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Verliebtheit oder emotionale Abhängigkeit? Suizidgedanken.

Alias 712295 hat die Diskussion gestartet


Hallo! Ich hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen. @:)

Kurz zu meiner Person: Ich bin weiblich, 20 und wurde in eher schwierigen Verhältnissen groß.

Zu meinem Problem: Seit meinem 12. Lebensjahr gibt es immer Personen (meistens männlich) um die sich mein Leben dreht. Schule/Beruf, Freunde oder auch ich selbst spielen nur Nebenrollen in meinem Leben. Ich habe immer das Gefühl, ohne diesen Menschen würde mir der wichtigste Teil meines Lebens fehlen und ich würde nie wieder glücklich werden.. aber eigentlich weiß ich, dass das Quatsch ist.

Aber trotzdem; bei Verlust dieser Menschen habe ich Suizidgedanken und teilweise auch feste Suizidabsichten. Das dauert dann meistens so lange, bis ich jemanden Neues "gefunden" habe, der dann zu meinem Lebensmittelpunkt wird. Dann verstehe ich oft selbst nicht mehr, was ich an dem Menschen so toll fand und warum ich diese (meist sehr ungesunde) Freundschaft so lange mitgemacht habe. :-/

Mehr als Freundschaft (oder sowas in der Art) war es übrigens nie, was mir aber völlig gereicht hat.

Ich kannte diese Männer teilweise erst sehr kurze Zeit (ein paar Wochen oder Monate). Bis vor kurzem auch nur via Internet, weil ich sehr schüchtern und unsicher war.

Früher hab ich das für eine normale Verliebtheit gehalten, mittlerweile bin ich mir da nicht mehr so sicher.

Ist das eine emotionale Abhängigkeit? Warum ist das so bei mir? Und wie bekomme ich das wieder weg?

Bitte helft mir.. :-(

Antworten
Alias 712295


Mehr als Freundschaft (oder sowas in der Art) war es übrigens nie, was mir aber völlig gereicht hat.

Das bedeutet übrigens nicht, dass ich nicht mehr als Freundschaft wollte - ganz im Gegenteil. Aber mir hat es eben gereicht mit diesem Menschen befreundet zu sein, das war mir in jeden Fall lieber als Nichts.

Alias 712295


Hat wirklich keiner einen Rat? ":/

d9anaxe87


Nun ja, die entscheidende Frage ist doch immer ob es einem damit gut geht wie es ist oder? Und da spielt es am Ende keine Rolle ob etwas normale Verliebtheit ist oder nicht, wenn es einem damit so schlecht geht wie dir, dann ist es nicht gut für einen und man sollte sich auf die Suche nach Lösungen und nicht nach Namen für das Problem machen.

In deinem Fall wäre der Gang zum Therapeuten wohl anzuraten, da es sich um ein seelisches Problem handelt.. Aber eigentlich habe ich den Eindruck das du das sehr gut weisst. @:)

L;ich tAmHor!izonxt


Emotionale Abhängigkeit entwickelt sich, wenn es ein (in der Regel in der Kindheit) unerfüllt gebliebenes emotionales Bedürfnis gibt, das Du in den Personen zu finden glaubst.

[[http://www.tantra.de/631/das-innere-kind-und-unsere-beziehungen/ Guck mal hier zum Beispiel.]]

Lv.vaenPelxt


Hallo Alias,

ich weiß, es ist immer blöd, wenn hier sofort die "geh' zum Therapeuten-Keule" geschwungen wird, aber in Deinem Fall klingt es doch nahezu perfekt dafür. ;-)

Dass Du Dir selbst und Deinem Leben (Schule/Beruf) wenig bis gar keine Wichtigkeit einräumst und Bedeutung für Dein Leben nach außen, also auf andere Menschen lagerst, wird wohl mit Deinem Werdegang zusammen hängen. Möglicherweise mit Deiner Rolle in der Familie - aber das ist jetzt selbstverständlich reine Spekulation.

Klar ist auch, wenn derjenige dann aus Deinem Leben verschwindet, alles zusammen bricht, Du hast dann quasi kein Leben mehr - bis Du jemand neuen findest. Neben dem, dass das für den anderen eine immense Belastung ist, bist Du dann natürlich auch immer abhängig. Es wird Ursachen für dieses Muster geben und gesund ist es nicht, das hast Du ja schon selbst fest gestellt. Die Ursache wird sich vielleicht nicht aufdröseln lassen, aber das Muster könntest Du mit Unterstützung einer Fachkraft ändern/durchbrechen/o.ä.

20 ist dafür übrigens ein super Alter. Du hast jetzt Kindheit und Jugend hinter Dir gelassen, natürliche Abhängigkeiten verlieren an Bedeutung und Du darfst nun selbst gestalten, wie Du Dein Erwachsenenleben verbringen möchtest und wer Du bist. Womöglich kann es dafür hilfreich sein, manches aus der Vergangenheit aufzuarbeiten. Aber jetzt ist der Start in Dein eigenes Leben. Mach' was draus! Dafür musst Du aber Dich, Deine Bedürfnisse und Deine Umstände ernst nehmen können. Womöglich blickst Du nach außen, weil Du Dich an Dich selbst nicht "heran traust"?

Alias 712295


Danke für den Link, LichtAmHorizont. Und danke für eure Antworten! @:)

-

Nun ja, eigentlich war ich schon längere Zeit in therapeutischer Behandlung. Allerdings ging es da nie direkt um dieses Abhängigkeitsproblem. Meine Therapeutin hat das immer ein bisschen abgetan und meinte, wenn ich erst mal stabile Kontakte im realen Leben hätte, würde sich das bessern. ":/

Mittlerweile habe ich weder einen Therapieplatz, noch einen Psychiater.

Aber jetzt ist der Start in Dein eigenes Leben. Mach' was draus! Dafür musst Du aber Dich, Deine Bedürfnisse und Deine Umstände ernst nehmen können.

Das würde ich so gerne, aber ich weiß einfach nicht wie!

Aber ich habe immer das Gefühl, egal was ich mache, es ändert sich nie etwas. Mein Leben wird immer so freudlos und "grau" bleiben. Ich mag mich ja nicht mal selbst besonders. :-/

Womöglich blickst Du nach außen, weil Du Dich an Dich selbst nicht "heran traust"?

Also halte ich mich mit dieser Abhängigkeit unbewusst davon ab, mich mit mir selbst zu beschäftigen?

LSichtYAmHofrizont


Also halte ich mich mit dieser Abhängigkeit unbewusst davon ab, mich mit mir selbst zu beschäftigen?

Gut möglich. Du hast vielleicht Angst, Dir selbst ausgeliefert zu sein, und lieferst Dich daher lieber jemandem anders aus.

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