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Ich weiß nicht wohin mit meinen Gefühlen...

_?Pagrvaxti_ hat die Diskussion gestartet


Ich bin nur noch genervt... Klingt egoistisch. Dabei ist das folgende Thema wesentlich komplexer und betrifft letztendlich nicht nur mich. Aber ich habe einfach nur noch die Schnautze voll von meiner Schwägerin und meinen Schwiegergroßeltern. Das Verhältnis zwischen mir und meiner Schwägerin war noch nie besonders gut. Ich weiß nicht warum, aber sie kann mich einfach nicht leiden. Sie stichelt dann eben bei jeder Gelegenheit rum oder macht blöde Sprüche mir gegenüber. Ich ignoriere dies weitestgehend.

Das Verhältnis zu meinen Schwiegergroßeltern war bisher in Ordnung. Dieses Jahr machen meine Schwiegergroßeltern jedoch eine schwere Zeit durch. Meine Schwiegeroma hatte eine schwere OP und musste dann ins Altenpflegeheim, weil meine Schwiegermutter die Pflege nicht mehr bewerkstelligen konnte und wollte. Meine Schwiegeroma war anfangs psychisch am Ende. Hat jedem Vorwürfe gemacht, dass man sie durch die OP am Leben gehalten hat. Sie wäre lieber gestorben. Jetzt hat sie sich aber mit der Situation abgefunden - es scheint zumindest so.

Mein Schwiegeropa war dann natürlich allein zu Hause als seine Frau ins Altenpflegeheim ging. Er fühlte sich aber einsam und hatte den Haushalt allein auch nicht mehr in den Griff bekommen und ging dann schließlich mit ins Altenpflegeheim. Er war schon die letzten zwei Jahre nicht mehr in bester Laune, aber jetzt wird es nach und nach schlimmer. Erst gab er seiner Frau (sie sind über 60 Jahre verheiratet) die Schuld, dass ER nicht mehr nach Hause kann. Dann gab er seiner Tochter (also meiner Schwiegermutter) die Schuld, denn sie könnte ihn ja auch zu Hause pflegen.

Wie es seiner Frau geht, interessiert ihn kaum die Bohne. Er zieht sich immer mehr zurück, weint oft, jammert nur noch, nimmt an keinerlei Aktivitäten im Altenheim teil und verbreitet eine miese Laune wo es nur geht. Wir glauben, dass er Depressionen hat, wissen aber nicht, wie wir ihm helfen können.

Das Wochenende hatte meine Schwiegeroma Geburtstag und wir haben mit ihr gefeiert. Eigentlich glich es eher einer Trauerfeier... Erst begrüßte ich meinen Schwiegeropa und fragte ihn, wie es ihm jetzt gehen würde, da er ja ein paar Tage krank war und im Krankenhaus lag. Ich bekam nur eine schnippische Antwort: "Wie solls mir schon gehn."

Nachdem ich als letztes meine Schwägerin begrüßte und mich neben sie setzte, bekam ich nur einen laschen Hände"druck" und gleich den Satz zu hören: "Du sitzt falsch!"

Mir hat es schon richtig in den Fingern gejuckt ihr eine ins Gesicht zu kleben und ehrlich, mich würde es nicht wundern, wenn ich es wirklich mal umsetze! Aber ich würde mich dafür auch in Grund und Boden schämen, weil ich im Grunde nicht der Typ bin, der Handgreiflich wird.

Ich habe also wieder nur ihre "freundliche" Art geschluckt und setzte mich halt woanders hin.

Na ja, um euch nicht mit zu viel Text zu langweilen: Es lief den ganzen Geburtstag so weiter... meine Schwägerin stichelte, mein Schwiegeropa verbreitete schlechte Laune, meine Schwiegeroma war sauer, dass ich keinen Sekt mitgetrunken habe, obwohl sie weiß, dass ich keinen trinke und mein Mann und meine Schwiegereltern versuchten krampfhaft gute Stimmung zu verbreiten. Und ich saß stumm in der Ecke und ließ das Theater über mich ergehen - meinem Mann zuliebe. Er weiß sehr wohl, dass ich mich nicht mehr wohl fühle bei den Treffen mit seiner Famile, aber ihm bedeutet es eben auch viel, dass ich dabei bin. Ich weiß nicht, wie lange ich das noch durchhalte %:| Vor allem weiß ich nicht, wie ich mich meiner Schwägerin und ihren Sticheleien gegenüber verhalten soll. Bin für jeden Ratschlag dankbar!

Vielleicht hat noch jemand einen Tipp wie man meinem Schwiegeropa helfen könnte. Wir sind da einfach nur noch ratlos %:|

Antworten
Sjtellpa8x0


Das Verhältnis zwischen mir und meiner Schwägerin war noch nie besonders gut. Ich weiß nicht warum, aber sie kann mich einfach nicht leiden. Sie stichelt dann eben bei jeder Gelegenheit rum oder macht blöde Sprüche mir gegenüber. Ich ignoriere dies weitestgehend.

Ok, ignorieren ist offenbar nicht die Lösung. Ich würd das Problem klar ansprechen und zwar gleich beim nächsten "Sticheln". Nur interessehalber...warum hast du denn falsch gesessen? Hast du sie das gefragt?

Was ich nicht verstehe ist...du kannst sie offenbar nicht leiden, euer Verhältnis ist nicht das Beste, warum setzt du dich da neben sie? War kein anderer Platz frei? Wenn du mit jemandem nicht gut klarkommst, ist die erste Maßnahme, räumliche Distanz zu schaffen. Möglicherweise kannst du von der anderen Tischseite aus besser mit ihren Sticheleien umgehen, d.h. sie ruhig und sachlich ansprechen.

Was deinen Schwiegeropa betrifft: Seine Welt ist vor kurzem zusammengebrochen. Versucht ihm Verständnis entgegenzubringen, lasst euch aber kein schlechtes Gewissen von ihm machen. Auch hier würd ich Tacheles reden. Ja, seine Situation ist schei**, ich würd auch nicht im Altenheim leben wollen. Aber es geht nun mal nicht anders. Und er kann sich die Zeit jetzt selbst mies machen, oder er kann versuchen, das Beste draus zu machen. Wenn er aber tatsächlich eine Depression hat, wird das allein nicht fruchten. Gibts denn irgend einen Ansprechpartner, einen Hausarzt, Seelsorger, Psychologen etc. dem er Vertrauen schenken würde? Manche Krankenhäuser haben eine Gerontopsychiatrie, das wär evtl. auch eine Möglichkeit.

_NParvkatix_


@ Stella

Erstmal vielen Dank für deine Antwort :)

Ich würd das Problem klar ansprechen und zwar gleich beim nächsten "Sticheln".

Jetzt ist nur die Frage WIE ich es anspreche. Was soll ich ihr sagen?

Ich fühl mich ihr gegenüber immer total hilflos. Sie schafft es ja schon allein durch ihre Körpersprache mich zu kränken und das fängt eben schon mit der Begrüßung und ihrem Hände"druck" an. Ich habe mir ehrlich gesagt noch nie den Kopf über den Händedruck meines Gegenübers zerbrochen, aber bei ihr fühlt es sich echt immer so an, als würde ich die Schwanzflosse eines toten Fisches anfassen. Ich finde das total respektlos. Manchmal kann ich schon froh sein, dass sie mir überhaupt die Hand gibt.

Es kam vielleicht 3-4 Mal in den letzten Jahren vor, dass mir meiner Schwägerin gegenüber der Kragen platzte, weil sie den Bogen etwas zu weit überspannte. Da bin ich auch etwas lauter geworden und sagte einfach nur: "Es reicht!" DAS scheint tatsächlich das einzige zu sein, was bei ihr bisher ankommt. Dann wirkt sie plötzlich total eingeschüchtert und lässt mich tatsächlich auch in Ruhe. Allerdings muss ich dann eben auch mit schiefen Blicken von Rest der Verwandschaft rechnen. Ich möchte auch nicht, dass es erst soweit kommt, dass mir der Kragen platzt. Ich möchte ihre Sticheleien lieber im Keim ersticken. Aber da fehlt mir eben bisher die richtige Strategie.

warum hast du denn falsch gesessen? Hast du sie das gefragt?

Gefragt habe ich sie nicht, weil mein Mann sich gleich einmischte und zu mir sagte, dass dort wahrscheinlich seine Mutter sitzen würde, welche sich zu dem Zeitpunkt in einem anderen Raum aufhielt.

Was ich nicht verstehe ist...du kannst sie offenbar nicht leiden, euer Verhältnis ist nicht das Beste, warum setzt du dich da neben sie? War kein anderer Platz frei?

Ich habe da ehrlich gesagt nicht nachgedacht sondern mich eben dort hingesetzt, weil dort gerade was frei war und ich vorerst keinen anderen freien Platz sah. War halt alles sehr beengt. Da konnte man sich nur schwer einen Überblick verschaffen.

Bezüglich meines Schwiegeropas: Die ganze Familie hat durchaus viel Verständnis für seine Situation und uns ist natürlich auch allen klar, dass das keine leichte Zeit für ihn und seine Frau ist. Meine Schwiegermutter hat aber mit ihm schon (mehrmals) Tacheles geredet, weil seine Art die Nerven aller Beteiligten belastet, besonders die meiner Schwiegereltern und seiner Frau. Dann verläuft es mal ein paar Tage gut mit ihm aber dann fällt er wieder in sein altes Muster zurück.

Selbst den Pflegepersonal ist es schon aufgefallen, dass er sich merkwürdig verhält und sehr zurückgezogen lebt. Meine Schwiegermutter will wohl auch noch mal mit dem Pflegepersonal sprechen, ob sie eine Idee haben, wie man ihm helfen kann.

Problem wird eher sein, ihn dazu zu bewegen, sich helfen zu lassen. Ich glaube nämlich kaum, dass er mit einem Seelsorger oder Psychotherapeuten sprechen würde, geschweige denn in eine Gerontopsychiatrie gehen würde.

GGoldbtaxu


Du musst doch diese Besuche nicht mitmachen, wenn du nicht willst.

Lass deinen Mann alleine fahren, und gut ist.

Grüße *:)

SWtel5la8x0


Ok, jetzt wirds etwas klarer.

Zum Händedruck....manche Menschen haben leider nie gelernt, wie stark ein "angemessener" Händedruck ist. Deine Schwägerin gehört vermutlich dazu. D.h. du kannst davon ausgehen, dass sie allen anderen Menschen die Hand gleich drückt wie dir. Dadurch, dass du ihn bewertest

Ich finde das total respektlos.

wird er für dich zum Problem.

Mir begegnet dieser labberige Händedruck v.a. bei unsicheren Menschen (ja, er nervt mich auch). Überleg mal...ist sie vielleicht einfach unsicher, dir gegenüber bzw. auch im Umgang mit anderen? Ist ihr Verhalten manipulativ?

Du hast sonst kein konkretes Beispiel für ihre Sticheleien genannt, deshalb ist es mit der Strategie etwas schwierig. Grundsätzlich ist es aber hilfreich, wenn du zwischen ihr als Person und ihrem Verhalten trennst und das auch klar benennst. Es ist nämlich ein himmelweiter Unterschied, ob du sagst "mich stört dein Verhalten" oder ob du sagst "du gehst mir ständig auf die Nerven". Hilfreich sind immer ich-Botschaften. Also versuch ihr klar zu sagen, was ihr Verhalten bei dir auslöst.

Und versuch, ihr Verhalten nicht zu bewerten. Dadurch wird es für dich nur schlimmer. Jeder Mensch ist immer nur so, wie er durch seine Erziehung und sein bisheriges Leben gemacht worden ist. Das heißt nicht, dass das toll ist und dass er immer so bleiben muss. Aber Veränderungen sind schwierig und nur mit Einsicht und Willen der Betreffenden möglich.

Ignoriere die schiefen Blicke der Verwandtschaft und sprich dich auch mit deinem Mann ab. Er darf in solchen Fällen dann natürlich nicht eingreifen. Es ist nicht sein Problem sondern deins.

Bzgl. Nähe und Distanz würd ich aber tatsächlich (soweit eben möglich) darauf achten, dass sie dir nicht zu sehr auf die Pelle rücken kann. Und das kannst du (bzgl. Platzwahl am Familientisch) gut mit deinem Mann absprechen. Er soll sich einfach als "Puffer" dazwischensetzen.

Meine Schwiegermutter will wohl auch noch mal mit dem Pflegepersonal sprechen, ob sie eine Idee haben, wie man ihm helfen kann.

Das ist sicher eine gute Idee. Depressionen bei älteren Menschen sind nicht soo selten. Vielleicht haben die schon Kontakte zu jemandem.

Problem wird eher sein, ihn dazu zu bewegen, sich helfen zu lassen. Ich glaube nämlich kaum, dass er mit einem Seelsorger oder Psychotherapeuten sprechen würde, geschweige denn in eine Gerontopsychiatrie gehen würde.

Und wenn ihr einfach mal einen hinschickt? Denkst du er würde ihn/sie rausschmeißen?

Ich kenn das so, dass Seelsorger z.B. ihre Besuche auch spontan machen oder in Absprache mit dem Pflegepersonal. Konkret fragt man die leitende Person, wo man denn mal hingehen sollte....und kommt dort dann ganz zufällig vorbei :=o weil man grad Zeit hat :=o

Aus meiner Sicht wäre das die niederschwelligste Möglichkeit...ein Versuch an ihn ranzukommen.

_FPar`vatix_


@ Goldtau

Ja, wenn es immer so einfach wäre... Klar, wäre es einfacher sich zu drücken. Wäre mir auch lieber. Aber ich muss nicht noch Stress mit meinem Mann oder meinen Schwiegereltern haben. Manche Dinge müssen einfach sein und da muss ich dann eben irgendwie durch.

@ Stella

Zum Händedruck....manche Menschen haben leider nie gelernt, wie stark ein "angemessener" Händedruck ist. Deine Schwägerin gehört vermutlich dazu. D.h. du kannst davon ausgehen, dass sie allen anderen Menschen die Hand gleich drückt wie dir.

Sie kann durchaus auch einen vernünftigen Händedruck geben, auch wenn er trotzdem noch etwas lockerer als gewöhnlich ausfällt. Das hat sie sogar mir gegenüber auch hin und wieder bewiesen, wenn sie mal eine gute Phase hatte.

Mein Händedruck fällt dann natürlich auch dementsprechend aus, wie mir die Hand gereicht wird. Gegenüber meiner Schwägerin halt auch sehr lasch. Ich habe auch einfach mal normal fest zugedrückt, aber da rief sie dann gleich "Aua!" ":/

Mir begegnet dieser labberige Händedruck v.a. bei unsicheren Menschen (ja, er nervt mich auch). Überleg mal...ist sie vielleicht einfach unsicher, dir gegenüber bzw. auch im Umgang mit anderen? Ist ihr Verhalten manipulativ?

Unsicher und schüchtern ist sie auch. Und ja, auch manipulativ. Das sehe im Übrigen nicht nur ich so, sondern auch mein Mann und ihre eigene Mutter.

Du hast sonst kein konkretes Beispiel für ihre Sticheleien genannt, deshalb ist es mit der Strategie etwas schwierig.

Ihre Sticheleien sind oft eher subtil und daher manchmal schwer zu erkennen. Aber ich kann durchaus noch ein paar Beispiele nennen:

- Sie versperrt mir den Weg, wenn ich irgendwo durch will, so, dass ich gezwungen bin sie darum zu beten, ob sie mir bitte Platz machen könne. Aber selbst dann bekomm ich manchmal die Antwort, dass ich ja auch woanders langlaufen könnte - also einen Umweg.

- Wenn meine Schwiegermutter bei einem Treffen Zeitungen/Zeitschriften auf den Tisch legt zum Lesen und ich mir eine nehmen möchte, schnappt sich meine Schwägerin alle(!) Zeitungen und sagt, dass sie sie zuerst lesen will. Da greift dann immer meine Schwiegermutter ein und sagt ihr dann in einem scharfen Ton, dass sie mir eine Zeitung aushändigen soll.

- Wenn ich meinem Mann ein Küsschen gebe oder seine Hand halte, kommt von ihrer Seite gleich ein: "Hier wird nicht geknutscht und gekuschelt! Das könnt ihr zu Hause machen!"

Anmerkung: Wir glauben auch, dass da von ihrer Seite etwas Eifersucht im Spiel ist. Denn sie hatte noch nie einen Partner. Sie ist knapp 30 und zieht zudem jetzt erst von zu Hause aus - natürlich auch nur in eine Wohnung auf der gegenüberliegenden Straßenseite wie mein Mann und ich. Also ihre Wohnung, die Wohnung meiner Schwiegereltern und die Wohnung von mir und meinem Mann liegen nahe beieinander. Man wird sich also zwangsläufig und häufig über den Weg laufen...

- Als ich letztens mit dem Auto zum Altenpflegeheim fuhr - zum Geburtstag meines Schwiegeropas - hat mich meine Schwägerin vom Fenster aus beobachtet und mir anschließend gesagt, ich würde schief in der Parklücke stehen. Sie würde das besser hinbekommen. Klar stand ich nicht ganz perfekt drin, weil ich noch üben muss. Weil ich viele Jahre nach der Fahrschule aus Angst nicht mehr gefahren bin. Das weiß sie auch.

Anmerkung: Sie hat selbst Angst zu fahren und ist auch schon lange nicht mehr gefahren.

Die Liste könnte ich jetzt noch weiter fortsetzen...

Bzgl. Nähe und Distanz würd ich aber tatsächlich (soweit eben möglich) darauf achten, dass sie dir nicht zu sehr auf die Pelle rücken kann. Und das kannst du (bzgl. Platzwahl am Familientisch) gut mit deinem Mann absprechen. Er soll sich einfach als "Puffer" dazwischensetzen.

Das hatten wir auch schon mal gemacht, aber dann wirft sie sich im wahrsten Sinne des Wortes meinem Mann an den Hals. Also greift seinen Arm, schlingt sich um seinen Hals, kuschelt sich an ihn... Ihm ist das auch unangenehm und stößt sie dann immer wieder weg. Daher versuche ich mich dann doch lieber immer zwischen sie und meinem Mann zu setzen. Es stehen für uns drei leider auch nur drei Plätze zur Wahl denn die anderen zwei sind für meine Schwiegereltern bestimmt.

Und wenn ihr einfach mal einen hinschickt? Denkst du er würde ihn/sie rausschmeißen?

Er würde zumindest freundlich sagen, dass er kein Interesse hat. Aber vielleicht sollte man es wirklich mal so versuchen, wie du sagst.

Ich möchte mich da aber auch nicht zu sehr einmischen. Ich reiche Ratschläge gerne an meine Schwiegermutter weiter, was sie dann daraus macht, ist dann ihre Entscheidung. Ich habe ihr auch schon angeboten mal mit meinem Therapeuten zu sprechen und zu fragen, ob er irgendwelche Anlaufstellen weiß oder eine Idee hat wie man an meinem Schwiegeropa rankommen könnte. Allerdings würde ich das auch erst machen, wenn wir gar nicht mehr weiter wissen und alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft haben. Denn meine Zeit beim Therapeuten ist mir dann auch zu wertvoll um dann noch die Probleme Dritter zu besprechen. Habe derzeit nur 1x im Monat einen Termin. Bin noch nicht mal dazu gekommen, mit ihm über das Problem mit meiner Schwägerin zu sprechen - daher der Faden.

S9t@ellax80


Deine Schwägerin ist doch die Schwester deines Mannes, oder?? D.h. das

Das hatten wir auch schon mal gemacht, aber dann wirft sie sich im wahrsten Sinne des Wortes meinem Mann an den Hals. Also greift seinen Arm, schlingt sich um seinen Hals, kuschelt sich an ihn... Ihm ist das auch unangenehm und stößt sie dann immer wieder weg. Daher versuche ich mich dann doch lieber immer zwischen sie und meinem Mann zu setzen.

kann doch nicht das Problem sein, oder? ER muss sich klar positionieren. "Ich möchte nicht, dass du dich an mich kuschelst" "ich mag es nicht, wenn du mir so nahe kommst" oder irgendwie sonst in der Art. Klare Ansage und wegschieben, ihre Arme runternehmen, weggehen etc.

Wenn ich meinem Mann ein Küsschen gebe oder seine Hand halte, kommt von ihrer Seite gleich ein: "Hier wird nicht geknutscht und gekuschelt! Das könnt ihr zu Hause machen!"

Als ich letztens mit dem Auto zum Altenpflegeheim fuhr - zum Geburtstag meines Schwiegeropas - hat mich meine Schwägerin vom Fenster aus beobachtet und mir anschließend gesagt, ich würde schief in der Parklücke stehen.

Das sind klare Grenzüberschreitungen. D.h. da hilft nur, ihr klar zu sagen: "Das geht dich nichts an!" "Das ist nicht dein Problem" oder "Ich verbitte mir Kommentare zu dem was ich tue."

Dazu

Sie versperrt mir den Weg, wenn ich irgendwo durch will, so, dass ich gezwungen bin sie darum zu beten, ob sie mir bitte Platz machen könne. Aber selbst dann bekomm ich manchmal die Antwort, dass ich ja auch woanders langlaufen könnte - also einen Umweg.

Wenn meine Schwiegermutter bei einem Treffen Zeitungen/Zeitschriften auf den Tisch legt zum Lesen und ich mir eine nehmen möchte, schnappt sich meine Schwägerin alle(!) Zeitungen und sagt, dass sie sie zuerst lesen will. Da greift dann immer meine Schwiegermutter ein und sagt ihr dann in einem scharfen Ton, dass sie mir eine Zeitung aushändigen soll.

würd ich ihr glaub sagen, dass ich ihr Verhalten nicht verstehe und sie fragen, warum sie gerade jetzt alle Zeitungen haben muss, wenn ich EINE lesen will und warum sie sich da hinstellt, wenn sie genau sieht, dass ich da durch will.

Deine Schwägerin ist so, weil sie mit ihrem Verhalten bisher immer Erfolg hatte, weil ihr niemand wirkliche Grenzen aufgezeigt hat. Oder tun das ihre Eltern bzw. dein Mann?

Es wäre wichtig, dass ihr jetzt, wo sie eine eigene Wohnung hat, deutlich damit anfangt. Sie ist erwachsen. Sie ist für ihre (guten und schlechten) Gefühle selbst verantwortlich und zuständig. Sie kann ein eigenes Leben führen, ohne euch. Ihr müsst euch nicht zwangsläufig häufig über den Weg laufen, nur weil ihr nah beieinander wohnt. Bzw. ihr müsst (von einem freundlichen Gruß mal abgesehen) bei diesen Begegnungen nichts miteinander reden, oder?

Möchte deine Schwägerin gerne im Mittelpunkt stehen? Will sie, dass sich alles um sie dreht?

Dann wäre ein (etwas garstiger) Weg natürlich auch, sie zu ignorieren. Dafür wird sie dich dann allerdings hassen und du kannst dich auf einen längeren "Kriegszustand" einstellen.

Gloldxtau


@ Goldtau

Ja, wenn es immer so einfach wäre... Klar, wäre es einfacher sich zu drücken. Wäre mir auch lieber. Aber ich muss nicht noch Stress mit meinem Mann oder meinen Schwiegereltern haben. Manche Dinge müssen einfach sein und da muss ich dann eben irgendwie durch.

Gut, dann willst du wohl da durch wollen. Schade, dass dein Mann dich da nicht unterstützt und zu dir hält?

Grüße *:)

_xParvJaxti_


@ Stella

kann doch nicht das Problem sein, oder? ER muss sich klar positionieren. "Ich möchte nicht, dass du dich an mich kuschelst" "ich mag es nicht, wenn du mir so nahe kommst" oder irgendwie sonst in der Art. Klare Ansage und wegschieben, ihre Arme runternehmen, weggehen etc.

Hatte er alles schon versucht, aber das fruchtete bei meiner Schwägerin eben nicht. Sie versuchte es immer und immer wieder. Sie akzeptiert einfach keine Grenzen. Für mich war es eben die Konsequenz, mich wieder zwischen meinem Mann und meine Schwägerin zu setzen. So hatte ich wenigstens etwas mehr Kontrolle.

Das sind klare Grenzüberschreitungen. D.h. da hilft nur, ihr klar zu sagen: "Das geht dich nichts an!" "Das ist nicht dein Problem" oder "Ich verbitte mir Kommentare zu dem was ich tue."

Auch schon versucht. Das mag für den Moment helfen, aber das hindert sie nicht daran beim nächsten Treffen wieder so zu handeln. Ein Grund, warum ich eben mittlerweile ihre Kommentare ignoriere, aber das zerfrisst mich halt innerlich. Ich möchte einfach, dass sie mir wenigstens die nötige Höflichkeit und den nötigen Respekt entgegenbringt, wie ich es ihr gegenüber auch tue. Mehr verlange und mehr will ich auch nicht. Beste Freunde werden wir sicher nicht werden, aber ein vernünftiger Umgang sollte doch irgedwie möglich sein.

Deine Schwägerin ist so, weil sie mit ihrem Verhalten bisher immer Erfolg hatte, weil ihr niemand wirkliche Grenzen aufgezeigt hat. Oder tun das ihre Eltern bzw. dein Mann?

Meine Schwägerin ist schlicht verwöhnt und verhätschelt und sie hat irgendein Problem mit sich selbst (Minderwertigkeitskomplexe) - das ist zumindest mein Eindruck.

Sie wurde wohl auch mal in der Schule gemobbt, was gerne mal als Entschuldigung für ihr Verhalten herangezogen wird. Ich hatte mal ein Gespräch mit meiner Schwiegermutter, daher weiß ich das. Ich kann verstehen, dass die Schulzeit für meine Schwägerin sicher nicht leicht war. Ich weiß selbst wie es ist, wenn Mitschüler einen nicht mögen. Aber nur, weil man eine schwere Vergangeheit hatte, muss man seinen Frust nicht an anderen auslassen und auch noch zu jemanden werden, der ebenfalls andere bewusst ausgrenzt. Da muss man sich eben Hilfe suchen, wenn man mit der Vergangenheit nicht klarkommt. Das sagte ich auch mit aller Deutlichkeit meiner Schwiegermutter.

Nach Aussage meiner Schwiegermutter hat sie auch schon ein paar mal mit ihrer Tochter über ihr Verhalten zu reden, aber sie kommt überhaupt nicht an sie ran, weil sich meine Schwägerin dem Gespräch entzieht und zu heulen anfängt. Sie will einfach nicht drüber reden, was ihr Problem ist. Punkt.

Meiner Schwiegermutter scheint es auch schwer zu fallen mal bei ihrer Tochter etwas härter durchzugreifen. Aber ich glaube, da ist eh Hopfen und Malz verloren...Na ja, letztendlich ist meine Schwägerin alt genug, da würde ich mir von meiner Mutter auch nicht mehr viel sagen lassen.

Mein Schwiegervater hält sich übrigens komplett aus der Sache raus. Allerdings bietet er damit seiner Tochter auch Angriffsfläche und lässt sich von ihr auch einiges gefallen.

Mein Mann ist eigentlich der einzige, der sehr deutlich werden kann. Aber das juckt meine Schwägerin eben auch nur bedingt.

Möchte deine Schwägerin gerne im Mittelpunkt stehen? Will sie, dass sich alles um sie dreht

Mir ist das nur aufgefallen, wenn sie krank ist, dann betont sie ihr Leid immer und immer wieder. Dann soll sie möglichst auch jeder bemitleiden. Sonst ist mir das noch nicht aufgefallen.

Ihr müsst euch nicht zwangsläufig häufig über den Weg laufen, nur weil ihr nah beieinander wohnt. Bzw. ihr müsst (von einem freundlichen Gruß mal abgesehen) bei diesen Begegnungen nichts miteinander reden, oder?

Zum Reden hätte ich eh kein Bedarf. Grüßen werde ich sie, wobei ich mich frage, warum ich sie überhaupt noch grüßen soll...

Dann wäre ein (etwas garstiger) Weg natürlich auch, sie zu ignorieren. Dafür wird sie dich dann allerdings hassen und du kannst dich auf einen längeren "Kriegszustand" einstellen.

Wäre auch nicht meine Art. Dafür bin ich wahrscheinlich noch zu gut.

@ Goldtau

Gut, dann willst du wohl da durch wollen. Schade, dass dein Mann dich da nicht unterstützt und zu dir hält?

Ich möchte meinen Mann nicht in einen Interessenkonflikt bringen, weil ich weiß, wieviel ihm seine Familie bedeutet und möchte auch nicht die vor den Kopf stoßen, mit denen ich kein Problem habe.

GGold6tau


@ Goldtau

Gut, dann willst du wohl da durch wollen. Schade, dass dein Mann dich da nicht unterstützt und zu dir hält?

Ich möchte meinen Mann nicht in einen Interessenkonflikt bringen, weil ich weiß, wieviel ihm seine Familie bedeutet und möchte auch nicht die vor den Kopf stoßen, mit denen ich kein Problem habe.

_Parvati_

Tja, dann wirst du das Problem eben ganz alleine lösen oder aussitzen wollen. Entweder blaffst du deine Schwägerin an, "jetzt reichts" damit sie eingeschüchtert ist und sich benimmt. Oder du springst über ihre Stöckchen und schluckst alles.

Oder entziehst dich den Situationen und gehtst ihr und der anderen nervigen Verwandtschaft aus dem Weg.

Du willst ja wohl nicht glauben, deine Schwägerin, Schwiegervater oder sonst wen umerziehen oder durch "Gespräche" zu anderem Verhalten bewegen zu können?

Wie positioniert sich denn dein Mann dazu?

Grüße *:)

_zPaMrvaxti_


@ Goldtau

Du willst ja wohl nicht glauben, deine Schwägerin, Schwiegervater oder sonst wen umerziehen oder durch "Gespräche" zu anderem Verhalten bewegen zu können?

Ich will ja keinen umerziehen, ich möchte nur erreichen dass man respektvoll miteinander umgeht und dass das geht, haben ja alle Parteien schon gezeigt. Nur kommt es eben bei meiner Schwägerin selten vor und mein Schwiegeropa hat eben zurzeit eine schwierige Phase, wo ich durchaus noch Hoffnung habe, dass man daran arbeiten kann.

Ich finde es auch den falschen Weg, dass ich jetzt nicht mehr meinen Schwiegeropa treffe. Wenn ich jetzt noch mit Ablehnung reagiere, dann könnte das ihn in ein noch größeres Loch reißen, falls er tatsächlich depressiv ist.

Und wenn ich meine Schwägerin nicht mehr treffen möchte, dann könnte ich selbst an keinem Familientreffen mehr teilnehmen, weil sie da eben immer mit dabei wäre. Damit würde ich mir selbst nur noch mehr schaden, weil ich mich dann selbst von allem ausgrenzen würde. Abgesehen von den Konflikten, die dabei entstehen könnten, vor allem mit denen, mit denen ich mich verstehe und die ich ich durch die Aktion ebenfalls mit ablehnen würde.

Mit Ablehnung verschärft man meiner Meinung die Situation nur noch, dann ertrage ich dann doch lieber die Sticheleien meiner Schwägerin und die schlechte Laune meines Schwiegeropas.

Wie positioniert sich denn dein Mann dazu?

Er weiß ja selbst keinen Rat, wie er mit der Situation umgehen soll. Er setzt halt immer wieder Grenzen bei seiner Schwester aber sonst weiß er auch nicht wie er reagieren soll.

S(tel<la80


Das mag für den Moment helfen, aber das hindert sie nicht daran beim nächsten Treffen wieder so zu handeln. Ein Grund, warum ich eben mittlerweile ihre Kommentare ignoriere, aber das zerfrisst mich halt innerlich.

Auch wenns harte Arbeit ist, du musst es einfach immer so machen ;-)

Nein, im Ernst. Es ist doch besser, du machst deinem Unmut gleich an Ort und Stelle Luft und das halt konsequent, sachlich und ruhig. Irgendwann wird sie merken, dass ihr Verhalten bei dir nicht funktioniert.

Du kannst niemals das Verhalten eines anderen Menschen verändern. Aber du kannst dein eigenes Verhalten ändern. Und zwangsläufig wird sich dann in dem System, in dem du dich bewegst, auch etwas verändern.

Hatte er alles schon versucht, aber das fruchtete bei meiner Schwägerin eben nicht. Sie versuchte es immer und immer wieder. Sie akzeptiert einfach keine Grenzen. Für mich war es eben die Konsequenz, mich wieder zwischen meinem Mann und meine Schwägerin zu setzen. So hatte ich wenigstens etwas mehr Kontrolle.

Merkst du was? Du machst hier ein Problem zu deinem eigenen, das nicht dein Problem ist. Es ist das Problem deines Mannes und auch seine Aufgabe, seine Schwester in die Schranken zu weisen. Und wenn er das 20 Mal tun muss, bis sies kapiert, dann ist es halt so. Und wenns ein deutliches Anblaffen von seiner Seite braucht, dann ist das halt so. Wichtig ist nur, dass weder du noch deine Schwiegereltern deinem Mann in den Rücken fallen. Es ist nicht einfach, immer und deutlich die richtigen Grenzen aufzuzeigen. V.a. wenn jemand das offenbar sein Leben lang nie sehr deutlich erfahren hat und bisher offenbar immer seinen Kopf durchgesetzt hat.

_0Parcvaxti_


Sieht so aus als wäre das tatsächlich die einzige Möglichkeit ihr immer wieder klar und deutlich Grenzen zu setzen. Ein Versuch ist es wert.

S,tel#la80


Wenn solche Probleme in Familien und / oder Beziehungen auftauchen, sind meistens die Grenzen der Punkt, an dem man ansetzen kann und muss. Alles andere führt nicht zum Ziel.

Viel Erfolg und Durchhaltevermögen dabei! Und auch wenns mal nicht klappt...lass dich nicht entmutigen!!

_:Parsvatix_


Danke dir :-)

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