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Ausgeglichenheit wiedererlangen - wie schaffe ich das?

AOda.lantxe hat die Diskussion gestartet


Guten Tag zusammen,

ich kopiere aus einem anderen Faden und ergänze dann meine Gedanken:


Guten Tag zusammen,

ich fasse mich kurz:

Ich war bisher in zwei ernsthaften Beziehungen. Die letzte endete im vergangenen Jahr. Eine schwere Zeit war die Folge, aber ich finde das ich mich gut gefangen habe. Im Januar begann ich zu daten und merkte, dass ich, sobald ich einen Schritt auf die Frau zuging, danach zwei Schritte zurück ging und mich schlecht fühlte (innere Unruhe, dadurch psychisch bedingte Durchfälle etc.). Ich probierte es noch zwei weitere Male bis in den März hinein mit immer dem gleichen Ergebnis.

Im April und Mai habe ich keine Frau gedatet, mir ging es gut, im Alltag keinerlei innere Unruhe zu spüren - alles schien perfekt. Dann lernte ich im Juni eine Frau kennen die genau meinem Schema entsprach und ich verguckte mich direkt beim ersten Date in Sie. Nun ist es so, dass ich nach einigen Dates immer nervöser werde obwohl wir uns beide mögen und verstehen.


Dieses Posts ist einige Monate her. Aus dem Date wurde eine Beziehung die mich sehr glücklich macht. Leider passiert es immer noch, was ich mir nicht hab träumen lassen, dass es 1-3 schlechte Tage im Monat gibt, in der ich mich niedergeschlagen fühle und am liebsten flüchten würde. Mir steht der Sinn dann nach weinen, möchte mich am liebsten vor allem verkriechen. Was ich weiß ist, dass es nicht an Ihr liegt sondern an mir. Mir ging es in diesem Jahr schon viel besser und ich dachte, dass die Beziehung meine "berg-auf" Phase in diesem Jahr nur weiter bestärkt, was Sie im Grunde auch tut.

Seit der Krise im letzten Jahr finde ich jedoch irgendwie nicht mehr zu mir zurück. Ich war und bin ein lebensfroher, glücklicher Mensch, sehr empathisch (manchmal zu viel, weil ich dadurch das Leid anderer zu nahe heranlasse.) Das schlimme ist das die Unruhe die mich dann befällt mich total lähmt, ich fange an alles anzuzweifeln, denke irrational und habe Angst. Wovor, kann ich nicht mal sagen. Wenn ich diese Tage dann überstanden habe, die so schwer zu überstehen sind, geht es mir meist besser.

Daher meine Frage:

Wie finde ich wieder zu mir zurück? Wie schaffe ich es mich nicht von der Angst und meinen Gefühlen in solchen Tagen, nicht leiten zu lassen? Ich fühle mich Gefangen in einem Gedankenkarussell welches mich wirklich leiden lässt. Ist das normal oder brauche ich professionelle Hilfe?

Antworten
C'omrxan


Verstehe ich das richtig, dass du trotz einer Beziehung schlechte Tage hast? Machst du denn die Beziehung dafür verantwortlich, oder ist die Beziehung (oder die Angst um die Beziehung) Gegenstand deiner schlechten Tage?

Wie man zu sich zurückfindet ist immer schwer zu sagen. Ich würde grundsätzlich immer damit anfangen, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Nicht vor seinen Gefühlen zu flüchten, sondern sie zu ergründen. Man könnte jetzt natürlich sagen: 1-3 schlechte Tage im Monat haben wir alle mal. Vielleicht bewertest du das einfach zu sehr, weil es dich unwillkürlich an deine Vergangenheit erinnert.

Wäre es vielleicht eine Option, diese schlechten Tage einfach zuzulassen und sich nicht dagegen zu wehren? Es gibt ja so selbsterfüllende Prophezeihungen und eintreffende Suggestionen. Wenn du schon Angst vor den Tagen hast, wo du down bist, dann werden sie mit ziemlicher Sicherheit kommen und auch schlimm ausfallen. Vielleicht geht es besser, wenn du einfach sagst: OK, ich weiß, dass ich ein paar Tage im Monat down bin, aber ich weiß, dass es vorbei geht.

Falls du Angst vor einem erneuten Scheitern der Beziehung hast, würde ich deine Partnerin einweihen, dass sie Bescheid weiß. Ängste können sich sehr nachhaltig einbrennen, und vielleicht kannst du dir in diesen Tagen Rückhalt bei ihr holen. Ich glaube, wenn du mutiger und offen mit dieser Schwäche umgehst, dann wirst du dir selbst viel helfen (und auch Hilfe von ihr erhalten).

s0weexny42


Du könntest eine Depression haben, möglich wäre aber auch das mit deiner Schilddrüse was nicht stimmt oder eine unentdeckte Diabetes vorliegt, das war bei meinem Mann der Fall.

Ich würde dir raten dich mal durchchecken zu lassen um körperliche Ursachen ausschließen zu können. Sollte sich dann rausstellen das es eine Depression ist würde ich mir Hilfe holen. Ich war bis vor 4 Jahren selber in einer Langzeittherapie wegen meiner Panikattacken. Ich bin sehr dankbar das es solche Möglichkeiten gibt ,ohne wäre ich mit Sicherheit nicht da wo ich heute bin. Nicht nur Panikattacken haben eine Ursache sondern auch Depressionen. Diese gilt es aufzuspüren und zu "bearbeiten" , nur so kann es heilen. Depressionen können kurzfristiger Natur sein aber auch vererbt werden. Mit einer Therapie und entsprechenden Medikamenten lässt sich das aber oft gut einstellen.

Geh zu deinem HA und vertrau dich ihm an. :)*

AhdaElaXnEtxe


Verstehe ich das richtig, dass du trotz einer Beziehung schlechte Tage hast? Machst du denn die Beziehung dafür verantwortlich, oder ist die Beziehung (oder die Angst um die Beziehung) Gegenstand deiner schlechten Tage?

Nein, die Beziehung ist nicht Gegenstand der schlechten Tage. Es ist einfach eine enorme Niedergeschlagenheit, die mich natürlich zweifeln läßt sowohl an Job, Leben als auch Beziehung. Ich stelle an solchen Tagen alles in Frage.

Vielleicht bewertest du das einfach zu sehr, weil es dich unwillkürlich an deine Vergangenheit erinnert.

Das ist ein sehr guter Ansatz. Das kam mir auch schon in den Sinn. Nur wie durchbreche ich den Kreislauf?

Wäre es vielleicht eine Option, diese schlechten Tage einfach zuzulassen und sich nicht dagegen zu wehren?

Ich habe Angst davor diese zuzulassen. Ich hatte schonmal einen Panikanfall, ganz zu Beginn der Beziehung in der ich Schluss machen wollte, ohne triftigen Grund. Sie kämpfte für mich, nahm mich so wie ich bin, und ich war später froh das Sie so liebevoll darauf reagiert hat. Ich hätte es in jedem Fall bereut.

Falls du Angst vor einem erneuten Scheitern der Beziehung hast, würde ich deine Partnerin einweihen, dass sie Bescheid weiß. Ängste können sich sehr nachhaltig einbrennen, und vielleicht kannst du dir in diesen Tagen Rückhalt bei ihr holen.

Sie ist eingeweiht und steht mir auch bei. Sie ist wirklich sehr liebevoll und es tut gut eine Schulter zum anlehnen zu haben. Für mich ist es aber sooo neu das ich diese schlechten Tage überhaupt habe.

Du könntest eine Depression haben, möglich wäre aber auch das mit deiner Schilddrüse was nicht stimmt oder eine unentdeckte Diabetes vorliegt, das war bei meinem Mann der Fall.

Die Merkmale einer Depression treffen auf mich nicht zu, ich habe mich damit schon auseinandergesetzt. Körperliche Beschwerden wie die Schilddrüse oder eine Diabetes werde ich aber mal abklopfen.

Coomrxan


Ich habe Angst davor diese zuzulassen. Ich hatte schonmal einen Panikanfall, ganz zu Beginn der Beziehung in der ich Schluss machen wollte, ohne triftigen Grund.

Manchmal kann eine paradoxe Reaktion auch genau das Gegenteil bewirken. Es käme auf einen Versuch an, mit Akzeptanz zu arbeiten. Dass deine Partnerin eingeweiht ist und an deiner Seite steht ist eine tolle Voraussetzung und gibt dir Sicherheit.

Falls du es mal probieren möchtest, sprich es vorher mit ihr ab. Aber ich sehe darin tatsächlich eine Linderung, dass diese Tage den Schrecken verlieren.

A'dala4ntxe


Manchmal kann eine paradoxe Reaktion auch genau das Gegenteil bewirken.

In diesem Fall hab ich damit ganz schlechte Erfahrung und die war leider negativ. Ich hab in der Trennungsphase und auch noch im vergangenen Winter mich dem desöfteren hingegeben, mit dem Ergebnis, dass mein Körper alle möglichen psychosomatischen Störungen aufwies. Ich kann damit besser umgehen wenn ich mich nicht dem Gedankenkarussell hingebe.

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