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Wie komme ich raus aus der Sackgasse?

qcuaJc6ksalbxerei


Wenn Du wirklich ernst meinst, dass Du Deine Ruhe willst, dann lass jeden Versuch der sozialen Interaktion bleiben, angefangen mit aktiver Beteiligung an einem Forum. Kann man eigentlich sich selbst wegen, öh, "Ruhestörung" anzeigen?

S1ilk#P!earFl


Obwohl ich von Dir schon Nasenstüber bekommen habe, die mich zu einer gewissen Vorsicht mahnen ;-D möchte ich Dir hier antworten. Ich meine aus Deinem Eingangspost eine große Ratlosigkeit herausgespürt zu haben, und ich finde es gut, dass Du den Faden eröffnet hast, was auch immer vorher war.

Mit 50 ist Dein Leben gewiss noch nicht vorüber, Dir fehlt nur im Moment die Vorstellung, dass noch etwas Gutes kommen könnte. Einsamkeit hört eigentlich in dem Moment auf, indem man beginnt, sich mit sich selbst wohlzufühlen. Und wann tut man dies? Wenn man seine eigenen Gedanken nicht nur ertragen kann, sondern mag.

Oh ja, Einsamkeit kann weh tun. Sie kann aber auch außerordentlich wohltuend sein, nämlich dann, wenn man freiwillig das Alleinsein sucht. Solange Du natürlich ein "Loch", ein Defizit in Dir spürst, ist es damit schwierig. Dich in Dir selbst zuhause fühlen - das kannst Du erreichen. Nur ist dies meiner Erfahrung nach nicht von selbst so. Es gibt aber auch einiges, was man dafür tun kann.

Sei ein bisschen neugierig - es kommt noch was, definitiv!

b6runael)lo1x5


Ich habe die Frage verstanden als "wie komme ich raus aus der Einsamkeit". Ich denke, es ist nicht möglich, ohne soziale Beziehungen aus einer Einsamkeit heraus zu kommen. Natürlich kann man auch viel alleine sein und seine Ruhe haben und sich dabei trotzdem nicht einsam fühlen, aber dann braucht man sicherlich sehr wohl soziale Beziehungen, die einfach vorhanden sind, auch ohne dass man deswegen ständig Kontakt mit den Leuten hat. So ganz ohne soziale Bindungen halte ich das für unmöglich. Soziale Integration ist m.M. nach ein fundamentales menschliches Grundbedürfnis, welches man sich nicht wegphilosophieren kann.

Von daher bleibt nur, daran zu arbeiten, Bindungen aufzubauen. Wenn Du das nicht willst, dann gibt es vermutlich keine Lösung für die Frage.

Lv.va^nPelxt


Ich glaube, es gibt sogar Dinge, die man viel besser allein machen kann, als in Gesellschaft.

Du möchtest Dich also auf's Alleinsein einstellen. Mein konkreter Rat wäre da, vorallem viel draußen, in der Natur zu machen. Je nach Region einfach irgendwo an die frische Luft, die letzten Sonnenstrahlen oder auch mal den lauten Regen genießen. Das erfrischt den Geist und man kommt besser in einen Einklang mit sich selbst.

Was übrigens großen Spaß macht und was man auch ganz für sich und zur eigenen Freude draußen machen kann: Pflanzen oder Pilze bestimmen. Mit nem entsprechenden Buch hinaus und los geht's! Es öffnet einem die Augen, wie vielfältig die Natur ist, es schult den Blick für die kleinen feinen Unterschiede. Und dann ist das nicht nur einfach Gras unter Deinen Füßen oder "Grün" am Wegesrand, nein, es sind kleine Pflänzchen mit teilweise besonderen Eigenschaften, sie haben eine Familie und vorallem: einen Namen.

Und wenn Du dann nach Hause kommst, wickelst Du Dich in eine kuschelige Decke, machst Dir einen warmen Kakao (oder was anderes, was Du magst) und kannst mit Dir selbst glücklich und zufrieden sein.

Zwischenmenschliches regt den Geist an, überfordert aber manchmal auch. Und oftmals liefern die immergleichen menschlichen Probleme oder das immer wiederkehrende Beschäftigen mit den eigenen Problemen gar keinen neuen Reiz mehr. Haptische Reize wären da auch eine Alternative, also Handarbeit. Wie heißt es so schön: es gibt immer was zu tun. Und vielleicht ist ein (temporärer) Rückzug auch mal ganz gesund für Geist und Seele. @:) @:)

G_ol&dtEa3u


M+S,

was konkret ist denn deine Sackgasse?

Wie komme ich raus aus der Sackgasse?

Was also willst du mit deinem Faden erreichen?

Ideen zur Lösung deiner Sackgasse?

Oder nur eine Endlos-Diskussion zur Ilussion von sozialer Interaktion?

Oder was ganz anderes?

Grüße *:)

S&. wMallEisixi


So ganz ohne soziale Bindungen halte ich das für unmöglich.

Ja, könnte sein dass das so ist (Ausnahme sind vielleicht richtiggehende Eremiten, falls es solche wirklich gibt, aber die würde sich von vornherein nie einsam fühlen).

Jetzt stelle ich mir die Frage, wie ich allein sein kann, damit ich nicht mehr einsam bin.

Insofern wird das auch meiner Meinung nach nicht wirklich funktionieren wenn es dir an Gesellschaft/Nähe fehlt. Trotzdem, und vor allem wenn das mit den Beziehungen nicht klappt/nicht willst/nicht kannst, mag's schon Sinn machen zu lernen besser allein sein zu können. Tiefe Bedürftigkeit nach Nähe vergeht damit sicher nicht, wird aber vermutlich gelindert. Dir muss aber bewusst sein dass die Motivation so Einsamkeit zu kompensatieren dem Ganzen möglicherweiße etwas paradox entgegensteht, denn:

Kompensation der Einsamkeit und Ablenkung sind glaube ich die ungünstigsten Vorraussetzungen für das alleinsein-lernen, ich weiß natürlich nicht wie's dahingehend bei dir aussieht. Med1- und anderer Konsum spräche für solches kompensieren, entscheidend ist aber vermutlich eher ob du ansonsten (regelmäßig) Zeit mit sozusagen nichts verbringst, Zeit mit dir selbst und deinen Gedanken (wobei Gedankenwälzen/grübeln nicht wünschenswert wäre), und dabei nicht konsumierst: z.B. Fernsehn, Bücher, Internet, Essen(kompensierend, lieblos, stopfend), Beschäftigungen usw.

Essen(genießend, bewusst), Aufmerksames Wahrnehmen der Umwelt, Musik und künstlerische Betätigungen sind glaube ich grenzwertig (können diesbezüglich gut oder schlecht sein). Ok wäre vielleicht ein Bad nehmen, unkrampfige Einschlafversuche, spazieren gehen oder relativ meditative Beschäftigungen (weiß nicht genau, vielleicht Aufräumen, Dinge sortieren, Steine in den Fluß werfen oder so^^). Meditation an sich wäre vielleicht ideal, kenn ich mich aber nicht aus damit und ist nur naheliegend, falls das für dich denkbar wäre probier's. ... Alles nur Beispiele, und praktisch alles was man tut und sei es nur denken bietet Fluchtpotential und flüchten wäre natürlich nicht Sinn der Sache.

Falls du solche Zeit verbringst, und das macht dir eh keinerlei Probleme, dann kommst du da wahrscheinlich auch nicht mehr sonderlich weiter und musst einen anderen Weg nehmen. Falls dir solcherlei Nichtkompensation Schwierigkeiten macht, z.B. durch Langeweile, Rastlosigkeit, Leeregühl, sonstige ungute Emotionen oder eben ein besonders starkes Aufbranden der Einsamkeit kannst du hier lernen indem du es tust, indem du allein bist, indem du dich selbst wahr- und annimmst anstatt vor Langeweile oder sonstigem vergehst (bzw das erstmal aushältst, das würde mit der Zeit vergehen wenn du dich für dich selbst öffnest).

Ein anderer Weg, der auch mit relativ großer Wahrscheinlichkeit aus obigem resultiert ist die Selbstergründung, auch hier weiß ich natürlich nicht wie's da bei dir steht, dein med1-Ich vermittelt da extreme Gegensätzlichkeiten. Hätte aber natürlich eh ziemliche Therapieähnlichkeit daher willst das vielleicht nicht, falls doch: ergründe die Einsamkeit, ihre sonstigen Gründe als nur die Abwesenheit anderer Menschen. Ist z.B. gut möglich dass die Einsamheit ihrerseits ein kompensatives Bedürfnis verkörpert und das wäre eventuell lösbar. Dann wäre möglich dass die Einsamkeit Komponenten hat die du lernen könntest selbst zu stillen, z.B. dir selbst gutes zu tun bis hin zu körperlicher Zärtlichkeit. Dass sie Anteile hat die aus diesbezüglichen Unfähigkeiten resultiert ist nicht abwegig und wäre es so würdest du vielleicht sogar selbst in dem Genuss von Beziehungen nur Abhängigkeit statt einem unbefangenem Austausch von Nähe erleben. Dann wäre möglich dass die Einsamkeit Schmerz birgt der auslebbar ist und damit gelindert würde und damit wiederrum die gesamte Einsamkeit lindern würde, dafür wäre nur nötig sich diesem Schmerz bewusst zu werden und zuzulassen.

Gäb auch noch die mehr oder weniger destruktiven Wege, wie z.B. Abhängigkeiten, Süchte, eiserne Verdrängung, Ablenkung und Beschäftigung bis zum Umfallen, usw., die sind eigentlich recht beliebt aber halt ewig unzureichend, aber aus meiner Sicht besser als durchgängige und auf-sich-selbst-konzentrierte Unzufriedenheit. Passivität bis alles so schlimm wird dass der Leidensdruck hoch genug wird um praktisch alles zur Besserung zu tun wär aber schon auch ne Option. Alles legitim für mein Empfinden und alles, selbst Passivität, aktive Entscheidungen. Nichts zu tun birgt halt nur die Gefahr dass es irgendann an Energie fehlen könnte zu irgendwelchen Aktivwerdungen.

Mehr fällt mir grad nicht mehr ein.

So. Nwal&lisixi


;-D "kompensatieren", merk ich mir, ohne e ist's direkt ein schlagkräftiges Wort^^

msond++sterxne


@ S. wallisii

Mehr fällt mir grad nicht mehr ein.

Ja, danke, ich glaub das war auch genug. ;-) :-) Ich fang jetzt erstmal mit lesen an, und heute werde ich wohl nichts mehr dazu schreiben.

@:)

mgond"+stexrne


@ sensibelman

Diesen Glauben lebe ich- und ich behaupte, dass das der einzige Weg ist, der Konflikte wirklich lösen kann- alles andere ist nur der Versuch, Konflikte unter den Teppich zu kehren, den Widerpart zu unterdrücken- der Konflikt wird dabei nicht gelöst, sondern schwelt weiter vor sich hin.

Dann schlage ich Dich als Med1-Moderator vor. Denn ich finde es sehr bedauerlich, dass immer wieder User gesperrt werden, weil es nicht möglich ist, Konflikte mit Worten zu lösen.

Vielleicht einfach etwas gelassener nehmen (auch wenn es sehr schwer fällt).

Das ist das Ziel meiner Diskussion [[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/710403/#p21840891 Das Leben ist Glücksache.]] Es geht darum, einfach alles so hinzunehmen, wie es kommt. Manches ist Glück, anderes ist Pech. Fertig. So einfach ist es, ruhig und gelassen zu sein. ;-)

:-)

b|ruenelxlo15


Ich hatte auch den Gedanken, dass die Tatsache, dass Du hier wohl recht aktiv bist, ein klares Zeichen dafür ist, dass Du eigentlich soziale Kontakte suchst.

Zum Thema "Gelassenheit" und "Akzeptanz" gibts ja nun mittlerweile auch eine ganze Menge an Infos, Stichwort radikale Akzeptanz; vielleicht solltest Du Dich mit Zen-Buddhismus beschäftigen.

Bei aller Gelassenheit enthält das Gelassenheitsgebet allerdings auch die Aussage, dass man das, was man ändern kann, auch ändern sollte, und das kommt mir noch lange nicht fertig bedient/"austherapiert" vor. Der Ansatz "Gelassenheit und Akzeptanz" erscheint mir wie das Akzeptieren der Niederlage in einer Schlacht,die man noch gar nicht richtig geführt hat.

b$raFtze


Wenn Du wirklich ernst meinst, dass Du Deine Ruhe willst, dann lass jeden Versuch der sozialen Interaktion bleiben, angefangen mit aktiver Beteiligung an einem Forum. Kann man eigentlich sich selbst wegen, öh, "Ruhestörung" anzeigen?

quacksalberei

:)^ :)^

Wenn du fest und überzeugt weiter behauptest, dass mit 50 dein Leben over ist, warum schreibst du hier überhaupt noch? Du willst doch weiterhin, dass es vorbei ist und ändern willst du an deiner Einstellung ja auch nichts, also warum schreibst du überhaupt noch?

Leg dich zum Sterben hin...wenn du Pech hast, liegst du da dann halt noch 50 Jahre, die du hättest besser nutzen können. ]:D

G(ol^dtaxu


Bratze,

das sehr - hmmm- direkt geschrieben.

Allerdings ist die Einstellung, mit 50 sei das Leben schon vorbei, auch sehr - hmmm - skuril. Vor allen Dingen, wenn man es ja gar noch nicht richtig gelebt hat.

Wenn aber schon einer allein sein möchte und keine sozialen Beziehungen haben will, warum diskutiert der dann "Lebensfragen" in Foren? Konsequent ist das jedenfalls nicht.

M+S,

was also willst du mit diesem Faden bezwecken?

Grüße *:)

bRrat[ze


Ich wollte ihm nur nochmal provokant aufzeigen, dass es ja wirklich sein kann, dass er dann die Hälfte seines Gesamtlebens dachte, dass das Leben vorüber sei.

Wenn man so denkt, hat jeder nur ca. 30 Jahre Leben, so von 20 bis 50. Das gilt ja meist nur als Leben, da ist man körperlich noch jung. Später ist man alt und vorher war man Kind.

Aber trotzdem sind doch alle Lebenstufen gleichberechtigt, oder? ":/

Ich kenne mich nicht so aus, aber ich glaube, es gibt Kulturen, wo der alte Mensch sehr viel wert ist.

GYo'ldtxau


Bratze,

mir brauchst du das nicht erklären. :-)

Ich finde auch, da lügt sich einer in die Tasche wenn er schreibt, er will keine sozialen Beziehungen, aber ständig in Diskussionsforen rumhängt. Das ist wiedersprüchlich.

Wenn jemand wirklich keine sozialen Kontakte wünscht, könnte er stattdessen Solitaire spielen, Bumerang werfen oder Kreuzworträtsel lösen - alles Spiele für allein.

Was will M+S denn wirklich mit seinem Faden erreichen?

Grüße *:)

aRug`23x3


@ bratze:

Wenn man so denkt, hat jeder nur ca. 30 Jahre Leben, so von 20 bis 50. Das gilt ja meist nur als Leben, da ist man körperlich noch jung. Später ist man alt und vorher war man Kind.

sehr pauschal und wird m+s nicht gerecht; wir haben in den 20 Jahren nach 50 mehr auf den Weg gebracht als in den Jahren bis 50 und heute mehr Beziehungen als in der Zeit davor - mit anderen Worten: es kann auch anders sein!

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