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Psychosomatische Erkrankung und sexuelle Vorlieben

rL1xch hat die Diskussion gestartet


Hallo alle zusammen! Das ganze ist mir peinlich, aber lest bitte selbst.

Ich habe seit Ende letzten Jahres, allen Ärzten nach, wohl etwas in der Richtung psychosomatisches Asthma und Bluthochdruck in Verbindung mit Panikattacken und einer Angststörung. Woher es kommt ist noch nicht klar, aber ich komme in ein paar Tagen in eine psychosomatische Klinik.

Kurz zuvor: Ein schwieriger Punkt in meinem Leben ist meine Mutter, welche mich wie ein Kleinkind hält und mich nicht mal ein Glas Wasser in der Küche holen lässt. Ebenso hat sie einen extremen Putzfimmel und alles wird 5x täglich gesaugt und alles staubfrei gehalten. Wir dürfen uns nie wirklich frei im Haus bewegen und man traut sich kaum auf die Toilette, weil dann direkt hinterhergesaugt wird und man sich dann später wieder anhören darf, dass sie so viel zu tun hat.

Zudem regt sich meine Mutter alle paar Tage wegen Kleinigkeiten auf und zieht über jeden in der Familie her. Mein Vater steht meist dabei und sagt kaum ein Wort und blockt alles ab, auch wenn es über ihn geht.

Ich (23) selbst bin recht glücklich seit 3 Jahren mit meiner (ersten) Freundin (21) in einer Wochenends/Fernbeziehung zusammen, wobei 500km wöchentlich recht anstrengend für mich sind.

Soweit habe ich das auch mit meiner Psychotherapeutin besprochen. Meine Frage bezieht sich auf meine sexuellen Vorlieben in Verbindung mit der Krankheit. Diese Fragen kann ich meiner Therapeutin einfach nicht stellen weil ich sie einfach viel zu privat finde.

Ich stehe auf weibliche Dominanz, T&D und Keuschheitsgürtel etc. Meine Freundin ist sexuell noch extrem unerfahren (bin ihr erster Freund). Ich selbst hatte zwar zuvor keine Freundin, kenne mich aber in quasi jedem Gebiet zumindest in der Theorie sehr gut aus (durch jahrelange Schulungen im Internet ;-D ). Ich habe letzt meiner Freundin das mit dem Keuschheitsgürtel gebeichtet und sie war nicht abgeneigt.

Was ich ihr über die lange Zeit noch verheimlicht habe ist, dass ich sehr viele Pornos schaue wenn ich nicht bei ihr sein kann.

Meine Problem ist jetzt einfach: Ich will gerne mal diesen Lebensstil mit meiner Freundin ausprobieren, habe aber Angst dass ich unsere Beziehung damit kaputt mache. Außerdem kann ich nicht immer so tun als hätte ich ähnlich wenig Ahnung von verschiedenen Sexthemen, obwohl ich ein wandelndes Sexlexikon bin. Mein Hauptproblem ist aber, dass ich nicht so sein will wie mein Vater in einem Streit. Ich habe Angst dass mich meine sexuelle Vorliebe in der Realität meiner Freundin gegenüber stark einschränken könnte und somit meine Krankheit evtl massiv verschlechtern könnte. Andererseits ist natürlich auch möglich, dass das alles mal auszusprechen (inkl. Beichten dass ich Pornos schaue) das krasse Gegenteil bewirkt und meine Beschwerden wieder verschwinden (insbesondere da ich die ersten paar Male vor dem Rechner Atemnot hatte beim 8-) ).

Was ist eure Meinung?

Antworten
EJhemaligder Nu"tzer (u#57[8069)


Meine Problem ist jetzt einfach: Ich will gerne mal diesen Lebensstil mit meiner Freundin ausprobieren, habe aber Angst dass ich unsere Beziehung damit kaputt mache.

Wieso solltest du eure Beziehung damit kaputt machen? Du schreibst doch selbst, dass sie nicht abgeneigt zu sein scheint.

Ihr müsst ja nicht sofort euer gesamtes Sexleben umkrempeln. Davon würde ich euch auch abraten. Aber es spricht doch nichts dagegen mal etwas Neues auszuprobieren, oder? Und wenn es euch beiden gefällt, könnt ihr ja eine Stufe weitergehen. Schritt für Schritt. ;-)

Wichtig ist natürlich, dass ihr offen und ehrlich miteinander kommuniziert. Das ist m. E. sowieso das A&O in einer Beziehung. Wenn du ihr deine sexuellen Vorlieben verheimlichst, würde das eure Beziehung auf Dauer vermutlich ohnehin belasten.

Was ich ihr über die lange Zeit noch verheimlicht habe ist, dass ich sehr viele Pornos schaue wenn ich nicht bei ihr sein kann.

Außerdem kann ich nicht immer so tun als hätte ich ähnlich wenig Ahnung von verschiedenen Sexthemen, obwohl ich ein wandelndes Sexlexikon bin.

Auch hier würde ich dir raten, ehrlich gegenüber deiner Freundin zu sein ohne einen großen Wind um die Sache zu machen. Eigentlich ist es doch normal, dass sich Männer diverse Filmchen ansehen. ;-)

Mein Hauptproblem ist aber, dass ich nicht so sein will wie mein Vater in einem Streit. Ich habe Angst dass mich meine sexuelle Vorliebe in der Realität meiner Freundin gegenüber stark einschränken könnte und somit meine Krankheit evtl massiv verschlechtern könnte.

Das Konfliktverhalten einer Person und ihre sexuellen Vorlieben haben meines Wissens eher weniger miteinander zu tun. Sprich: Eine dominante Person kann im sexuellen Bereich sehr devot sein und umgekehrt.

Sofern du dich im Beziehungsalltag mit deiner Freundin auf Augenhöhe befindest, brauchst du dir keine Sorgen machen, dass eure Sexualität einen negativen Einfluss darauf nehmen könnte. @:)

Palüschxbiest


Welche junge Frau und sei sie noch so naiv und unerfahren glaubt denn bitte das junge Männer keine Pornos gucken?

BxenivtaBx.


Mich befremdet die ganze Einleitung mit der Mutter.

Offensichtlich beschwerst du dich hoch und runter über ihr Verhalten, bist 23 und stellst aber genüßlich die Füße unter ihren Tisch.

Hat man in der Therapie nicht mal drauf hingewiesen, dass das nicht erwachsen ist?

Wer peitscht dich, bei Mami zu bleiben, wo es dir doch offensichtlich nicht paßt?

Gleichzeitig willst Du genau das haben, was Mammi macht. Nämlich eine dominierende Partnerin....

Und der Vater ist offensichtlich ein Streithammel und was er sonst vielleicht noch fordert, kann ja dann so sein, dass die Mutter mit ihrem Putzfimmel sich davon reinwaschen will....

Na, und mit der Freundin ist das doch gaaanz einfach. Entweder sie macht das mit oder nicht. Und wenn nicht, ist das doch gut so, weil du dann weißt, es paßt nicht.

Und je eher du das rausfindest, umso besser. Was nicht paßt, wäre eh unnütz. Oder willst du dich dein Lebtag verstellen und im Geiste mit den sexuellen Wünschen fremdgehen ???

Wäre für dich nicht gut für die Freundin erst recht nicht.... :(v

C)omr!akn


Mir kommt als erstes in den Sinn, ob die Beziehung zu deiner Mutter und deine sexuellen Vorlieben nicht irgendwie in Wechselwirkung stehen. ":/

Mit sexuellen Vorlieben kann man offen umgehen und eine Partnerschaft, die diese (wirklich) akzeptiert, wird natürlich dadurch nicht beeinträchtigt sein. Ich befürchte eher, dass eventuell die Rolle deiner Mutter nicht genügend gewürdigt wird. Und die ist viel eher geeignet, eine Partnerschaft zu belasten und auch zu zerstören.

Wie geht deine Mutter damit um, dass du jetzt eine Partnerin hast?

Pass auf jeden Fall auf, dass du dich genügend emanzipierst gegenüber deiner Mutter.

L'aGitvana


Was bitte versteht man unter "T & D" ?

Sorry, würde mich mal interessieren.

EUhemalligebr Nu0tzer} (#5752x36)


Was bitte versteht man unter "T & D" ?

Tease and Denial ( also erstmal reizen und dann verweigern)

F@adme-t7o-_grey


Was bitte versteht man unter "T & D" ?

Guckst Du hier:

[[https://de.wikipedia.org/wiki/Tease_and_Denial]]

LvaGiktxana


malibu87 und Fade-to-Grey:

Ok, vielen Dank !!

Fxadem-to-gxrey


@ r1ch:

Ich habe seit Ende letzten Jahres, allen Ärzten nach, wohl etwas in der Richtung psychosomatisches Asthma und Bluthochdruck in Verbindung mit Panikattacken und einer Angststörung. Woher es kommt ist noch nicht klar...

Mir schon! Denn...

Ein schwieriger Punkt in meinem Leben ist meine Mutter, welche mich wie ein Kleinkind hält und...

Sorry, wenn ich das so deutlich schreibe, aber ich halte Dich für das, was man "ein Opfer seiner Erziehung" hält. Mein Tipp: Löse Dich, so schnell es geht, von Deinem Elternhaus - es macht Dich krank! Deine körperlichen Beschwerden sind real, ihre psychischen Ursachen sind ebenso real und die Grundlagen für Deine sexuellen Präferenzen wurden in genau dieser, Deiner Erziehung gelegt.

F<ade-t6o-grxey


@ LaGitana:

Gerne! ;-)

rN1ch


Vielen Dank für die zahlreichen, guten Antworten von euch.

Ich habe meiner Freundin nun das alles gesagt. Sie war ganz und gar nicht abgeneigt oder verwundert, oder oder oder. Sie war einfach nur ziemlich neugierig. Auf jeden Fall habe ich jetzt mal alles was damit zu tun hat und ich seit 3 1/2 Jahren vor ihr verschweige gesagt.

Von meinen Eltern will ich mich ja distanzieren. Habe ich auch schon mit meiner Therapeutin unzählige Male durchgekaut. Wäre mir das alles jetzt nicht dazwischengekommen wäre ich ziemlich genau zu dieser Zeit jetzt ausgezogen und hätte meine neue Stelle angetreten.

Jetzt gehts morgen für 8 Wochen in die Klinik.

Ich berichte.

Danke euch!

SMunfloQwerZ_7x3


Kurz und knapp:

1. Kläre es mit Deiner Freundin persönlich. Schaut, was Euch GEMEINSAM gefällt.

2.

Diese Fragen kann ich meiner Therapeutin einfach nicht stellen weil ich sie einfach viel zu privat finde.

Im Gesamtbild der Problematik gehört aber auch so etwas in die Therapie. Der Therapieerfolg ist umso besser, je mehr der belastenden Faktoren bekannt sind und besprochen werden. Was denkst Du, was Therapeuten sich alles anhören? ;-) ]:D

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