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An die Frauen: übersexualisierte Welt

Sltalfxyr


Das hat sich heute geändert, und ich meine, es könnte auch daran liegen, dass die sogenannte "schonungslose Ehrlichkeit" - treffender "rückhaltlose Direktheit" zu nennen - an Stellenwert gewonnen hat.

Das ist richtig, nicht nur in diesem thematischen Bereich. Allgemein wird heute weniger überlegt, wie etwas ankommt (bzw. in Kauf genommen oder auch bezweckt, dass etwas eher negativ ankommt), im Netz erst recht. Gerne getarnt mit "Ich bin halt ehrlich und direkt".

S5il$kPe8arl


:)z Das mag überhaupt am Internet liegen. Im Deckmantel der Anonymität ist "man" ja besondern risikofrei "ehrlich und direkt", sprich grob und aggressiv. Und das wird in den persönlichen Kontakt übertragen. Könnte zu den ungeahnten "Nebenwirkungen" des Internet gehören. ":/

I sabelxl


SilkPearl (Comran, Stalfyr)

Das hat sich heute geändert, und ich meine, es könnte auch daran liegen, dass die sogenannte "schonungslose Ehrlichkeit" - treffender "rückhaltlose Direktheit" zu nennen - an Stellenwert gewonnen hat.

Ich habe mit Direktheit/Ehrlichkeit/Offenheit kein Problem. Im Gegenteil: Ich weiß gerne von Anfang an woran ich bin.

Wenn also ein Mann zu mir sagt "Ich suche Sex", dann ist das für mich nicht respektlos und auch völlig legitim. Offen und ehrlich. Ist ja auch nichts Verwerfliches daran (nur) Sex zu wollen, warum auch? Ich erwarte lediglich im Gegenzug, dass der betreffende Mann dann damit auch respektvoll umgeht wenn ich sage "Sorry, nicht meins". Witzigerweise: Genau mit diesen Männern hatte/habe ich dann oftmals auch im weiteren Verlauf echt gute Gespräche - sie akzeptieren/respektieren meine Haltung, ich ihre...."alles gut".

Also es geht nicht darum es generell "Pfui" zu finden wenn ein Mann über das Internet nur nach Sex sucht. Sondern auch hier weiterhin - wie überall, um das "WIE". Denn wirklich unverschämt und oder respektlos wird es dann, wenn er es fordert, weil er meint in irgendeiner Weise einen Anspruch darauf erwirkt zu haben oder generell zu haben.

Ich habe auch schon gehört "Du bist doch hier, also willst Du doch auch Sex, warum zickst Du jetzt so rum?" - als sei ich eine Prostituierte in einem Laufhaus die es anbietet. Gibt es Alles.

SGilkP'earxl


dass der betreffende Mann dann damit auch respektvoll umgeht

Sicher. Das ist der Punkt. Prinzipiell hat Mann das Recht, seine Bedürfnisse oder wohl besser, seine Vorstellungen Frau gegenüber auszudrücken. Nur ist die Frage zum einen das Wie und zum anderen, ob er das, was er ausdrückt, korrigieren lässt. Und zu beiden gehört eben Grund-Respekt, da bin ich ganz Deiner Meinung.

Itsabxell


SilkPearl

Ja, genau darum geht es.

Jeder "darf" seine Bedürfnisse, seine Gründe haben, warum er diverse Seiten aufsucht. Mich kann/"darf" auch jeder (Mann) alles fragen. Kein Thema.

Nur darf er eben keinen Anspruch an mich stellen.

Und diese Anspruchhaltung entspricht auch der niedrigeren Hemmschwelle, bzw. geht mit dieser -nach meiner Wahrnehmung- mittlerweile in gewisser Weise 'Hand in Hand'.

Das bekommt man z.B. auch oft in einschlägigen Fäden mit (ich will's nicht anstossen hier, aber Stichwort "Warum habe ich keine Freundin?" ;-)).

Dass da bestimmte Vorstellungen herrschen, die auf eine bestimmte Anspruchshaltung hinauslaufen.

Das Ganze runtergebrochen auf:

"Wenn ich A mache, sage - dann muß auch B passieren. Passiert daraufhin B nicht, dann bin aber nicht ich verantwortlich, sondern der, der B nicht zulässst".

Das ist mit Sicherheit kein neues Phänomen, nur verändert sich das Bild, der Umgang damit.

S:taplfyr


Isabell

Ich habe mit Direktheit/Ehrlichkeit/Offenheit kein Problem. Im Gegenteil: Ich weiß gerne von Anfang an woran ich bin. Wenn also ein Mann zu mir sagt "Ich suche Sex", dann ist das für mich nicht respektlos und auch völlig legitim. Offen und ehrlich. Ist ja auch nichts Verwerfliches daran (nur) Sex zu wollen, warum auch? Ich erwarte lediglich im Gegenzug, dass der betreffende Mann dann damit auch respektvoll umgeht wenn ich sage "Sorry, nicht meins".

Solche Beispiele wie deine meinte ich auch nicht. Dagegen gibt es natürlich gar nichts einzuwenden, im Gegenteil. :)^

Ich meinte objektiv beleidigendes Verhalten, welches auch nicht selten als "Offenheit und Ehrlichkeit" beschönigt wird.

S7ilkPXesarl


"Wenn ich A mache, sage - dann muß auch B passieren. Passiert daraufhin B nicht, dann bin aber nicht ich verantwortlich, sondern der, der B nicht zulässst".

Nein, kein neues Problem, aber auch ein Indiz dafür, welch verengte Blickwinkel es gibt, die einfach nicht als solche erkannt werden.

RsogerQRabxbit


Mag hier mal widersprechen. Mir ist beim Walken schon häufiger so ein Gedanke gekommen, dass z.B. das weibliche Wesen vor mir, mit den hellen Leggins, die wortwörtlich peinlich genau das slipfreie Hinterteil anatomisch bewegt nachzeichnen, besser weniger auffallend hauteng gekleidet wäre. Ich finde das sehr wohl aufreizend, sehe das schon als Hetero-Frau.

Kann ich bei stinknormaler Laufkleidung nicht im geringsten nachvollziehen.

IXsab1ell


stalfyr

Ich meinte objektiv beleidigendes Verhalten, welches auch nicht selten als "Offenheit und Ehrlichkeit" beschönigt wird.

Ja, ich weiß ;-).

SilkPearl

Nein, kein neues Problem, aber auch ein Indiz dafür, welch verengte Blickwinkel es gibt, die einfach nicht als solche erkannt werden.

Ja, die gab es schon immer.

Nur steigt der Anspruch diesbezüglich mMn.

s(ensizbelmxan


Wenn ich mein Portemonai mit 10.000 Euro darin offen in der Tasche trage, so dass es jeder sehen und entwenden könnte, dann provozierte ich damit dass es gestohlen wird.

Nein, von mir wird da gar nichts gestohlen, weil ich weiß, dass dies nicht mein Eigentum ist- vielmehr ist es nur für diejenigen eine Provokation, die nicht gelernt haben, Eigentum anderer zu achten, bei mir könnte auch jemand 10000€ irgendwo liegenlassen- ich würde mich höchstens darum kümmern, dass der Besitzer wieder zu seinem Geld kommt.

Wenn eine Frau in aufreizender Kleidung herumläuft oder gar nackt, provoziert sie bei mir auch nichts, weil ich nicht nicht sicher sein kann, dass sie mich gerade damit ansprechen will oder andere Männer oder ob sie das auch nur sich selbst zum Gefallen tut.

Ob etwas eine Provokation ist, hängt stark von der Wahrnehmung und der inneren Haltung der betreffenden Person ab- viel weniger von demjenigen, der angeblich provozieren will.

Ich finde eine Gesellschaft krank, in der man sich verstecken, verkleiden und alles Mögliche absichern soll, damit einem nichts passiert. Und Menschen, die das Absichern, das Verkleiden und das Verstecken auch noch einfordern, anstatt gegen Diebstahl, gegen Belästigung, etc. anzugehen, sind nicht unwesentlicher Bestandteil dieser kranken faulen Gesellschaft. Diese Gesellschaft ist voller Soziopathen und deren Mitläufer. Man kann den Krankheitsverlauf fördern oder dagegen ankämpfen.

Vulgär ausgedrückt: Überall Titten >:(

Auch in Filmen... Wo früher nen Abblende kam, sieht man heute Nippel und Busch.

Wo denn das? Doch nur dann, wenn man das auswählt? Im Fernsehen ist es jedenfalls seltener als z.B. in den 70-er Jahren.

EKhemal=igery Nutz er (#5268611x)


Ich finde eine Gesellschaft krank, in der man sich verstecken, verkleiden und alles Mögliche absichern soll, damit einem nichts passiert. Und Menschen, die das Absichern, das Verkleiden und das Verstecken auch noch einfordern, anstatt gegen Diebstahl, gegen Belästigung, etc. anzugehen, sind nicht unwesentlicher Bestandteil dieser kranken faulen Gesellschaft. Diese Gesellschaft ist voller Soziopathen und deren Mitläufer. Man kann den Krankheitsverlauf fördern oder dagegen ankämpfen.

Das Wort zum Sonntag!

Schöner Beitrag. Bin ganz deiner Meinung.

Habe gerade den "der freund meiner Mutter hat mir auf den Arsch geglotzt" Faden im Kopf

SXilJkPeharxl


Ja, die "kaputte Gesellschaft" kann man nun für den kläglichen Rest seines an diese pöse Welt verschwendeten Lebens beklagen, beschimpfen und bewüten - ohne dass es diese Gesellschaft wirklich kratzt.

Stattdessen macht man sich damit indirekt zum Menschen, der zum Opfer dessen wird, was er ablehnt.

EKhem[aliger? Nutze^r (#j528x611)


Nee. Stattdessen versucht man nicht so zu sein wie die, die man verachtet. ;-)

Selbstreflektion heißt das Zauberwort.

S?i`lkPpearl


Nee. Stattdessen versucht man nicht so zu sein wie die, die man verachtet.

Allein gegen den Rest der Welt? ;-)

CQomKran


Selbstreflektion heißt das Zauberwort.

Ja, wenn man vor'm Spiegel steht.

Das Zauberwort, welches du suchst, ist Selbstreflexion.

Ich brauch'n Klugscheiß-Smiley :-X

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