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Wie komme ich raus aus der Sackgasse?

m1on*d+styerne


Thema Sackgasse

@ IceLady_50

Ich würde gerne mal auf das Bild der Sackgasse eingehen.

Wenn ich also mich wirklich in einer Sackgasse befinde, habe ich zwei Möglichkeiten: ich fahre/laufe an deren Ende im Kreis und bleibe aber im Endeffekt am selben Ort.

Ich kann aber auch die Sackgasse verlassen, aber nur, indem ich genau den selben Weg zurückgehe. Will heißen, wenn ich etwas verändern will, muss ich den ganzen Weg wieder zurück, auf Anfang. Dabei habe ich Gelegenheit, aufzuarbeiten und Begegnungen in anderem Licht zu betrachten.

Eine Sackgasse stellt andererseits optisch aber auch einen geschützten Ort dar. Es kann also beide sein: eine Art Gefangensein oder auch ein Beschütztsein. Eine Frage des Blickwinkels.

Das ist ein guter Ansatz. Deshalb geh ich da jetzt noch drauf ein. Mir geht es dabei darum, eine klare Vorstellung davon zu bekommen, was genau meine Sackgasse eigentlich ist.

Also, ich bin in einer emotionalen Sackgasse und möchte im Grunde genommen mit dem Kopf durch die Wand, d.h. da weiter gehen, wo die Straße eigentlich zu Ende ist.

Um damit aufzuhören, müsste ich mir erstmal klarer darüber werden, was ich da eigentlich genau mache.

Solche Fragen kann ich mir im Grunde genommen nur selbst beantworten. Deshalb ist mir auch noch nicht ganz klar, wofür ich dabei die Unterstützung anderer brauche.


Ich kann dieses Bild der Sackgasse vemutlich auch für mich unterschiedlich deuten. Aber im Grunde genommen sehe ich es so, wie Du es auch beschrieben hast. Es geht in erster Linie darum, umzukehren, einen Weg zurück zu gehen und sozusagen wieder auf der Hauptstraße des Lebens anzukommen.

Auf der Hauptraße des Lebens ist ein ziemliches Getümmel. Deswegen scheint es mir auch nicht unbedingt verkehrt, sich gelegentlich wieder in die Sackgasse zu bewegen, um sich dem Getümmel zu entziehen (das was Du als Beschütztsein bezeichnet hast).

So weit erstmal.

b*runeltlzox15


Möchtest Du nicht eigentlich die ganz normalen Dinge (das ganz banale nicht-einsam-sein) und bist Dir auf dem Weg, dies zu erlangen, unglaublich selber im Weg, und um das irgendwie zu kompensieren konstruierst Du blumige Bilde rund schwafelst viel drumrum? Dabei bist Du im Grunde nur einsam und das stört Dich (verständlicherweise).

bBruDnbellox15


Echt, mir fällt grad so richtig klar auf, wie absurd das ist.. Du hast ein sehr konkretes Problem, und anstatt dieses sehr konkret zu lösen, schwafelst Du Dich hier um Kopf und Kragen, wirst mit jedem Beitrag immer nebulöser, entfernst Dich immer mehr von jeder möglichen Lösung, gehst auf konkrete Fragen und Vorschläge gar nicht mehr ein, wirst gar sauer wenn man es versucht, Dir wirklich zielführend zu helfen..

Junge, was willst Du überhaupt ???

A?nt}igoxne


@ mond+sterne

Also, ich würd mal sagen, Du hast nichts mitgenommen aus dieser Diskussion

(mond+sterne)

Von hier: [[http://www.med1.de/Forum/Beziehungen/712713/]]

Ich frage mich, was hast DU hier mitgenommen?

Eher nichts. :-(

S^eve1n.o#fH.Nxine


Junge, was willst Du überhaupt

Steht doch schon im Eingangsbeitrag:

Im Titel habe ich zwar eine Frage gestellt. Ich glaube jedoch nicht, dass selbst der schlauste Mensch der Welt mir mit einer Antwort weiter helfen kann.

Allerdings bin ich sicher, daß viele stille Mitleser aus den 12 vergangenen Seiten jede Menge Hilfreiches für sich selbst mitnehmen konnten. Also ist dieser Faden durchaus ein Gewinn - wenngleich auch nicht für den TE. Aber der hatte ja auch ausdrücklich keinen erwartet.

mDond+Ysterxne


@ Antigone

Wie kommst du darauf?

[...]

Du hast selbst schon erkannt, dass deine Kommunikation mit anderen Menschen "anders" ist als andere Menschen miteinander kommunizieren.

Woher kommt das, woran liegt es, was kannst du daran ändern?

(Fragen mehr für dich zum drüber Nachdenken, nicht um sie hier öffentlich beantworten zu sollen.)

Meine Art der Kommunikation ist selbstverständlich individuell. Aber ich kommuniziere mitnichten prinzipiell anders als andere.

(Das von dem Du meinst, ich hätte es eingesehen, halte ich also für falsch.)

Das nur mal zur Klarstellung. Im übrigen danke ich Dir für Deinen Beitrag. Er war sehr inspirierend. Er hat mich zu einem weiteren Beitrag in meinem Faden [[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/689367/?p=28#p21935002 Keiner versteht mich]] inspiriert.

ACnti#gonxe


Nicht eingesehen, sondern erkannt. ;-)

Hast du doch selbst geschrieben:

Ich habe so etwas ähnliches ("ich kann mich nicht gut ausdrücken") zweimal (in völlig unterschiedlichen Situationen) zu professionellen Helfern gesagt. Ich bin beide Male auf heftigen Widerspruch gestoßen. Das waren Situationen, wo ich mich absolut nicht verstanden gefühlt habe. Denn ich bleibe dabei. Ich möchte gerne etwas sagen. Aber ich kann es nicht in Worte fassen.

([[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/689367/)]]

???

GJonldtxau


@ S. wallisii

@ Goldtau

Eben das ist ja die Frage. Wieso nervt einen so etwas? [...] Wieso kommt es dann aber trotzdem zu einer Genervtheit?

Du müsstest dir das selbst beantworten, ich kann da ja lediglich raten warum dich der Faden ärgert. Vielleicht fühlst du dich von mond+sterne an dich selbst erinnert, zumindest kam's mir schon hin und wieder so vor als gäb's da die ein oder andere Ähnlichkeit.

Das glaube ich nicht. Das klingt mir zu sehr nach Küchenpsychologie. Ich glaube eher, solche Gereiztheitsgefühle oder solcher Genervtheitsgefühle sind universeller und befallen viele, die sich in einer solche Diskussion beteiligen oder auch nur mitlesen.

(Auch ein guter gemachter Spielfilm oder ein Buch kann Gefühle beim Zuschauer oder Leser erzeugen, obwohl der Zuschauer weiß, dass der Film ein reines Kunstprodukt ist. So ist es nicht verwunderlich, dass auch ein Forumsfaden Gefühle erzeugen kann. Die Frage ist nur, wie man damit umgeht.)

Ich denke vielmehr, es liegt am Verhalten der entsprechenden "Sackgassisten", was derartige Gefühle in ihrem Umfeld erzeugt. Im echten Leben werden sie mit derartigem Verhalten ebenfalls Gereiztheit und Ablehnung erzeugen, wodurch sie sich von sozialen Kontakten ausgrenzen. Häufig merken sie aber nicht, woran das liegt.

Sie merken nur, dass sie keinen Fuß auf den Boden bekommen. Was sie schließlich in Sackgassen führt.

In einem Forum hätten sie (theoretisch) die Möglichkeit, den Ursachen auf die Spur zu kommen, sabotieren sich aber selber wieder durch ihre Umgangs- und Nicht-Kommunikationsformen, sodass niemand mehr gewillt ist, ihnen ihre Art, wie sie auf andere wirken, zu erklären.

Auch in einem Forum grenzen sie sich durch ihre Art aus und bekommen keinen Fuß auf den Boden. Das geht sogar soweit, dass manche "Sackgassisten", (wie man in einem anderen Faden beobachten kann), von vielen nur noch als "Witzfigur" wahrgenommen werden.

Ein wesentlicher Grund könnte sein, dass sie nie die Möglichkeit in Erwägung ziehen, dass sie an ihrer ganzen Sackgasse selber schuld sind durch ihr Verhalten. Und deshalb auch im Forum, wo sie nach ihren Problemen fragen, stets in den Verteidigungsmodus gehen und alle Nachfragen, Spekulationen oder Vorschläge als Angriff empfinden. Und deshalb zurück-angreifen.

Das sieht man unter anderem an den Argumentationen der ewigen Jungmänner, wo stets nur die Frauen, die Gesellschaft oder der Männerüberschuss an ihrer Misere schuld sein soll, nie aber ihr eigenes Verhalten.

Die Einsicht, dass das eigene Verhalten schuld an ihrer Sackgasse hat, eröffnet aber Wege zur Besserung der eigenen Situation und gibt ihnen das Heft des Handelns wieder in die Hand. Dagegen sträuben sie sich aber wie der Teufel gegen das Weihwasser, und festigt erst ihre Sackgasse.

Grüße *:)

m-on<d+stexrne


@ Antigone

Ich frage mich, was hast DU hier mitgenommen?

Eher nichts. :-(

Man soll ja das halbvolle Glas sehen und nicht das halbleere. Im Bezug auf den von Dir festgestellten Füllstand des Glases könnte man also auch sagen:

Ein bisschen was. :-)

Tja, so einfach wird aus Missmut Frohmut. :-) ;-) *:)


Hast du doch selbst geschrieben:

Ich habe so etwas ähnliches ("ich kann mich nicht gut ausdrücken") zweimal (in völlig unterschiedlichen Situationen) zu professionellen Helfern gesagt. Ich bin beide Male auf heftigen Widerspruch gestoßen. Das waren Situationen, wo ich mich absolut nicht verstanden gefühlt habe. Denn ich bleibe dabei. Ich möchte gerne etwas sagen. Aber ich kann es nicht in Worte fassen.

([[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/689367/]])

Ja, ich schrieb, dass ich nicht verstanden wurde. Aber mir ist nicht klar, warum ich nicht verstanden wurde. (Man sagt häufig Dinge, die anders gemeint sind als man gesagt hat. Das allein ist kein Grund, um missverstanden zu werden.) Da sind sicherlich verschiedene Interpretationen möglich.

Du meinst, es liegt daran, dass ich anders kommuniziere.

Ich weiß nicht, woran es liegt.

Nicht eingesehen, sondern erkannt. ;-)

Danke für diesen wichtigen Hinweis. Ich möchte nämlich nichts einsehen (was andere mir sagen), sondern es geht mir um Selbsterkenntnis.

Deshalb sind einige User in dieser Diskussion eventuell etwas ungehalten. Denn sie wollen mir Einsichten nahebringen, und ich möchte sie nicht haben.

b+run<ellxo15


Wenn man Dich nicht versteht, dann deswegen, weil Du Dich nicht sprachkompatibel ausdrückst. So schwierig ist das ja nun nicht. subjekt, prädikat, objekt. Wenn man ausdrücken will dass es regnet schreibt man "es regnet". Wenn man ausdrücken will dass einen das stört, sagt man "ich finde es doof, dass es regnet".

WAS WILLST DU ???

s chhneck%ex1985


Danke für diesen wichtigen Hinweis. Ich möchte nämlich nichts einsehen (was andere mir sagen), sondern es geht mir um Selbsterkenntnis.

Deshalb sind einige User in dieser Diskussion eventuell etwas ungehalten. Denn sie wollen mir Einsichten nahebringen, und ich möchte sie nicht haben.

Man kann Erkenntnis aber niemals unabhängig von einer Gruppenerkenntnis machen. Das fängt schon an mit der Sprache (Grunzlaute vs. bestimmte phonetische Kombinationen, die von der Allgemeinheit mit Bedeutung gefüllt werden), geht weiter in der Erkenntnistheorie (man kann sich nur selber erkennen, wenn man einen Unterschied zur Umgebung / anderen Individuen erkennt), weiter über gesellschaftlich akzeptable Formen der Erkenntnis / des Erkenntnisgewinns (Was ist Erkenntnis / wie kommen wir zur Erkenntnis), weiter zu kulturell bzw sozial determinierten Mustern der Erkenntnis (z.B. ist religiöse Erkenntnis in unseren Breitengraden eher weniger gut angesehen) usw. usw.

Du gibst momentan vor, dass du Fahrrad fahren lernen willst. Verleugnest dabei aber, dass es dazu erstmal gesamtgesellschaftliche Voraussetzungen / Vorausleistungen braucht. Zum Beispiel überhaupt einen Menschen, der mal ein Fahrrad entworfen hat, die Gesellschaft, in der wir Bilder vom Fahrradfahren gesehen haben, die Straßenverkehrsordnung, die dir Verhaltensrichtlinien usw. vorgibt. Deswegen wirkst du auch arrogant, weil du so tust, als wären deine Gedanken weiß wer was Neues. Sind sie nicht. Sie bilden einen momentanen Zustand ab, von dem du annimmst, dass ihn andere noch nicht erreicht haben. Und dein Gegenüber hat das Gefühl, dass du wahnsinnig stolz auf Leistungen bist, die er schon lange zuvor erreicht und dann wieder verworfen hat.

sRchne!cke198x5


PS: Das erinnert mich grade an den Fernsehabend in meiner Familie. Wir haben sehr viele Dokus angeguckt, und immer, wenn etwas Gezeigtes über den eigenen Erfahrungshorizont hinaus ging, hieß es: "Das glaube ich nicht! Das kann so nicht sein!"

De Facto machen aber nun mal Menschen Dokumentationen (z.B. zu Naturwissenschaften), die darin zumindest einigermaßen Ahnung haben. Die wahre Stärke liegt nicht im Hinauströten von "Das glaub ich nicht!", sondern in der Demut zu sagen "Ich kann es mir zwar nicht vorstellen, aber ich kann auch nichts kritisieren, weil ich von der ganzen Sache keine Fachkenntnisse habe."

G#oldtaxu


schnecke1985,

ich glaube ich weiß, worauf du hinaus willst.

Ich versuche es ganz anders darzustellen:

M+s steigt ins Auto, dreht den Zündschlüssel, aber die Karre springt nicht an. (Die Tankleuchte steht auf Reserve, Tank ist leer. Das Auto könnte ihm Erkenntnis vermitteln, er will es aber nicht.)

M+s sieht nicht oder will das nicht sehen. Probiert es noch ein paar Mal, Karre springt nicht an. M+s steigt aus, geht ums Auto rum, schaut nach dem Reifendruck. Probiert wieder zu starten, Karre springt nicht an.

Alle anderen sind mittlerweile schon losgefahren, bloß m+s steht immer noch rum mit Auto, was nicht anspringt. Das Auto selber vermittelt ihm Erkenntnisse über seine Tankleuchte, was da wohl nicht stimmt. M+s akzeptiert das aber nicht, sondern sucht "Selbsterkenntnis".

M+s ruft den ADAC an (postet hier im Forum). ADAC-Telefononkel fragt nach den Leuchten am Armaturenbrett, fragt, ob vieleicht die Batterie leer sei oder der Tank leer sei.

M+s findet diese Fragen uninteressant und antwortet darauf nicht. Beklagt aber die Verordnungen zur Mindestprofiltiefe bei Reifen. Und fängt Diskussion zu Sommer- und Winterreifen an. ADAC-Telefononkel vermutet, der Tank sei leer. Ob er da mal nach der Tankleuchte schauen könnte.

M+s empfindet das als persönlichen Angriff und wird patzig. Er will ja keine Erkenntnisse, sondern "Selbsterkenntnisse". Dem ADAC-Mann wird es zu blöd und legt auf.

M+s ruft wieder beim ADAC an (eröffnet neuen Faden), und beklagt sich, dass niemand sein Problem versteht. Usw.

Grüße *:)

w3intersKonne x01


schön geschrieben...scheint was dran zu sein :)^ :)=

vorallem auch gut verständlich für jedermann ;-)

A/njtigeone


@ Goldtau

Super beschrieben! :)^

@ mond+sterne

Aber mir ist nicht klar, warum ich nicht verstanden wurde.

Vielleicht können wir alle das hier gemeinsam rausbekommen.

Ich möchte nämlich nichts einsehen (was andere mir sagen), sondern es geht mir um Selbsterkenntnis.

Dazu müsstest du aber hören und lesen, was andere dir sagen/schreiben und es erstmal in Ruhe sacken lassen. Und überlegen, ob da was dran sein könnte, bevor du dagegen angehst. @:)

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