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Immer wieder Panikattacken ohne Grund

3$dv1xn hat die Diskussion gestartet


Hallo an Alle, ;-)

ich (33J.) leide seit ungefähr 12 Jahren an Angststörung verbunden mit seltenen Panikattacken und den dazugehörigen seltenen depressiven Verstimmungen. Ich nehme seit ca. 1 Jahr wieder Antidepressiva (Cipralex 10mg).

Mir geht es eigentlich soweit gut. Bin auch in einer Therapie (Psychoanalyse).

Zu meiner Frage:

Ich lerne durch den Therapeuten mit meinen Gefühlen umzugehen. Stress zu erkennen, Gefühle richtig zuzuordnen. Alles gut soweit. Aber es geht mir 2 Wochen gut, als ob nichts wäre, dann geht es mir 1 Woche grottenschlecht, mit Gedanken wie Angst zu sterben, Angst vor einer Panikattacke, Angst davor nichts mehr auf die Reihe zu bekommen, Angst davor mich in eine Psychiatrie einweisen zu müssen. Und irgendwie nach ca. 1 Woche geht es mir dann wieder besser, weil ich weiß, dass es immer das selbe Thema bei mir ist.

Was kann das sein? Wieso kommen bei immer nach guten Zeiten so katastrophal schlechte Zeiten? Es gibt keine Grauzone, sondern nur schwarz oder weiß! Entweder gut oder sehr sehr sehr schlecht...

Warum?

Antworten
E}heRmaligter NIut zer (#57'266x1)


Versuch dich mal genau daran zu erinnern, was in den Tagen vor einer solchen Panikepisode passiert ist. Hast du Stress gehabt? Warst du mit einer (vielleicht auch erst kommenden!) Situation konfrontiert, in der du dich unwohl fühlst? Hattest du seelischen Stress? Beziehungsprobleme? Vielleicht auch einfach nur etwas triviales? Bei mir tritt sowas auf, wenn eine Aktion geplant ist, bei der ich weiß, dass ich sie tun muss (Angstkonfrontation), ich haber schon alleine angst vor der Konfrontation habe. Die Wartezeit davor ist für mich einfach nur der horror... Und da treten bei mir auch solche episoden auf.

Schönen Gruß!

3|dvx1n


@ ZahlenBitte

Hey... Danke für die Antwort.

Aber das ist es ja. Ich versuche immer die Situationen zuzuordnen. Natürlich ist jeder irgendwie während der Arbeit im Stress, aber ich verstehe es einfach nicht. Bewusst nimmt man den Stress gar nicht so richtig war bzw. sieht man es als solche gar nicht an. Nur was mir immer Probleme macht, sind die unbewussten Reaktionen. Das Unterbewusstsein spielt einem schon ziemlich oft einen Streich. Bewusst fühlt man sich in der Lage Stresssituationen zu bewältigen, aber unbewusst sammeln sich dann die Stressfaktoren, die meiner Meinung nach alte Angstreaktionen hervorruft und einen sehr schnell aus der Bahn bringt.

Es muss doch irgendeine Möglichkeit geben, das Unterbewusstsein so zu erziehen, dass der normale Stresslevel nicht direkt zu Angst- und Panikattacken führt...? ":/

E^hemaligYer XNutzNer (#B5726x61)


Das ist richtig. Das ist ja auch das Problem an der ganzen sache. Wie hat mein Therapeut das gesagt? Das ist wie, wenn du täglich durch eine wiese läufst. Du hast deinen Pfad, der ist auch schon niedergetrampelt. Dieser Weg ist aber schlecht für dich. Jetzt musst du den neuen Weg gehen, warten bis der niedergetrampelt ist und sich beim alten das Gras wieder aufstellt, damit du den schlechten Weg nicht findest. So scheint leider das Unterbewusstsein zu fungieren.

Hast du denn ein Ventil? Bei mir ist das enorm wichtig. Bei mir sammeln sich unbewusst viele Emotionen an, die ich in mich reinfresse. Vor allem Wut. Und dafür brauche ich, so habe ich jetzt gelernt, ein Ventil. Sport kann ein Wunderbares Ventil sein. Ein Hobby kann ein Ventil sein und auch einfach mal in den Wald fahren und alles rausschreien kann ein Ventil sein. Vielleicht läuft dein Fass ja über in solchen situationen, weil du die Emotionen einfach nicht rauslässt. Lässt man die Emotion sofort raus, kann das konstruktiv sein. Man darf auf andere sauer sein, ihnen das auch sagen. Nur eben direkt wenn die emotion da ist, da man sie dann kontrollieren kann. Dann sagst du halt "Heinrich, du gehst mir heute wirklich etwas auf die Nerven, bitte halt dich ein wenig zurück". Was schlecht ist, sind die gestauten emotionen dann rauszulassen. Erstmal Fass auskippen (z.B. mit Sport oder schreien) und dann vermeiden, dass sich emotionen anstauen. Vielleicht könnte das eine Möglichkeit für dich sein? Vielleicht staut sich einfach der Stress und irgendwann geht es halt nichtmehr. Das ist dann eine normale Körperreaktion, dass du psychisch eben weniger belastbar bist.

Was ich sagen will: Vielleicht ist es ja nicht der Alltagsstress selbst, aber eben das Ventil fehlt und der Stress sammelt sich an. Kannst du dich denn Abends nach dem Stress entspannen und RICHTIG abschalten, sodass du darüber garnichtmehr nachdenkst und es nicht an dir nagt? Wenn nein, musst das üben.

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