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Er meldet sich nicht. Und jetzt?

Ebhema.ligser Nu.tzer f(#578069x) hat die Diskussion gestartet


Hallo! Ich bin gerade ziemlich ratlos und hoffe auf Gedankenanstöße und Tipps. @:)

Ich habe vor 2 Monaten bei einem Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik einen jungen Mann kennen gelernt, in den ich mich sofort etwas verknallt habe. Trotz meiner Schüchternheit habe ich versucht einen guten Kontakt aufzubauen, was mir mehr oder weniger gelungen ist.

Ich bin vor etwa 5 Wochen aus der Tagesklinik entlassen worden, seitdem gestaltet sich der Kontakt zu ihm sehr schwierig. Ich habe ihn darauf angesprochen und er meinte zu mir, dass es ihm derzeit nicht gut geht (schwere Depressionen) und er sich deswegen sozial sehr zurückzieht.

Seit einem Kinobesuch vor 2 Wochen antwortet er gar nicht mehr.

Ich habe ihn heute zufällig bei einem Termin in der Klinik getroffen (er ist immer noch dort); er hat kein Wort gesagt und den Blickkontakt völlig vermieden.

Bei dem Treffen ist nichts vorgefallen und bisher war alles noch auf einer freundschaftlichen Basis. Er ist auch ein wirklich sehr lieber und hilfsbereiter Mensch. Deswegen verstehe ich sein Verhalten nicht. Und vor allem weiß ich nicht, wie ich damit umgehen soll. ":/

Antworten
E$llax71


Deswegen verstehe ich sein Verhalten nicht.

Die Antwort hast Du doch selbst schon geschrieben:

und er meinte zu mir, dass es ihm derzeit nicht gut geht (schwere Depressionen) und er sich deswegen sozial sehr zurückzieht.

Was ist daran nicht zu verstehen? Depressionen können einen Menschen regelrecht niederstrecken; er braucht wohl aktuell schlicht und einfach seine Ruhe.

Und vor allem weiß ich nicht, wie ich damit umgehen soll.

Sein Bedürfnis nach Ruhe und Rückzug respektieren.

Dxie pSehe9rin


ich habe das gefühl, das du wahrscheinlich fundiertere einschätzungen bekommst, wenn du die moderation bittest, deinen faden ins psychologie-forum zu verschieben.

Erhema^liger N utzegr (#5#7806x9)


Wenn das so einfach wäre..

Wüsste ich, dass er sich - sobald es ihm wieder besser geht - von selbst meldet, hätte ich kein Problem damit.

Allerdings habe ich große Bedenken, dass ich vielleicht nie wieder etwas von ihm höre und nicht genau weiß, woran es liegt. Ich neige leider dazu, mir irrsinnige Geschichten auszumalen. Er könnte ja z. B. meine Nummer irgendwie verloren haben. ":/

Das ist natürlich nicht unbedingt realistisch, aber alleine dieser Gedanke macht mich fertig.

Solange er noch in der Klinik ist, habe ich zumindest etwas "Kontrolle" über den Kontakt.

Abgesehen davon mache ich mir große Sorgen um ihn und möchte natürlich auch für ihn da sein. :-/

ERhemaliMger N!utzerM (#L57806x9)


Vermutlich hast du Recht, Die Seherin. Ich werde einen Mod bitten, den Faden zu verschieben.

MgeBdihra


Auf Wunsch von Antfortas verschoben

EQhemal:iger\ Nutze_r (#5l78069x)


Danke! @:)

So, vielleicht hat ja jemand im Psychologie-Forum eine Idee. ":/

Soll ich ihn wirklich in Ruhe lassen? Oder kann ich ihn zumindest fragen (falls ich ihn noch mal treffe) wie es ihm geht?

naimuxe88


Schwierig. Ich würde ihn erstmal in Ruhe lassen und vielleicht in ein paar Wochen mal nachfragen, ob alles ok ist (ist es für einen Depressiven natürlich nicht... :-( )

Aber das Bedürfnis nach Ruhe schon respektieren...

E2hemalicger NutzJer x(#528611)


Biete ihm doch an, dass du für ihn ein offenes Ohr hast. Er ist depressiv und wenn er wen zum reden braucht, kann er ja auf dich zukommen.

Ich fand es in meinen depressiven Phasen schön, wenn andere auf mich zu gekommen sind. Ich selbst konnte es ja nicht.

EkhemaIliger Nxutzer (#_5780x69)


Genau das ist es ja. Ich kann einfach nicht einschätzen, ob er erstmal seine Ruhe braucht oder vielleicht sogar möchte, dass ich auf ihn zukomme. Ich will mich nicht aufdrängen, andererseits mache ich mir doch große Sorgen um ihn und möchte ihm zeigen, dass ich für ihn da bin. :-/

Als ich ihn gestern in der Klinik war, ging es mir persönlich auch nicht gut - sonst hätte ich ihn mit Sicherheit angesprochen. Allerdings hat er sich da auch sehr abweisend verhalten. Ich habe ziemlich verheult auf ein Gespräch mit dem Arzt gewartet, er kam aus dem Arztzimmer und hat mich nicht mal wirklich angesehen.

Wir waren dann sogar noch gemeinsam in einer Gruppe, die eigentlich als Nachsorge für bereits entlassene Patienten gedacht ist. Auch dort hat er den Blickkontakt zu mir fast völlig vermieden und kaum etwas gesagt. Ich bin mir deswegen nicht sicher, ob es vielleicht auch an mir als Person liegt. Ich habe in dem Wartebereich mitbekommen, dass er sich zumindest für kurze Zeit flüsternd mit einer Mitpatientin unterhielt. Deswegen habe ich auch die Befürchtung, dass es vielleicht etwas mit mir persönlich zu tun hat.

Ich habe die Hoffnung, dass ich ihn bei einigen nächsten Gruppensitzungen wieder treffe. Mir liegt sehr viel an dem Kontakt, und je länger ich warte, desto größer und belastender werden meine Verlustängste. :°(

LaichtAmHowrixzont


Wenn er in Ruhe gelassen werden möchte, dann lass ihn in Ruhe. Es sei denn, die Erfüllung Deines Bedürfnisses ist Dir wichtiger als seins. Dann rechne aber nicht damit, dass das zurück kommt, was Du Dir erhoffst. Möglicherweise schlägst Du ihn damit endgültig in die Flucht, während Du mit respektvollem Verhalten die Möglichkeit offen lässt, dass er sich bei Dir meldet, wenn es ihm besser geht.

EahemalQiger Nutz2er d(#57806x9)


Ich weiß ja nicht, ob er in Ruhe gelassen werden möchte. %-|

Und eine Kontaktaufnahme würde sich ja darauf beschränken, ein bisschen nach ihm zu schauen. Ob ich etwas für ihn tun kann etc.

EIhemarliger. Nutzer (u#578069)


Ich versuche natürlich, mich so respektvoll wie möglich zu verhalten. :-/

M^arie&Cuxrie


Er antwortet nicht, verhält sich abweisend, sagte auch, dass er sich zurück zieht. Für mich klingts eindeutig und somit würde ich ihn in Ruhe lassen. Eventuell wirklich nochmal schreiben, dass du immer für ihn da bist, aber sonst.. erstmal nichts mehr.

Ejhemjalig!er Nutzyer (x#578069)


Ist es denn meistens bei Depressiven so, dass sie sich zurückziehen eben weil sie mit niemandem Kontakt haben wollen?

Ich dachte eigentlich, dass das etwas mit Antriebslosigkeit zu tun hat. Ich kann mich noch erinnern, dass er in einer gemeinsamen Gruppentherapiesitzung (als wir noch gemeinsam in der Klinik waren) sagte, dass er es in einer depressiven Phase nicht mal mehr geschafft hat, einen Freund anzurufen.. obwohl er es scheinbar wollte.

":/

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