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Therapieversuch bei Sozialer Phobie: Brauche Anregungen von euch

SAcarle4tO'Hxara hat die Diskussion gestartet


Hallo miteinander :-)

ich leide schon seit meiner frühesten Kindheit an starker Schüchternheit und auch teilweise an Sozialer Phobie. Bei einer Studie hat ein Psychologe mir dies bestätigt und mir professionelle Hilfe angeraten, was ich auch später versuchen will. Da mein Leidensdruck schon enorm ist und die Warteliste bei den Therapeuten endlos lang, habe ich mich entschieden, es zuerst allein zu probieren und die Konfrontationstherapie zu testen.

D.h. ich begebe mich bewusst in Situationen, die ich normalerweise als unangenehm empfinden würde. Es geht darum, Alltagssituationen, in denen Menschen in irgendeiner Form aufmerksam auf einen werden, zu üben, zu üben, zu üben und sich damit wohl zu fühlen. Ich will lernen, mich selbst nicht mehr so ernst zu nehmen.

Auf meiner Liste stehen also folgende Dinge, die ich in den nächsten Wochen in Angriff nehmen will:

- Zu spät zum Seminar kommen und sich laut dafür entschuldigen

- ungewöhnlich viele Kleidungstücke in die Umkleidekabine nehmen

- nach Dingen im Laden fragen, die es offensichtlich nicht gibt

- in einem Café auf die Toilette gehen, ohne dort Gast zu sein

- an einem belebten Platz alleine sitzen und mit dem nächsten Menschen reden, der sich neben mich setzt

- Bei BurgerKing einen BigMäc bestellen

- bei einer Veranstaltung versuchen, am lautesten, zuerst, am längsten zu klatschen

- in der Öffentlichkeit/Fussgängerzone beim bummeln essen

Fallen euch noch mehr Übungen ein?

Meine Messlatte für Peinlichkeit ist ziemlich niedrig, also bitte nicht übertreiben ;-D

Ich will Fortschritte machen und werde über Erfolg und Nichterfolg berichten. Wenn es nicht hilft, werde ich mich in therapeutischer Behandlung gegeben.

Und noch was: Natürlich kann man über den Sinn einer solchen Selbsttherapie zweifeln, aber das soll nicht Thema dieses Fadens sein. Ich möchte es einfach mal ausprobieren.

Antworten
m4ond++sSterxne


Fallen euch noch mehr Übungen ein?

Fremde Menschen ansehen.

Darauf achten, ob sie einem in die Augen schauen.

Darauf achten, was es in Dir auslöst und wie Du damit umgehst.

mFousepxotato


-ein (für dich) ungewöhnliches Kleidungsstück tragen

Bei mir sind es zum Beispiel T-Shirts auf denen Totenköpfe mit Hello-Kitty-Schleife drauf sind.

FOeen1zaubHer12x3


Hallo,

finde ich große klasse von dir was du da vor hast. :)^

Es wird nicht einfach ,aber das weißt du ja sicher selbst.

Vielleicht ist es eine Idee hier in deinem thread zu posten ,was du wann gemacht hast und wie du dich dabei gefühlt hast . Quasi das deine Hausaufgaben auch kontrolliert werden. ;-)

Was hälst du davon?

Ein paar unheimlich hässliche geschmacklose Ohrringe zu tragen, bei einem Besuch im Supermarkt. Aber groß müssen sie sein. Kriegst du das hin? Das wäre dann eine Hausaufgabe.

:)* :)* :)*

cGriech|arlixe


Also sorry, das ist doch Käse. Du wirst nur Irritationen und wenn Du an Idioten gerätst, Dir Verletzungen einfangen. Was willst Du denn so trainieren? "Aushalten"? Aber das soziale Leben läuft nicht so. Mir ist klar, dass es für Dich so aussieht, wenn Du allgemein eine soziale Phobie hast, aber normalerweise versuchen Leute schon, sich nicht in Situationen zu bringen, die ihnen weh tun.

- Zu spät zum Seminar kommen und sich laut dafür entschuldigen - also ich als Hochschullehrer erwarte, dass sich derjenige entschuldigt :), von mir aus auch laut. Auffallend ist es eher, wenn man sich NICHT entschuldigt.

- ungewöhnlich viele Kleidungstücke in die Umkleidekabine nehmen - wozu? Für Konfrontation mit dem Personal? Du solltest doch eher lernen, sich sozial angepasst zu verhalten, ohne, dass Du ständig drüber nachdenkst, oder?

- nach Dingen im Laden fragen, die es offensichtlich nicht gibt - ?

- in einem Café auf die Toilette gehen, ohne dort Gast zu sein

- an einem belebten Platz alleine sitzen und mit dem nächsten Menschen reden, der sich neben mich setzt - machen viele.

- Bei BurgerKing einen BigMäc bestellen - auch da: warum willst Du denn Ärger suchen? Such' doch lieber Verträglichkeit und Gleichmut.

- bei einer Veranstaltung versuchen, am lautesten, zuerst, am längsten zu klatschen

- in der Öffentlichkeit/Fussgängerzone beim bummeln essen

cUriecvharlxie


mond+sterne

das ist nur für Aspis schwierig, die anderen lernen das im Laufe der Jahre normalerweise automatisch, auch bei sozialer Phobie.

B,eHnita}B.


Die beste Übung ist, sich sofort zu einer Therapie anzumelden oder sich eine Akuteinweisung für eine psychosmatische Klinik geben zu lassen und sich auch dort anzumelden. Die beste Deutschlands (max. 6 Wochen Aufenthalt) hat eine Wartezeit von 9 Monaten.

Wenn alle Deine Bemühungen nicht greifen sollten und Du ja auch profesionellen Strategien nutzen kannst, woher denn auch, kann es nämlich passieren, dass Du überhaupt nicht weiter kommst, oder nur unbefriedigende Ergebnisse erzielst.,

Sich nicht anzumelden, weil ja die Wartezeiten zu lang sind - das ist immer die schlechteste Entscheidung.

Wenn die eigenen Bemühungen (seit wieviel Jahren eigentlich) eigentlich noch nie was brachten, wird das auch hier wahrscheinlich so ausgehen.

Und dann stehst Du in einigen Monaten immer noch vor dem Problem, dass Therapeuten lange Wartezeiten haben. Das wird sich ja nicht ändern.

Die meiste Zeit verplempern Menschen damit, sich nicht anzumelden. Und das wieder und wieder.

Eine Ernshaftigkeit, ihre Situation wirklich ändern zu wollen kann ich da meistens nicht erkennen.

Mir erschließt sich auch der Sinn nicht, was therapeutisch wichtig dran ist, viele Kleidungsstücke mit in eine Umkleidekabine zu nehmen. Das ist kindisch und bringt sicherlich keine Heilung.... :)D

B#eniHtaBx.


Wenn alle Deine Bemühungen nicht greifen sollten und Du ja auch

keine

profesionellen Strategien nutzen kannst, woher denn auch,

Owrang^eCanyxon


Wie äussert sich denn deine "soziale" Phobie?

mPond+sqterxne


Das würde mich auch interessieren. Wenn man Deine Übungen so durchliest, bekommt man den Eindruck, Du hast Angst davor, aufzufallen, etwas falsch zu machen oder peinliche Dinge zu tun.

Geht es darum?

t-ooL shxy


Aus eigener Erfahrung finde ich das auch den falschen Ansatz. Deine Übungen sind zu sehr auf Konfrontation bis hin zu Fehlverhalten aufgebaut. Du willst doch deine eigenen Grenzen überwinden, oder? Dann mach doch genau das! Mach das was du du in deinem normalen Alltag gerne machen würdest, aber dich sonst nicht traust. Kurz gesagt:

Höre einfach auf auszuweichen und zu vermeiden. Stelle dich den schwierigen Situationen und deinen Ängsten wenn sie kommen gehe mit ihnen offen mutig um. Und mach das genau dann, weil du es willst!

Wenn dein Alltag schon so aufgebaut ist, dass du alle schwierigen Situation vermeidest, dann ändere ihn und dein alltägliches verhalten. Schaue Leuten auf der Straße in die Augen, halte den Kontakt und lächel sie an. Sprich den/einen Kerl an den du süß findest, frag deine Klassenkameraden/Arbeitskollegen um Hilfe/Rat/Empfehlungen oder unterhalte dich mit ihnen, usw..

Bisschen Situationen konstruieren kannst du da auch. Z.B. gehst du mit zum Fußballspiel von eine Feund, wegen dem süßen Kerl in dessen Mannschaft, fragts deinen Freunde ob sie mit dir genau dann und dann genau das und das machen (z.B. übermorgen Disco zum tanzen). ABER es sollte sich immer etwas positives daraus entwickeln können (Spaß mit Freunden, beim Tanzen, Hilfe, netter Flirt, neuer (fester) Freund?)

Nicht "ich muss umsetzen" sondern "ich das haben, machen, testen, bekommen, erleben"

Viel Mut, Kraft, Ausdauer, SPAß und Erfolg auf deinem Weg! @:)

t"oo xshy


Oh, wenn du natürlich mit den für dich Schwierigen Situation überhaupt nicht umgehen kannst, dann heißt es u.a. die notwendigen Techniken dafür zu erlernen. Und das geht gut mit professioneller Hilfe. Erst lernen mit sich selber in eine schwierigen Situation umzugehen und danach mit der Situation selbst. Das letztere geht oft von selber, wenn das erste gut funktioniert :)^

E]hemal2igQer Nu/tzer (#5(65974x)


Also sorry, das ist doch Käse. Du wirst nur Irritationen und wenn Du an Idioten gerätst, Dir Verletzungen einfangen. Was willst Du denn so trainieren? "Aushalten"? Aber das soziale Leben läuft nicht so. Mir ist klar, dass es für Dich so aussieht, wenn Du allgemein eine soziale Phobie hast, aber normalerweise versuchen Leute schon, sich nicht in Situationen zu bringen, die ihnen weh tun.

Du verstehst den Sinn einer Konfrontationstherapie einfach nicht. Es geht nicht darum aufzufallen oder sich absichtlich zu blamieren, sondern sich selbst bewusst in beängstigende Situationen zu bringen um die eigenen Ängste zu besiegen. Das ist oft unangenehm, peinlich und kann manchmal auch verletzend sein. Aber das ist es alles wert, wenn man wieder richtig am Leben teilnehmen kann.

Da kann und soll man sich manchmal auch ungepasst verhalten - sofern es im Rahmen bleibt. Da kann man auch schon mal zu viele Klamotten mit in die Kabine nehmen und sich - falls man von einer Verkäuferin angesprochen werden sollte - höflich entschuldigen.

Du solltest dich wirklich etwas mit Ratschlägen zurückhalten, wenn du offensichtlich wenig Ahnung von der Problematik hast. :|N

@ TE

Achte immer auf deine eigenen Grenzen. Natürlich ist es immer eine Überwindung, wenn man sich einer Angst stellt, aber überfordere dich selbst nicht. @:)

Es ist sicher gut, wenn du hier regelmäßig über deine Fortschritt berichtest, nachdem du noch keinen Therapieplatz hast. :-)

Ezhemali=ger Nutze;r (#56x5974)


Manche User hier sollten sich wirklich über soziale Ängste informieren.

Mir erschließt sich auch der Sinn nicht, was therapeutisch wichtig dran ist, viele Kleidungsstücke mit in eine Umkleidekabine zu nehmen. Das ist kindisch und bringt sicherlich keine Heilung.... :)D

Doch, genau solche Übungen bringen Heilung. Ihr macht es offensichtlich Angst, sie stellt sich der Situation und wird letztlich merken, dass es nicht so schlimm ist, wie sie dachte.

Genau dasselbe wird in einer Therapie auch gemacht.

c=riecphar7lixe


sie stellt sich der Situation und wird letztlich merken, dass es nicht so schlimm ist, wie sie dachte.

:(v

Und wenn doch?

Sorry, aber das funktioniert ja wohl eher bei monokausalen Phobien wie z.b. Spinnen/Schlangen.

Und selbst da ist jemand dabei, der überwacht und anleitet.

Sie wird sich eine blutige Nase holen, singuläre Ereignisse generalisieren und dann ihr Verhalten in Zukunft ausweichend gestalten. Voller Erfolg!

THERAPIE.

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