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Kranker Bruder meines Mannes

CYomraxn


Anonymer Tipp an die Polizei und schon rückt die grüne Minna an...

Ganz schlechte Idee, wenn da nicht wenigstens eine große Plantage steht.

Wenn die Polizei da 1-2 Pflänzchen rausträgt, ist es je nach Bundesland eine Ordnungswidrigkeit und die Strafverfolgung wird fallengelassen. Und er ist mal richtig angepisst und auf freiem Fuß.

Wichtig ist, dass dein Mann zu dir hält. Jede Drohung würde ich an eurer Stelle dokumentieren und direkt zur Anzeige bringen. Wie dann mit ihm zu Verfahren ist, ist Sache der Gerichte. Da habt ihr keinen Einfluss drauf. Aber ihr müsst die Informationen liefern.

Mehr kann ich leider nicht dazu beitragen.

DueJlphi1n Moon


Gut, dann kann man also nur hoffen, dass er irgendwann einsichtig wird.

Was mir die größte Angst macht ist, dass ich ihn ja durchaus kenne und er mir auch schon unverblümt von seinem Umgang mit Prostituierten erzählt hat und ich aus dieser Info schließen kann was er mit meiner Tochter vor hat. Das heiß falls es irgendwann passieren sollte, dass er sie in die Finger kriegt dann ...

Es ist für mich so unverständlich, dass er in seinem Wahn auch Kindern schaden will, er will ihnen nicht nur schaden er will sie regelrecht zerstören und das macht mir die meisten Sorgen.

Es mag vielleicht auch daran liegen, dass ich in der 10ten Woche schwanger bin und mich das deshalb so extrem mitnimmt, nur Kindern hat er bisher nicht gedroht das ist seit einem halben Jahr ca neu, vorher wollte er immer nur mir etwas tun, aber es werden auch seine Fantasien immer bestialischer und grausamer, er wird auch immer offensiver und ist nicht mehr so zurückgezogen.

Also ich denke, dass eine wirkliche Gefahr von ihm ausgeht und es erst ein Ende hat wenn er jemandem geschadet hat, und ich hoffe so sehr, dass es nicht meine Tochter trifft

GXriess{puhdding


Mal ein Apspekt von einer anderen Seite: Mach doch mal einen Selbstverteidigungskurs für Frauen (evtl. momentan nicht das beste Timing mit der Schwangerschaft?). Das schadet nicht, kann helfen, Deine Angst zu nehmen und im Ernstfall kannst Du Dich besser schützen.

n^iRmuKe88


Es ist ganz normal dass ein Gesunder diese Wahngedanken nicht nachvollziehen kann. Gottseidank!

Aber es ist nicht er, der das will - es ist seine Krankheit. Er kann wirklich nix dafür. Dass du Angst hast verstehe ich sehr gut, aber versuche, es nicht ihm anzulasten. Er macht das nicht absichtlich :-|

RAalphx_HH


Ich würde mal trennnen zwischen dem Gedanken an den Kranken, dem geholfen werden muß und dem Eigenschutz. Um den Kranken kümmert sich die Mutter ein Stück und der Kranke selbst, wenn er nicht will, dann will er nicht. Ende.

Um den Eigenschutz mußt Du Dich selber kümmern. Wenn ich lese - Anzeige war vor einem Jahr... Ja, was willst Du? Daß die Polizei da aus freien Stücken anrückt? Daß der Staatsanwalt Dich anruft, ob alles ok ist? Du mußt schon selber aktiv werden. Bei jeder Drohung: Anzeige. Die Androhung einer Straftat ist strafbar! Per Anwalt und Gericht ein Kontaktverbot durchsetzen. Und bei Verstoss: Anzeige. Irgendwann wird da schon einer Konsequenzen walten lassen. Wie bedroht er Euch? Ruft er an? Nummer blockieren! Ihr seid ein Ziel für ihn, solange ihr in seinem Leben präsent seid, also zieht Euch da raus mit allem was geht.

T9heBjlackxWidow


Also ich kann deine Sorge um deine Tochter und dich sehr gut verstehen. Hast du schonmal einen Anwalt gefragt, wie ihr geschützt werden könntet? Es gibt doch richterliche Verfügungen, daß Personen sich auf 100 Meter nicht mehr nähern dürfen. Die Polizei kann doch Tipps geben, wie man sich selber schützen kann.

D_elphXiOnW Mooxn


Die Idee mit dem Selbstverteidigungskurs hatte ich auch schon, ist nur im Moment etwas blöd, aber für meine Tochter bestimmt nicht schlecht.

Ich weiß natürlich, auch von meiner Mutter, dass es seine Wahnvorstellungen sind die ihm diese schlimmen Dinge einreden, nur bringt mir das Wissen nichts wenn etwas passiert. Aber ich werde versuchen mir das auch immer vor Augen zu führen, denn ich kenne auch die wahre Person hinter diesem Wahn.

Wir haben einen kleineren Wachhund, mehr oder weniger. Es folgt leider nicht nach jeder Drohung eine Anzeige, da er nur noch mit seiner Mutter im Kontakt steht.

Wir und auch seine anderen Geschwister haben keinen Kontakt mehr zu ihm, aber wir spuken immer noch in seinen Gedanken umher und das nach fast vier Jahren ohne Kontakt.

Kann man eine Kontaktsperre verfügen, auch wenn die Drohungen quasi über dritte kommen, denn er hat keine Nr und weiß auch sonst nichts über uns, z.B. haben wir dieses Jahr geheiratet, einen Hund bekommen, ich bin Schwanger, das weiß er alles nicht, eben weil wir keinen Kontakt haben. Das einzige was er weiß ist wo wir wohnen und das würde ich wenn ich es mir leisten könnte auf der Stelle ändern.

DdelNphin M>oon


Comran, bitte verzeih deinen Post habe ich übersehen.

Also wenn er immer noch so Anbaut wie vor fünf Jahren, dann hat er mindestens 10 Pflanzen zu Hause.

Damals waren es glaube ich 28, aber er bekam eine mindere Strafe, eben weil er Krank ist und weil mein Mann ihm damals geholfen hat.

SPu9nqflJower_*73


Ich kann DEINE Ängste gut verstehen. DIe Erkrankung wirkt bedrohlich und es fällt schwer einzuschätzen, was real drohen könnte. Ich kenne es aus dem beruflichen Umfeld.

Daher aber auch:

Der Mann ist KRANK. Warum soll er nicht besucht werden dürfen? Es ist ein MENSCH, ein Familienmitglied!

Was mir (neben all meinem Fachwissen) geholfen hat, war ein Vergleich eines sehr engagierten und erfahrenen Dozenten:

Die Betroffenen können NICHT unterscheiden, was REAL in der Umwelt passiert und was nur Gedanken sind. Wir alle haben mal "schräge" Gedanken, Fantasien,... - aber wissen, dass diese nicht real sind. Menschen mit Schizophrenie können das nicht. Die Folge sind massive Ägnst und massives Bedrohungsgefühl, auf das sie dann ggf. selber mit Drohungen reagieren.

Nimm' Dir das mal zu Herzen. Er ist nicht bösartig, er ist völlig in die Enge getrieben!

Udna uch wnen die Inhalte bedrohlich klingen und es Fälle gibt, wo die Betroffenen (aufgrund einer SELBST EMPFUNDENEN) Bedrohung auch aggressiv handeln: Es geschieht sehr sehr selten (wird dann aber medial gerne aufgebauscht).

Was FÜR ALLE jetzt wichtig wäre:

Sorgt für eine gesetztlich Betreuung bzgl. Gesundheitsfragen. Sprecht in der Klinik mit den Ärzten, mit dem Sozialdienst. Sorgt dafür, dass er in der Klinik verbindlich an die PIA (Psychiatrische Institutsambulanz) angegliedert wird. Fragt, ob ergänzend eine Betreuung durch den sozialpsychiatrischen Dienst sinnvoll ist.

Klärt ab. ob die geeignete Medikation als Depotspritze gegeben werden kann und wie schnell die Klinik reagiert, wenn jemand nicht zum Spritzentermin erscheint (da leisten die PIA's, v.a. das Pflegepersonal, oft tolle Arbeit!).

Bei aller nachvollziehbaren Angst:

Den Menschen fallen zu lassen, Kontakt zu verweigern, KEIN Interesse zu zeigen: DAS fördert die Verschlechterung. Es muss sich jemand um eine adäquate Behanndlung kümmern. Die Mutter ist da vielleicht auch zu nah dran und nicht fordernd genug.

Sechs Monate bleibt heutzutage NIEMAND "nur" wegen einer Schizophrenie stationär. Es ist nicht nötig, weil die Einstellung so lange nicht dauert. Und weil die Gefahr des Verlustes der lebenspraktischen Fähigkeiten ist zu groß. Essentiell ist eine gute Einstellung (drängt auf Depotspritzen!). Essentiell ist, dass die Behandler Feedback von der Familie bekommen (die Aussagen des Betroffenen sind halt nicht so zuverlässig).

Essentiell ist aber auch, den Kranken bei guter Einstellung und keinen/wenig Symptomen normal zu behandeln. Ihn quasi durch Kontakt etc. für dieses Verhalten und die Medikamenteneinnahme zu "belohnen". Er soll merken, dass dieses Verhalten positive Folgen hat.

Zudem gibt es Angehörigengruppen, wo man lernen kann, wie man damit umgeht. Wie man auf Drohungen reagiert, geschickte und für den Kranken glaubhafte Gegenargumente findet.

Bei krassen Ausrastern gilt natürlich auch: 112 rufen.

Aber soweit muss es mit einer umfassenden Behandlung (Familie kümmert sich, Depotpräprate die nicht so schnell abgesetzt werden können, gesetzliche Betreuung für Gesundheitsfragen die für Einhaltung der Spritzentermine sorgt, evtl. sogar betreute Wohngruppe oder zumindest ambulante Wohnbetreuung!) nicht kommen. Jeder dieser Abstürze/Ausbrüche schadet auch dem Betroffenen!!!

Fazit:

IHR müsst Euch KÜMMERN. Um Rückmeldung an die Klinik, Depotmedikation, Betreuung. Eure Ignoranz und Abwertung verschlimmert die Situation, deren Folgen auch Ihr tragt.

SZunf;lo:wer_73


Bzgl. Kontaktsperre: Im Wahn kann er es eh nicht begreifen... Und es ist das Gegenteil von dem, was er braucht.

Und vermutlich spukt ihr ihm auch durch den Kopf, eben WEIL kein Kontakt besteht, er aber an Euch denkt. Das Ganze wird dann leider wahnhaft-schräg verarbeitet (der Ärger, die Enttäuschung, Traurigkeit,...).

Schizophrene fallen v.a. auch dann durch's Raster und es geht ihnen immer schlechter, je weniger die Familie im Hintergrund für die o.g. Eckdaten einer angemessenen Behandlung sorgt!

Dzelp hinV Moon


Das könnte natürlich sein, Sunflower.

Es wurde ihm von Seite seiner Familie sehr viel geholfen, vor allem mein Mann half ihm viel.

Mein Mann sagte gestern zu mir, dass diejenigen die ihm am meisten geholfen haben sein erstes Ziel sind.

Darum will er auch mir und unserer Tochter die schlimmeren Dinge antun.

Im Gegensatz zu der Frau und den Kindern des andren Bruders, der nur sporadisch da war.

Er will auch nicht seinen Geschwistern direkt etwas tun, sondern nur denen die ihnen Nahe stehen.

Wenn ich so darüber nachdenke, kann es sein, dass er seine Geschwister bzw die Hilfe die von ihnen ausging zurück will und darum die Angehörigen weghaben will, denn die stehen ihm ja im Weg, sozusagen so ne art Eifersucht?

SFunfloZwer_x73


Das kann keiner sagen, ist zu spekulativ - und ggf. auch eifnach zu komplex.

Wie sah denn die bisherige Hilfe aus?

C#o)mrxan


aber wir spuken immer noch in seinen Gedanken umher und das nach fast vier Jahren ohne Kontakt.

Kann man eine Kontaktsperre verfügen, auch wenn die Drohungen quasi über dritte kommen

Wie und wo droht er denn nach 4 Jahren ohne Kontakt?

feuzz&zi


@ Delphin Moon

Sorry mal, aber so ganz gesund kommt dein Beitrag auch nicht rüber. Kann es sein, dass du maßlos übertreibst?

Und das du nicht verstehen kannst, dass seine eigene Mutter ihm helfen will, kann ich absolut nicht nachvollziehen.

Dein Hass auf diesen Typen scheint auch ziemlich krankhaft zu sein. ":/

DJelph.in Mooxn


Verzeih, ich sah erst jetzt, dass du oben eine sehr gute Erklärung geschrieben hast, die werde ich meinen Mann lesen lassen, danke dafür.

Er soll jetzt auf die Depotspritze eingestellt werden, jetzt sieht er im Moment sehr auf gequollen aus deswegen.

Frühere Hilfe bestand darin, dass er als die Krankheit bei ihm ausbrach sich nur mein Mann um ihn kümmerte, da die Mutter ihre Kinder ( 6 insgesamt ) Reihum fallen lies und um Geld betrog, daher denke ich macht sie das in erster Linie aufgrund ihres schlechten Gewissens.

Dann hat der ältere Bruder ihn immer wieder aus der Psychiatrie geholt und ihm Drogen besorgt, weil dieser der Mutter was zu Fleiß tun wollte.

Als ich ihn kennen lernte hatte er eine Depotspritze, da ging es mit ihm ganz gut.

Die er aber ohne Konsequenzen alleine Absetze.

Ja damit hast du recht, man weiß nicht warum er so reagiert oder was in seinem Kopf vorgeht.

Hilfen von Außerhalb verweigert er komplett, es kommt keiner zu ihm nachsehen und er muss auch nicht regelmäßig zu Psychologen, er und auch wir werden generell alleine gelassen.

Einzig, dass er einmal im Jahr aufgrund seiner extremen Ausraster für eine paar Tage in die Psychiatrie muss.

Was aber zu wenig psychologische Hilfe für ihn ist.

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