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Angst mich zu öffnen

M~ammsut8x6


Ich komme gerade aus der Therapiestunde und ich denke ich bin nun an dem Punkt angelangt, dass ich die Therapie hinschmeiße zumindest bei meinem jetzigen Therapeuten. Heute habe ich glaube ich das letzte bisschen bzw. das überhaupt vorhandene bisschen Vertrauen verloren. Er gab mir heute irgendwie so richtig das Gefühl der letzte Dreck zu sein. Diese Worte sind vielleicht hart gewählt aber sie kahmen mir gerade in den so in den Sinn.

Ich war so froh diese SMS gestern abgesendet zu haben, und er machte meinen Stolz darüber bzw. meine Hoffnungen die ich damit verband mit ein paar Sätzen zunichte. Nicht nur das, ich schämte mich auch dafür sie überhaupt gesendet zu haben.

Das Gespräch fing zuerst ziemlich gut an. Er meinte, dass ihm unklar sei auf welche Stichpunkte er den genau eingehen sollte bzw. was ich mit der SMS genau bezwecke. Ich meinte daraufhin, dass ich die Idee hatte vor jeder Stunde ein paar Stichwörter zu senden um mir den Anfang der Stunde zu erleichtern. Ich versuchte zu erklären, dass es mir so schwer fällt die Stunde zu beginnen, da es für mich immer das große Ungewisse sei was auf mich warte.

Auf diese Sätze meint er dann, meiner Meinung nach sehr ernst, ich würde den Inhalt der Stunde kontrollieren wollen und das sowieso nicht möglich währe und mein Vorhaben somit von vorneherein zum Scheitern verurteil ist. Im späten Gespräch meinte er dann noch, dass wir von der anfänglichen Vereinbarung sowieso schon komplett abgekommen sind. Diese währe, dass ich in die Stunde komme und ich offen über das Rede was mir durch den Kopf gehe. Darf ich mir also vorher gar keine Gedanken darüber machen über was ich in der Stunde reden möchte ??? ??? ? ???

Dann meinte er noch zu den anderen Stichwörtern:

Die Stunde vom 30.10.: In der Stunde haben sie ja gar nichts gesprochen! - Diese Worte haben mich sehr getroffen. Sie klangen für mich sehr Vorwurfsvoll.

Aktuelle Gefühlslage: Dazu schaffte ich kurz zu sagen, dass es mir aktuell nicht so gut gehe. Wollte eigentlich noch mehr sagen, musste aber eine Pause machen, da es mir schwer viel weiter zureden. Daher hackte er in meiner Pause ein und sagte: "Die aktuelle Gefühlslage ist sowieso immer Teil der Stunde."

Psychiater: Dazu meinte er, dass ich das für mich selbst entscheiden müsste. Dann meinte er noch, Medikamente werden ihre Probleme hier in der Stunde nicht lösen, dass muss ihnen schon klar sein.

Eigentlich wollte ich ihn Fragen ob er meint, dass eine medikamentöse Therapie nebenbei Sinn machen würde bzw. ob er mir einen Psychiater empfehlen kann. Aber ich war so geschockt von dem ganzen, dass ich kein Wort herausbrachte.

Therapieabbruch?: Hierzu sagte er, dass er in letzter Zeit das Empfinden hat dies währe ein aktuell immer wieder kehrendes Thema von mir (oder so ähnlich weis seine Worte nicht mehr so genau). Er sagte dann noch, dass ich mir im klaren sein müsste, dass dies nur ein Davonlaufen währe.

Dabei wollte ich mit ihm nur besprechen, dass mir das aktuell durch den Kopf geht und mit ihm darüber sprechen ob es vielleicht sein könnte, dass es mit einem anderen Therapeuten besser laufen könnte.


Sein ganzen Verhalten und sein Worte zu meiner SMS haben mich so geschockt und auch Wütend gemacht, dass ich heute Bewusst beschlossen habe nichts mehr zu sagen. Ich kahm mir so blöd, irgendwie auch gedemütigt und überrollt vor, dass es für mich nicht mehr vorstellbar war mit ihm weiter zu reden. Ich war absolut nicht mehr willens auch nur ein Wort mit ihm zu sprechen. Ich war sogar kurz davor, die Stunde wortlos zu verlassen.

Im Verlauf der Stunde meinte er dann noch, dass es ja ein gutes Zeichen sei, dass ich ihm die SMS gesendet habe. Es ein Zeichen sei, dass ich mich Bemühen würde einen Ausweg aus dem Schweigen zu finden. JA ICH VERSUCH ES. Aber ich fühle mich so als ob ich dafür eine in die Fresse bekommen hätte.

Ich frage ich wieso er die Stichwörter von mir sofort so Bewertet hat. Ich ging eigentlich davon aus, dass er mich zu jedem Fragen würde wie ich das meine bzw. wieso ich gerade das geschrieben habe. Stattdessen hat er gleich alles ins Negative gezogen.

Aktuell fühle ich mich in folgenden Punkten bestätigt:

Öffne dich nicht, sonst bekommst du nur wieder einen Schlag ins Gesicht!

Ich bin sowieso Therapieunfähig!

Du wirst aus der ganzen Schei..e nie rauskommen, also streng dich gar nicht erst an!

Niemand wird dich je verstehen!

{:( %:| {:(


Ich werde mir nun bis Freitag durch den Kopf gehen lassen, ob ich die Therapie nun abbreche oder nicht. Aber ich bin mir denke ich schon sehr sicher wie die Entscheidung ausfallen wird.

U_ndi.sclEose#dDesires


Hallo,

ich kann dich wirklich SO gut verstehen, alles was du schreibst kommt mir sehr bekannt vor. Vor einigen Jahren habe ich es auch mal mit einer Therapie versucht, und auch bei mir bestanden alle Stunden (zumindest zum Großteil) aus Schweigen. Mein Therapeut hat mir damals auch öfters spitze Bemerkungen, schon fast Beleidigungen, an den Kopf geworfen. Er hat mir oft unterstellt, ich sei "zu beherrscht" und ich denke, auf diese Art und Weise hat er versucht, mir gewisse Gefühlsreaktionen zu entlocken. Naja, bei mir ging das auch komplett nach hinten los und ich habe gar nichts mehr geredet.

Nach einer Weile hat der Therapeut mir zu einer stationären Therapie geraten. Er hat auch gemeint, dass das ganze so zu nichts führen würde und er mich unter diesen Umständen nicht mehr lange weiterbehandeln würde. Bei mir hat es so geendet, dass ich mich geweigert habe, in eine Klinik zu gehen und daraufhin auch von mir aus die Therapie abgebrochen habe. Später (und auch heute noch) habe ich es aber bereut, die stationäre Therapie nicht gemacht zu haben.

Vielleicht wäre das aber auch was für dich? Ich kann ja jetzt leider nicht von eigenen Erfahrungen berichten, aber ich denke so ein Aufenthalt kann einen echt viel weiter bringen. Schließlich bist du dort rund um die Uhr und in dieser Atmosphäre schaffst du es vielleicht eher, dich zu öffnen? Außerdem gibt es dort auch Therapieformen, die eher auf nonverbaler Ebene stattfinden.

Ich wünsche dir alles Gute und weiterhin viel Kraft! :)*

MQamvmut8x6


Hallo UndisclosedDesires,

ich habe bereits drei Krankenhausaufenthalte hinter mir. Diese haben ihren Zweck auch jeweils erfüllt, wobei sie sicher hilfreicher hätten sein können wäre ich kooperativer bzw. offener gewesen. Dies trifft vor allem auf den letzten Krankenhausaufenthalt zu wobei die Ärzte da auch ihren Teil dazu beigetragen haben.

Bei mir würde denke ich ein weiterer Krankenhausaufenthalt nichts bringen da ich eigentlich soweit stabil bin oder es vor der Therapie war. Es geht mir darum mehr Sicherheit und Selbstvertrauen zu erlangen um aus meinem Trott herauszukommen und ein besseres Leben führen zu können bzw. mein Leben endlich mal zu beginnen.

Außerdem gibt es dort auch Therapieformen, die eher auf nonverbaler Ebene stattfinden.

Wenn ich die Gesprächstherapie (ist übrigens eine psychoanalytische Gesprächstherapie) nun wirklich beende wird dies ein Punkt sein über den ich mich tiefere Gedanken machen werde.

vua%mp2x8


Das was dein Therapeut da abgelassen hat, stimmt nicht. Der Patient bestimmt die Stunde, was er reden mag und worüber nicht. Er hat die Kontrolle, nicht andersherum. Gut wie es bei einer psychoanalytischen Therapie ist, hab ich keine Ahnung. Bis jetzt noch nie sowas gemacht. Aber meine Therapeutin sagt mir immer, ich bestimmte. Es ist wichtig, um Vertrauen aufzubauen. Früher hatte man diese Kontrolle nicht und daher ist es umso wichtiger, dass man sie dann in der Therapie hat. Es ist auch immer gut, sich vor einer Stunde Gedanken zu machen, was man ansprechen möchte.

Vielleicht ist es auch nicht die richtige Therapieform für dich. Ich hab schon oft gehört von Leuten, das bei einer Psychoanalytischen Therapie, fast nur der Patient spricht und nicht der Therapeut. Anders ist es wiederum bei Tiefenpsychologische Therapie oder Verhaltenstherapie. Und wenn du mehr Feedback haben möchtest vom Therapeut oder Ideen, Anregungen, solltest du die Therapieform wechseln. Ich glaube schon dass dein Therapeut etwas Recht hat. Dort geht man hin, legt sich meistens auf ein Sofa, oder man sitzt und redet, was einem im Kopf herum schwirrt, über seine Gedanken, wünsche, Ziele. Über frühere Dinge. Und er analysiert das Ganze und hilft dir dabei, dich selbst zu analysieren. (Also zumindest hab ich das so gehört)

Ich denke aber auch, dass er es hätte anders formulieren sollen. Gerade wenn du kaum reden kannst, war das natürlich ein herber Schlag für dich. Ich denke die ganze Therapie bringt nichts. Du solltest erstens den Therapeuten wechseln und wichtiger, die Therapieform. Evtl. ist das einfach nicht das richtige für dich. Ich wünsche dir alles Gute. :)

sGunHshinxe83


Scheint wohl nicht so gut zwischen euch zu funktionieren. Klar sollte der Patient den Verlauf bestimmen, aber der Therapeut lenkt das ganze schon etwas

Auch sollten keine Vorwürfe erfolgen. Da fühlt man sich nur unter Druck gedetzt. Ich bin auch eher still. Da wird dann mal nachgefragt und gut ist.

M-ammunt8x6


Habe jetzt leider länger nicht mehr geschrieben da mir der Mut dafür gefehlt hat und zum Teil auch aus Scham. Scham darüber, dass ich nichts neues vorzuweisen habe.

Ich bin noch immer beim selben Therapeuten und es läuft noch immer gleich beschissen wie vorher. Ich hab an dem Freitag damals sogar den Therapieabbruch ausgesprochen aber ... ... Wir haben kurz diskutiert und ich bin dann wieder ins Schweigen verfallen, weshalb er es anscheinend nicht ganz ernst genommen hat. Daher bin ich noch immer bei ihm in Therapie.

Seit dem schaffe ich mal alle 3-4 Stunden ein Gespräch mit ihm zu führen ansonsten schweige ich. Wobei diese Gespräche dann meist auch nur von kurzer Dauer sind.

In einem habe ich auch versucht den Grund für den gewünschten Therapieabbruch, seine meinem Gefühl nach heftige Reaktion auf meine SMS von damals, zu besprechen. Da hat er mir gesagt, dass er mit überhaupt nicht böse wegen der SMS war bzw. an diesem Tag auch nicht wütend war. Er wollte auf dieses Thema dann noch genauer eingehen aber da konnte ich nicht mehr.

Ich nehme nun seit zwei Wochen einen Ausdruck von dem mit was ich damals nach der Stunde mit der SMS hier geschrieben habe, mit dem Ziel es in der Stunde vorzulesen und es mit dem Therapeuten zusammen zu besprechen. Aber leider ist es mir bis jetzt noch nicht gelungen. Auch die bitte des Therapeuten den Zettel einfach nach der Stunde liegen zu lassen, war mir nicht möglich. Da hätte ich mir lieber die Hand abgehackt und diese dagelassen.

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