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Kann eine Therapie helfen?

L:ittlKe_7Dove hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich komme aus einem sehr chaotischen Elternhaus...mein Vater ist Choleriker gewesen, hat meine Mutter geschlagen, ich habe in der Kindheit und Jugend ebenfalls Gewalt erlebt, wurde mit 16 z.b. rausgeschmissen für ein halbes Jahr, meine Mutter war zeitweise Alkoholikerin. leider bin ich selbst in einer physisch und psychisch gewalttätigen abhängigen Beziehung gelandet und habe es auch geschafft mich selbst zu befreien.

als ich nach dieser Beziehung psychisch und finanziell komplett heruntergewirtschaftet war, bin ich wieder zu meiner Familie gezogen. Leider habe ich zu dem Zeitpunkt auch rausgefunden dass ich ungeplant schwanger war. Meine familie hat mich leider kein bißchen gestützt und ich habe das Klima meiner Kindheit wieder erlebt, das Geschrei, die Gewalt, das Flüchten meiner Mutter in Alkohol...ich wusste dass ich keine Zukunft habe und habe auch von den Ämtern keine Hilfe bekommen, auch nicht vom Frauenhaus oder sonstiges zu dem Zeitpunkt!! ich habe sehr viel versucht, zudem wollte ich nicht mein Leben lang mit dem gewalttätigen Vater verbunden bleiben, deshalb habe ich abgetrieben und dies auch erst in der 16. Woche.

meine Familie, nach der ich nach meinem Auslandsaufenthalt untergekommen bin, hat mich nach der Abtreibung als sehr "störend"und "lästig" und "zu depressiv" empfunden und mein Vater ist wieder auf mich losgegangen, und deshalb hat miich meine Mutter rausgeschmissen.

ich war dann 1,5 Jahre ohne richtigen Wohnsitz, ohne jegliches Ziel, ohne Unterstützung von irgendwem, total depressiv, aus dem Müll gegessen, aus allen Jobs gefeuert...

habe mich schon lange wieder alleine aufgerappelt, studiere zuende, habe einen wundervollen neuen Partner, ein Einkommen, eine Zukunft...

manchmal denke ich darüber nach, eine Therapie zu machen, um all das aufzuarbeiten, aber ich frage mich, ob mir das wirklich etwas bringt, ob eine Therapie mir noch helfen kann... mein Freund und seine warme Familie ist schon eine Art sehr gute "Therapie"...

aber natürlich fühle ich mich belastet durch das Verhältnis zu meinre Familie, durch die Kälte und das Desinteresse meiner Eltern.... manchmal denke ich, bevor ich selbst Kinder bekomme, möchte ich dies aufarbeiten....

andererseits habe ich meine Alpträume, meine Flashbacks, meine Angst etc. selbst überwunden....

was denkt ihr, gibt es jemanden der selbst diese oder ähnliche Erfahrung in Teilaspekten gesammelt hat (hiermit meine ich: schwierige Herkunftsfamilie, Rausgeworfen werden, Sucht in der Herkunftsfamilie, häusliche Gewalt, Beziehungsgewalt, Leben nach Abtreibung oder eine Kombination aus diesen Faktoren) und dem eine Therapie geholfen hat? wenn ja, welche Art von Therapie?

gerne auch nur eine Notiz mit "PN" hinterlassen, ich melde mich dann privat... es würde mich wirklich freuen!

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