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Wie komme ich raus aus der Sackgasse?

SMhuojo


Du weißt, dass es Menschen gibt, die einsam sterben, oder? Dass Hollywood Käse ist und so etwas wirklich passiert?

FTelicit4asT1R1


Du hast im Faden von B... etwas geschrieben, was ich durchaus nachdenkenswert finde. Ich habe da auch drüber nachgedacht. Rein theoretisch wäre es sinnvoll, wenn wie hier darüber diskutieren würden.

Praktisch bin ich dazu aus den bekannten Gründen leider nicht in der Lage.

Ich weiß nicht um welchen Beitrag es da genau geht, aber wenn du denkst, dass es rein theoretisch sinnvoll wäre darüber zu diskutieren (weil es dich vielleicht auf irgendeine Weise weiterbringen würde) dann würde ich sagen, dass es einen Versuch wert ist und du es zumindest versuchen solltest auch wenn du es praktisch nicht für möglich hälst. Um dieses "Gefängnis" aufzubrechen und es nicht selbst immer weiter füttern, indem man fest bei der Meinung bleibt, dass es nicht möglich ist. Vielleicht entwickelt es sich ganz anders wenn du dich auf einen Versuch einlässt!

Dass du dich erst selber kennenlernen "musst" um überhaupt eine Frau kennenzulernen klingt weise aber ich glaube, dass man auch und gerade dann wenn man sich erstmal auf eine Art von näherer Beziehung einlässt, neue Seiten an sich selber finden kann. Diese Erfahrung, sich auf einen anderen Menschen einzulassen und eine Beziehung aufzubauen kann einem sicher auch dabei helfen sich selbst näher kennenzulernen, weil man vielleicht DInge an sich feststellt, die man alleine bei sich zu Hause nie festgestellt hätte. Und vielleicht sind das ja auch positive Dinge!

mvond+s!ternxe


@ Shojo

weißt Du eigentlich selbst, weshalb Du Dich vor dem Leben so fürchtest?

Ja, so ungefähr weiß ich es schon. Ich "vermeide" das Leben, weil ich Angst habe vor dem Tod (was natürlich nicht besoners sinnvoll ist. Aber ich mache es trotzdem so).

Ich stelle mir das Leben vor wie eine Rutschpartie im Spaßbad, die am Ende unweigerlich dort endet, wo sie enden muss, im großen Fluß.

Ich kann mir das Leben auch vorstellen wie eine Wildwasserfahrt im Kajak. Am Ende läuft es auf das Gleiche hinaus. Man landet im großen Teich.

Nur meine Vorstellung vom Leben ist leider etwas falsch. Denn niemand ist im Spaßbad gezwungenm, die große Rutsche zu nutzen.

Ebenso kann jeder die Wildwasserfahrt beenden, wenn es ihm zu doof wird.

Mit dem Leben ist es leider anders. Es geht unweigerlich weiter. Es ist der Lauf der Dinge, den ich nicht stoppen kann.

Hast Du ein brauchbareres Bild vom Leben?

Was hast Du Dir denn getan, dass Du Dich so sehr bestrafst?

Wie gesagt, ich sehe den Aspekt der Angst/Vermeidung. Den Aspekt der Bestrafung sehe ich nicht.


Ich habe jetzt gerade wieder ein konkretes Beispiel für das Problem, das Du in [[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/712158/?p=8#p21928976 diesem Beitrag]] angesprochen hast.

Nämlich [[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/713320/#p21960860 hier]].

Wenn Du willst, können wir das an geeigneter Stelle diskutieren. Ich würde dafür den Off-Topic-Faden vorschlagen.

m-on(d+sqterne


@ Felicitas11

Um dieses "Gefängnis" aufzubrechen und es nicht selbst immer weiter füttern, indem man fest bei der Meinung bleibt, dass es nicht möglich ist.

Ich halte es grundsätzlich für möglich, aus diesem Gefängnis herauszukommen. Die Frage ist, ob ich noch Energien darauf verwenden möchte.

Ich habe seit der Jahrhundertwende sehr viel Energie darauf verwendet (und nebenbei gesagt auch einiges an Geld dafür ausgegeben).

Es war jedoch alles erfolglos.

Ich sehe auf dem Wege der professionellen Hilfe keine Möglichkeit mehr, da noch weiter zu kommen. Einfach weil mir dazu die Einstellung fehlt. Denn ich bin (ob zu Recht oder zu Unrecht sei einmal dahingestellt) enttäuscht von den Möglichkeiten der professionellen Helfer.

Mein privates Umfeld ist im Laufe der vergangenen Jahre weitgehend zerbröselt. Wenn ich es mit Versuchen belaste, aus dem Gefängnis herauszukommen, wird es nur noch schlimmer.

Das einzige, was mir noch bleibt, wäre einen Beitrag zu schreiben, wie Scheiße mein Leben im Gefängnis war.

Ich weiß noch nicht, ob ich es tun werde. Würdest Du es wichtig finden?

C5lon#dyke


[[https://www.youtube.com/watch?v=j6COmKLfWjk]]

SYhojo


Hast Du ein brauchbareres Bild vom Leben?

Ein für mich brauchbareres, klar, sonst ginge es mir ja nicht anders als Dir.
Ich hadere auch mit der Sterblichkeit, allerdings weniger mit der grundsätzlichen Sterblichkeit als mit der von Menschen, die ich liebe. Insgesamt lässt sich mein Lebensgefühl vielleicht so beschreiben: Da ist dieser gewaltige, abartig wunderschöne Kosmos, der in seinen eigenen, unermesslich gewaltigen und unermesslich winzigen Maßstäben vor sich hinschwingt. Zwischen den Sternen, von denen die allermeisten leer und unbelebt sind, ist unendlich viel Nichts. Gar nichts. Dieses Nichts ist der Hauptbestandteil des Universums. Aber es gibt inmitten von all diesem Nichts überall Bewegung, und es gibt Leben - es gibt Bestandteile, winzige Bestandteile dieses gewaltigen, unbegreiflichen und vermutlich nach unseren Begriffen gänzlich unpersönlichen Herzschlags, die sich weit genug davon ablösen und emanzipieren trotz ihrer grundlegenden Zugehörigkeit und Abhängigkeit, um den Kosmos, von dem sie ein Teil sind, zu betrachten. Es könnte einfach gar nichts sein, aber dennoch ist da etwas. Für mich ist das vor allem ein Grund zum Staunen und zur Freude, dass ich mich aus dem Nichts herausgelöst habe, in das ich irgendwann wieder zurückgehen werde, für einen kosmisch wohl ganz unbedeutenden winzigen Augenblick, der für mich alles ist. Vor dieser Ablösung war ich unendliche Zeiten lang nichts, und ich werde wieder nichts sein. Ich finde das nicht furchterregend. Nicht(s) zu sein ist mein natürlicher Zustand. Alles, was nicht nichts ist, ist etwas und damit bestaunenswert. Solange ich hier bin, empfinde ich und nehme teil und bin froh darüber, dass ich es kann. Ich finde nicht vieles trauriger als ein nicht gelebtes Leben.

Ich habe seit der Jahrhundertwende sehr viel Energie darauf verwendet (und nebenbei gesagt auch einiges an Geld dafür ausgegeben).

Es war jedoch alles erfolglos.

Hast Du mal etwas versucht, das bis an die Grenzen Deiner bisherigen Erfahrungswelt ging und darüber hinaus? Du versuchst, so wie ich Dich einschätze, alles im Kopf zu lösen, nicht mit den Händen, weil Du glaubst, der Kopf sei die Voraussetzung für Änderungen, die Schaltstelle, an der sich alles entscheidet. Ich habe den Eindruck, Du weißt nicht um die Macht Deiner Hände, um die Macht von Taten statt Denken.
In "Der große Trip" von Cheryl Strayed (hätte ich ohne Empfehlung nie gelesen, so ein Frauen-Selbsterfahrungszeugs, aber dank der Empfehlung habe ich doch, und es ist unglaublicherweise wirklich verdammt gut) wird die Wechselwirkung recht offensichtlich.

Ich glaube, Du müsstest aufhören zu denken, und Dich wieder oder auch zum ersten Mal spüren lernen. Wenn Du Dich innerhalb der gegebenen Bedingungen, an denen Du Dich festhältst, nicht ändern kannst, dann musst Du die Bedingungen ändern, so dass Du gezwungen bist, in Bewegung zu kommen, sodass die Bedingungen Dich ändern. Du musst raus aus Deiner Sofaecke, aus Deiner comfort zone, und Dich dem Leben ausliefern.
Ich würde, wenn ich nicht mehrfach persönlich gebunden und mir mein Leben so, wie es ist, nicht mehr lieb und teuer wäre, tatsächlich etwas Extremes in Angriff nehmen. Vermutlich würde ich mich schlaumachen, was ich tun kann, um für Ärzte ohne Grenzen brauchbar zu sein, mir die Qualifikationen aneignen und dann in den Einsatz gehen.

S%h<oxjo


Clondyke, der Link ist echt richtig ekelhaft. Ich hab die ganze Zeit auf die Pointe gewartet, aber nix kam, nur noch mehr Ekel.

_*San|ddorxn_


mond und sterne

Wenn ich jemanden kennenlernen möchte (mich), muss ich mich bei mir zu Hause aufs Sofa setzen und in mich gehen.

Du suchst also Tipps, um dich selbst kennenzulernen, während du einsam bist. Habe ich das richtig verstanden?

Und die Frau suchst du dann später?

Ich mag eigentlich Weihnachtsmärkte auch nicht so besonders, ehrlich gesagt ;-D . Nur, wenn dort absolut nichts los ist (kein Gedränge usw).

Ich wollte dir aber nicht nahelegen, dort Leute kennenzulernen.

Ich glaube, man lernt sich selbst nicht (nur) auf dem Sofa kennen, sondern indem man sich an etwas reibt. Ich gehe irgendwo hin und denke: "Das gefällt mir." Oder: "Das langweilt mich." usw. Durch den Input, den man von der Welt erhält, spürt man sich selbst. Die Seele braucht auch Nahrung. Diese Nahrung muss nicht aus Geselligkeit entstehen. Man kann auch allein sein und sich selbst Anregung und Betätigung bieten.

Wenn ich jemanden kennenlernen möchte (mich), muss ich mich bei mir zu Hause aufs Sofa setzen und in mich gehen.

Ich würde eine Mischung aus "Sofa" und "Welt" besser finden, also einen Wechsel zwischen "Nachdenken/-fühlen" und "Input".

dCanaez87


Clondyke

Solltest du auf diese Weise glauben, frag dich mal wie gut sich dieser Tiefschlag wohl auf deiner Rechnung machen wird. :|N

Shhojxo


Solltest du auf diese Weise glauben, frag dich mal wie gut sich dieser Tiefschlag wohl auf deiner Rechnung machen wird. :|N

Ach, man muss dann ja nur einsehen und bereuen und ein bisschen bettelnd auf den Knien rumrutschen und göttliche Füße küssen, schon ist alles wieder voll knorke.

m~oMn8d+steErne


@ Shojo

Clondyke, der Link ist echt richtig ekelhaft. Ich hab die ganze Zeit auf die Pointe gewartet, aber nix kam, nur noch mehr Ekel.

Vielen Dank für diesen Hinweis. Dann weiß ich, es war richtig, nicht draufzuklicken, und ich werde es auch nicht tun.

Was hältst Du von meinen Links. Interessiert Dich noch die Diskussion mit den T-Zellen?

Ich hadere auch mit der Sterblichkeit, allerdings weniger mit der grundsätzlichen Sterblichkeit als mit der von Menschen, die ich liebe.

Wenn Du kein Problem mit harten Gedanken hast, dann habe ich einen. (Wenn doch, solltest Du nicht weiterlesen, sondern mit mir darüber diskutieren, ob man weiterlesen in einem Wort schreibt. ;-) :-D ) Ich mag niemanden lieben, weil ich dann mit der Sterblichkeit hadern würde. Das hat schon eine gewisse innere Logik.

d#aneae8x7


Ach, man muss dann ja nur einsehen und bereuen und ein bisschen bettelnd auf den Knien rumrutschen und göttliche Füße küssen, schon ist alles wieder voll knorke.

Nicht ganz. Wenn man da gründlich liest steht da nämlich nicht nur Reue sondern auch Umkehr. Das heißt man muss sich bei seinem Opfer entschuldigen, es wieder gut machen und danach wirklich ehrlich bemüht sein sich nie wieder so scheiße aufzuführen. Hartes Brot, wenn man es wirklich durchzieht. :=o :=o

S@hQojo


Wenn Du kein Problem mit harten Gedanken hast, dann habe ich einen. (Wenn doch, solltest Du nicht weiterlesen, sondern mit mir darüber diskutieren, ob man weiterlesen in einem Wort schreibt. ;-) :-D ) Ich mag niemanden lieben, weil ich dann mit der Sterblichkeit hadern würde. Das hat schon eine gewisse innere Logik.

Ich habe selten Probleme mit harten Gedanken und finde, das ist nicht mal einer. ;-) Mal abgesehen von jedem Eindruck der inneren Logik: Du, ich liebe viel und reichlich, und ich habe den vagen Eindruck, ich hadere vielleicht weniger mit der Sterblichkeit als Du?

Wenn doch, solltest Du nicht weiterlesen, sondern mit mir darüber diskutieren, ob man weiterlesen in einem Wort schreibt. ;-)

In diesem Fall: Ja, tut man, Diskussion unnötig. ;-D

Vielen Dank für diesen Hinweis. Dann weiß ich, es war richtig, nicht draufzuklicken, und ich werde es auch nicht tun.

Es ist halt so ein biblisches Gewäsch, sehr alttestamentarisch, lohnt sich wirklich nicht.

Interessiert Dich noch die Diskussion mit den T-Zellen?

Gerade nicht so arg, wenn ich ehrlich bin.

SPhxojo


Nicht ganz. Wenn man da gründlich liest steht da nämlich nicht nur Reue sondern auch Umkehr. Das heißt man muss sich bei seinem Opfer entschuldigen, es wieder gut machen und danach wirklich ehrlich bemüht sein sich nie wieder so scheiße aufzuführen.

Na, ich meinte ja nur das verlinkte Video. Hab ich entweder nicht gründlich geguckt, oder die Macher haben nicht gründlich gelesen. ;-D

dhanaIex87


Oh, das steht da schon, aber das wird furchtbar gerne einfach überlesen. Ist halt der verdammt ungemütliche Teil. So still und heimlich für sich reuen und beten und sich vielleicht ein wenig geißeln erfordert ja mal viel weniger als zu dem Opfer hinzugehen und sich zu entschuldigen und zu fragen ob man helfen kann. :=o :=o

Mond+sterne

Du weißt also das die Frage eigentlich nur ist ob man die Abfahrt genießt oder versucht nichts davon mitzubekommen. Macht diese Erkentnis etwas mit dir oder ist es mehr so ein ratio-wissen ohne echtes begreifen?

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