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Kinder und Gewalttäter

l(uc2ky_lxess hat die Diskussion gestartet


(Urspr. Fadentitel: "Kinder Gewalttäter")


Guten Abend,

es ist wieder zutiefst erschütternd, was ein Psychopath zwei kleinen Buben angetan hat. Ich kann in keinster Weise nachvollziehen was in so einem schwerst kranken Hirn vor sich geht. Falls jemand an einem Gedankenaustausch interessiert ist, wäre es fein, weil ich völlig sprachlos momentan bin. Was ich auch nicht verstehe ist, wieso solche Kranke immer wieder die Gelegenheit bekommen sich Kleinstkinder völlig unbemerkt und ungesehen zu nehmen und mit ihnen zu verschwinden. Nicht nur dass es die eigenen Eltern nicht sehen, wieso sieht das nie irgendwer Fremder im Umfeld wo sowas passiert. Das müsste doch auffallen wenn ein Mann zu einem Kind hingeht und mit dem Kind redet. Außerdem wurden m. E. die Kinder nicht von den Eltern entsprechend eingewiesen. Jedenfalls haben mir meine Eltern schon sehr früh gesagt, wenn ein Mann mit mir redet soll ich schreien und andere Erwachsene um Hilfe bitten. Wenn ein Mann auf meiner Straßenseite entgegenkommt, sollte ich auf die andere Straßenseite gehen und dgl. Hat man denn diesen Kleinkindern so etwas nicht gelehrt ??? ??? :-( :-( :-(

:°(

Antworten
E1hem7aligber XNutzer (#46x7193)


Wenn ein Mann auf meiner Straßenseite entgegenkommt, sollte ich auf die andere Straßenseite gehen

Nach der Methode hätte ich wahrscheinlich 2 Stunden in die Schule gebraucht... oder mehr.

l=ucXky_lxess


ah, da fehlt ein Detail. ... wenn sonst niemand auf der Straße ist, nur dann auf die andere Straßenseite. Ansonsten schreien wenn mich ein Mann anredet, damit die anderen Erwachsenen aufmerksam werden, und andere Erwachsene um Hilfe bitten.

NZord!ic8x4


Jedenfalls haben mir meine Eltern schon sehr früh gesagt, wenn ein Mann mit mir redet soll ich schreien und andere Erwachsene um Hilfe bitten. Wenn ein Mann auf meiner Straßenseite entgegenkommt, sollte ich auf die andere Straßenseite gehen

Das halte ich für den falschen Weg. Was hat man davon ? Kinder die grundsätzlich Männern misstrauen, und dann ? Sicher ist es unglaublich tragisch wenn sowas passiert wie aktuell, deswegen aber die gesamte Männerwelt zu verdammen und als gefährlich anzusehen ist Wahnsinn.

"Nicht mit Fremden mitgehen und auf sich aufmerksam machen" ist sicher richtig, richtig wäre es aber auch wenn die Eltern ihre Kinder in dem Alter nicht unbeaufsichtigt in Menschenmengen oder im Wald rumlaufen lassen. Und selbst wenn man alle Punkte beachtet, die Möglichkeit das jemand ein Kind einfach entführt und niemand mögliche Hilferufe mitbekommt existiert auch noch, da ist man einfach machtlos.

l]uck@y_lrexss


p. s. :)- :)- für die zwei kleinen Buben

SXhojo


Ansonsten schreien wenn mich ein Mann anredet, damit die anderen Erwachsenen aufmerksam werden, und andere Erwachsene um Hilfe bitten.

Wenn er einen nur anredet? Hm. Ich halte das für grundfalsch und nicht sachdienlich.

EShemaliger `Nutzer (#4467x193)


Wenn er einen nur anredet? Hm. Ich halte das für grundfalsch und nicht sachdienlich.

Dem schließ ich mich an. Stellt man bei Kind schon mal eine negative Assoziation her. Mann - potentieller Gewalttäter...

lDucky_l,esxs


@ Nordi

ja das stimmt schon dass es immer passieren kann. Aber Kinder alleine in den Wald finde ich persönlich überhaupt bedenklich. In den Wald hatten sowohl ich als auch meine Brüder strengstes Verbot! Aber meine Brüder haben sich nicht daran gehalten und ich wollte mit ihnen mit und war daher auch im Wald. Ich hatte fürchterliche Angst und habe es meinen Eltern erzählt und sie haben dann dafür gesorgt, dass es nicht mehr passieren kann. Aber meine Eltern waren schockiert und besorgt auf welche Idee meine Brüder gekommen sind. Möglicherweise könnten auch die Eltern dieser zwei Buben noch sehr jung gewesen sein und nicht daran gedacht haben.

Aber die wenigen Male die ich im Wald war, kann mich erinnern, dass wir dort immer wieder einen Mann, also nicht immer den gleichen, aber immer ist uns im Wald irgendein Mann begegnet und hat uns angeschaut, aber nicht angeredet. Deshalb hatte ich immer so panische Angst im Wald. Und im übrigen habe ich bis heute Angst in den Wald zu gehen, weil ich mich schon als Kleinstkind gewundert habe, was die Männer dort mutterseelenalleine gemacht haben :-/

S|prinZgc]hilxd


Sicher über das Ziel hinausgeschossen, aber ich stelle mir diese Frage oft, was man sagen und wie man sein Kind beschützen soll. Ich habe eine kleine Tochter, und seit wir mal auf der Straße einem sehr merkwürdigen Menschen begegnet sind habe ich ihr eingeschärft, dass sie nie mit Fremden mitgehen oder Süßigkeiten von ihnen nehmen darf etc. Auch beim Vorlesen vom Grüffelo habe ich ihr gesagt, dass die Tiere in dem Buch die Maus nicht so nett einladen, weil sie die Maus mögen, sondern weil sie sie fressen wollen. Aber andererseits will ich keine unnötigen Ängste schüren.

l,uckyr_lesxs


@ Springchild

"Süßigkeiten"

Ja genau, Süßigkeiten durften wir auch nicht annehmen, sondern gleich weglaufen....

Aber ich finde es gut, dass du deiner Tochter das beibringst. Es hat haben wahrscheinlich alle Eltern so ihre Methoden. Unsere Eltern waren jung und daher haben wir schon sehr früh viel Freiheiten genossen. Ich glaube nicht, dass uns unsere Eltern als sie älter waren, noch so viele Freiheiten gegeben hätten.

Aber sowas ähnliches haben auch meine Eltern gemacht. Wir durften Aktenzeichen sehen und so wurde uns noch radikaler vor Augen geführt, was passieren kann und das wir aufpassen müssen. Also meine Eltern haben mit uns so wie mit Erwachsenen geredet. Sie haben uns erzählt was es gibt und was passieren kann und dass wir eben aufpassen müssen dass es nicht passiert. Und interessanterweise haben wir es verstanden, obwohl wir Kleinstkinder waren.

Nuordix84


Und im übrigen habe ich bis heute Angst in den Wald zu gehen

Genau das meine ich, ängstliche Eltern führen zu ängstlichen Kindern und ängstliche Kinder führen zu ängstlichen Erwachsenen.

Wir sind früher zu Grundschulzeiten fast jeden Tag im Wald gewesen und uns ist nie etwas passiert. Der Wald ist harmlos und ein toller Spielplatz. Sicher wird das nicht überall gehen aber auf den Dorf ist das eben doch normal, dafür hat man doch den ganzen Auslauf.

Nem Kind beibringen das es auch schlechte Menschen gibt und nicht jeder der nett zu einem ist es auch wirklich so meint ist wichtig und richtig, aber Angst machen ? Angst hemmt und lähmt im schlimmsten Fall mehr als das es nutzt.

Dc.orisR L.


Unsere Mutter hat uns vor Männern mit schwarzen Schnurbärten gewarnt %-| , ]:D . Das war vor 55 Jahren .

Wir haben sehr viel gemacht was nicht erlaubt war und teilweise auch gefährlich war , davon hat sie nie erfahren ;-D .

d8anNae8x7


Schlimmer noch, ängstliche Kinder werden leichter Opfer.

Ich hab meiner Tochter gesagt das sie allen Süßkram bei mir vorzeigen muss weil ich wissen muss ob das für sie gute Sachen sind oder nicht und sie soll nicht einfach mit jeman dem mitgehen weil ich dann nicht weiß wo sie ist sondern immer erst zu mir kommen und mir bescheid sagen. Im Kindergarten wurden was von Kinderklauern erzählt und nun hat sie schon Angst genug, wir haben aber geklärt das lautes Geschrei von mir sicher gehört wird und ich zur Rettung eile. Am wichtigsten aber war mir die Info das solche Menschen sehr sehr selten sind und die meisten Menschen ganz normal, ein bisschen nett und ein bisschen doof sind, so wie sie und ich.

hfag-Qtysja


Es ist schrecklich, nun diese Gewissheit zu haben. Und alle Kraft sei den Eltern gewünscht, die einen Verlust zu ertragen haben, den ich mir nicht im Ansatz vorstellen möchte.

Verhindern lässt sich wenig. Ich rede auch mit meinem Sohn, wir haben ein Passwort ausgemacht, er weiß, dass er laut sein soll, rennen soll, zu anderen Erwachsenen oder in Geschäfte laufen soll, wenn jemand ihn nicht in Ruhe lässt oder ihm zu Nahe kommt. Mehr geht nicht.

Im Lageso Fall war der junge einfach enorm klein,die Eltern noch nicht lange hier und die derzeitige Situation vorm Lageso trug ihren Teil dazu bei. Eine Aneinanderkettung an tragischen Umständen hat diesem Täter eine Möglichkeit geschaffen zuzugreifen.

Und bei dem Fall aus Potsdam war es ebenfalls Pech. Der Junge hat vorm Haus auf dem Spielplatz gespielt. Die Mutter hat immer wieder geschaut.

Da mit zu wenig Aufmerksamkeit zu argumentieren finde ich schon arg böse.

Auch wenn es menschlich ist, die Schuld für so etwas in irgendeiner vermeidbaren Handlung zu suchen, um sich sicherer zu fühlen,es ist sinnlos.

Angst vor dem Wald halte ich für die Folge übertriebener elterlicher Warnung. Was soll im Wald passieren? Der Täter, der sich dort versteckt, verhungert, ehe er Beute macht.

Viel wichtiger finde ich, dem Kind beizubringen, dass es nein sagen darf, dass es selbstbestimmt sein darf und wie es Gefahren richtig einschätzt.

S[hoxjo


Alle Kinder machen lebensgefährlichen Blödsinn, und alle Eltern hoffen letzten Endes einfach das Beste. Ich bin nicht bereit, mein Kind mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit psychisch zu verkrüppeln, damit seine Überlebenschancen eventuell minimal steigen.

Ich halte es für elementar wichtig, dass das Kind Vertrauen zu seinen Eltern hat - in ihre Ruhe und Besonnenheit, ihr geneigtes Ohr, ihre Unterstützung und ihre Vernunft. Denn sonst kommt ein Kind nicht zu seinen Eltern, wenn Belästigung anfängt. Ich halte es auch für elementar wichtig, dass ein Kind lernt, dass es Nein sagen darf - zu Küssen von Verwandten, von denen es (jetzt oder prinzipiell) nicht geküsst werden will, zu Geschenken, Angeboten, einfach zu Nähe, die es nicht möchte. Denn sonst wird ein Kind erst spät oder gar nicht merken, wenn seine Grenzen überschritten werden, und dann schon viel zu tief drinstecken.

Gegen den Typen, der ein Kind unterwegs mittels überlegener Körperkraft einsammelt, ihm etwas antut und es umbringt, kann man sein Kind nicht hinreichend schützen. Das ist wie ein Unfall oder eine tödliche Krankheit.

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