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Zurück zum Körpergefühl und Bewusstsein

tCrauOriges Zetw*as 8x6 hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr Lieben,

hat denn jemand Erfahrung mit Körperpsychotherapie oder ähnlichem?

Ich fühle mein eigenes ICH nicht mehr :°(

Ich habe schon unzählige Jahre an Psychotherapie hinter mir, die verbale Therapie hat nicht wirklich viel besser gemacht.

Da ich gelesen habe, dass ein Trauma nicht nur im "Kopf" steckt, sondern auch im Nervensystem des Körpers wollte ich es mal auf der anderen Ebene versuchen.

Herzliche Grüße *:)

Antworten
t]rauvrigVes etwcazs 8x6


Niemand ???

f5al@co' pe7legrinoixdes


Guten Morgen,

was meinst du genau damit, dass du dein "eigenes Ich" nicht mehr fühlst"? Fühlst du seinen Körper nicht oder Teile deines Körpers nicht oder glaubst du, dass du nicht real bist, dass du nicht existierst? Du hast ein Trauma in seiner Vergangenheit erleben müssen? Habt ihr in der Psychotherapie daran gearbeitet?

Lg

tGrauvriges etxwas 86


Huhu *:)

ich bin quasi abgeschnitten von meiner Identität, hast du das Wort Dissoziation schon mal gehört? Da wird es genau beschrieben wie man sich fühlt.

Real fühle ich mich schon, eher noch teilweise benommen....Ich will mehr in das hier und jetzt wieder.

Ich fühle nix positives in mir, keine Freude...Was ich spüren kann ist, Trauer, Wut und Eifersucht. Der innere Kontakt und meine Eigenliebe ist wie verschwunden seit der Dissoziation.

Verbale Therapie hatte ich von 2004 bis 2015. %:|

VlG zurück @:)

fIalc<o pel\egLrin'oidxes


Dissoziation ist mir nict fremd, es gibt aber mehrere Arten von Dissoationen. Hat dein Therapeut nie daran gearbeitet? Emotionen hast du schon noch, nur keine positiven. Vielleicht hast du auch eine Depression. Da können auch Dissoziationen vorkommen, je nachdem wodurch sie ausgelöst wurde. Wenn es ein Trauma ist, da gehen ich mal von aus, ist das wahrscheinlich. Deshalb fühlst du keine Freude mehr.

Nimmst du Medikamente? Vielleicht wäre eine Traumatherapie ratsam. Erinnerungen können bestimmt in den Nervenbahnen gespeichert sein. So habe ich es zumindest von meiner Psychologin verstanden. Mir sagte sie, dass der Körper auch erinnert, nicht nur die Gedanken.

tkrauri1ges 0etwasx 86


Hat mein Therapeut nie daran gearbeitet, hm......Wie soll ich sagen...

Mir wurde immer nur gesagt warum ich jetzt so bin wie ich bin. Woher es kommt und so weiter. Geholfen hat es mir tatsächlich nicht. Es hat es nur noch schlimmer gemacht, weil Sie sagte, dass es nie mehr weggehen tut. Ich finde sowas kann man nicht verallgemeinern. Durch diese Aussage fiel ich noch zusätzlich in ein Loch und resignierte, bis ich mich selbst auf die Suche machte und mich erkundigt habe, was es an Therapie noch so alles gibt.

Ja dein Therapeut hat da vollkommen recht :)^ Ich habe das auch gelesen vor kurzem.

Hätte ich das alles früher gewusst, hätte ich mir so manche Therapie Stunden sparen können und anderweitig arbeiten können.

Ich bin auch der Meinung das da eine leichte Depression mit hinter steckt :-/

t}rDauri^ges metwaxs 86


Nein Medikamente nehme ich keine, ich habe schon welche probiert aber war nicht so mein Ding, bzw hat es nichts verändert ausser höllischen Hunger auf Schokolade ]:D ]:D ]:D

f+alco pMeleIgrinoiGdes


Ich glaube nicht, das es nie mehr weggeht, wenn du die geeignete Therapie machst. Bei einem Therapeuten, der sich mit Traumata auskennt. Vielleicht eine Traumatherapie. :)*

t:rau#rige>s ettwasx 86


Ich habe leider schon zuviel Stunden gemacht, muss 2 Jahre warten bis die Krankenkasse wieder zahlt.

Ich zahle jetzt die Körperpsychotherapie aus eigener Tasche, zudem ich dann auch noch Qi Gong machen möchte :)z

Vielen Dank noch :)*

kgerGten3kelxe


Hi trauriges etwas 86,

Du hast weiter oben geschrieben, dass dir gesagt wurde, dass du vermutlich in diesem "Zustand" festhängst. Welche Reaktion darauf folgte war absehbar, Angst und Verschlechterung des Zustands. Was ich damit sagen will ist, dass gerade in diesem Thema, besonders von älteren Therapeuten oft unbedacht Aussagen getroffen werden, welche nicht konstruktiv sind um nicht zu sagen die Lage verschlechtern. Das liegt daran, dass das Forschungsgebiet "Dissoziationen" als eigene Störung relativ jung ist.

Die häufigste Lösung zu dem Thema ist meistens "Aufarbeitung der Ursachen und das Symptom verschwindet von selbst".

Inzwischen gibt es aber neuere Herangehensweisen.

Um diese Unwirklichkeitsgefühle auf das Ich (Depersonalisation) und auf die Umwelt (Derealisation) zu bekämpfen muss man das Problem an sich, also Entstehung und Aufrechterhaltung, verstehen.

Es gibt immer einen sog. Trigger welcher wie aich immer er aussieht ein Hilfslosigkeitsgwfühl auslöst. Ob im Zuge einer Depression, einer Angststörung, eines Traumas oder einer phobischen Panikattacke ist egal. Ist die Situation überwunden, können die Unwirklichkeitsgefûhle verschwinden.

Wird in der Zeit der Aufarbeitung oder Verarbeitung des Erlebnisses die Angst vor diesem Symptom jedoch überwiegend kann sich diese Problematik als primäre Störung entwickeln. Mit anderen Worten die Ängste können längst überwunden sein und trotzdem kann sich das chronifiziert haben.

Wenn ich jetzt schreibe "es gibt kein Patentrezept gegen DpDR" könnte ich drauf wetten, dass sich in dem Augenblick wo du das liest deine Dissoziationen etwas verschlechtern.

Wenn du am Anfang des posts liest es gibt neuere Herangehensweisen und dann kommt es gibt kein Patentrezept ist das sofortige Gefühl eine Art Resignation.

Was hält also diese Gefühle aufrecht?

Als jahrelang Betroffene weißt du hundertprozentig dass es Phasen gibt in denen man tiefer drinhängt und wieder andere in denen es etwas besser ist.

Das war der Punkt an dem ich bei mir angesetzt habe. Es kommt in Wellen. Es trifft Dich dann, wenn es dir gerade gut geht und trifft Dich somit besonders schwer.

Ich denke Hauptursachen sind die Angst, dass es für immer besteht, dann blickt man in die schwarze Zukunft und es wird schlimmer. Kaum geht es besser schaut man sich im Spiegel in die augen und fragt sich bin ich frei davon? U.d dann merkt man, man ist doch nicht "geheilt". Usw....

Die die Dissos am Leben haltenden Kräfte sind vor allem Selbstüberprüfung, ständige Alarmbereitschaft.

Um mal zum ende zu kommen. Um die Dissos erfolgreich loszuwerden ist besonders wichtig die Angst davor zu verlieren. Du warst ja nie weg. Das ich ist da. Man schwimmt Nur irgendwie wie im Rausch durch den Kosmos.

Deine Körpertherapie finde ich auch einen guten Ansatz. Ich hab davon noch nie gehört, denke aber dass es es ein ähnliches Konzept wie Aufmerksamkeitsübungen verfolgt. Den Körper bewusst in bestimmten Situationen zu beobachten.

Wenn es was komplett anderes sein sollte kannst mich ja berichtigen.

Ganz kurz zu mir. War auch lange davon betroffen. Therapien haben nichts gebracht , beziehungsweise konnte ich wegen meinen Arbeitszeiten oft nicht hingehen. War kurz vor der Selbsteinweisung in die geschlossene Psychiatrie. Hatte ne starke Agoraphobie entwickelt. Nebenher eine Kochausbildung 700km von meinem damaligen Zuhause entfernt. Durch die Jahre 2010 2011 bin ich durchgeschwebt wie ein Gespenst.

Der weg da Raus war lang.

Du kannst das schaffen. Wenn du ehrlich zu dir bist. Man weiß wann es schlimmer wird. Und wenn man diese Situationen rational überdenken kann und dem Kopf einfach nicht glaubt, dann findet der Kopf den weg selber raus. die kunst danach ist, nicht in die Realitätsprüfung zurückzufallen, sondern einfach zu akzeptieren bis es überstanden ist. Bei mir war es so, dass ich auf einmal mich dabei erwischt habe dass ich zwei wochen nicht mehr daran gedacht habe. das war ein verrücktes Gefühl.

Sorry für den langen Text. Wünsche dir alles Gute und hoffe dir wenigstens etwas geholfen haben zu können

C.y1texx


Hoi Trauriges Etwas 86

Ich hatte dieses Problem auch. Es ist sehr unangenehm, wenn man verschwindet. Ich habe mir gezielt eine Körpertherapie ausgesucht, und die hat geholfen. Sie ist schon länger fertig. Jetzt helfe ich mir manchmal selber augrund des Buches und der Videos von Mike Hellwig. Reden bringt wirklich gar nichts, im Gegenteil, man setzt sich unter Druck etc. Brainspotting von David Grand finde ich auch interessant.

Lieber Gruss

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