto "mir kommt es hoch, aber es darf nicht raus". Quasi irgendwas, was Dich wütend macht, Du es aber nicht aussprechen magst...

Ist nur so ein Gedanke von mir...

Und ja, meine Zwangsgedanken sind schlimm. Sie lassen mich einfach nicht in Ruhe. Den ganzen Tag geht es in meinem Kopf so. Ich kann nicht einmal entspannen, sehe überall Gefahr! Das ist sehr anstrengend :(... Ich glaube, es kommt aus der Zeit, als sich meine Eltern fast trennten. Da wollte sich mein Vater umbringen. Ich musste immer aufpassen, dass er es nicht tut. Meine Schwester hat im Flur geschlafen, damit er nicht wegläuft. Doch einmal ist es ihm doch geglückt. Da hat meine Mutter ihn beim Bahnhof nachts aufgegabelt.

Ich wünsche mir nichts sehnlicher, als mit meiner eigenen Familie glücklich zu sein...

EPhemali|ger SNutzer b(#5x28611)


Oh man conchitababy... klingt ja hart...

Meine Mum hat mir damit immer nur gedroht. Aber das hat ja schon gereicht...

Ich bin auch so, dass ich mir viele Sorgen machen. Aber ich habe mein Umfeld, dass stabil ist, und mir dadurch die Angst nimmt, dass gleich die Welt untergeht...

Also das Kopfkino mit "Wenn Schatzi sich 5 nach 7 noch nicht gemeldet hat, dass er auf Arbeit ist, ist er bestimmt gegen den Baum gefahren und nun tot!" hab ich nicht mehr.

Liegt viel.am Umfeld

E"he;mali,ger NutzerT (#565x974)


Dann unterstelle ich einfach mal, dass deine Eltern auch psychisch krank sind/waren weil Du es abbekommen hast.

Dann unterstelle ich dir, dass dein Horizont wohl etwas eingeschränkt ist. Nein, meine Eltern sind nicht psychisch krank - aber ich bin es. Und ich habe tagtäglich mit psychisch kranken Menschen zu tun. Ich denke also zu wissen, wovon ich rede. ;-)

Dürfen Menschen mit kranker Seele kein Baby bekommen? Menschen mit körperlichen Krankheiten dürfen es doch auch...

Natürlich, sofern sie ihre Erkrankung im Griff haben und ausreichend Unterstützung haben. Die TE macht auf mich nicht mal einen halbwegs reifen, erwachsenen Eindruck... mal abgesehen davon, dass er das Kind ja anscheinend nicht will.

Im Gegenzug sollte eine Frau, die schwer an z. B. Krebs erkrankt ist, auch mit einem Kind warten.

cponc]hitabxaby


@ Benutzerin:

Ich sorge mich eigentlich immer...

Lese aktuell viele Bücher zum Thema "loslassen". In dem einen Buch wird viel über Gedankenüberprüfung geschrieben. Sprich, wenn ein Gedanke oder eine Sorge auftaucht (z.B: ich werde mit dem Flugzeug abstürzen) soll man sich fragen:

1) ist das wahr was ich befürchte?

Antwort meistens: "ja"

2) Kann ich mir zu 100%! sicher sein, dass es wahr ist?

Antwort meistens: nein

Begründungen/Alternativen für das Nein suchen (sicherstes Verkehrsmittel, hohe Qualitätsüberprüfung, super selten, einfach nur ein anderes Fortbewegungsmittel wie ein Bus, nur sicherer)

3) Was bin ich mit dem Gedanken, wenn ich glaube, dass es stimmt, was ich befürchte? Wie geht es mir?

Antwort: Mir geht es schlecht, ich hab Herzrasen, mir ist schlecht, ich kann mich nicht auf den Urlaub freuen, ich bin angespannt, kann nix essen, etc

4) Was wäre ohne diesen schlimmen Gedanken?

Dann wäre ich zufrieden, würde mich freuen, dass ich bald im Süden bin

5) könnte auch ein anderer Glaubenssatz stimmen? Z.B.: Ich werde sicher am Urlaubsziel ankommen und bald in der Sonne liegen...

Ja, könnte er! Also glauben wir doch einfach das...

Meine Gedanken zum Thema HIV kamen glaube ich deshalb, weil mein Vater zu meiner Mutter sagte, als sie fremdging: Toll, hast Du Dir jetzt wahrscheinlich auch noch HIV geholt!!! Dann meinte ich: Mama, das wär ganz schlimm! Dann meinte sie: Wenn ich das hab, hat Papa das jetzt eh auch schon...

Da war ich 14! Hab mir dann von meinem Taschengeld ein Ärztebuch gekauft, damit ich über HIV lesen kann. Ob sie sterben muss... Ich las dann im Buch, dass man auf keinen Fall dieselben Rasierer benutzen darf! Toll, dachte ich- hab aber ihren benutzt!!! Panik! Dann ist sie nach 3 Monaten zum Test! Zum Glück negativ! Aber bei mir hatte sich die Angst festgesetzt! Nun habe ich ja wie gesagt vor kurzem einen Test mit meinem Mann gemacht! Das war Hölle pur für mich! Ich hatte ja eine richtige Phobie entwickelt! Ich hatte Todesangst! Wie damals! Und wieder war zum Glück nix. Doch dann kommen die Gedanken und sagen: Was ist, wenn was durcheinander gekommen ist? Ist der Test sicher? Was ist, wenn ich kurz vorher unbemerkt mit ner Spritze gestochen wurde?

Ich möchte so gerne ein Baby! Aber diese HIV Angst hält mich ab! Ich weiß nicht, wie ich es schaffen soll! Meine Therapeutin sagt, einfach die Kondome weglassen! Ja, witzig! Wie denn, wenn Panik kommt? Schwanger werd ich dann doch eh nicht! Zum Heulen!

Ich beneide tatsächlich alle Frauen, die schwanger sind, oder gerade ein Baby bekommen haben. Ich könnte dann immer weinen, weil es bestimmt nichts Schöneres gibt! Und ich hätte es selbst in der Hand...

cconchIita}baxby


@ swanlake:

Siehst Du, Deine Eltern sind gesund und TROTZDEM bist Du psychisch krank!

Dann muss es doch auch den umgekehrten Fall geben, oder?

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