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Er meldet sich nicht. Und jetzt?

LlichwtAmLHorizoxnt


Als ob das ein Indiz für irgend etwas wäre. Darf er sich jetzt mit niemandem mehr unterhalten, nur damit man sein Abwenden ruhigen Gewissens nicht persönlich nehmen muss? :|N

E(hema(liger fNutzer` (#5q78x069)


Vor allem war es ja nicht so, als hätte er sich lautlachend mit ihr über seinen letzten Urlaub unterhalten und nur mich einfach links liegen gelassen. %-|

IFs.abxell


Antfortas

Mir wurde auch relativ schnell klar, dass er nicht der Traumprinz ist, für den ich ihn gehalten habe. Allerdings habe ich lange gebraucht um mir das einzugestehen und kann trotzdem nicht loslassen.

Ich weiß nicht, warum das so ist. Ich habe derzeit leider keinen Therapieplatz, um das herauszufinden.

Den brauchst Du vielleicht auch gar nicht ;-).

Weißt Du, der Weg von einem "sich Etwas eingestehen" (=Verstand) bis hin zum Umsetzen können (=Emotionalität) ist nicht so kurz wie viele Menschen sich das so vorstellen.

Vor allem emotionale Umstände/Zustände können sich sehr arg festbeißen, manchmal so sehr, dass die Rationalität/der Verstand da eine lange Zeit nicht gegen angkommt, die Beiden sozusagen miteinander kämpfen.

Gib' Deiner Emotinalität die Zeit die sie braucht, das geht meist nicht von heute auf Morgen - aber vernachlässige Dein rationales Denken darüberhinaus nicht, vor allem vernachlässge auch keine auch so kleinste Ecke Deiner Emotionalität dabei nicht. Irgendwann wird es dann "Klick" machen. :)*

Ja, das weiß er. Ich habe trotzdem Bedenken, dass ich mich in dieser Situation vielleicht zu wenig um ihn "kümmere" und er dadurch den Eindruck hat, die Freundschaft wäre mir nicht wichtig. Mal angenommen, ich interpretiere sein Verhalten falsch.

Nein. Man kann ein Verhalten nicht auf eine solche Art falsch interpretieren. Niemals.

Wenn er an einer Freundschaft (oder gar mehr) an Dir interessiert ist, dann geht/kommt er auch auf Dich zu - so lange, bis Du ihm ganz deutlich sagst "Nein, ich habe kein Interesse mehr".

Jetzt ist die Frage, wie ich am besten damit umgehe und ev. sogar noch etwas daraus lernen kann..

Lerne daraus, dass es Menschen gibt, die "heute "Hü" und Morgen "Hott"" sagen. Du mußt das nicht verstehen, man muß nicht Alles verstehen ;-).

Man muß aber wissen, erkennen, bzw. zumindest genau das anstreben, was es für einen selbst bedeutet.

Ekhemlaliger TNutz}er 5(#57x8069)


Isabell

Gib' Deiner Emotinalität die Zeit die sie braucht, das geht meist nicht von heute auf Morgen - aber vernachlässige Dein rationales Denken darüberhinaus nicht, vor allem vernachlässge auch keine auch so kleinste Ecke Deiner Emotionalität dabei nicht. Irgendwann wird es dann "Klick" machen. :)*

Aber widerspricht sich das nicht? Wenn ich meine Emotionalitat nicht vernachlässige (in dem Fall mein Bedürfnis nach Sicherheit und Kontrolle) kann doch auch kein Entwicklungsprozess stattfinden, oder?

Wenn** er an einer Freundschaft (oder gar mehr) an Dir interessiert ist, dann geht/kommt er auch auf Dich zu - so lange, bis Du ihm ganz deutlich sagst "Nein, ich habe kein Interesse mehr".

Ich bezweifle, dass er von selbst auf mich zukommt, selbst wenn sein Rückzug nichts mit mir persönlich zu tun hat. Gerade weil ihm der Kontakt nichts bedeutet. Zumindest hatte ich bisher den Eindruck, dass ich größeres Interesse an einer Freundschaft habe und wesentlich mehr Initiative zeige als umgekehrt.

Vielleicht ist diese Entwicklung ja sogar positiv, immerhin merke ich dann, ob ihm etwas an dem Kontakt zu mir liegt.

Lerne daraus, dass es Menschen gibt, die "heute "Hü" und Morgen "Hott"" sagen. Du mußt das nicht verstehen, man muß nicht Alles verstehen ;-).

Man muß aber wissen, erkennen, bzw. zumindest genau das anstreben, was es für einen selbst bedeutet.

In Zukunft würde es wohl noch öfter Phasen geben, in denen er sich zurückzieht. Das ist grundsätzlich kein Problem für mich, aber ich muss mich darauf verlassen können, dass er von selbst wieder auf mich zu kommt.

Ich möchte nicht mehr um Kontakte und Freundschaften kämpfen "müssen".

Byald8urhh


Ich glaube, Du solltest das möglichst realistisch sehen. Du hast ihn in einer Klinik kennen gelernt, richtig?

Das ist sozusagen ein "geschützter Raum". Da verhält man sich anders, als "draußen" im realen Leben.

Dein Aufenthalt dort ist beendet, jedenfalls stationär. Er ist immer noch da.

Du kannst nicht wirklich wissen, warum er keinen Kontakt möchte, schreibst aber selbst, dass die Initiative immer eher von Dir ausging. Selbst wenn er mehr Interesse gezeigt hätte, wäre die Wahrscheinlichkeit wohl relativ groß, dass überwiegend Du den ersten Schritt hättest tun müssen.

Um Freundschaften muss man nicht kämpfen; man muss sie nur schließen und wenn man sie hat, muss man sie pflegen.

Aber das müssen beide tun und wenn er nichts unternimmt, ist er schlichtweg nicht wert, Dein Freund zu sein. Es kann ja nicht so sein, dass Du investierst, während er nichts erwidert.

Hinsichtlich Deines Sicherheitsbedürfnisses bist Du vielleicht ne Spur zu mütterlich. Wenn Du schreibst, dass Du Dich darauf verlassen können müsstest, dass er von selbst wieder auf Dich zukommt, klingt das fast wie eine besorgte Mutter, die sich darauf verlassen möchte, dass ihre Tochter, wie verabredet, um acht zu Hause ist.

Ich nehme an, dass Du ihn ohne es zu wollen zu sehr unter Druck setzt. Er steht wegen seiner Depressionen sowieso schon unter Druck, wenn der jetzt unbeabsichtigt noch erhöht wird, zieht er sich noch mehr zurück.

Dir bleibt am Ende gar nichts anderes übrig, als abzuwarten und wenn er dein "Freundschaftsangebot" nicht annimmt, musst Du souverän genug sein, um sagen zu können:

"Er weiß gar nicht, was er verpasst hat!"

BNenitGaEB.


In Zukunft würde es wohl noch öfter Phasen geben, in denen er sich zurückzieht. Das ist grundsätzlich kein Problem für mich, aber ich muss mich darauf verlassen können, dass er von selbst wieder auf mich zu kommt.

Ich möchte nicht mehr um Kontakte und Freundschaften kämpfen "müssen".

Solche Garantien gibt es nicht.

Du spürst wahrscheinlich. dass es gar keine Freundschaft ist. Und da du das nicht akzeptierst kannst, wäre ja auch Arbeit an sich, das zuz überwinden, willst Du kämpfen. Sag mir einen Kampf in der Weltgeschichte, der gut ausgegangen ist. Kampf ist immer Krieg.

Freudschaften sind ein Geschenk des Lebens, Liebe noch mehr.

Da weiß man innerlich, dass man sich mit Vertrauen fallen lassen kann. Freundschaft oder Liebe sind einfach da.

Du hast aber gar kein Vertrauen, weder in Dich noch in ihn, und innerlich weißt du das auch. Und dieser Verlust (da ist nichts mit Lust, lustig, Leichtigkeit) macht dir doch eigentlich wieder klar, um was es sich dreht, weshalb du in die Klinik gegangen bist.

Sich wiederholende Muster, noch nicht erkannt, bearbeitet.

Und noch mal die Frage: warum ,muß es ausgerechnet dieser Mann sein? Wozu brauchst Du ihn, was versprichst Du Dir selbst davon?

P>lanexta


Übrigens finde ich die Beiträge von manchen Usern eher beleidigend als hilfreich.

Antfortas

Nun, wirklich beleidigend nicht, aber mit Nachdruck auf Dein Fehlverhalten hinweisend.

Es macht aggressiv, sich mit jemandem mit Brett vorm Kopp zu unterhalten.

Die Leute schreiben sich hier die Finger blutig, wollten dir helfen und am Ende stehst du da wie am Anfang und wartest auf diesen Typen. Da ist dann forsches Antworten schon angemessen.

Ich hoffe nicht, dass du dich da in der Klinik immer bei dem Typen meldest. Denn du störst dann seine Therapie. Das wurde hier schonmal irgendwo gesagt.

Vielleicht sollte dieser Typ dem Personal mal Bescheid geben. Bei deinem nächsten Besuch werden die dich dann in die Schranken weisen und dich dort fernhalten.

Vielleicht brauchst du mal ein härteres Vorgehen. Denn dein uneinsichtiges Verhalten ist die ideale Stalkergrundlage. Ich sehe dich so.

EuheNmali+ger N_utzeMr (=#57n806x9)


@ Baldurhh

Das ist sozusagen ein "geschützter Raum". Da verhält man sich anders, als "draußen" im realen Leben.

Definitiv, ja. Vor allem haben wir dort kaum Zeit alleine miteinander verbracht, weil es auch einfach nicht möglich war.

Du kannst nicht wirklich wissen, warum er keinen Kontakt möchte, schreibst aber selbst, dass die Initiative immer eher von Dir ausging. Selbst wenn er mehr Interesse gezeigt hätte, wäre die Wahrscheinlichkeit wohl relativ groß, dass überwiegend Du den ersten Schritt hättest tun müssen.

Ich gehe mal davon aus, dass es mit seiner Erkrankung zusammenhängt, da an diesem Abend eigentlich nichts vorgefallen ist und ihm so ein Verhalten gar nicht ähnlich sieht. ":/

Aber natürlich besteht auch die Möglichkeit, dass er schlichtweg keinen Kontakt mehr möchte.

Er hat auch durchaus Interesse gezeigt, aber ich bin/war mit Sicherheit die treibende Kraft in dieser Freundschaft. Kann natürlich auch wieder mit seinen Depressionen zusammenhängen, aber auf Dauer möchte ich trotzdem nicht mehr so weitermachen.

Um Freundschaften muss man nicht kämpfen; man muss sie nur schließen und wenn man sie hat, muss man sie pflegen.

Im Prinzip weiß ich das. Aber durch mein übertriebenes Sicherheitsdenken verliere ich schnell den Sinn für die Realität.

Aber das müssen beide tun und wenn er nichts unternimmt, ist er schlichtweg nicht wert, Dein Freund zu sein. Es kann ja nicht so sein, dass Du investierst, während er nichts erwidert.

Nein, natürlich nicht. Das ist auf Dauer keine Basis für eine Freundschaft.

Hinsichtlich Deines Sicherheitsbedürfnisses bist Du vielleicht ne Spur zu mütterlich. Wenn Du schreibst, dass Du Dich darauf verlassen können müsstest, dass er von selbst wieder auf Dich zukommt, klingt das fast wie eine besorgte Mutter, die sich darauf verlassen möchte, dass ihre Tochter, wie verabredet, um acht zu Hause ist.

Das habe ich wohl etwas unglücklich formuliert. Damit meinte ich eher, dass ich ihm nach solchen Phasen nicht ständig nachlaufen will, um wieder in Kontakt zu kommen. ":/

Ich nehme an, dass Du ihn ohne es zu wollen zu sehr unter Druck setzt. Er steht wegen seiner Depressionen sowieso schon unter Druck, wenn der jetzt unbeabsichtigt noch erhöht wird, zieht er sich noch mehr zurück.

Ich setze ihn unter Druck, weil ich (für mein Wohlbefinden) unbedingt Kontakt möchte und ihn unbewusst dahin dränge? So betrachtet hört sich das wirklich ziemlich nervtötend an... :-/

EIhemali'ger NutBzer (# 578069x)


@ BenitaB

Solche Garantien gibt es nicht.

Nein, natürlich nicht. Mir geht es da auch eher um Verlässlichkeit, als um eine "Garantie".

Du spürst wahrscheinlich. dass es gar keine Freundschaft ist. Und da du das nicht akzeptierst kannst, wäre ja auch Arbeit an sich, das zuz überwinden, willst Du kämpfen.

Ja, ich würde es (noch) nicht als Freundschaft bezeichnen. Aber bis jetzt habe ich noch gar nicht wirklich bewusst darüber nachgedacht.

Du hast aber gar kein Vertrauen, weder in Dich noch in ihn, und innerlich weißt du das auch. Und dieser Verlust (da ist nichts mit Lust, lustig, Leichtigkeit) macht dir doch eigentlich wieder klar, um was es sich dreht, weshalb du in die Klinik gegangen bist.

Sich wiederholende Muster, noch nicht erkannt, bearbeitet.

Ich habe kein Vertrauen, da hast du Recht. :-/

Aber ich verstehe nicht ganz, welche Muster du meinst?

Und noch mal die Frage: warum ,muß es ausgerechnet dieser Mann sein? Wozu brauchst Du ihn, was versprichst Du Dir selbst davon?

Ich weiß es nicht. Ich empfinde ihn selbst als Person noch nicht mal als so toll, so"ideal", dass ich ihn unbedingt in meinem Leben haben will. Aber ein möglicher Verlust wirkt auf mich so beängstigend.. als würde ich die Tür zu allem Schönen und Besonderen schließen und nie wieder öffnen können.

Ich kann mir das selbst nicht wirklich erklären. ":/

@ Planeta

Die Leute schreiben sich hier die Finger blutig, wollten dir helfen und am Ende stehst du da wie am Anfang und wartest auf diesen Typen. Da ist dann forsches Antworten schon angemessen.

Das sehe ich nicht so. Welchen Zweck hat erfüllt das denn, als die eigene Wut an dem anderen auszulassen? Ich habe zuerst wirklich nicht verstanden, was mir die anderen Nutzer sagen wollten, bis mir Isabell mit ihrem ausführlichen und einfühlsamen Beitrag (noch einmal Danke dafür @:)) die Augen geöffnet hat.

Ich hoffe nicht, dass du dich da in der Klinik immer bei dem Typen meldest. Denn du störst dann seine Therapie. Das wurde hier schonmal irgendwo gesagt.

Vielleicht sollte dieser Typ dem Personal mal Bescheid geben. Bei deinem nächsten Besuch werden die dich dann in die Schranken weisen und dich dort fernhalten.

Ich besuche ihn doch nicht ständig in der Klinik bzw. bin dort um ihn zu treffen. :-o

Das ist ein großer Gebäudekomplex und die Tagesklinik ist nur ein kleiner Teil davon.

Vielleicht brauchst du mal ein härteres Vorgehen. Denn dein uneinsichtiges Verhalten ist die ideale Stalkergrundlage. Ich sehe dich so.

Es ist schon merkwürdig, was mir hier teilweise an den Kopf geworfen wird. ???

BYenitaaB.


Aber ein möglicher Verlust wirkt auf mich so beängstigend.. als würde ich die Tür zu allem Schönen und Besonderen schließen und nie wieder öffnen können.

So, noch mal. Du hast den Typen nie gehabt. Nicht mal als Freund. Und wenn er es gewesen wäre, wäre inzwischen Fakt: du bist ne heiße Kartoffel, die er fallen gelassen hat.

Himmel, mach dir doch mal klar, dass du nur was verlieren kannst, was wirklich bestanden hat.

In der Gruppe, in der du mit ihm zusammen warst, war dieser Klinikkäseglockeneffekt. Hatte mit Realität nichts zu tun, So eine Gruppe in einer Klinik hat eine Dynamik, da fühlt man sich geborgen, meint, alles ist super, um im Nachhinein festzustellen, im wahren Leben danach läuft der Hase anders übers Feld.

Und was genau hast du nun gelernt in der Klinik, wie man das mit Verlustängsten handhabt?

Wie verfolgst Du das Ziel der eigenen Heilung weiter? Sicherlich nicht mit solchen Gedanken, die genau das, was du lernen sollst, hier wiederholst. Genau das ist das Muster.

Da ist jemand, der dir überhaupt nicht guttut, sonst wärste hier nicht am posten. Die geht es schlecht wegen einem, der kein Interesse zeigt. Und selbst wenn er es täte, überleg doch mal, was der dir für dein Leben b ringen würde. Einzig Belastung.

Was wirkliche Freundschaft bedeutet, wurde hier schon beschrieben. Der Mann ist meilenweit davon entfernt.

Trotzdem reißt willst du ihn, genau das ist das verheerende Muster. Sich das Leben anders zu gestalten, solche Menschen aus dem Leben möglichst nachhaltig fern zu halten, um sich dem widmen zu können, was das Leben bereichert. Vertrauen.

Aber nö, du rennst dem alten Mist hinterher. Gesund wäre es, sich zu sagen, nee, so was habe ich nicht nötig, ich lasse solche Dinge hinter mir, schaue, wie ich mich weiter festigen kann und solche Menschen, die mich runterziehen (hast du noch gar nicht bemerkt, dass genau das der Fall ist) will ich nicht mehr. Ich beschließe meinen Blick zu öffnen auf Menschen, die entgegenkommend !!!! sind.

Das wird nicht gleich klappen, aber von Mal zu Mal wird es besser.

Was glaubst Du, was im Gegenzug ein fröhlicher Mensch im Leben bewirken könnte? Begeisterung (du wirst inspiriert), die Lust am Leben ist eine ganz andere.

Aber nein, du suchst dir jemanden, der dich gedanklich allein hier schon auf 6 Seiten runterzieht, dir den Blick auf andere Dinge vermiest.

Ist das dein Ziel im Leben? Wenn du nicht einsiehst, dass du auf dem Holzweg bist, weil solche Gedanken dir die Hölle bereiten, was ja Fakt ist, dann leide weiter.

Noch mal. Sie die Fakten an und entscheide, was für dich gut ist.

Dieser ganze Sims hier ist es nicht.

Der macht Dich sicherlich noch auf Wochen oder Monate weiter unglücklich.

Und nur du kannst dich von so was abwenden, indem du entscheidest: so was will ich weiter im Leben haben, oder ich wende mich von solchen selbstzerstörerischen Gedanken ab.

Man braucht nicht immer Therapien, im Internet gibt es tolle Podcast, auch über Motivation.

Hör mal rein bei Nicola Fritze, die macht Denkstrukturen sehr deutlich.

Ich bin raus hier.

Imsabxell


Aber widerspricht sich das nicht? Wenn ich meine Emotionalitat nicht vernachlässige (in dem Fall mein Bedürfnis nach Sicherheit und Kontrolle) kann doch auch kein Entwicklungsprozess stattfinden, oder?

"Nicht vernachlässigen" ist so gemeint, dass Du Dir diese Gefühle bewußt machst und weiter"forschst" woher sie kommen, dass Du Dich ihnen stellst - aber nicht, dass Du versuchen sollst sie auf mehr oder weniger nicht gut tuenden Wegen auf Biegen und Brechen zu befriedigen.

Ich möchte nicht mehr um Kontakte und Freundschaften kämpfen "müssen".

Das sollte Du nie müssen. Kontakte/Freundschaften sollten in einem Gleichgewicht sein - ob nun täglich, wöchentlich, monatlich usw. - eben egal auf Welche Weise man Kontakt hält: Er sollte beidseitig sein.

Sobald man merkt, dass es zu einseitig wird - dass entweder man selbst sich anstrengen muß oder umgekehrt, die Anfragen des Anderen Einem zu viel werden, sollte man es ansprechen. Reagiert der Andere nicht darauf, es so stehenlassen (können).

Ich denke mal fast Jeder hat es schon mal erlebt, dass das eigene Interesse stärker war (oder auch umgekehrt) - dann muß man eben schauen, sobald es Einem nicht mehr gut tut entweder ansprechen wie gesagt oder das Ganze einschlafen lassen.

Wenn man anfängt zu kämpfen verbraucht man zu viel Energie die sich nur negativ auswirken kann - denn natürlich ruft es negative Gefühle hervor wenn man immer wieder abgelehnt wird.

In Zukunft würde es wohl noch öfter Phasen geben, in denen er sich zurückzieht. Das ist grundsätzlich kein Problem für mich, aber ich muss mich darauf verlassen können, dass er von selbst wieder auf mich zu kommt.

Auch wenn Dich das jetzt hart auf den Boden knallen lässt: Du wirst Dich auf sowas nie zu 100 Prozent verlassen können. Bei Niemandem. Noch nicht mal bei Dir selbst.

Es gibt Freundschaften die sind für's Leben (oder zumindest eine sehr, sehr lange Zeit). Es gibt aber auch Freundschaften, die besonders intensiv in bestimmten Lebensphasen sind und dann auseinanderdriften. Das heißt nicht, dass sie unbedingt beendet sind, sie verändern sich vielleicht auch nur. Man hört/sieht sich weniger - was aber nicht unbedingt die Qualität der Freundschaft heruntersetzen muß, es wird nur anders wie gesagt.

Aber manche sind eben auch beendet. Gerade wenn man in doch eher Ausnahmesitutionen zusammenfindet, so wie es bei Euch der Fall war.

Und hier knüpfe ich noch mal an oben an: Dass Du Deine Gefühle bezüglich der Verlustangst wahrnimmst und lernst mit ihnen umzugehen, sie umzuwandeln. Lernen, sich nicht so sehr auf diese Freundschaft (oder die nächste) zu fixieren, Dein Wohlbefinden davon nicht abhängig machen.

Sicher tut es weh wenn Freundschaften auseinandergehen oder in manchen Fällen auch eher abrupt beendet werden, das darf auch wehtun. Ist eine zeitlang ein doofes Gefühl, ein doofer Zustand - doch der geht vorbei wenn man nicht daran festhält sondern es (den Anderen) loslässt, es akzeptiert. Aber es darf nicht in den Grundfesten erschüttern. Du darfst dadurch nicht Dich selbst in Zweifel ziehen, davon nicht Deinen Selbstwert abhängig machen.

Ich setze ihn unter Druck, weil ich (für mein Wohlbefinden) unbedingt Kontakt möchte und ihn unbewusst dahin dränge?

Ja.

Aber ein möglicher Verlust wirkt auf mich so beängstigend.. als würde ich die Tür zu allem Schönen und Besonderen schließen und nie wieder öffnen können.

Genau das meine ich oben. Dir liegt gar nicht wirklich etwas an ihm, aber Du hast eine solche Angst vor dem geringsten Verlust, dass Du nichts Anderes mehr wirklich siehst oder es einfach verdrängst. Und genau dieser Angst solltest Du Dich stellen. Die Angst vor Etwas ist meist viel schlimmer als das Ereignis selber.

Was wird denn passieren wenn Du ihn jetzt loslässt? Was glaubst Du? Was würest Du so Schlimmes fühlen was für Dich nicht auszuhalten wäre?

Führst Du Deine Therapie eigentlich ambulant weiter? Ich habe das Gefühl, dass da noch Einiges aufzuarbeiten ist.

IJs{abexll


Auch wenn Dich das jetzt hart auf den Boden knallen lässt: Du wirst Dich auf sowas nie zu 100 Prozent verlassen können. Bei Niemandem. Noch nicht mal bei Dir selbst.

Hier würde ich gerne noch mal näher drauf eingehen, den Punkt "noch nicht mal bei Dir selbst".

Du schreibst:

Ich empfinde ihn selbst als Person noch nicht mal als so toll, so"ideal", dass ich ihn unbedingt in meinem Leben haben will.

Wenn man das also jetzt mal weiterspinnt: Was würde dies dann in der Konsequenz bedeuten, wenn er sich auf Dich einlassen würde? Wenn er derjenige wäre, der sich immer bei Dir meldet so wie Du es Dir wünschst?

Hand auf's Herz: Wärst dann nicht Du die Erste die sich rar machen würde? Nachdem das Hochgefühl des "Sieges" erst mal abgeklungen wäre? Du also erreicht hättest was Du willst (Stichwort: Kontrolle, Sicherheit)? Wärest Du dann nicht er und umgekehrt?

Ergo: Du benutzt ihn nur.

Das klingt jetzt erst mal sehr fies, ich weiß. Aber es ist für Dich nötig das zu erkennen. Dass andere Menschen nicht dazu da sind Bedürfnisse, bzw. Defizite in Dir zu befriedigen, zu füllen. Du kannst nur dann stabile Beziehungen (jeglicher Art) führen, wenn es auch Dir um den Menschen selbst geht und nicht nur um Bedürfniserfüllung. Sicher sollen Beziehungen auch eigene Bedürfnisse erfüllen, so ist das nicht gemeint ;-). Doch auch hier gilt es wieder ein Gleichgewicht zu halten, sich bewußt sein, dass der Andere nicht dafür da ist einen selbst glücklich zu machen, sondern wenn, sollte die Befriedigung in dieser Beziehung daraus be/entstehen, dass man sich gegenseitig gleichermaßen etwas gibt, was man ohne den Anderen nicht hat und auch nicht zum (über)leben braucht.

E%hemalipger KNutz er (I#57806x9)


@ BenitaB

So, noch mal. Du hast den Typen nie gehabt. Nicht mal als Freund.

Himmel, mach dir doch mal klar, dass du nur was verlieren kannst, was wirklich bestanden hat.

Ich bezweifle generell, dass man einen Menschen haben kann. Aber ich verstehe, was du mir sagen willst; ich halte an etwas fest, dass es in dieser Form einfach nicht mehr gibt und vielleicht auch nie gab.

Dennoch fühlt sich ein möglicher Kontaktabbruch oder ein Loslassen für mich wie ein großer Verlust an, unabhängig davon, was es (rational betrachtet) wirklich ist.

Und was genau hast du nun gelernt in der Klinik, wie man das mit Verlustängsten handhabt?

In der Klinik ging es nie explizit um Verlustängste bzw. um diese destruktiven Abhängigkeiten, in die ich schon mein ganzes Leben immer wieder rutsche. Ich habe das bisher immer als "Nebenproblem" gesehen. Fragt mich nicht, warum.

Wie verfolgst Du das Ziel der eigenen Heilung weiter? Sicherlich nicht mit solchen Gedanken, die genau das, was du lernen sollst, hier wiederholst. Genau das ist das Muster.

Ist das dein Ziel im Leben? Wenn du nicht einsiehst, dass du auf dem Holzweg bist, weil solche Gedanken dir die Hölle bereiten, was ja Fakt ist, dann leide weiter.

Noch mal. Sie die Fakten an und entscheide, was für dich gut ist.

Ich möchte nicht mehr ständig von anderen Menschen abhängig sein. Ich habe es so satt. Allerdings werde ich wohl trotzdem professionelle Hilfe brauchen, um schöne und berreichernde Beziehungen führen zu können.

Danke für deine deutlichen Worte. @:)


@ Isabell

Das sollte Du nie müssen. Kontakte/Freundschaften sollten in einem Gleichgewicht sein - ob nun täglich, wöchentlich, monatlich usw. - eben egal auf Welche Weise man Kontakt hält: Er sollte beidseitig sein.

Ich hatte bisher kaum Freundschaften, die sich im Gleichgewicht befunden haben. Viele Bekanntschaften waren mir durch meine Abhängigkeit von wechselnden Personen einfach unwichtig. Es gibt/gab auch kaum Menschen, die ich als richtige Freunde bezeichnen würde. Auch bei den wenigen Kontakten, die ich derzeit noch habe, herrscht in den meisten Fällen ein großes Ungleichgewicht. Entweder ist mir die "Freundschaft" wichtiger als umgekehrt (was mir auch gesagt und gezeigt wird); oder ich habe hauptsächlich Kontakt zu einer Person, um jemanden zum reden und zum reflektieren zu haben.

Würde ich diese Kontakte abbrechen, wäre ich ganz alleine.

Mir war bis jetzt nicht bewusst, wie erbärmlich das eigentlich ist. Es macht mich ziemlich traurig, wenn ich so darüber nachdenke. :°(

Und hier knüpfe ich noch mal an oben an: Dass Du Deine Gefühle bezüglich der Verlustangst wahrnimmst und lernst mit ihnen umzugehen, sie umzuwandeln. Lernen, sich nicht so sehr auf diese Freundschaft (oder die nächste) zu fixieren, Dein Wohlbefinden davon nicht abhängig machen.

Das ist der springende Punkt: Ich muss endlich lernen mich an erster Stelle zu sehen und nicht andere Menschen. Scheinbar fehlt mir etwas, dass ich durch diese Abhängigkeiten zu kompensieren versuche. Irgendeine Ursache muss es doch geben. ":/

Genau das meine ich oben. Dir liegt gar nicht wirklich etwas an ihm, aber Du hast eine solche Angst vor dem geringsten Verlust, dass Du nichts Anderes mehr wirklich siehst oder es einfach verdrängst. Und genau dieser Angst solltest Du Dich stellen. Die Angst vor Etwas ist meist viel schlimmer als das Ereignis selber.

Was wird denn passieren wenn Du ihn jetzt loslässt? Was glaubst Du? Was würest Du so Schlimmes fühlen was für Dich nicht auszuhalten wäre?

Ich weiß es nicht. Ich habe die Befürchtung, dass ich in ein tiefes Loch falle, wenn ich ihn jetzt einfach loslasse. Als wäre er mein Rettungsboot auf einem sinkenden Schiff.

Meine größte Angst ist, dass ich es vielleicht irgendwann bereuen könnte, wenn ich jetzt nicht alles tue um die "Freundschaft" und die schönen Erinnerungen zu erhalten. ":/

Ich bin mir nicht sicher, ob es so schmerzvoll für mich wäre. Aber ich würde mich sicher verloren fühlen, wenn ich mich nicht weiter um den Kontakt bemühe.

Führst Du Deine Therapie eigentlich ambulant weiter? Ich habe das Gefühl, dass da noch Einiges aufzuarbeiten ist.

Nein, in der Klinik werde ich nur in Form einer offenen Gruppentherapie nachbetreut. Das tut mir ganz gut, ist aber mit Sicherheit nicht die richtige Therapieform, um so ein tiefgreifendes Problem aufzuarbeiten. Einen Einzeltherapieplatz habe ich derzeit leider nicht.

Ich überlege aber, ob ich nicht vielleicht sogar einen stationären Aufenthalt anstreben soll. ":/

Wenn man das also jetzt mal weiterspinnt: Was würde dies dann in der Konsequenz bedeuten, wenn er sich auf Dich einlassen würde? Wenn er derjenige wäre, der sich immer bei Dir meldet so wie Du es Dir wünschst?

Hand auf's Herz: Wärst dann nicht Du die Erste die sich rar machen würde? Nachdem das Hochgefühl des "Sieges" erst mal abgeklungen wäre? Du also erreicht hättest was Du willst (Stichwort: Kontrolle, Sicherheit)? Wärest Du dann nicht er und umgekehrt?

Ergo: Du benutzt ihn nur.

Hm, schwierig zu beurteilen. Ich würde ihn mit Sicherheit nicht einfach tage- oder wochenlang ignorieren.

Aber wenn er sich so verhalten würde, wie ich es mir wünsche, würde mir das vermutlich nichts geben. Es würde mich nicht glücklich machen, ganz im Gegenteil - ich würde schnell auf den Boden der Tatsachen zurückkehren und mein Interesse verlieren. Vermutlich hätte ich schon bald jemand Neues, den ich idealisieren würde. Das bedeutet aber nicht, dass er mir völlig egal wäre.

Aber ja, ich benutze ihn. Er erfüllt einfach eine Rolle, er ist auswechselbar. So gesehen bin wohl ich die Person, die die Freundschaft des anderen nicht verdient hat.

E_hemalinger SNut'zer (#57x8069)


Ich bin mir nicht sicher, ob es so schmerzvoll für mich wäre. Aber ich würde mich sicher verloren fühlen, wenn ich mich nicht weiter um den Kontakt bemühe.

Ich kann im Moment wirklich nicht sagen, warum ich mich so fühlen würde. ":/

B2aldlurhh


Ich weiß es nicht. Ich habe die Befürchtung, dass ich in ein tiefes Loch falle, wenn ich ihn jetzt einfach loslasse. Als wäre er mein Rettungsboot auf einem sinkenden Schiff.

Genau da liegt meines Erachtens eins Deiner wirklichen Probleme.

Wenn man andere Menschen als "Rettungsboot" betrachtet, verleiht man ihnen eine Bedeutung, die sie schnell in die "Rolle" eines Heilsbringers drängt. Sage ich: Er/sie ist mein Retter, stellt man sein Gegenüber auf einen Sockel und macht sich selber klein. Das verleiht einer Beziehung von vornherein ein Ungleichgewicht. Einer ist mächtig und der andere nichts.

Das ist nicht gesund. Und das weißt Du auch.

Meine größte Angst ist, dass ich es vielleicht irgendwann bereuen könnte, wenn ich jetzt nicht alles tue um die "Freundschaft" und die schönen Erinnerungen zu erhalten.

Kann schon sein; dennoch braucht Freundschaft ein Gegenüber. Das kann oder will er Dir nicht bieten. Eigentlich ist es völlig egal, ob es an seiner Depression liegt, oder daran, dass er keine Lust auf weitere Kontakte hat, denn das Ergebnis bleibt das Gleiche.

Ein weiteres Problem sehe ich in Deiner Verbissenheit. Du hast Dir in den Kopf gesetzt, den Kontakt aufrecht zu erhalten. Nun läuft es nicht wie gewünscht; es kommt nichts zurück. Das macht Dich noch verbissener und Du sagst Dir: Wenn ich mich noch mehr bemühe, wird er evtl. irgendwann merken, wie wichtig er mir ist. Du bemühst Dich also noch mehr und es kommt immer noch nichts zurück. Was ist der nächste Schritt? Wie weit wirst Du gehen, bis Du das Gefühl hast, alles versucht zu haben. Wie viel Energie wirst Du sinnlos verplemperm, um am Ende vielleicht mit leeren Händen dazustehen und Dir einzugestehen, dass all Deine Versuche nicht nur nichts gebracht haben, sondern Dir auch noch Energie geraubt haben, die Du besser für andere Dinge eingesetzt hättest?

Ich muss Dich mal ausdrücklich loben:

Du bist ehrlich. Aus vielen Deiner Sätze spricht Einsamkeit und der Wunsch nach Nähe. Das finde ich mutig. Und gleichzeitig bist Du so selbstunsicher. Man liest bei Dir ganz viele Sätze, die zukünftige Befürchtungen ausdrücken. Ich könnte, hätte ich x oder y getan, wäre ich jetzt vielleicht...Salopp gesagt, machst Du Dir viel zu viele Gedanken um ungelegte Eier. Das ist nicht produktiv und es bringt Dich auch nicht weiter. Auch eine Therapie wird nicht Dein Rettungsboot sein. Du musst selber viel aktiver werden; hab Mut, nimm Dein Leben in die Hand. Du wirst dann ganz zwangsläufig auch scheitern, aber Du wirst genauso wachsen. Das Leben ist eine Herausforderung; nimm sie endlich an.

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