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Er meldet sich nicht. Und jetzt?

E#hemali5gerV Nutzer N(#5780x69)


Ja, jetzt hab ich's verstanden. :-)

Doch, ich bin eigentlich überzeugt. Nur spielen meine Gefühle noch nicht ganz mit. Ich habe immernoch ein gewisses Bedürfnis nach Sicherheit und Nähe, aber ich möchte ihn nicht mehr in der Klinik besuchen. So werde ich nie aus diesem Kreislauf ausbrechen.

S[il k$Pe(axrl


Natürlich hast Du das noch, es verschwindet ja nicht gleich. Aber indem Du Dich nach und nach "umprogrammierst", kann es das tun.

E^hemal!ige}r Nutz:er j(#5178069x)


Gut, dann bin ich beruhigt! @:)

E6hema[ligert Nutzer ($#57y806x9)


Das gestrige Gespräch mit der Therapeutin war etwas verwirrend für mich. Ich hätte mir einen psychologischen Rat oder ein allgemeingültiges Konzept erhofft. Aber sie schien es mir völlig offen zu lassen, wie ich mit der Situation umgehe und ob ich mich überhaupt aus der Abhängigkeit lösen soll. Das hat mich wieder etwas verunsichert.

Aber eine Aussage von ihr empfinde ich als sehr hilfreich.

Als ich sie fragte, ob ich ihn besuchen sollte, sagte sie mir Folgendes; "Wenn Sie glauben, dass sich durch diesen Besuch etwas verändern würde, dann besuchen Sie ihn ruhig."

SBeveny.of.Nxine


"Wenn Sie glauben, dass sich durch diesen Besuch etwas verändern würde, dann besuchen Sie ihn ruhig."

:)^

Was glaubst Du, würde sich verändern?

Seine Gefühle zu Dir?

Deine eigenen Gefühle?

M1onik}a65


Die Frage ist, ob du dir durch einen Besuch Sicherheit verschaffen kannst. Und ob du überhaupt loslassen kannst, wenn du ihn nicht besucht hast. So würde ich es verstehen. Ich vermute, Sicherheit gäbe es nicht, aber zumindest würdest du dir hinter sagen können, dass du nichts unversucht gelassen hast.

EnhemaFlizger NuStz%er (#57x8069)


Seven.of.Nine

Was glaubst Du, würde sich verändern?

Seine Gefühle zu Dir?

Deine eigenen Gefühle?

Ich bezweifle, dass sich etwas ändern würde - zumindest nicht auf Dauer.

Monika65

Die Frage ist, ob du dir durch einen Besuch Sicherheit verschaffen kannst.

Für einen kurzen Zeitraum vielleicht.

Und ob du überhaupt loslassen kannst, wenn du ihn nicht besucht hast. So würde ich es verstehen. Ich vermute, Sicherheit gäbe es nicht, aber zumindest würdest du dir hinter sagen können, dass du nichts unversucht gelassen hast.

Von dieser Seite habe ich es noch gar nicht betrachtet.

Die Therapeutin meinte, ich würde mich eher von einer Vorstellung als von dem Menschen selbst abhängig machen. Insofern würde ich bei einem Besuch höchstwahrscheinlich wieder merken, dass er dieser Vorstellung doch nicht ganz entspricht. Aber nach einigen Tagen "verschwimmt" diese Erkenntnis und mir bleiben nur mehr die Gedanken, die ich in der betreffenden Situation gedacht habe.

Deswegen denke ich nicht, dass ich dadurch besser loslassen kann. Zumindest nicht, wenn der Besuch nur dazu dienen würde, mir Sicherheit zu verschaffen.


Ich würde ihn wirklich gerne besuchen. Einfach weil ich ihn vermisse. Nicht um Sicherheit zu bekommen oder um loszulassen.

Aber das sollte auch mit seinem Einverständnis geschehen.

ISsabyelxl


Antfortas

Die Therapeutin meinte, ich würde mich eher von einer Vorstellung als von dem Menschen selbst abhängig machen.

Ich finde, dass ist eine sehr gute Aussage.

Denn Dein ganzes Verhalten zeigt ja genau das. Du kennst ihn gar nicht wirklich (gut), ihr standet Euch nicht wirklich nahe, Du weißt noch nicht mal ob Du ihn wirklich magst. Und trotzdem hängst Du unverhältnismäßig (ungesund) stark an ihm, der Beziehung (jeglicher Art) die gar nicht wirklich existiert.

Das ist übrigens gar kein so seltenes Phänomen - denkt man mal an die ganzen Beziehungen die rein über das Internet laufen in denen die Personen von großer Liebe sprechen obwohl sie sich noch nie real begegnet sind. Je weiter weg ein Mensch ist, desto mehr Interpretationsspielraum bietet er. Man kann ihn sich zurechtdenken/träumen. Man kann Verhaltensweisen viel leichter ignorieren die Einem nicht gefallen, da man sich nicht mit ihnen konfrontieren muß.

Vielleicht beißt Du Dich auch genau deswegen an ihm so fest? Weil er Dir einen solchen Raum gibt? Er ist in gewisser Weise real, aber emotional, im Alltag, weit genug weg, so dass Du ihn Dir zurechtbauen kannst.

E+hemalige%r Nutze/r (#578069x)


Isabell

Denn Dein ganzes Verhalten zeigt ja genau das. Du kennst ihn gar nicht wirklich (gut), ihr standet Euch nicht wirklich nahe, Du weißt noch nicht mal ob Du ihn wirklich magst. Und trotzdem hängst Du unverhältnismäßig (ungesund) stark an ihm, der Beziehung (jeglicher Art) die gar nicht wirklich existiert.

Doch, ich habe ihn gern. Es ist nur fraglich, wie sehr ich ihn wirklich mag und welche Gefühle einfach "nur" Idealisierung sind.

Ich hoffe, das wurde nicht falsch verstanden.

Alles andere kann ich so unterschreiben. :)^

Vielleicht beißt Du Dich auch genau deswegen an ihm so fest? Weil er Dir einen solchen Raum gibt? Er ist in gewisser Weise real, aber emotional, im Alltag, weit genug weg, so dass Du ihn Dir zurechtbauen kannst.

Das ist schwierig zu beantworten.

Natürlich ist es so wie du beschrieben hast; im Alltag idealisiere ich ihn und bei Treffen werde ich mir der Realität wieder bewusst.

Allerdings habe ich schon während unserer gemeinsamen Klinikzeit idealisiert. Wobei wir die meiste Zeit eher "passiv" miteinander verbrachten. Ich habe zwar meistens seine Nähe gesucht, aber wir haben relativ wenig miteinander geredet, da mir Gespräche sehr schwer fallen.

Er gefiel mir von Anfang an. Zuerst wollte ich "nur" seine Aufmerksamkeit und sein Interesse wecken - wobei ich auch schon ziemlich fixiert darauf war. Nachdem wir dann ein längere Unterhaltung geführt hatten, war ich sofort im 7. Himmel. Ich fand ihn so toll und war der festen Überzeugung, dass er "der Richtige" für mich sein könnte.

Ich konnte mich nicht mehr richtig auf Therapien konzentrieren und der ganze Klinikaufenthalt hat sich, mehr oder weniger, nur mehr um ihn gedreht.

Irgendwann habe ich mich auch vor Begegnungen mit ihm "gedrückt", weil die Situation zu belastend wurde. Ich wurde schon fast suizidal, wenn er kein Interesse an mir zeigte. Da hat es schon gereicht, wenn er etwas freie Zeit hatte und nicht meine Nähe gesucht hat. %-|

Ich wurde erst unsicher, als wir zum ersten Mal außerhalb der Tagesklinik (ja, auf meine Initiative hin...) etwas essen gingen und Zeit alleine verbrachten. Aber das habe ich am Anfang auch nicht wahrhaben wollen.

Seitdem ich entlassen worden bin, merke ich bei Treffen (oder Besuchen) sehr deutlich, dass ich ihn idealisiere.

Ich kann mir wirklich nicht erklären, woran das liegt. ":/

SSilk0Peaxrl


Antfortas, je mehr ich von Dir lese, desto mehr habe ich den Eindruck, Du suchst etwas in ihm, in seinen (hineingedachten) Eigenschaften, was Du in Dir vermisst und was Dir Sicherheit geben soll. ":/

Du suchst also eigentlich DEINE Dir Sicherheit gebende Gesellschaft, das Selbst-Sicherheitsgefühl, das Du instinktiv aufbauen möchtest. Deshab lässt es Dir keine Ruhe. Kann es auch nicht, weil es für Dich so sehr wichtig ist, und das spürst Du...

Vmul,ka7nier64


Schön, dass sich nach dem ganzen Gezänk zu Anfang noch eine Diskussion entwickelt hat. Das liegt auch an Antfortas, die ihr Denken und Fühlen nun präziser beschreibt. Dafür vielen Dank. Aber auch die Interpretationen von SilkPearl, Isabell etc. bringen zunehmend Licht in die Sache.

Antfortas, du hast vor ein paar Tagen auch deine sozialen Ängste erwähnt. Kann es sein, dass du ausgerechnet in der Klinik zufällig ein Umfeld gefunden hast, in dem du dich anderen Menschen mehr öffnen konntest? So dass es dadurch überhaupt erst möglich war, diesen kranken, jungen Mann näher kennenzulernen?

Angenommen, du würdest nach solchen tauglichen Umfeldern vermehrt suchen, dann ergäben sich doch sicher weitere Chancen, die dich stärken und aufrichten. Du müsstest dich nicht dann nicht "bloß" an einen solchen Strohhalm klammern, sondern hättest zunehmend mehr Alternativen zur Auswahl, falls eine davon gerade "streikt".

Damit du dich nicht so im Kreis drehen musst.

Zwei Sätze von dir sind mir deinem letzten Post aufgefallen:

Nummer 1:

Ich habe zwar meistens seine Nähe gesucht, aber wir haben relativ wenig miteinander geredet, da mir Gespräche sehr schwer fallen.

Nummer 2:

Nachdem wir dann ein längere Unterhaltung geführt hatten, war ich sofort im 7. Himmel.

Auf einmal warst du also gesprächsbereit, bist über deinen Schatten gesprungen und hattest ganz zufällig ein prägendes Erfolgserlebnis. Sich nun darauf so zu fokussieren (den Mann und diese eine Situation so zu idealisieren), schränkt dich wieder ein.

Deshalb nochmal: Suche öfter nach Situationen, die dir solche "Zufälle" bringen. Du wirst Erfahrungen sammeln, Menschen besser einordnen können und selbst souveräner im Bewerten dieser Situationen sein. Das ist ein langer Weg, so wie das Leben selbst. Irgendwann findest du, allein mit deinem "Bauchgefühl" das, was SilkPearl beschrieb:

DEINE Dir Sicherheit gebende Gesellschaft, das Selbst-Sicherheitsgefühl, das Du instinktiv aufbauen möchtest.

:)*

E^hemrayliger [Nutzer (#5421703)


3 OT Beiträge gelöscht.

E?hemqalige\r Nut~zero (#)5780x69)


@ SilkPearl

Antfortas, je mehr ich von Dir lese, desto mehr habe ich den Eindruck, Du suchst etwas in ihm, in seinen (hineingedachten) Eigenschaften, was Du in Dir vermisst und was Dir Sicherheit geben soll. ":/

Du suchst also eigentlich DEINE Dir Sicherheit gebende Gesellschaft, das Selbst-Sicherheitsgefühl, das Du instinktiv aufbauen möchtest. Deshab lässt es Dir keine Ruhe. Kann es auch nicht, weil es für Dich so sehr wichtig ist, und das spürst Du...

Was meinst du mit "Selbst-Sicherheitsgefühl"? Wenn das geklärt ist, kann ich besser auf deinen Beitrag eingehen.

@ Vulkanier64

Antfortas, du hast vor ein paar Tagen auch deine sozialen Ängste erwähnt. Kann es sein, dass du ausgerechnet in der Klinik zufällig ein Umfeld gefunden hast, in dem du dich anderen Menschen mehr öffnen konntest? So dass es dadurch überhaupt erst möglich war, diesen kranken, jungen Mann näher kennenzulernen?

Ja. Allerdings liefen meine "Abhängigkeitsbeziehungen" vorher eben via Internet. Hm.

Angenommen, du würdest nach solchen tauglichen Umfeldern vermehrt suchen, dann ergäben sich doch sicher weitere Chancen, die dich stärken und aufrichten. Du müsstest dich nicht dann nicht "bloß" an einen solchen Strohhalm klammern, sondern hättest zunehmend mehr Alternativen zur Auswahl, falls eine davon gerade "streikt".

Ich glaube eigentlich nicht, dass ich nur aufgrund mangelnder Alternativen so abhängig von dem Kontakt bin. ":/

Zwei Sätze von dir sind mir deinem letzten Post aufgefallen:

Nummer 1:

"Ich habe zwar meistens seine Nähe gesucht, aber wir haben relativ wenig miteinander geredet, da mir Gespräche sehr schwer fallen."

Nummer 2:

"Nachdem wir dann ein längere Unterhaltung geführt hatten, war ich sofort im 7. Himmel. "

Auf einmal warst du also gesprächsbereit, bist über deinen Schatten gesprungen und hattest ganz zufällig ein prägendes Erfolgserlebnis. Sich nun darauf so zu fokussieren (den Mann und diese eine Situation so zu idealisieren), schränkt dich wieder ein.

Gespräche (mit positivem Verlauf) habe ich ja schon vorher führen können. Zu mal ich ihn ja erst nach einigen Wochen in der Klinik kennen gelernt habe und schon vorher auf ihn fixiert war. ":/


Danke für eure Beiträge. @:)

Suilk Pearxl


Ganz einfach: Ich meinte Deine eigene Sicherheit, die Du in Dir selbst finden kannst, also Selbstsicherheit. Ich hatte es extra anders geschrieben, eigentlich um es deutlicher zu machen.

EYhem\alige9r Nu`tzer (#5780x69)


Ganz einfach: Ich meinte Deine eigene Sicherheit, die Du in Dir selbst finden kannst, also Selbstsicherheit. Ich hatte es extra anders geschrieben, eigentlich um es deutlicher zu machen.

Oh. |-o

Für mich war Selbstsicherheit immer eng verknüpft mit Selbstbewusstsein. Aber du meinst bestimmt meine innere Sicherheit, oder?

In meinen Abhängigkeiten ging es - vor allem früher - oft um Sicherheit, Halt und emotionales "Aufgefangen" werden.

Allerdings hat sich das irgendwie weiterentwickelt. ":/

Kann aber natürlich trotzdem sein, dass ich dieses emotionale "Festklammern" brauche, um eine Sicherheit in meinem Leben zu haben, die ich von meinem Umfeld nicht bekomme und mir selbst auch nicht geben kann.

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