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Er meldet sich nicht. Und jetzt?

LficRhtAmPHorizoxnt


Das Wichtigste: Ich ließ nach der Entscheidung keinen Zweifel an deren Richtigkeit mehr zu.

(SilkPearl)

:)^

EwhemaligerS Nutzer H(#421x703)


Ihr Lieben...

ich habe einige herabsetzende und beleidigende Beiträge gelöscht und möchte euch bitten, der TE den Raum zu geben, den jeder hier bei med1 zur Verfügung gestellt bekommt um seine Fragen zu veröffentlichen.

Sollte der ein oder andere User sich zu sehr über die geposteten Beiträge aufregen, steht es ihm natürlich frei, nicht weiter in diesem Faden zu lesen/schreiben.

Danke

tsunami_xe

med1 Moderation

Tyeresjal


Nein, nicht wirklich. Ich weiß vermutlich nicht mehr darüber, als der Durchschnittsbürger.

Versuche dich einmal mit den Symptomen auseinanderzusetzen, um einen Einstieg zu erlangen. Ich denke, wenn du diese erst einmal genauer betrachtet hast, wirst du manche Überlegungen verwerfen (müssen). Einen Link kann ich dir nicht empfehlen, da ich mich über mehrere Seiten (mehr Foren spezialisiert auf Depressionen für Angehörige & Betroffene) informiert hatte. Lediglich den Tipp kann ich dir geben, dich in den entsprechenden spezialisierten Foren umzuschauen, um die Ansichten von Betroffenen und auch Psychologen/ Psychotherapeuten kennen und verstehen zu lernen.

Wie meinst du das? Für mich "liest" sich das ein bisschen so, als wäre einem depressiven Menschen in seinen guten Phasen gar nicht richtig bewusst ob und welche Signale er an eine Person sendet. ":/

Der erste Satz von mir war etwas unglücklich formuliert. Mein Ex konnte zwischen der guten und schlechten Phase nicht mehr unterscheiden bzw. nicht unterscheiden, welches Gefühl das wahre Gefühl und nicht das durch die Krankheit verursachte Gefühl war. Das klingt etwas wirr, aber spiegelte für mich das wieder, was in seinem Kopf vor sich ging.

Er meinte einmal zu mir, dass er bei einem Hoch in sein altes Muster (vor der Krankheit) fiel, sprich, Kontakt mit der Außenwelt suchte, es aber dann im nächsten Moment bereute, weil er sich von der ihm entgegengebrachten Aufmerksamkeit/ Nähe erdrückt fühlte und damit einfach nicht umgehen konnte. Durch dieses stetige Hin und Her, war er zunehmend verunsichert und grübelte unentwegt vor sich hin. Weshalb er letztlich nur noch mit sich selbst beschäftigt und nicht mehr offen für Außenstehende war. Dass man als depressiver Mensch seine positiven oder negativen Phasen nicht mehr bewusst wahrnimmt, würde ich nicht verallgemeinern. Würde aber behaupten, dass ein depressiver Mensch sich keine Gedanken darüber macht, ob und welche Signale er sendet, da die Depression, alles was sein "Ich" betrifft, einnimmt (zu deutsch: ein depressiver sieht oft nur sich selbst; ist egoistisch)

Ich verstehe auch nicht, warum ihn eine Kontaktaufnahme (während einer depressiven Schubes) in seiner Therapie zurückwerfen sollte bzw. ihn gar noch mehr belasten würde.

Ich kann da leider nur auf das zurückgreifen, was ich erlebt habe. Es wird sicherlich noch viele unterschiedliche Beispiele geben.

Die Gedanken meines Ex kreisten primär um Gefühle. Gefühle für den Partner, Gefühle für Angehörige, Gefühle für Freunde. Weil er für Niemanden etwas fühlen konnte, hat er sich als Versager gesehen und diese Einstellung auch auf andere Lebensbereiche projiziert. Nehmen wir also mal an, dein Bekannter hätte dasselbe Problem und in seiner Therapie lernt er nun durch kleine Schritte, mit diesen negativen Gedanken umzugehen. Plötzlich kommst du mit deiner geballten Ladung an Aufmerksamkeit und Nähe um die Ecke. Würdest du meinen, ein psychisch instabiler Mensch könnte damit fertig werden?

Und könnte man das überhaupt pauschal auf alle depressiven Menschen umlegen?

Gerade Depressionen äußern sich doch bei jedem Menschen anders.

Depressive Menschen sind individuell zu betrachten und dafür sind die Sitzungen da, denn diese betreiben u.a. Ursachenforschung. Und solange du die Ursache für seine Depression nicht kennst, läufst du Gefahr, dich falsch zu verhalten und ihn zurückzuwerfen. Das soll dich jetzt aber nicht dazu animieren, ihn nach der Ursache zu fragen :|N

Warum sollte ein depressiver Mensch keine Entscheidungen treffen können bzw. anderen Menschen keine Grenzen (mehr) setzen können?

Weil sie nicht wissen, was die richtige und was die falsche Entscheidung wäre. Die Angst, dann auch noch exakt die falsche zu treffen, ist bei ihnen ungemein groß. Gerade weil sie sehr viel grübeln, werden sämtliche (Horror-)Szenarien durchgespielt und die Tragweite bei einer Fehlentscheidung höher bewertet, als es vielleicht ein gesunder Mensch sehen würde. Hier würde ich sagen, dass man das auf alle depressiven Menschen umlegen kann, da ich bisher eigentlich überall gelesen habe, dass das exzessive Grübeln und die mangelnde Fähigkeit sich zu Entscheidungen durchzuringen, mit die Hauptpfeiler einer Depression darstellen. Aber auch hier wirst du mit Sicherheit etwas in entsprechenden Foren wiederfinden.

Aber das ist einfacher gesagt, als getan. Je mehr Raum ich ihm gebe, desto weniger Sicherheit habe ich. Und je weniger Sicherheit ich habe, desto schwieriger ist die Gesamtsituation für mich. %:|

Als Verlassene kann ich das ebenfalls unterschreiben, aber das gehört dazu, wenn man im Charakter wachsen will.

E*hemali*ger NutAzer (#5x78069)


SilkPearl

Das ist Deine Antwort. Tu GENAU das. Lass los und ihm seinen Freiraum. (Die Nachricht, dass Du immer für ihn da sein willst, kannst Du ihm ja zukommen lassen, ohne dass Du persönlich in Erscheinung trittst.)

Ich bin auch rausgekommen, indem ich das tat, was mein Inneres am meisten wollte und dann so handelte. Das Wichtigste: Ich ließ nach der Entscheidung keinen Zweifel an deren Richtigkeit mehr zu.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass es die einzig richtige Entscheidung ist, ihn loszulassen. Für ihn und für mich.

Aber trotzdem bleibt dieser gewisse Zweifel, dass er vielleicht wirklich eine große Bedeutung für mein Leben hat und ich ihn gerade durch dieses Loslassen verlieren könnte. (Ich weiß, ihr könnt es nicht mehr lesen. |-o)

Ist es in Ordnung diese Zweifel zu haben und in diesem Prozess auch "normal"?

Man lässt übrigens genau dann los, wenn man sich dazu wirklich entschieden hat. Automatisch. ;-)

Ich weiß nicht, ob das für mich so einfach wird. Ich habe ein bisschen Angst, dass ich es nicht schaffe, loszulassen.

Kann ich - obwohl ich losgelassen habe - trotzdem traurig darüber sein, wie sich das alles entwickelt hat?

Loslassen bedeutet ja in erster Linie, dass ich mich nicht mehr so sehr an diesem Kontakt "festklammere" und nicht, dass mir nichts mehr an der Freundschaft liegt, oder?


LichtAmHorizont

Eigentlich kannst Du es doch jetzt gar nicht richtig machen. Schreibst Du ihm nicht, wirst Du Dich ewig fragen, ob es nicht besser gewesen wäre, es zu tun. Schreibst Du ihm und er antwortet nicht, wirst Du Dich ewig fragen, warum nicht - hast Du etwas falsches geschrieben? Ist er sauer? Lebt er überhaupt noch? usw. Antwortet er, er will seine Ruhe, oder aber, dass er sich freut, dass Du schreibst, wirst Du Dich wahrscheinlich fragen: Meint er das wirklich so? Was soll ich daraufhin jetzt tun? Weiter schreiben? Aber was? Oder nicht mehr schreiben?

Ganz genau. Dieses Sicherheitsbedürfnis ist ein Fass ohne Boden.

Ich befürchte ja, die Sicherheit, die Du gern hättest, wirst Du nie bekommen - jedenfalls nicht von ihm. Und auch von niemandem anders. Außer von Dir selbst. Das ist das Ziel. Andere Menschen dafür zu benutzen geht in der Regel schief.

Aber wie kann ich mir in solchen Situationen selbst Sicherheit geben? ":/

Meon/ikax65


Aber wie kann ich mir in solchen Situationen selbst Sicherheit geben?

Das klappt auch nicht immer. Ich zum Beispiel bin ein Mensch, der sich schnell Sorgen macht und versuche immer zuerst mal, die zu zerstreuen. Also wenn man Sohn sich ewig nicht meldet, obwohl er unterwegs ist, dann frage ich nach und versuche die Sicherheit, dass alles ok, ist, zu bekommen. Da gabs auch schon krassere Sachen, wo ich mich wirklich verrückt gemacht habe, weil es eben manchmal nicht so leicht ist, diese Sicherheit zu bekommen.

Geholfen hat mir letzten Endes Abstand, etwas innerer und auch äußerer Abstand, und Ablenkung durch mein eigenes "gefülltes" Leben. Aber zunächst versuche ich mir diese Sicherheit zu verschaffen.

Bei dir sehe ich tatsächlich eher den Weg, dich innerlich zu lösen, die Wichtigkeit, die dieser Mann für dich im Moment hat, zurück zu fahren, denn es ist offensichtlich, dass du keine Sicherheit erlangen wirst, egal was du tust.

Kann ich - obwohl ich losgelassen habe - trotzdem traurig darüber sein, wie sich das alles entwickelt hat?

Das finde ich sogar sehr wichtig, es ist Teil des Prozesses.

EJhema<ligVer Nuqtzer (#5780x69)


Teresal

Versuche dich einmal mit den Symptomen auseinanderzusetzen, um einen Einstieg zu erlangen. Ich denke, wenn du diese erst einmal genauer betrachtet hast, wirst du manche Überlegungen verwerfen (müssen). Einen Link kann ich dir nicht empfehlen, da ich mich über mehrere Seiten (mehr Foren spezialisiert auf Depressionen für Angehörige & Betroffene) informiert hatte. Lediglich den Tipp kann ich dir geben, dich in den entsprechenden spezialisierten Foren umzuschauen, um die Ansichten von Betroffenen und auch Psychologen/ Psychotherapeuten kennen und verstehen zu lernen.

Das werde ich mir zu Herzen nehmen und mich etwas genauer über das Thema informieren. Nicht um weitere Pläne zu schmieden, aber um zu verstehen. Und um besser mit der Erkrankung umgehen zu können.

Der erste Satz von mir war etwas unglücklich formuliert. Mein Ex konnte zwischen der guten und schlechten Phase nicht mehr unterscheiden bzw. nicht unterscheiden, welches Gefühl das wahre Gefühl und nicht das durch die Krankheit verursachte Gefühl war. Das klingt etwas wirr, aber spiegelte für mich das wieder, was in seinem Kopf vor sich ging.

Sprich: Er konnte nicht abschätzen, ob die negativen (?) Gefühle, die er gegenüber anderer Menschen während seiner depressiven Phasen empfand, seine "richtigen" waren?

Er meinte einmal zu mir, dass er bei einem Hoch in sein altes Muster (vor der Krankheit) fiel, sprich, Kontakt mit der Außenwelt suchte, es aber dann im nächsten Moment bereute, weil er sich von der ihm entgegengebrachten Aufmerksamkeit/ Nähe erdrückt fühlte und damit einfach nicht umgehen konnte. Durch dieses stetige Hin und Her, war er zunehmend verunsichert und grübelte unentwegt vor sich hin. Weshalb er letztlich nur noch mit sich selbst beschäftigt und nicht mehr offen für Außenstehende war. Dass man als depressiver Mensch seine positiven oder negativen Phasen nicht mehr bewusst wahrnimmt, würde ich nicht verallgemeinern. Würde aber behaupten, dass ein depressiver Mensch sich keine Gedanken darüber macht, ob und welche Signale er sendet, da die Depression, alles was sein "Ich" betrifft, einnimmt (zu deutsch: ein depressiver sieht oft nur sich selbst; ist egoistisch)

Ist dein Ex-Freund manisch depressiv? ":/

Während unseres Klinikaufenthaltes schien er eigentlich ganz gut mit sozialen Kontakten umgehen zu können. Allerdings hat er auch oft seine Ruhe gesucht (sich z. B. von der Gruppe entfernt) oder sich mir gegenüber nicht logisch verhalten (zuerst Nähe gesucht, dann wieder auf Abstand gegangen). Mir war das damals gar nicht so bewusst bzw. ich hab es persönlich genommen und war traurig darüber. ":/

Nehmen wir also mal an, dein Bekannter hätte dasselbe Problem und in seiner Therapie lernt er nun durch kleine Schritte, mit diesen negativen Gedanken umzugehen. Plötzlich kommst du mit deiner geballten Ladung an Aufmerksamkeit und Nähe um die Ecke. Würdest du meinen, ein psychisch instabiler Mensch könnte damit fertig werden?

Ich weiß aus der Gruppentherapie, dass er eher wenige Gefühle für andere Menschen aufbringen kann. Ich denke aber nicht, dass es ihn so belastet.

Ich kann auch nicht ständig auf alles Rücksicht nehmen, was ihn eventuell belasten könnte. Das ist so eine große Brandbreite von Dingen, dass es eigentlich unmöglich wäre, alles richtig zu machen.

Depressive Menschen sind individuell zu betrachten und dafür sind die Sitzungen da, denn diese betreiben u.a. Ursachenforschung. Und solange du die Ursache für seine Depression nicht kennst, läufst du Gefahr, dich falsch zu verhalten und ihn zurückzuwerfen. Das soll dich jetzt aber nicht dazu animieren, ihn nach der Ursache zu fragen :|N

Genau das ist der Punkt. Ich kann und möchte ihn nicht ständig mit Samthandschuhen anfassen. Ich wage auch zu bezweifeln, dass ihm das gut tun würde. Ich denke, da liegt es in seiner Verantwortung, seine Bedürfnisse offen zu kommunizieren.

Weil sie nicht wissen, was die richtige und was die falsche Entscheidung wäre. Die Angst, dann auch noch exakt die falsche zu treffen, ist bei ihnen ungemein groß. Gerade weil sie sehr viel grübeln, werden sämtliche (Horror-)Szenarien durchgespielt und die Tragweite bei einer Fehlentscheidung höher bewertet, als es vielleicht ein gesunder Mensch sehen würde. Hier würde ich sagen, dass man das auf alle depressiven Menschen umlegen kann, da ich bisher eigentlich überall gelesen habe, dass das exzessive Grübeln und die mangelnde Fähigkeit sich zu Entscheidungen durchzuringen, mit die Hauptpfeiler einer Depression darstellen. Aber auch hier wirst du mit Sicherheit etwas in entsprechenden Foren wiederfinden.

Das liest sich haargenau so, als würdest du von mir schreiben. :-|

E|hema)ligLer Nutzer 0(#57%80U69)


Monika65

Geholfen hat mir letzten Endes Abstand, etwas innerer und auch äußerer Abstand, und Ablenkung durch mein eigenes "gefülltes" Leben. Aber zunächst versuche ich mir diese Sicherheit zu verschaffen.

Wie schafft man inneren Abstand, gerade als Mutter?

Kann ich - obwohl ich losgelassen habe - trotzdem traurig darüber sein, wie sich das alles entwickelt hat?

Das finde ich sogar sehr wichtig, es ist Teil des Prozesses.

@:)

Enhemaliger +Nutzer# (#57806x9)


Ich habe übrigens morgen kurzfristig einen Termin bei einer Therapeutin bekommen, bei der ich eine kurze Zeit in Behandlung war. Der Therapieplatz ist zwar in erster Linie nur als Überbrückung gedacht, allerdings dachte ich mir, es wäre trotzdem keine schlechte Idee, wenn ich meine Problematik anspreche. :-)

Taere]saxl


Nicht um weitere Pläne zu schmieden, aber um zu verstehen. Und um besser mit der Erkrankung umgehen zu können.

Vielleicht auch, um leichter akzeptieren zu können, dass du durch das Loslassen ihm und auch dir mehr helfen kannst, als du glaubst. Letzteres, weil ein depressiver Mensch eine große Herausforderung im Leben darstellen kann und man als Außenstehender bereit sein muss, ein Stück von sich selbst aufzugeben.

Sprich: Er konnte nicht abschätzen, ob die negativen (?) Gefühle, die er gegenüber anderer Menschen während seiner depressiven Phasen empfand, seine "richtigen" waren?

Exakt.

Ist dein Ex-Freund manisch depressiv? ":/

Ihm wurde damals eine depressive Episode diagnostiziert. Seine Therapie hat er irgendwann einfach abgebrochen, weil er der Meinung war, dass es ihm besser gehen würde. Manisch depressiv war er zum Glück nicht.

Während unseres Klinikaufenthaltes schien er eigentlich ganz gut mit sozialen Kontakten umgehen zu können.

Eine Depression schließt soziale Kompetenzen nicht aus. Vielleicht hatte er zu dem Zeitpunkt einfach eine positive Phase. Die kann auch von der Tageszeit abhängig sein. Man sagt, dass man mit einer Depression bspw. antriebslos ist. Mein Ex ging ins Fitnessstudio, aber "versagte" komplett beim Einkaufen und beim Spazieren gehen.

Ich weiß aus der Gruppentherapie, dass er eher wenige Gefühle für andere Menschen aufbringen kann. Ich denke aber nicht, dass es ihn so belastet.

Dann ist es lediglich ein Symptom seiner Depression und nicht die Ursache.

Ich kann auch nicht ständig auf alles Rücksicht nehmen, was ihn eventuell belasten könnte. Das ist so eine große Brandbreite von Dingen, dass es eigentlich unmöglich wäre, alles richtig zu machen.

Und genau hier ist der richtige Ansatz. Depressive Menschen erfordern viel Kraft und ich denke, dass alle hier im Faden der Ansicht sind, dass du eigene Probleme hast, für die du deine Kraft aufwenden solltest und auch musst. Eine zweite Baustelle solltest du versuchen, zu umgehen.

Das liest sich haargenau so, als würdest du von mir schreiben. :-|

Was nicht heißen muss, dass du eine Depression hast ;-)

M>oni/ka65


Wie schafft man inneren Abstand, gerade als Mutter?

Durch äußeren. Und durch Ablösung, die auf beiden Seiten statt finden muss.

E|hemaligPer jNuLtze9r (#5?78069x)


Teresal

Vielleicht auch, um leichter akzeptieren zu können, dass du durch das Loslassen ihm und auch dir mehr helfen kannst, als du glaubst. Letzteres, weil ein depressiver Mensch eine große Herausforderung im Leben darstellen kann und man als Außenstehender bereit sein muss, ein Stück von sich selbst aufzugeben.

Ihn loszulassen bedeutet aber nicht automatisch, ihn gänzlich aus meinem Leben zu verbannen. Zumindest ist es nicht das, was ich möchte.

Ich würde schon gerne eine Freundschaft aufbauen, falls es sich ergibt. Ich möchte nur nicht mehr so an dem Kontakt klammern.

Sprich: Er konnte nicht abschätzen, ob die negativen (?) Gefühle, die er gegenüber anderer Menschen während seiner depressiven Phasen empfand, seine "richtigen" waren?

Exakt.

Wie hat eure Beziehung denn über einen längeren Zeitraum funktioniert, wenn ihm das so schwer fiel?

Eine Depression schließt soziale Kompetenzen nicht aus. Vielleicht hatte er zu dem Zeitpunkt einfach eine positive Phase. Die kann auch von der Tageszeit abhängig sein. Man sagt, dass man mit einer Depression bspw. antriebslos ist. Mein Ex ging ins Fitnessstudio, aber "versagte" komplett beim Einkaufen und beim Spazieren gehen.

Aber ist es möglich, dass er an einem Abend noch mit mir in's Kino geht (dabei auch "normal" wirkt) und mir am nächsten nicht mehr antworten kann/will?

Dann ist es lediglich ein Symptom seiner Depression und nicht die Ursache.

Würde ich auch so sehen. Vor allem meinte er damals sogar, es hätte sich etwas gebessert. Das hat mir zu dem Zeitpunkt Hoffnung gemacht.

Und genau hier ist der richtige Ansatz. Depressive Menschen erfordern viel Kraft und ich denke, dass alle hier im Faden der Ansicht sind, dass du eigene Probleme hast, für die du deine Kraft aufwenden solltest und auch musst. Eine zweite Baustelle solltest du versuchen, zu umgehen.

Darüber muss ich erst etwas nachdenken. :-(

Was nicht heißen muss, dass du eine Depression hast ;-)

Ich bin nicht direkt depressiv. Bei mir wurde allerdings eine Anpassungsstörung diagnostiziert, die mit Ängsten und einer depressiven Verstimmung einhergeht.

Allerdings kann ich nicht nachvollziehen, wie sich ein schwer depressiver Mensch fühlt.

E.hemalMigerd Nutzer [(#57t80F69)


Durch äußeren. Und durch Ablösung, die auf beiden Seiten statt finden muss.

Also wieder "loslassen" in einer gewissen Form.

Sril^kPexarl


Du kannst immer noch weiter ausprobieren, ob Du mehr Sicherheit darin findest, Deinen Kontakt-Impulsen nachzugeben. Du wirst feststellen, was dann tatsächlich nachkommt. Vielleicht brauchst Du das ja nochmal als Bestätigung, dass Du besser nicht nachgegeben hättest?

EKhemali`ger N^utzer} (#5P78069x)


Jetzt bin ich verwirrt.. %:|

Sjil9kPexarl


Ich meinte, Du scheinst ja nicht zu Deiner vordegründigen Entscheidung zu stehen, oder doch? Bist Du inzwischen überzeugt davon, was Dir hier geraten wird? Wenn ja, vergiss was ich zuletzt schrieb.

Falls nein, musst Du halt die Erfahrung so lange immer wieder machen, Dich entgegengesetzt zu verhalten, bis Du es so wirklich nicht mehr willst. Verständlicher?

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