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Angst mich zu öffnen

M&am\mutx86


Oh man ich denke schon wieder viel zu viel über die letzte Stunde und die heute noch kommende nach. Studiere ob ich eventuell was falsch aufgefasst haben könnte. Ob ich etwas entscheidendes nicht mitbekommen habe. Ob ich den Therapeuten eventuell verärgert habe. Darüber was ich heute für Antworten erhalten könnte, falls ich die letzte Stunde wirklich ansprechen sollte.

So viele Gedanken. Und diese spürbare Angst. Ich glaube ich habe heute richtig Angst vor der Therapiestunde. Meine Gedanken werde gerade immer düsterer und dunkler. Ich weis ich sollte nicht so denken, aber das wird heute vermutlich wieder eine sehr stille, aber dafür innerlich extrem unruhige Stunde.

m"oRnd+Csternxe


Die Angst ist vermutlich zu groß und Du wirst es deshalb nicht schaffen, es anzusprechen. Wird es so sein?

Dann versuch, Dir ein kleineres Ziel zu setzen. Vielleicht einen einzelnen Satz zu sagen wie beispielsweise: "Es gibt etwas, was ich ansprechen möchte."

Worum es geht, kannst Du dann auch noch in einer späteren Sitzung sagen. Wie wäre das?

M`a[mmutx86


@ mond+sterne

Ja. Das Problem ist auch, dass ich mich da auch immer wieder in etwas verrenne. Nachdem ich nun heute bzw. schon gestern den Gedanken gefasst habe, die letzte Stunde anzusprechen, will ich das nun auch um jeden Preis umsetzen. Ich kann mir da kaum erlauben nun das "Thema" zu wechseln und es einfach auf später zu verschieben. Oder zu sagen "Du versuchst es halt, aber wenn es dir nicht gelingt, dann sprichst du halt über etwas anderes". Ich stecke dann in dieser Sackgasse fest und finde keinen Ausweg. Nach vorne geht es nicht und nach hinten erlaube ich mir nicht zu gehen (oder zur Seite).

Dann versuch, Dir ein kleineres Ziel zu setzen. Vielleicht einen einzelnen Satz zu sagen wie beispielsweise: "Es gibt etwas, was ich ansprechen möchte."

Das mit den kleinen Zielen ist sicherlich ein Punkt den ich im Auge behalten muss. Es gibt aktuell bei mir glaube ich nur "ganz oder gar nicht". Es meinte auch schon der Therapeut verwundert: Wenn sie dann mal sprechen dann aber gleich richtig! Es ist meist so, dass wenn ich mich mal überwunden habe zu sprechen, man es mir nicht mehr anmerkt, dass es Anfang so schwierig war.

Viele haben mir wenn sie von meinen Problemen erfahren haben, es sich gar nicht vorstellen können, dass mir vieles so schwer fällt.

mSond+s/ternxe


Nachdem ich nun heute bzw. schon gestern den Gedanken gefasst habe, die letzte Stunde anzusprechen, will ich das nun auch um jeden Preis umsetzen.

Du willst es um jeden Preis und Deine Angst hält Dich davon ab.

Es geht darum, diesen inneren Widerspruch aufzulösen. Wenn es Dir gelungen ist, gib mir bitte bescheid, denn mir ist es bisher leider noch nicht gelungen.

Viele haben mir wenn sie von meinen Problemen erfahren haben, es sich gar nicht vorstellen können, dass mir vieles so schwer fällt.

:)_

Mtam?mutx86


Hab heute wie erwartet wieder kein Wort herausgebracht. Und mir geht's schlecht, richtig schlecht. Die Suizidgedanken bzw. Phantasien sind so stark wie schon länger nicht mehr. Ich weis nicht ob es Hass ist oder die Sehnsucht danach, dass es endlich vorbei ist. Muss daran denken, dass ich möglicherweise ein Hoffnungsloser Fall bin. Dass es wahrscheinlich am besten ist wenn ich entmündigt und weggesperrt werde. Wenn ich ehrlich bin, bin ich doch gar nicht in der Lage ein eigenständiges Leben zu führen.

Dann wieder diese Gedanken: Mir eine Rasierklinge über den Arm zu ziehen. Habe eigentlich kein SVV. Habe es nur einmal ein paar Tage lange gemacht. Aber diese Gedanken, diese Bilderkommen immer wieder. Oder der Gedanke Tabletten zu schlucken. Wo runter zu springen. Mit dem Auto einen Unfall zu bauen. Es einfach zu beenden.

Seit dem Ende der stunde kommen mi immer wieder die Tränen. Aber kann mit niemanden reden. Verkriech mich in meinem Zimmer und versuch mich irgendwie zu beschäftigen. Verkriech mich eigentlich schon seit langem immer nur. Leben kann man das nicht mehr nenne. Höchstens überleben.

Ich glaub mit jeder Stunde die ich Schweige verliere ich mehr die Hoffnung.

m[ond+vstexrne


Tut mir leid.

:)_

M;ammxut86


Tut mir leid.

:)_

Danke mond+Sterne. Ich musste mir das gestern denke ich einfach mal von der Seele schreiben. Es tat auch wirklich gut. Eine Stunde nach dem Post ging es mir auch schon wieder wesentlich besser.

mYond8+stLernxe


:)^

M0amm,ut86


Es scheint immer schlimmer zu werden. Hatte heute schon auf dem Weg zum Therapeuten ein stark mulmiges Gefühl. War unruhig, höherer Puls usw. Als ich dann bei seiner Praxis angekommen war, bekam ich glaube ich eine kleine Panikattacke. War extrem Unruhig. Spürte wie der Puls in die Höhe ging, ich schwerer zu atmen begann. Als mein Therapeut dann die Türe einen Spalt öffnete (er öffnet die Türe immer einen Spalt als Zeichen, dass ich eintreten kann), musste ich noch ein paar Minuten mit mir kämpfen überhaupt seine Praxis zu betreten und nicht einfach wieder abzuhauen.

Bin dann doch noch eingetreten, haben uns begrüßt und ich habe ich gesetzt. Aber dann habe ich kein Wort mehr gesagt. Habe mich auch kaum gerührt. Saß nur mit geschlossenen Augen da und habe mal die ersten 30 Minuten gebraucht bis ich wieder zur Ruhe gekommen bin.

Dann habe ich es mal kurz geschafft die Augen zu öffnen und ihn anzusehen, aber das war auch schon der einzige Erfolg der Stunde. Habe dann wieder mit geschlossenen Augen gewartet bis die restlichen 20 Minuten um sind. Heute hat auch er geschwiegen. Es kahmen nur ganz am Schluss 2 oder 3 Sätze.

Ich weis nicht ob ich das noch lange mitmache. Mir scheint es von Stunde zu Stunde immer schlechter zu gehen. Nicht nur in den Stunden selbst sondern generell. Das alles zieht mich immer tiefer runter.

mrondP+steMrnxe


Ja, das klingt nicht gut.

Ich weiß zugegebenermaßen nicht, was jetzt sinnvoll wäre. Einerseits liegt es nahe, den Therapeuten zu wechseln, wenn es Dich immer weiter runter zieht.

Andererseits wärst Du dann gescheitert beim Versuch, Deine Angst zu überwinden. Auch das macht es schlimmer, weil die Angst dann immer stärker wird.

Also, die Wahl zwischen Pest und Cholera. Hast Du eine Idee, wie Du aus der Nummer wieder rauskommen könntest?

Warum sagst Du nichts? Was würdest Du ihm am liebsten sagen? Würdest Du eventuell lieber mit jemand anders reden? Gibt es etwas, was Dich an ihm stört? Brauchst Du mehr Vertrauen?

Sd. walolisixi


Das alles zieht mich immer tiefer runter.

Wenn du jetzt den Eindruck hast die Therapie macht alles schlimmer und nun beschließen würdest abzubrechen, wie ginge es dir dann damit? Auch nicht gut? (wenn doch, dann brich ab und schau nach ner anderen Möglichkeit (meiner Meinung nach, die natürlich mit Vorsicht zu genießen ist))

Ich frag weil's mir theoretisch (nur eine Idee und muss absolut nicht stimmen) möglich scheint dass es eine gezielte unterbewusste Absicht ist dass dir nicht gut geht, und dass auch deine Redeblockade auch diesem Zweck dient (zusätzlich sozusagen, einbilden tust du dir die Hemmung sicher nicht).

Siehst du keine Möglichkeit irgendwie gnädig mit dir zu sein? Vllt wäre ein größerer Erfolg als das Sprechen dort dir das Schweigen nicht mehr übel zu nehmen. Oder wär's möglich wenn du jetzt wirklich abbrechen solltest, dich nicht dafür zu verurteilen?

Was du auch tust, trete dir nicht auch noch selbst in den Arsch, das hast du nicht verdient :)*

übrigens:

Seit dem Ende der stunde kommen mi immer wieder die Tränen.

wenn sowas eher selten ist dann könnte das auch ein gutes Zeichen sein: Offenheit wo vorher keine war, vllt schon wieder zu aber wo einmal auf war geht's auch wieder auf.

Sei so gut es geht nachsichtig und geduldig mit dir. Du schriebst du würdest sonst immer leichte Wege wählen, Dingen ausweichen und so, aber andererseits bist du extrem hart zu dir und als Davonlaufspezialist kann ich dir da nur sagen: wenn schon kneifen dann am besten so dass dir nachher net noch schlechter geht :)*

M&ammutx86


Warum sagst Du nichts?

Aktuell weis ich die Antwort darauf nicht. Was mir am ehesten immer wieder in den Kopf kommt ist: Ich will nicht! %:|

Aber eigentlich will ich ja, zumindest denke ich das die ganze Zeit.

Was würdest Du ihm am liebsten sagen?

Es sammelt sich eigentlich langsam immer mehr an was ich ansprechen möchte. Da währen aktuell folgende Punkte:

1. Hätte ihm heute sagen sollen, dass ich nächste Woche den Termin am Mittwoch nicht einhalten kann, da ich beruflich nach Slowenien muss.

2. Möchte ihn schon seit Monaten fragen ob er mir einen Psychiater empfehlen kann. Traue mich leider keinen anzurufen bzw. kann mich einfach nicht entscheiden. Habe einmal den Mut gefunden meine alte Psychiaterin anzurufen bei der ich vor Jahren mal in Behandlung war, aber leider die Antwort bekommen, dass sie keine weiteren Patienten mehr aufnimmt.

3. Möchte mit ihm diverse Punkte besprechen von denen ich mir eventuell eine Besserung der aktuellen Situation erhoffe. Aber ich traue mich einfach nicht die Punkte zum Gespräch zu machen.

4. Will ihn schon länger etwas zu einer bestimmten Persönlichkeitsstörung fragen. Diese wurde bei mir zwar nie so richtig diagnostiziert (man meinte im Krankenhaus einmal nur ich würde leichte Tendenzen dazu zeigen), aber ich wollte es trotzdem aus reiner Neugierde besprechen.

5. Habe schon länger im Hinterkopf, dass ich besprechen sollte, dass ich nun seit fast schon einem Jahr meiner nun fast 4 jährigen Cousine aus dem Weg gehe bzw. den Kontakt meide bzw. ich mich schlecht fühle in ihrer Gegenwart. Sie ist die Tochter eines Onkels von mir bei dem ich mich eigentlich sehr wohl fühle. Ich hatte früher mir ihr immer ziemlichen Spaß. Konnte einfach mit ihr herumtollen. Blödsinn machen. Einfach irgendwie kindlich herumblödeln. Aber plötzlich gelang mir das nicht mehr. Ich bekam Angst ich könnte ihr nicht gut tun, schlecht für sie sein. Es ist als ob ich eine schlimme ansteckende Krankheit habe und Angst habe sie anzustecken.

6. Über zwei Bücher sprechen die ich in den letzten Monaten gelesen habe und die mich emotional stark berührt haben. In mir eine extreme Trauer und zum Teil auch einen Hass ausgelöst haben. In den Situationen die mich in diesen Büchern so stark berührt haben liegt möglicherweise vieles meiner Problematik begraben bzw. würden diese möglicherweise helfen ein besseres Verständnis zu schaffen.

7. Es gibt diverse Situationen die in den letzten Stunden passiert sind die mich verunsichern bzw. die denke ich angesprochen gehören.

8. Beitritt zu einer Selbsthilfegruppe.

9. Ob er Erfahrungen in Sachen Hypnose hat. Ich muss sagen ich habe mich zwar noch nie wirklich darüber Informiert, aber ich denke in letzter Zeit wieder vermehrt an diese Möglichkeit, obwohl ich diesbezüglich ein großer Zweifler bin.

usw.

Würdest Du eventuell lieber mit jemand anders reden?

Ich weis es nicht. Ich denke erst jetzt nicht die Nummer eins auf meiner Liste, aber ... .

Ich hatte diesbezüglich vor Jahren einmal einen Tagtraum der mir immer wieder durch den Kopf geisterte bzw. muss ich in letzter Zeit wieder vermehrt daran denken:

Ich gehe durch einen finsteren einsamen Gang im Krankenhaus. Er hat etwas sehr gespenstisches. Anfangs bin ich ganz alleine. Ich sehen und höre niemanden. Fühle mich komplett alleine und verlassen. Dann kommt eine Frau mit langen schwarzen Haaren auf mich zu. Als wir uns treffen nimmt sie mich in den Arm, wir lehnen uns an die Wand uns sinken zu Boden. Dabei beginne ich zu weinen und drücke mich an sie. Ich beginne dann glaube ich auch zu reden und von meinen Problemen zu erzählen. Sie sagt dabei kein Wort und hält mich einfach. Ihr Gesicht kann ich dabei nie sehen.

Früher habe ich immer gedacht, es währe eine Person wie die Frau in meinem Tagtraum die ich mir wünschen würde. Die mir die Sicherheit gibt ohne mich zu bedrängen. In letzter Zeit rückt für mich jedoch mehr der Umstand in den Vordergrund, dass ich mich öffnen konnte. Meine Gefühle zulassen konnte und mich voll und ganz geöffnet habe.

Gibt es etwas, was Dich an ihm stört? Brauchst Du mehr Vertrauen?

Vertrauen ist denke ich das Hauptproblem. Dieses aufzubauen scheint mir extrem schwer zu fallen. Ich denke ich brauche dafür Jahre. Was es mir in der Therapie zum Teil schwer macht vertrauen zu fassen ist der Umstand, dass es alles einseitig geschieht. Ich soll alles über mich erzählen. Ich soll über meine Gefühle erzählen. Ich soll ...

Wenn du jetzt den Eindruck hast die Therapie macht alles schlimmer und nun beschließen würdest abzubrechen, wie ginge es dir dann damit? Auch nicht gut?

Ich vermute es würde sie langsam alles wieder einpendeln. Meine Gefühlswelt würde sich denke ich wieder beruhigen. Ich würde mich vermutlich wieder besser fühlen. Aber es währe nur eine Scheinwelt. Die Besserung würde nur eintreten bzw. da sein weil ich halt wieder allem was mich belastet so gut wie möglich aus dem Weg gehe. Und das will ich nicht mehr.

Ich frag weil's mir theoretisch (nur eine Idee und muss absolut nicht stimmen) möglich scheint dass es eine gezielte unterbewusste Absicht ist dass dir nicht gut geht, und dass auch deine Redeblockade auch diesem Zweck dient (zusätzlich sozusagen, einbilden tust du dir die Hemmung sicher nicht).

Ja das könnte sein. Ich hatte früher Momente wo ich wenn es mir gut ging wo ich Freude empfand, alles versuchte um wieder in eine depressive Stimmung zu rutschen.

mkonmd+Fstexrne


Hallo Mammut86,

ich verabschiede mich mal aus der Diskussion, weil ich gerade mit anderen Dingen beschäftigt bin.

*:)

M-ammYutx86


Hallo Mammut86,

ich verabschiede mich mal aus der Diskussion, weil ich gerade mit anderen Dingen beschäftigt bin.

*:)

mond+sterne

Danke für dein Beiträge und ich wünsche dir noch eine schöne Zeit hier im Forum. Vielleicht liest man sich ja mal wieder. *:)


Ich bin aktuell gerade am ringen mit mir selbst ob ich meinem Therapeuten heute noch eine SMS für die morgige Therapiestunde schreiben soll oder nicht. Leider habe ich es bisher nicht geschafft meinen Gedankengang hierzu in der Therapie anzusprechen. Am Freitag haben wir zuerst zwar gesprochen, aber nicht über mich und meine Probleme. Nach gut 20 oder 30 Minuten bin ich dann wieder ins Schweigen verfallen.

MZammgut86


Ich habe es gerade tatsächlich geschafft eine SMS an meinem Therapeuten abzusenden:

Gute Nacht! Ich möchte Ihnen nur kurz ein paar Stichwörter für die morgige Therapiestunde schreiben. Ich hoffe dadurch das Schweigen brechen zu können. Die Stichwörter sind: Grund für diese SMS; Die Stunde vom 30.10.; Aktuelle Gefühlslage; Therapieabbruch?; Psychiater;

Ich bitte Sie auf diese SMS nicht zu antworten, da der Gedanke, dass jederzeit eine Antwort kommen könnte, mich extrem unruhig machen würde. Weiteres bitte ich Sie, sollte ich morgen in der Therapiestunde nicht gleich etwas sagen, die Stunde mit Bezug auf diese SMS zu eröffnen. Jede Minute die anfangs verstreicht macht es mir sehr viel schwerer.

Ich hoffe sie nicht zu später Stunde geweckt zu haben. Aber es hat leider lange gedauert mich hierzu durch zu ringen. Mit freundlichen Grüßen Mammut86

Bin gerade gemischter Gefühle darüber die SMS gesendet zu haben.

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