» »

Angst mich zu öffnen

M8ammvutx86 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich bin langsam wirklich am verzweifeln. Ich schaffe es einfach nicht mich zu öffnen. Einerseits spüre ich innerlich immer stärker das Bedürfnis mit jemanden zu sprechen, aber ich schaffe es nicht.

Ich bin seit Februar wieder erneut in einer Gesprächstherapie, aber irgendwie will sich kein Erfolg einstellen. Ganz im Gegenteil scheint es sich sogar zu verschlimmern. Ich hatte von Anfang an immer wieder mal Stunden wo ich es nicht schaffte zu sprechen. Das hatte unterschiedliche Gründe. Mal weil das Gespräch in eine Richtung ging die mir unangenehm war, mal weil es mir zu emotional war (kann kaum etwas sagen wenn die Trauer zu groß wird, da ich keine Trauer zeigen will), mal waren mir die Gründe selbst nicht klar.

Aber seit ein paar Wochen sind die Stunden bei denen es wirklich ein Gespräch gibt schon die Ausnahme. Wobei es auch hier wieder die unterschiedlichsten Gründe für meinen Rückzug gibt. Aber meistens ist es ... ich weis nicht was. Ich kann es einfach nicht in Worte fassen. Irgendwas stemmt sich in mir mit aller Kraft dagegen. Ein Teil von mir wünscht sich nicht sehnlicher als über das was mich beschäftigt sprechen zu können. Aber ein anderer Teil tun alles damit ich ja nichts sage.

Und langsam spüre ich, dass die Aufgebe. Ich mag nicht mehr gegen mich selbst kämpfen. Mir nicht mehr immer und immer wieder vor den Stunden gut zuzureden oder mir vorzustellen wie die Therapiestunde ablaufen könnte um dann wieder zu sehen, dass ich kein Wort herausbekomme. In der heutigen Stunde habe ich vielleicht gerade mal 5 Sätze gesprochen, wobei ich glaube ich auch schon resigniert habe.

Wenigstens konnte ich dem Therapeuten in diesen Sätzen halbwegs verständlich machen, dass es mich zermürbt zwar sprechen zu wollen aber nicht zu können.

Und ich habe langsam von Stunde zu Stunde mehr Angst, dass der Therapeut plötzlich sagt, dass die Therapie so weiter keinen Sinn macht und er die Therapie abbricht.

Falls jemand denkt, es würde am Therapeuten liegen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es nicht an ihm liegt. Ich hatte auch schon 2 andere Therapeuten wo es nicht besser lief. Ich habe generell ein Problem mit Nähe. Anfangs läuft es meist sehr gut aber nach einer Weile kommt fast immer der Rückzug. Sobald eine Person mir zu Nahe kommt, ziehe ich mich zurück oder werde glaube ich sogar Abweisend.

Was mich teilweise so extrem traurig und einsam macht bzw. mich aktuell so verzweifeln lässt, ist der Umstand, dass ich mehrere Personen hätte denen ich mich anvertrauen könnte aber ich es einfach nicht schaffe.


Ich weis auch nicht so recht, was ich mich hiervon erhoffe. Ich denke es ist ein verzweifelter Versuch einen Weg zu finden mich zu öffnen.

Antworten
Sn. ]wall&i{sii


mir vorzustellen wie die Therapiestunde ablaufen könnte

könnt mir vorstellen dass dich das zusätzich unter Druck setzt, kannst du die Verschlossenheit nicht einplanen? Also z.B. dir sagen wenn heut nichts geht ist's ok oder gezielt z.B. nur soviel (ohne das resignieren natürlich) vornehmen:

In der heutigen Stunde habe ich vielleicht gerade mal 5 Sätze gesprochen, wobei ich glaube ich auch schon resigniert habe.

Wenigstens konnte ich dem Therapeuten in diesen Sätzen halbwegs verständlich machen, dass es mich zermürbt zwar sprechen zu wollen aber nicht zu können.

Was meinte er dazu (reine Neugier)?

Was mich teilweise so extrem traurig und einsam macht bzw. mich aktuell so verzweifeln lässt, ist der Umstand, dass ich mehrere Personen hätte denen ich mich anvertrauen könnte aber ich es einfach nicht schaffe.

Und schriftlich?

Meammu#t86


mir vorzustellen wie die Therapiestunde ablaufen könnte

könnt mir vorstellen dass dich das zusätzich unter Druck setzt, kannst du die Verschlossenheit nicht einplanen? Also z.B. dir sagen wenn heut nichts geht ist's ok oder gezielt z.B. nur soviel (ohne das resignieren natürlich) vornehmen:

Das hat mein Therapeut auch schon gemeint. Ob es so ist bin ich mir nicht sicher. Es baut sich am Tag der Therapie eigentlich immer eine Anspannung auf, die je näher die Stunde rückt umso intensiver wird. Das war aber bis vor 1 - 2 Wochen nicht so schlimm. Aber nun habe ich schon vorher enorme Zweifel, denke sogar schon wieder an den Abbruch der Therapie.

Was meinte er dazu (reine Neugier)?

Er versucht so gut er kann aus dem wenigen was ich von mir gebe zu verstehen wie es mir geht. Versucht nachzuvollziehen wie es mir geht, wieso ich mich so verhalte usw. Er stellt auch mir immer wieder Fragen, vor allem wie es mir geht wenn ich dieses Schweigen oder vielleicht auch "Starre" verfalle. Aber ich weis es selber nicht so recht. Und Antworten kann ich sowieso nur in den seltensten Fällen.

Manchmal ist er ja genau auf dem richtigen Weg und ich möchte was dazu sagen, aber bekomme den Mund nicht auf, und dann ist er wieder meiner Meinung nach komplett auf dem Holzweg. Aber wie soll er es denn auch wissen, wenn ich nichts sage. %:|

Was mir immer wieder große Angst macht ist: Was er mir so erzählt hat spricht er schon sehr viel mehr als es für die meisten Therapeuten üblich ist. Wenn er nicht so viel sprechen würde, hätte ich es denke schon längst aufgegeben.

Wobei auch er manchmal die ganze Stunde schweigt wenn ich nichts sage. Dass sind dann die richtig üblen Stunden.

Und schriftlich?

Das habe ich auch schon versucht. Ich habe mir diverse Themen aufgeschrieben und meine Gedanken dazu. Wollte den Zettel als Stütze verwenden. Aber das hat es noch schlimmer gemacht. Habe es nach drei Stunden aufgegeben und den Zettel dann nicht mehr mitgenommen. Und ihm den Zettel zu geben habe ich auch nicht geschafft. Dafür war das Gefühl der Scham und Angst zu groß.

Auch hier zu schreiben kostet mich eine enorme Überwindung bzw. habe ich mit großer Angst und Selbstzweifel zu kämpfen. Muss immer wieder dagegen ankämpfen alles wieder zu löschen.

v`amxp28


Hallo

Erst einmal finde ich es mutig, das du da hin gehst. Darauf kannst du stolz sein. :)z Auch da zu sitzen, und diese Stille zu ertragen, ist auch nicht einfach. Ich kenne das auch, nicht so schlimm wie bei dir. Ich kann über paar Dinge schon reden, sobald es tiefer geht, Gefühle, Themen die in irgendeine Form schwierig sind, mache ich auch dicht und bekomme nichts mehr raus. Aus vielen Gründen, entweder verursacht es zu viele Gefühle, es triggert und löst Flashbacks aus. Themen über die ich nicht reden darf(Sprechverbote innen) und auch Themen die mir einfach unangenehm sind und manchmal ja da weiß ich selbst einfach nicht den Grund. %-|

Am Anfang hab ich kaum etwas raus gebracht, meiner Therapeutin war nicht so klar wieso ich eigentlich da bin. ;-D Es hat sich über Monate so hingezogen. Mittlerweile schaffe ich es etwas mehr über mich Preis zu geben, trotzdem muss ich noch sehr vieles aufschreiben oder per Mail abschicken, da ich es nicht schaffe den Zettel mit zu nehmen. Aber ich merke Fortschritte. Dinge die ich noch nicht mal hätte schreiben können, konnte ich ihr per Mail schicken. Dinge die ich hätte nur schreiben können, konnte ich erzählen, war zwar mega anstrengend, aber es klappte halbwegs. Gibt aber immer noch Stunden wo ich kaum ein Wort raus bringe und dann mit einem scheiß Gefühl nachhause fahre. Eine verlorene Stunde so gesehen und das was raus wollte, ging nicht raus.

Ich denke es fällt vielen sehr schwer zu reden, manchen mehr, manchen weniger. Dir fällt es extrem schwer. Vielleicht versuchst du nach Lösungen zu suchen. Es gibt noch andere Methoden. Z.B. eine Mail schreiben. Du musst nur eine Taste drücken und die Mail ist weg und lässt sich nicht wieder zurückholen. Am Anfang hab ich andere gefragt, ob sie die Mail für mich weg schicken, z.B. mein Freund. Ich hab das meistens kurz vor der Stunde gemacht, so dass ich nicht noch Tage bangen musste.

Andere Methode wäre, Dinge auf zu malen und mit zu nehmen. Vielleicht kannst du ja malen, wenn schreiben und reden nicht funktioniert. Oder spreche auf ein Tonband, deine Gedanken, Gefühle und Sorgen. Schick diese Aufnahme per Mail. Frag dich selbst, wovor genau du Angst hast. Warum du nicht reden kannst. Da würde ich anfangen. Mach dir selbst Gedanken. Ist es die Scham, hast du Angst dass er dich nicht ernst nimmt, dich auslacht? Vor diesen Dingen brauchst du keine Angst haben, er ist Therapeut, er wird dich ernst nehmen. Aber ist natürlich leichter gesagt als getan. Daher wäre es gut, wenn du ihm zumindest eine Mail schicken könntest und wenn du dann positives Feedback bekommst, wäre das für dich evtl. eine Erleichterung und es würde dir helfen dich weiter zu öffnen.

Dass du Angst vor den Gefühlen hast kann ich verstehen. Es gibt eine Methode, die setzt man in ähnlicher Form bei Traumatischen Inhalten ein. In dritter Person sprechen, damit es erträglicher ist. Vielleicht wäre es eine Hilfe, wenn du anstatt von dir, von einer Freundin sprichst oder anstatt ich sagst du sie. Klingt verrückt, kann aber helfen. Das kann man sicherlich auch auf deine Situation anwenden. Das hab ich auch schon gemacht.

Und vor der Therapiestunde könnten Atemübungen sowie Entspannungsübungen helfen. Was mir auch aufgefallen ist, das du bisher nur bei männlichen Therapeuten warst? Vielleicht mal mit einer Therapeutin versuchen? Ich z.B. kann überhaupt nicht mit männliche Therapeuten arbeiten, die geben meinen Fall immer freiwillig ab. Ich drücke dir die Daumen, das es besser klappt bei der nächsten Stunde. :-) Setzte dich nicht so unter Druck, das verstärkt nur die Angst.

Lg Vamp28

E$hemal.igeRr Nbutzqer (#53B02.18)


Und eine Email an ihn zu schreiben und danach schnell auf "Senden" klicken bevor dir wieder deine innere Mauer/Blockade in die Quere kommt? Was wäre damit? ... Du kannst es dir ja so vorstellen, als wenn das nicht du bist/mit etwas inneren Abstand zu dir.

Bei einem Zettel hast du zeitlich viel mehr Spielraum es dir anders zu überlegen; mehr Platz für deine Zweifel und Befürchtungen etc.. Noch dazu, wenn du den persönlich übergeben willst. ... Schämen kannst du dich nach dem Abesenden immer noch - aber dann auch eine neue Erfahrung machen ... blöd gesagt: Dass du nicht stirbst davon/du nicht ausgelacht wirst vom Therapeuten oder waoraus auch immer deine Befürchtung besteht. ... Der denkt ja nicht so wie du über dich. ;-)

Wegen dem Gefühl der Peinlichkeit:

Das finden andere i.d.R. gar nicht so peinlich wie man selbst bzw. finden die das nicht peinlich. Diese Erfahrung kann man aber nur machen, wenn man sich mal traut sich mit soetwas zu öffnen und über seinen Schatten zu springen.

Fühlst du dich bei deinem Therapeuten gut aufgehoben? Die persönliche Chemie ist sehr wichtig; gerade wenn es dir schwerfällt dich zu öffnen.

Du könntest vielleicht auch mit deinem Therapeuten üben und dich daran gewöhnen, indem du mit ihm generell mehr sprichst. Vllt. über die erstmal unverfänglicheren Themen oder ein bisschen "small talk" zum Warmwerden. ... Das könnte eure Beziehung verbessern und du kannst dich langsam vortasten statt direkt von Null auf Hundert starten zu sollen, was verständlicherweise schwierig bis überfordernd wirken kann. .... Stelle cih mir zumindest reizvoller vor als die Stunde über allein mit seinem Kopfkino und den unangenehmen Gefühlen dort zu sitzen und am Ende rauszugehen mit dem Eindruck es mal wieder nicht geschafft zu haben/versagt zu haben.

Wie viel der Therapeut redet, hängt meines Wissens auch von der jeweiligen Therapierichtung ab. Wobei es am Ende natürlich immer auf den jeweiligen Therapeuten ankommt.

SAiUlbexr


Ich habe mir diverse Themen aufgeschrieben und meine Gedanken dazu. Wollte den Zettel als Stütze verwenden. Aber das hat es noch schlimmer gemacht.

Inwiefern?

Und ihm den Zettel zu geben habe ich auch nicht geschafft. Dafür war das Gefühl der Scham und Angst zu groß.

Ist die Angst diffus oder sind es konkrete Sachen? Und Scham wegen der Inhalte der Texte oder aber weil du ihm einen Zettel geben würdest statt darüber zu sprechen?

Auch hier zu schreiben kostet mich eine enorme Überwindung bzw. habe ich mit großer Angst und Selbstzweifel zu kämpfen.

Auch hier würde mich interessieren: Selbstzweifel weswegen? Angst wovor? Vor den Reaktionen anderer? Bzw. denkst du, deine Probleme sind im Vergleich zu anderen Nutzern irgendwie weniger schlimm?

Ich frage mich, ob ihr nicht mal eine schriftliche Stunde halten könntet, sofern er sich darauf einlässt, also via Mail oder, einfacher, via Chat - wäre das für dich einfacher? Die Angst davor, emotional zu werden, könnte damit vielleicht etwas reduziert werden, da er dich ja nicht sieht?

Irgendwas stemmt sich in mir mit aller Kraft dagegen.

Dafür wird es wohl einen guten Grund geben - und der Kampf gegen diesen Teil, der sich dagegen wehrt, liest sich anstrengend und zermürbend, vor allem wenn er dann ohnehin erfolglos verläuft. Vielleicht könntet ihr versuchen, *mit* dem Teil zu arbeiten statt gegen ihn?

Ich weiss nicht, ob du mit dem Konzept, mit Anteilen zu arbeiten, was anfangen kannst bzw. ob es überhaupt richtig ist für dich; ist nur so eine Idee, ich schreibs einfach mal auf. Weiss auch nicht, ob dein Therapeut sich damit auskennt. Man könnte in deinem Fall also z. B. versuchen, mit dem Anteil (oder den Anteilen, können ja mehrere sein, ich bleib aber der Einfachheit halber mal beim Singular) zu kommunizieren. Gibt es z. B. Bedingungen, unter denen es vielleicht einfacher wäre, sich zu öffnen? Müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden? Etc.

Es kann auch sein, dass du auf diese Fragen zuerst keine Antwort bekommst, manchmal kommt das mit Verspätung.

Habt ihr eigentlich zu Beginn der Therapie konkrete Ziele formuliert?

Sj. w4alliasii


Ob es so ist bin ich mir nicht sicher. Es baut sich am Tag der Therapie eigentlich immer eine Anspannung auf, die je näher die Stunde rückt umso intensiver wird.

diesbezügliche Aufregung und Vorvorstellerei ist bestimmt normal, bei dir halt nur recht extrem. Probier's doch mal mit dem nichts-vornehmen, das ist ja eine verstandesmäßige Sache und die Angst vor der Stunde wieder ne andere Sache. Hm, oder noch krasser, nimm dir ganz im Gegenteil vor die ganze Stunde nichts zu sagen :-D einfach als Versuch :-) Nur eine Idee, weiß nicht ob ne gute, musst du wissen ob das dir was bringen könnte.

Das ne Stunde schweigen nicht grad angenehm ist ist natürlich klar, würde wohl den meisten nicht gefallen. Gut dass dein Therapeut wenigsten net grundsätzlich auf Mitschweiger macht (ich find das unerhört, was denken die anderen sich dabei "leicht verdientes Geld" oder wie? ":/ )

Er stellt auch mir immer wieder Fragen, vor allem wie es mir geht wenn ich dieses Schweigen oder vielleicht auch "Starre" verfalle. Aber ich weis es selber nicht so recht. Und Antworten kann ich sowieso nur in den seltensten Fällen..

Ist wohl eine echt heftige Schutzfunktion wenn du sogar nicht weißt wie du dich dann dabei fühlst. Aber du bist zumindest nicht "leer" dabei, oder? (Weil du schreibst manchmal ist er auf dem richtigen Weg währenddessen und manchmal am Holzweg). Irgendwelche Minizeichen auszumachen für richtige Richtung oder falsche geht auch nicht?

Das habe ich auch schon versucht. Ich habe mir diverse Themen aufgeschrieben und meine Gedanken dazu. Wollte den Zettel als Stütze verwenden. Aber das hat es noch schlimmer gemacht.

ich meinte eigentlich den Nichttherapeuten denen du dich derzeit anvertrauen könntest zu schreiben, Brief/Mail oder so, so wie hier halt.

Auch hier zu schreiben kostet mich eine enorme Überwindung bzw. habe ich mit großer Angst und Selbstzweifel zu kämpfen. Muss immer wieder dagegen ankämpfen alles wieder zu löschen.

Kann ich mir vorstellen. Wenn's mir so ginge würde ich schaun soviele Zweifel zu ignorieren wie mir halt möglich ist (hat ja diesmal gut geklappt (also ich meine mit "gut" natürlich nicht "leicht" sondern die Tatsache dass du schriebst und die Konkretheit der Beiträge) und andererseits es zu akzeptieren wenn das überwinden nicht klappt. Wenn's nicht geht, geht's halt nicht, nimm dir das nicht übel! Und versuch dich nicht zu verpflichten, weder hier, noch bei Freunden, noch in Therapie.

Und langsam spüre ich, dass die Aufgebe. Ich mag nicht mehr gegen mich selbst kämpfen.

Versteh ich nur zu gut, und das geht schon auch irgendwie sich nicht zu bekämpfen, aber ob man damit auf Dauer durchkommt sich nie und zu nichts zu überwinden weiß ich wirklich nicht (muss gestehen ich versuch's trotzdem^^), glaub auch irgendwie nicht dass das gleiche ist... denk mal drüber nach, über's kämpfen (warum selbstbekämpfen?), hab so den Eindruck (haupts. durch deinen anderen Faden) du hasst dich mindestens anteilig recht heftig und dein kämpfen ist mehr Ausdruck davon als von Hemmung oder Angst (ist aber nur reine Vermutung und ich will damit nicht im geringsten sagen dass die Hemmungen/Blockaden/Ängste deswegen irgendwie "nichts" wären oder sowas, im Gegenteil.)

Ich habe generell ein Problem mit Nähe. Anfangs läuft es meist sehr gut aber nach einer Weile kommt fast immer der Rückzug. Sobald eine Person mir zu Nahe kommt, ziehe ich mich zurück oder werde glaube ich sogar Abweisend.

Nimm dir auch das nicht übel! Beobachte dich dabei und die wahrscheinlich in die Zukunft blickenden Ängste diesbezüglich ("was passiert wenn er mir noch näher kommt"). Vielleicht ist's sogar sinnvoll diesem Automatismus bewusst zuvor zu kommen, also beim leisesten Fluchtinstinkt entscheidenderweise ein wenig zurückziehen/Abstand schaffen, dann lässt sich das vielleicht im Rahmen halten und artet nicht bis zur Totalblockade aus, aber das ist vielleicht individuell verschieden ob das Sinn macht und bietet auch etwas Selbsttäuschungspotential.

Mqammumt86


Hallo,

erstmals Danke für eure Antworten.

Themen über die ich nicht reden darf(Sprechverbote innen)

Ja das mit dem "Sprechverbot" kenne ich auch. Ein Teil in mir verbietet es mir zu sprechen. Ich hatte sogar einmal eine für mich wirklich krasse Situation in der Therapie. Ich habe über etwas geredet was mich emotional sehr aufgewühlt hat (so genau weis ich es leider nicht mehr). Plötzlich schlug meine Stimmung um und ich habe eine Wut auf mich selbst gefühlt. Als mich der Therapeut dann gefragt hat wieso das so ist, hörte ich eine innere Stimme die mir sagte: "Weil du über Verbotenes gesprochen hast!". Das hat mir damals richtig Angst gemacht.

Ist es die Scham, hast du Angst dass er dich nicht ernst nimmt, dich auslacht? Vor diesen Dingen brauchst du keine Angst haben, er ist Therapeut, er wird dich ernst nehmen. Aber ist natürlich leichter gesagt als getan.

Irgendwie ja und irgendwie auch nicht. Das Verrückte ist der rationale Teil in mir weis, dass es keinen Grund gibt Angst zu haben und dass ich ihm alles anvertrauen kann was ich möchte. Aber ein anderer Teil in mir - wahrscheinlich meine Gefühlwelt - sieht das nicht so. Mein Therapeut meint, dass ich versuche meine Gefühle und mein Denken strickt von einander zu trennen, was natürlich nicht klappen kann.

Was mir auch aufgefallen ist, das du bisher nur bei männlichen Therapeuten warst? Vielleicht mal mit einer Therapeutin versuchen?

Ich war auch schon mal etwas längere Zeit (leider kann ich den Zeitraum beim besten Willen nicht benennen, aber ich schätze es waren ein paar Monate) bei einer Frau in Therapie, aber da lief es sogar noch schlechter, wobei ich damals auch nicht wirklich bereit für eine Therapie war. Wobei wenn ich so nach denke, habe ich mich bisher eigentlich immer Frauen anvertraut wenn es wirklich schlimm war (Mutter, Cousine, Arbeitskollegin). ":/

Ich habe mir diverse Themen aufgeschrieben und meine Gedanken dazu. Wollte den Zettel als Stütze verwenden. Aber das hat es noch schlimmer gemacht.

Inwiefern?

Einerseits wollte ich mir damit eine Art Ziel schaffen, bzw. es mir selbst schwerer machen den mir aktuell im Kopf herumspuckenden Gedanken auszuweichen. Und es waren jetzt nicht so wirklich schwerwiegende Themen. Und anderseits wirklich als Gedächtnisstütze, da mein Kopf manchmal von einer Minute auf die andere plötzlich leergefegt ist und mir plötzlich nichts mehr einfällt.


Ich bin so dankbar für eure Antworten und möchte eigentlich noch auf einige eingehen, aber ich merke gerade, dass ich gerade komplett überfordert werde. Komme seit gut 45 Minuten nicht mehr weiter und der Druck alles wieder zu löschen wird immer größer. Aber zumindest habe ich zum Teil das Gefühl, dass es mir geholfen hat hier zu schreiben. Habe morgen wieder die nächste Therapiesitzung und bin gespannt wie es diesmal ablaufen wird.

vyamxp28


:)^ Ich finde es klasse das du dich wieder gemeldet hast :) Es ist egal wieviel du schreiben kannst, wenigstens hast du etwas geschrieben. Du machst das gut, auch mit kleinen Schritten kommt man ans Ziel. :)z

Ich hab morgen auch Therapiestunde um 13 Uhr. Sonst eigentlich immer Do. Ich drücke dir ganz fest die Daumen das die Stunde besser wird und wenn du nicht reden kannst, dann ist es eben so. Setze dich nicht so unter Druck. Evtl. könntest du dort wenn du wieder nicht reden kannst, etwas aufschreiben. Also dort während der Stunde.

Kann nicht viel mehr schreiben, da ich gleich ins Bett muss. Aber das mit der Stimme, kann verstehen dass es Angst macht. Aber es ist ein Teil von dir...davor brauchst du keine Angst haben. Denke nicht das es Halluzinationen waren, sondern es war ein Anteil der sich in dir gemeldet hatte und evtl. sorgen so manche oder einer in dir dafür, das reden sehr schwer fällt. Vielleicht wäre es gut, kontakt mit diesem Anteil zu bekommen. Und ihn zu fragen, wieso reden nicht klappt? Sprechverbote sind mies. :(v Aber die haben ihre Gründe. Aber mehr dazu morgen. Wenn du mehr über die Geschichte mit den Anteilen wissen magst, kannst du mich auch gerne über PN anschreiben.

Lg Vamp28

P<lüsgchbixest


Könntest du dich denn schriftlich öffnen?

P{lüscFhbixest


Hätte mir erst alles durchlesen sollen.

Da hatte jemand schon dieselbe Idee.

M8amm4ut86


:)^ Ich finde es klasse das du dich wieder gemeldet hast :) Es ist egal wieviel du schreiben kannst, wenigstens hast du etwas geschrieben. Du machst das gut, auch mit kleinen Schritten kommt man ans Ziel. :)z

Danke vamp28.

Ich hab morgen auch Therapiestunde um 13 Uhr. Sonst eigentlich immer Do. Ich drücke dir ganz fest die Daumen das die Stunde besser wird und wenn du nicht reden kannst, dann ist es eben so. Setze dich nicht so unter Druck. Evtl. könntest du dort wenn du wieder nicht reden kannst, etwas aufschreiben. Also dort während der Stunde.

Heute ging es mir wieder etwas besser in der Stunde. Der Anfang war wie gewohnt schwierig. Ich schaffe es leider nach nun über 9 Monaten noch immer nicht den Anfang zu machen. Wir begrüßen uns und dann kommt das Schweigen bis endlich der Therapeut den Anfang macht - lässt mich da immer etwas zappeln. Dann ging es ein Weilchen, bis ein größerer Einbruch kahm. Diesmal hatte ich irgendwie gleich einen kompletten Blackout. Kann mich an ein paar Minuten von seinem Gerede gar nicht erinnern. Hab nur plötzlich wieder mitbekommen, dass er fragte: "Was halten sie von der Idee?". Die Frage bzw. der überraschende Umstand, dass ich absolut keine Ahnung hatte von welcher Frage er spricht hat mich dann überraschenderweise aus meinem Schweigen gerissen. Dann hatten wir doch noch einige Minuten ein halbwegs gutes Gespräch.

Hoffe deine Stunde ist auch gut gelaufen. @:) Wünsche dir für deine Therapie alles Gute.

Aber das mit der Stimme, kann verstehen dass es Angst macht. Aber es ist ein Teil von dir...davor brauchst du keine Angst haben. Denke nicht das es Halluzinationen waren, sondern es war ein Anteil der sich in dir

Nein. Es waren definitiv keine Halluzinationen. Es war einfach eine innere Stimme die für mich trotzdem sehr bedrohlich wirkte. Denn dazu kahm auch das Gefühl etwas wirklich schlimmes gemacht zu haben. Ich habe wohl für einen Teil in mir eine klare Grenze überschritten und dafür gehörte ich wohl regelrecht bestraft.

Ich habe auch heute wieder gemerkt und dem Therapeuten gegenüber auch glaube ich das erste mal angesprochen, dass ich auf irgendeiner Weise regelrecht Angst davor, was ich alles über mich erfahren könnte. Ich kann nicht so wirklich sagen wovor genau, aber irgendwie habe ich eine Angst, dass da eine "Dunkle Seite" in mir ist, die ich lieber nicht kennen lernen möchte.

Ich mache mich gerade für das was ich hier schreibe komplett fertig. Sag mir immer wieder murmelnd, was für ein Idiot ich doch bin. Bekomme Suizidgedanken (die sind eigentlich sowieso meine andauernden Begleiter). Wobei ich das anderseits auch immer dafür deute, dass ich auf dem richtigen Weg zu sein scheine.

hab so den Eindruck (haupts. durch deinen anderen Faden) du hasst dich mindestens anteilig recht heftig und dein kämpfen ist mehr Ausdruck davon als von Hemmung oder Angst

Ein großer oder vielleicht sogar extremer Selbsthass ist höchstwahrscheinlich da, aber das schlimme ist ich spüre ihn nicht bzw. ist es mir nicht klar. Wieso ich trotzdem davon ausgehe? Erstens weil ich jahrelang einen extremen Selbsthass hatte bzw. ihn damals auch gespürt habe und ich nicht denke, dass ich ihn überwunden habe. Anderseits auch weil ich noch immer von teils schlimmen Suizidgedanken geplagt werde. Und dann noch wegen den Bildern die mich meistens plagen wenn ich ins Schweigen verfalle: Ich schlitze mir meinen Unterarme auf. Fahre mit dem Auto gegen einen Baum. Springe in die Tiefe. Usw.

Wieso ich verstärkt von Angst rede bzw. ich diese auch im Titel erwähnt habe ist der Umstand, dass diese bei der Therapie aktuell neben Trauer, die manchmal einen aber dafür dann heftigen Gastauftritt hat, die einzige dauerhaft spürbare Gefühlslage ist. Aber vielleicht täusche ich mich auch. Es ist für mich sehr schwer Gefühle wirklich zu beschreiben bzw. sie zuzuordnen. Da scheint bei mir irgendwas gewaltig eingerostet zu sein.

M^am`mut8D6


Habt ihr eigentlich zu Beginn der Therapie konkrete Ziele formuliert?

Nicht so wirklich. Er hat mich zwar gefragt wieso ich die Therapie machen will, aber wirkliche Ziele haben wir nicht vereinbart. Meine Ziele waren halt: Offener zu sein. Wieder mehr Lebensqualität zu finden. Mehr aus meinem Schneckenhaus herauszukommen.

Ich hatte schon öfters den Gedanken, ein Schreiben zu verfassen, wo ich meine Ziele usw. niederschreibe und welches ich dann unterschrieben meinem Therapeuten gebe. Eigentlich wollte ich das mal mit dem Therapeuten besprechen was er davon hält, ob der Schuss nicht eventuell nach hinten losgehen könnte, da es noch mehr Druck auslösen könnte usw. Aber bisher habe ich mich nicht getraut bzw. rede mir immer wieder ein, dass das ja eine schwachsinnige Idee ist. Hat das vielleicht schon jemand gemacht?

S!. walglisixi


Ein großer oder vielleicht sogar extremer Selbsthass ist höchstwahrscheinlich da, aber das schlimme ist ich spüre ihn nicht bzw. ist es mir nicht klar.

Ich glaub das ist relativ normal dass man ihn oft nicht soo direkt merkt und wahrscheinlich auch gut so - Selbstschutz damit man ihn nicht allzu destruktiv auslebt. Sich des Selbsthasses bewusst zu sein ( :)^ ) ist aber wohl Vorraussetzung was dran zu machen. Bei mir hat übrigens reine Beobachtung und dadurch die langsame Bewusstwerdung um die Gründe und die Selbstverzeihung dieser mehr geholfen als alles andere. Irgendwelche esoterischen "ich hab mich lieb"-Affirmationen oder sowas eher nicht so (allerdings ist sowas insofern vielleicht dennoch interessant weil's auch Beobachtungspotential bieten kann wenn da gleich direkte Auflehnung dagegen oder anderes aufbrandet).

Wieso ich verstärkt von Angst rede bzw. ich diese auch im Titel erwähnt habe ist der Umstand, dass diese bei der Therapie aktuell neben Trauer, die manchmal einen aber dafür dann heftigen Gastauftritt hat, die einzige dauerhaft spürbare Gefühlslage ist. Aber vielleicht täusche ich mich auch. Es ist für mich sehr schwer Gefühle wirklich zu beschreiben bzw. sie zuzuordnen. Da scheint bei mir irgendwas gewaltig eingerostet zu sein.

Von täuschen kann man da bestimmt nicht sprechen, selbst wenn da was ist ist es wohl tief versteckt und das ist ja auch Selbstschutz und/oder Folge der Depris. Stress dich diesbezüglich nicht (und ansonsten natürlich auch nicht).

Ich habe auch heute wieder gemerkt und dem Therapeuten gegenüber auch glaube ich das erste mal angesprochen, dass ich auf irgendeiner Weise regelrecht Angst davor, was ich alles über mich erfahren könnte. Ich kann nicht so wirklich sagen wovor genau, aber irgendwie habe ich eine Angst, dass da eine "Dunkle Seite" in mir ist, die ich lieber nicht kennen lernen möchte.

Gute Erkenntnis ... was du damit anfängst ergibt sich glaube ich automatisch, also auch da keinen Stress :-) Ich würd sagen nimm's so hin, dass da was dunkles ist und auch dass du erstmal nix davon wissen willst. Letzteres löst sich wenn du dazu bereit bist und wenn nicht dann ist das auch ganz normal. Kann aber ganz interessant sein dort *verlock* ]:D ;-D ;-)

m|o$nd+sbtexrne


Ich hatte schon öfters den Gedanken, ein Schreiben zu verfassen, wo ich meine Ziele usw. niederschreibe und welches ich dann unterschrieben meinem Therapeuten gebe. Eigentlich wollte ich das mal mit dem Therapeuten besprechen was er davon hält, ob der Schuss nicht eventuell nach hinten losgehen könnte, da es noch mehr Druck auslösen könnte usw. Aber bisher habe ich mich nicht getraut bzw. rede mir immer wieder ein, dass das ja eine schwachsinnige Idee ist. Hat das vielleicht schon jemand gemacht?

Ich finde das eine gute Idee. Ich habe es auch schon mal gemacht. Es war damals allerdings nicht meine Initiative, sondern ich wurde darum gebeten.

Leider ist das, was ich da geschrieben habe, anschließend auf Nimmerwiedersehen in der Schublade verschwunden. Aus dieser Erfahrung heraus würde ich Dir also empfehlen, es nicht nur aufzuschreiben, sondern auch im Gespräch darauf hinweisen.

Hellsehen kann ich auch nicht, deswegen kann ich Dir auch nicht sagen, ob der Schuss eventuell nach hinten los geht. Ich habe bei mir jedoch rückblickend festgestellt, dass ich mir im stillen Kämmerlein im Grunde genommen immer das Richtige überlegt habe. Es hat mir dann nur an Mut gefehlt, es auch im therapeutischen Rahmen durchzusetzen. Von daher würde ich Dich ermuntern, es mit dem Therapeuten zu besprechen.

Besprechen heißt ja auch noch nicht, es auch umzusetzen, sondern erstmal nur die Möglichkeiten auszuloten. Das würde ich auf keinen Fall verkehrt finden.

@:)

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz   © med1 Online Service GmbH