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Angststörung - wie runter kommen?

BselqlaBxrain hat die Diskussion gestartet


Hallo Leute,

ich habe seit ca einem halben Jahr immer wieder Panikattacken. In den letzten Wochen ist es so schlimm geworden, dass ich große Angst habe meine Wohnung zu verlassen oder gar an einen unbekannten Ort zu fahren.Bei mir geht es in erster Linie um die Angst vor Krankheiten, keine Hilfe zu bekommen wenn es etwas passiert und die Angst vor starken Schmerzen. Bei mir äußerte sich das ganze anfangs mit Herzrasen, hohem Blutdruck, Gefühl der Atemnot, Übelkeit, Durchfall etc. Seit ca. drei Tagen habe ich nun durchgängig (außer ich liege im Bett) ein extrem unangenehmes Gefühl, welches ich kaum beschreiben kann. Auf der einen Seite fühlt es sich an wie leichter Schwindel und auf der anderen fühle ich mich abwesend, stehe neben mir und nehme alles nur durch eine Art Wolke war. Ich habe mit meinem Freund darüber geredet aber ich weiß nicht recht ob er das nachvollziehen kann, was ich ihm da schildere. Ok, nachvollziehen ist vielleicht auch zu viel verlangt aber ich glaube manchmal er merkt nicht, wie belastend so etwas ist.

Um auf mein eigentliches Anliegen zurückzukommen, ich brauche irgendwie eine Art erste Hilfe in solchen Situation. Dieses neben mir stehen macht mich kirre. Heute Abend ist eine große Feier meines Freundes, bei der ich ausnahmsweise mal "anwesend" sein möchte. Aber wie? Ich weiß nicht, wie ich da wieder rauskommen soll…

Ich war schon beim Arzt, der checkt mich einmal komplett durch, danach muss man weiter sehen. Habe aber erst Montag den nächsten Termin, bis dahin brauche ich irgendwas, was mich runter holt. Bestimmte Übungen oder ähnliches?

Danke

Antworten
_ ParvAa)t+ix_


Zumindest die Angst vor starken Schmerzen kenne ich sehr gut. Hatte vor einem Jahr eine Gallengangkolik und seitdem Angst, dass das wieder passiert. Ich habe dann auch immer mein Bruder vor Augen, der sich Jahrelang nahezu alle paar Wochen mit solchen Koliken gequält hat und ich habe immer die Befürchtung im Nacken, dass mir dasselbe passieren wird. Allerdings sind diese Angstgefühle durchaus nicht mehr so schlimm ausgeprägt. Ich habe auch mit meinem Therapeuten über die Angst gesprochen. Irgendwie ist die Angst von allein in den Hintergrund getreten. Ich habe ihr einfach nicht mehr so viel Aufmerksamkeit geschenkt. Und wenn die Angst doch mal wieder in den Vordergrund trat, stellte ich mir einfach vor, was wäre, wenn ich denn jetzt tatsächlich eine Gallenkolik bekommen würde. Was würde ich tun? Wie würde ich mich verhalten? Und das wichtigste, was ich mir vor Augen geführt habe war: Die Schmerzen gehen auch wieder vorbei, auch wenn der Moment erst mal eine einzige Qual ist. Und es gibt auch Schmerzmittel und krampflösende Mittel, die den Schmerz (wenn auch nicht gänzlich) betäuben können.

In den letzten Wochen ist es so schlimm geworden, dass ich große Angst habe meine Wohnung zu verlassen oder gar an einen unbekannten Ort zu fahren.

Das Schlimmste was du machen kannst ist zu vermeiden. Du musst dich immer wieder der Situation aussetzen, die du versuchst zu vermeiden. Klar, wirst du dann heftige Angstsymptome bekommen, aber versuche diese auszuhalten. Dem Körper ist es schlicht zu stressig die Angst auf Dauer aufrecht zu erhalten. Sie lässt nach einer bestimmten Zeit wieder nach. Wenn du dich immer wieder in ungeliebte Situationen begibst, wird dein Körper auch lernen dass er vor der Situation keine Angst mehr haben braucht. Denn es passiert ja nix.

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