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Angst mich zu öffnen

Mcamrmu(ti86


Die letzten beiden Stunden sind wieder sehr schweigsam verlaufen. Am Freitag habe ich wieder glaube ich 4-5 Sätze gesprochen und gestern eigentlich wieder mal gar nichts.

Am Freitag hat mein Therapeut nun eine eigentlich schon denke ich unkonventionelle Methode angewandt. Er hatte ein Märchenbuch dabei und wollte mit mir zusammen ein Märchen lesen und darüber diskutieren. Er hatte diese Idee eigentlich auch schon die Stunde zuvor angekündigt bzw. über die Idee gesprochen. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass er ohne ein klares Ja von mir das wirklich vor hat.

Ich kahm in den Raum und bin gleich mal erschrocken als ich das Buch sah. Von da an spürte ich sofort eine Panik und extreme Unsicherheit. Wusste nicht wie ich nun reagieren sollte. Konnte noch ein paar Sätze herausbringen und dann war wieder das Schweigen da. Ich glaube es setzte ein als er mich Fragte ob wir nun ein Märchen lesen oder nicht. Ich wollte ihm eigentlich sagen, dass ich spüre, dass sich jede Zelle von mir dagegen sträubt aber ich schaffte es nicht den Mund aufzumachen. Wobei ein kleiner Teil von mir wollte es auch versuchen bzw. dachte dieser Teil auch er muss es versuchen.

Habe zu dem muss eigentlich noch einen Gedankengang was auch mit dem Schweigen zu tun hat, aber ich schaffe es nicht ihn in Worte zu fassen bzw. ihn hier nieder zu schreiben und glaube ich somit wirklich zu realisieren.

Wollte dem Therapeuten auch sagen, dass ich nicht mehr möchte, dass er mich mit so was überrascht ohne, dass ich dazu Ja sage. Muss dazu aber auch sagen, dass der Therapeut diesen Vorschlag in der Stunde zuvor ja auch gemacht hatte, aber ich es nicht schaffte dazu etwas zu sagen. Ich vermute er dachte sich dadurch einfach er probiert es halt mal.

Den Beginn der Montagsstunde weis ich nicht mehr so genau. Aber von ihm kahm sehr schnell die Frage "Was ist den ihr Konzept zu der Therapie?". Danach war es bei mir komplett aus. Es kahm wieder so eine extreme Unsicherheit denke auch Angst auf. Wusste nicht recht was ich sagen sollten. War mir auch gar nicht klar wie er die Frage genau meinte. Wollte nachfragen, aber brachte wieder kein Wort heraus.

Dann sagte er noch ich solle einfach sagen was mir im Kopf herumschwirrt. Es gäbe kein richtig oder falsch. Aber genau da liegt denke ich ein Teil des Problems bei mir. Ich habe die ganze Zeit Angst es falsch zu machen. Ich kann gar nicht beschreiben was ich denke falsch zu machen. Der Gedanke ist irgendwie so diffus. In der Art: Du weist ja nicht wie es richtig geht also muss alles was du machst falsch sein.

Dieser Moment hat mich wieder etwas aufschrecken lassen, weil ich ihm diesen Gedankengang mitteilen wollte, aber es hat nicht gereicht damit ich den Mund aufbekomme.


Generell ist mein Therapeut der Meinung, dass wir aktuell versuchen sollten nicht über mich zu sprechen. Sondern versuchen sollten mit "Smalltalk" eine bessere Beziehung aufzubauen um dann nach ein paar Stunden zu versuchen uns langsam wieder mir und meinen Problemen zu widmen. Aber leider kann ich auch das nicht zu lassen. Einerseits bin ich zum Teil schon zu verkrampft um überhaupt an einem Gespräch teil zu nehmen. Zu einem anderen Teil kommt bei einem solchen Vorschlag ein ziemlich starkes Misstrauen durch. Das äußert sich durch Gedanken wie: Pass auf der will jetzt nicht einfach nur Smalltalk mit dir führen sondern will dich austricksen und dich dazu bringen über Dinge zu sprechen über die du eigentlich nicht sprechen willst. Ich hinterfrage also seine Absichten. Rational ist mir dabei eigentlich wieder klar, dass es nicht so ist aber Gefühlsmäßig sieht es komplett anders aus und dagegen komme ich irgendwie nicht an.


Ich finde das eine gute Idee. Ich habe es auch schon mal gemacht. Es war damals allerdings nicht meine Initiative, sondern ich wurde darum gebeten.

Leider ist das, was ich da geschrieben habe, anschließend auf Nimmerwiedersehen in der Schublade verschwunden. Aus dieser Erfahrung heraus würde ich Dir also empfehlen, es nicht nur aufzuschreiben, sondern auch im Gespräch darauf hinweisen.

Ich habe so etwas ähnliches auch schon mal gemacht. Bei meinem letzten Krankenhausaufenthalt haben alle Patienten einen Zettel bekommen, auf dem so Floskeln Standen wie: Ich werde in der Therapie nichts unternehmen was mir schaden würde! Ich werde versuchen mich in die Therapie einzubringen!. Diesen Zettel sollten wir in Ruhe und alleine durchlesen und dann unterschreiben. Muss leider zugeben, dass ich es nicht geschafft habe meine Unterschrift darunter zu setzen. Etwas hat mich davon abgehalten. Dachte mir damals: Ja wenn sie dann kommen und den Zettel einsammeln kommen sagst du es und dann sprichst du darüber, aber leider fragte nie wieder jemand nach diesem Zettel. Daher verschwand er dann einfach in einer Schublade von mir und ich habe nie wieder darüber gesprochen. Mich plagt noch heute eine schlechtes Gewisses deswegen.

Wegen dieser Erinnerung ist mir diese Idee auch gekommen. Ich habe auch zum Teil die Vermutung, dass ich mich damit ein wenig selbst austricksen könnte. Denn eine Absprache halte ich in der Regel immer ein auch wenn es mir noch so schwer fällt. Denn die Absprache zu brechen wäre für mich in den meisten Fällen viel schwere bzw. schlimmer als die Alternative.

Ich gehe generell fast immer den Weg mit dem aus meiner Sicht kleineren Übel, auch wenn dies bedeutet, dass mir das nicht gut tut. So zum Beispiel: Zugeben das es mir nicht gutgeht oder schauspielern = schauspielern, wegen schmerzen zum Arzt gehen oder ein paar Tage mit Schmerzen leben und hoffen das es vergeht = schmerzen, nein sagen oder was machen was mir unangenehm ist = machen was mir unangenehm ist usw.

MoammOuxt86


Gute Erkenntnis ... was du damit anfängst ergibt sich glaube ich automatisch, also auch da keinen Stress :-) Ich würd sagen nimm's so hin, dass da was dunkles ist und auch dass du erstmal nix davon wissen willst. Letzteres löst sich wenn du dazu bereit bist und wenn nicht dann ist das auch ganz normal. Kann aber ganz interessant sein dort *verlock* ]:D ;-D ;-)

Ich denke ich habe nicht Angst davor ein paar Kavaliersdelikte anzustellen. Vor Jahren hatte ich mal Angst, dass ich Amok laufen und meinen Mitmenschen etwas antun könnte. Ausgelöst wurde diese Angst damals größtenteils durch Berichte über Amokläufe in den USA. Mein Therapeut hat mich damals beruhigt indem er meinte, ich währe absolut nicht der Typ dafür. Ich würde eher mir etwas antun als irgendjemand anderen.

Es ist denke ich zum Teil wirklich die Angst ich könnte ein böser Mensch sein. Da fällt mir ein ich habe manchmal Angst so zu sein oder so zu werden wie meine Oma, von der ich immer meinte sie ist der Teufel in Person.

Auch hier würde mich interessieren: Selbstzweifel weswegen? Angst wovor? Vor den Reaktionen anderer? Bzw. denkst du, deine Probleme sind im Vergleich zu anderen Nutzern irgendwie weniger schlimm?

Es trifft beides zu. Zum Teil eine Angst vor den Reaktionen der anderen User. Und zum anderen Teil finde ich mich bzw. meine Probleme zu unwichtig um sie zu teilen. Wenn ich hier lese was andere erlebt haben und trotzdem noch ihr Leben auf die Reihe bekommen, dann frage ich mich oft: Bin ich den wirklich so schwach?

Aktuell würde ein größerer Schicksalsschlag reichen und ich währe in der Psychiatrie oder schlimmeres auf dem Friedhof.. Und diese Schicksalsschläge werden kommen und ich weis nicht ob ich jemals dafür bereit sein werde.

S2. waJlliOsii


Es ist denke ich zum Teil wirklich die Angst ich könnte ein böser Mensch sein.

Irgendwie ist jeder irgendwo ein böser Mensch, wir sind halt auch nur Tiere^^ Aber wir können uns meistens schon aktiv entscheiden wie wir handeln. Vielleicht hast du Angst du könntest es nicht entscheiden, und dass du deiner dunklen Seite ausgeliefert bist?

Wenn ich hier lese was andere erlebt haben und trotzdem noch ihr Leben auf die Reihe bekommen, dann frage ich mich oft: Bin ich den wirklich so schwach?

Wenn andere du wären und das gleiche erlebt hätten würde es ihnen wohl auch nicht anders gehen. Aber es ist natürlich generell wenig sinnvoll sich bzgl. psychischer Macken mit anderen zu vergleichen.

Aktuell würde ein größerer Schicksalsschlag reichen und ich währe in der Psychiatrie oder schlimmeres auf dem Friedhof... Und diese Schicksalsschläge werden kommen und ich weis nicht ob ich jemals dafür bereit sein werde.

Ich fühl mich auch nicht gerade gewappnet, aber was soll man da anderes machen als auf sein Glück zu vertrauen, es bringt ja nix (jedenfalls nix gutes) sich da größeren Befürchtung hinzugeben, wie's im Gegenzug wohl Schmarrn wäre sich irrtümlich für megastabil zu halten und dann besonders blöd aus der Wäsche zu glotzen wenn was passiert :-D Ich find's insofern gut dass du um deine momentane Fragilität weißt, aber sorg dich nicht unnötig wenn's geht :-) Manchmal hat man auch einfach Glück, und wenn nicht kann man dann wenn's soweit ist immer noch schaun wie man mit der jeweiligen Situation klarkommt. :)*

MPaImmutx86


Irgendwie ist jeder irgendwo ein böser Mensch, wir sind halt auch nur Tiere^^ Aber wir können uns meistens schon aktiv entscheiden wie wir handeln. Vielleicht hast du Angst du könntest es nicht entscheiden, und dass du deiner dunklen Seite ausgeliefert bist?

Es ist schwer zu beschreiben. Musste in den letzten Tagen immer wieder darüber nachdenken. Dabei kahm mir das Gefühl, dass ein Teil von mir böse sein will. Wenn ich ehrlich bin kommen mir öfters so Gedanken alles kurz und klein zu schlagen. Einfach zu toben. Ich denke, dass sich da in der letzten Zeit verstärkt meine aufgestaute Wut und vielleicht auch ein Hass meldet. Und diese Wut möchte raus, sich mal gehör verschaffen. Aber ich kann sie nicht rauslassen bzw. nur sehr begrenzt.

Ich denke ich habe Angst davor was passieren könnte wenn ich diese Gefühle herauslasse. Ja ich denke es könnte die Angst davor sein, dass ich davon übermannt werden.

ich meinte eigentlich den Nichttherapeuten denen du dich derzeit anvertrauen könntest zu schreiben, Brief/Mail oder so, so wie hier halt.

Das ist mir bei anderen Personen leider noch sehr viel schwerer vorstellbar. Eigentlich ist die mündliche Aussprache für mich noch die leichteste Art mich auszudrücken. Aber leider fällt mir sogar das extrem schwer. Wenn ich mit jemanden rede habe ich immer das Gefühl eine Belastung zu sein. Mein Gegenüber auszunutzen. Andererseits überkommt mich gleichzeitig das Gefühl mein Gegenüber ist von mir angewidert. Dass das Interesse und das Mitleid und Zutraulichkeit nur gespielt ist. Vermutlich ist mein Problem dass ich nicht Vertrauen kann.

Versteh ich nur zu gut, und das geht schon auch irgendwie sich nicht zu bekämpfen, aber ob man damit auf Dauer durchkommt sich nie und zu nichts zu überwinden weiß ich wirklich nicht (muss gestehen ich versuch's trotzdem^^),

Ich habe bisher eigentlich damit gelebt mich zu nichts zu überwinden bzw. nur zum aller nötigsten. Und ich habe eigentlich gut damit gelebt, solange halt nichts außergewöhnliches passiert ist. Aber ich mag es nicht mehr. Mag nicht mehr auf alles verzichten. Ich will endlich leben und das Leben genießen können. Mir erlauben das Leben genießen zu können.

Aber das ist schwerer als ich dachte. {:(


Gedanken bzw. Ideen zur Therapie

1. Ich möchte es schaffen, dass ich zukünftig besser darauf vorbereitet bin, was mich in der jeweiligen Therapiestunde erwartet. Aktuell ist es jedes Mal das Ungewisse. Wie wird die Stunde? Über was reden wir? Schlägt der Therapeut ein Thema vor oder nicht? Geht es bei dem selben Thema weiter wie letzte Stunde?

Ich habe mir gedacht, ich könnte dem Therapeuten jede Stunde vorher eine SMS darüber schicken worüber ich mich mit ihm unterhalten möchte. Einfach ein paar kurze Stichworte. Und den Therapeuten bitten, dass er die Stunde mit diesen Themen beginnt. Somit könnte ich das Ungewisse aus der Stunde nehmen. Mal schauen vielleicht bespreche ich das gleich heute noch mit dem Therapeuten.

2. Aktuell stört es mich, dass mir die Therapie so planlos vorkommt. Es scheint alles so chaotisch abzulaufen. Wobei das sicher mir zu verdanken ist. Ich würde mir von seiner Seite mehr Struktur wünschen. Wie einen roten Faden der sich durch die Therapie zieht.

Habe das einfach mal so für mich niedergeschrieben.

m/onfd++ste\rne


Habe das einfach mal so für mich niedergeschrieben.

Ich wünsche Dir viel Mut, Kraft und Ausdauer, es so durchzuziehen, wie Du es Dir überlegst.

Mtamwmutx86


Ich wünsche Dir viel Mut, Kraft und Ausdauer, es so durchzuziehen, wie Du es Dir überlegst.

Danke dafür. Leider hat es gestern absolut nicht geklappt. Habs mal wieder geschafft es bei "Guten Tag" und "Auf Wiedersehen" beruhen zu lassen. Aber versuch es mal positiv zu sehen. Morgen bekomm ich schon wieder eine neue Chance.

Mal ein humoristischer Gedanke am Rande:

Könnt ihn ja fragen ob ich den Rekord fürs Schweigen in seiner Therapiekarriere bereits gebrochen und somit damit aufhören kann! Sonst kann ich ja noch ein paar Stunden dran hängen. ]:D

m3onqd+!st)exrne


]:D

So geplante Gags klappen ja meistens nicht. Aber wenn es Dir gelingt sowas rauszuhauen, wär schon cool. 8-)

Ich habe die Erfahfrung gemacht, Humor kommt oft zu kurz in der Therapie. Man kann so einen Spruch raushauen, wie Du ihn beispielsweise gerade im Kopf hast. Anschließend wird bierernst darüber geredet. Irgendwie ???

Leider hat es gestern absolut nicht geklappt. Habs mal wieder geschafft es bei "Guten Tag" und "Auf Wiedersehen" beruhen zu lassen. Aber versuch es mal positiv zu sehen.

Dann schlage ich Dir eine Sichtweise vor, wie ich positives Denken verstehe. (Das was Du geschrieben hast gefällt mir nicht, weil es mir zu nahe am Denken eines Drogenabhängigen ist. Er nimmt sich täglich vor morgen auhzuhören, also nie.)

Mein positiver Denkansatz wäre: Du hast Dir schon Gedanken gemacht. Dir sind Deine Wünsche und Vorstellungen von Therapie schon klarer geworden. Du hast sie auch schon aufgeschrieben und in einem Forum gepostet. Jetzt machst Du Dich auf den langen Weg, sie umzusetzen.

Wie gefällt Dir das? Findest Du das positiv?

Ich halte es zumindest für realistisch. Es ist ein langer Weg, und ich wünsche Dir viel Glück auf Deinem langen Weg.

:)*

MgammduYt8x6


Endlich. Endlich hab ich es mal wieder geschafft eine Stunde zu sprechen. Habe glaube ich nun fast den gesamten Oktober kaum was gesprochen.

So geplante Gags klappen ja meistens nicht. Aber wenn es Dir gelingt sowas rauszuhauen, wär schon cool. 8-)

Diesen Gag habe ich natürlich nicht herausbekommen, aber irgendwie hat es mich dieser sarkastischer (?) Galgenhumor irgendwie leichter gemacht. Wie genau weis ich selbst nicht. Der Anfang war zwar auch heute wieder schwer. Aber dann gelang es mir doch ins Gespräch zu finden.

Haben dann auch über ein paar interessante Punkte gesprochen. Auch darüber, dass ich schon Angst hatte, dass er die Therapie wegen meines Schweigens abbricht. Er versicherte mir, dass ich diesbezüglich keine Angst haben muss. Aber er meinte auch, dass mich vermutlich so manch anderer Therapeut bereits rausgeschmissen hätte.

Später meinte er dann auch noch, das es wohl nicht viele Therapeuten gäbe die nachvollziehen könnten was in mir vorgeht. Diese Aussage liegt mir irgendwie noch im Magen. "Und sind sie einer von diesen?" war das erste was mir durch den Kopf geschossen ist, aber fragen habe ich mich nicht getraut. Vielleicht in der nächsten Stunde.

Ich habe die Erfahfrung gemacht, Humor kommt oft zu kurz in der Therapie. Man kann so einen Spruch raushauen, wie Du ihn beispielsweise gerade im Kopf hast. Anschließend wird bierernst darüber geredet. Irgendwie ???

Diese Erfahrung musste ich leider auch schon machen. Da bleibt einem dann plötzlich förmlich das Lachen im Halse stecken. Aber mein Therapeut lacht zum Glück aus selbst manchmal bzw. macht mal einen Scherz ist aber leider kein begnadeter Komiker..

Finde manchmal wird auch zu sehr auf jedes einzelne Wort geachtet. Wenn ich dann mal in einem etwas lockerem Gespräch nicht so sehr auf die Wortwahl bzw. die Formulierungen achte, wird plötzlich jedes einzelne Wort auf die Waagschale gelegt. Da erschrecke ich dann schon manchmal und merke wie es mich verunsichert.

Leider hat es gestern absolut nicht geklappt. Habs mal wieder geschafft es bei "Guten Tag" und "Auf Wiedersehen" beruhen zu lassen. Aber versuch es mal positiv zu sehen. Morgen bekomm ich schon wieder eine neue Chance.

Dann schlage ich Dir eine Sichtweise vor, wie ich positives Denken verstehe. (Das was Du geschrieben hast gefällt mir nicht, weil es mir zu nahe am Denken eines Drogenabhängigen ist. Er nimmt sich täglich vor morgen auhzuhören, also nie.)

Mein positiver Denkansatz wäre: Du hast Dir schon Gedanken gemacht. Dir sind Deine Wünsche und Vorstellungen von Therapie schon klarer geworden. Du hast sie auch schon aufgeschrieben und in einem Forum gepostet. Jetzt machst Du Dich auf den langen Weg, sie umzusetzen.

Wie gefällt Dir das? Findest Du das positiv?

Es war ehrlich gesagt nicht wirklich ernst gemeint. Aber muss gerade sehr über deinen Denkansatz nachdenken. Ob ich dem ganzen wirklich etwas positives entnehmen kann. Ich glaube ich sehe zu selten was ich schon geschafft habe und beschäftige mich zu sehr damit was mir nicht gelingt.

mhond?+ste,rn0e


Endlich hab ich es mal wieder geschafft eine Stunde zu sprechen.

:)^

Ich glaube ich sehe zu selten was ich schon geschafft habe und beschäftige mich zu sehr damit was mir nicht gelingt.

Ich finde es auch sehr schwierig, da ein gutes Gleichgewicht zu finden. (Das Positive zu sehen und das Negative nicht zu übersehen.)

Also, sei mutig, hau mal einen Gedanken raus! Ich bin gespannt, was dann passiert.

@:)

m$ond+stexrne


Achso, und was ist aus Deinen Gedanken und Ideen zur Therapie gworden?

M<ammu~t86


Achso, und was ist aus Deinen Gedanken und Ideen zur Therapie gworden?

Ich habe zwar an diese Punkte gedacht, aber leider noch nicht den Mut aufgebracht sie auszusprechen. Hatte wieder mit starken Zweifeln zu kämpfen. Will ich das den wirklich? Sind das nicht dumme Ideen? Das ist doch peinlich!

Und dann auch wieder diese "Ach das machst du nächstes mal." Eigenverarsche.

Immer diese zwei Teile in mir. Der eine rationale, dem klar ist, dass er nichts zu befürchten hat. Der auch alles gerne besprechen würde. Der sogar neugierig auf die Ansicht des Therapeuten ist. Aber auf der anderen Seite meine Gefühlsseite (??) die andauernd verunsichert und ängstlich ist. Die meist viel zu viel Nachdenkt.

s[unshiVne83


Mir scheint, du setzt dich selbst sehr unter Druck. Kenne das von mir selber. Habe dann Gedanken jetzt must du was bringen. Ich bin viel zu stikl, ich langweile die anderen.

Wenn du ohne Erwartungen ran gehst, funktioniert es bestimmt viel besser

m)ond5+st]exrne


Ich finde Deine Ideen gut. :)^

Deine Zweifel sind ebenso berechtigt. Ob Deine Ideen im Rahmen der Therapie durchsetzbar sind und am Ende zum Erfolg führen, kann man nicht wissen. Ich würde es deshalb sinnvoll finden, es auszuprobieren.

Im Bezug auf den Druck kann ich mich sunshine83 nur anschließen. Es geht darum, Dich weniger unter Druck zu setzen, die Ansprüche an Dich niedriger zu hängen, dann verbessern sich Deine Chancen auf einen kleinen Erfolg.

Den brauchst Du!

:)*

M|amrmut86


Am Freitag war es bei der Therapie wieder schlimm. Nicht nur, dass ich wieder nicht sprechen konnte, sondern ich fühlte mich diesmal auch richtig schlecht. Die Stunde begann wie immer schweigsam, da ich es nicht schaffe den Anfang zu machen und der Therapeut immer etwas abwartet bevor er dann den Anfang macht.

Dann sagte der Therapeut, dass ich der einzige seiner Patienten sei der nicht den Anfang macht. Ich der einzige bin der ihn dazu bringt jedes mal den Anfang zu machen. Dann meinte er noch, ich solle darüber nachdenken, was ich ihn anderen auslöse.

Ich habe mich durch diese Aussagen denke ich angegriffen gefühlt. Es löste in mir zugleich eine große Schuld aus. Danach auf seine Fragen zu antworten bzw. überhaupt noch ins Gespräch zu finden war für mich dann überhaupt nicht mehr denkbar.

Ich glaube jedoch nicht, dass er es so negativ gemeint hat. Ich möchte auch gerne morgen diese Situation ansprechen. Gegenüberstellen wie ich es empfunden haben, wie ich es aufgefasst habe und wie er es gemeint hat. Aber das wird denke ich schon ein hartes Stück Arbeit. Mich dazu zu überwinden, das gezielt anzusprechen und dabei die Nerven zu behalten. Mal sehen was kommt.

Mir scheint, du setzt dich selbst sehr unter Druck. Kenne das von mir selber. Habe dann Gedanken jetzt must du was bringen. Ich bin viel zu stikl, ich langweile die anderen.

Wenn du ohne Erwartungen ran gehst, funktioniert es bestimmt viel besser

sunshine83

Ja es gibt Momente wo ich den Druck deutlich spüre. Wo ich spüre, dass ich mich unter Druck setze, wo ich denke jetzt musst du Leistung bringen. Es ist die Erwartung das RICHTIGE zu tun bzw. zu sagen.

Aber meistens würde ich nicht sagen, dass ich so unter Druck stehe bzw. ist es mir nicht bewusst. Ich denke ich stehe schon bei allem was ich tue so unter Grundspannung, dass ich es gar nicht so wirklich kenne komplett entspannt an etwas heranzugehen.

S{. wa}llisixi


Ich glaube jedoch nicht, dass er es so negativ gemeint hat.

glaub ich eigentlich auch nicht, aber ich hätte ebenso empfunden. Weil ich halt auch gern mal den Schweigsamen/Passiven mach und das ist schon schwierig, sag ich jetzt mal absichtlich schwammig. Aber schon trotzdem ein komischer Ansatz, ich mein der fühlt sich nicht nur schuld machend an er ist es ":/

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