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Zwanghafte Suizidgedanken - bitte helft mir

fArIoe0schchxen97 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich komm direkt zum Punkt: Ich (w, 18) stecke seit längerem wieder in einer ordentlichen Depression und habe wieder starke zwanghafte Suizidgedanken. Diese Episode ist das dritte Mal innerhalb eines Jahres. Nachdem die Suizidgedanken beim letzten Mal so weit gingen, dass ich nicht mehr Auto fahren konnte (aus Angst, die Karre absichtlich gegen den nächsten Baum zu setzen), war ich für kurze Zeit in psychotherapeutischer Behandlung. Da hab ich allerdings nichts davon gesagt, es ging mehr um die Depression und die Essstörung. Die Behandlung war sowieso nur zur Stabilisation gedacht, weil ich diesen Herbst ein Studium aufgenommen habe, wegen dem ich eigentlich umziehen müsste. Ich bin jetzt seit ca einem Monat nicht mehr in Behandlung und es geht mir von Tag zu Tag schlechter. Ich habe meinen absoluten Wunschstudiengang nicht bekommen und mich erst in der Illusion gewiegt, ich könne nach einem Semester wechseln, aber das wird wegen des NCs einfach nichts. Ich pendel jeden Tag drei Stunden pro Strecke zur Uni, kenne dort absolut niemanden. Die Essstörung und die Sport-/Bewegungssucht machen mir zusätzlich zu schaffen. In meinem Leben läuft nichts. Ich bin der größte Versager auf Erden. Mit meiner "besten" Freundin habe ich seit Wochen keinen Kontakt, weil sie mir immer wieder eben dies zu verstehen gegeben hat und total arrogant und verletzend und triggernd war. Ich habe niemanden, mit dem ich reden könnte.

Ich sehe mittlerweile keinen Ausweg mehr, als mir das Leben zu nehmen. Ich versuche, mich gegen diese Gedanken zu wehren, aber sie kommen zwanghaft wieder. Gestern bin ich hinter einem Polizisten gelaufen, dessen Pistole direkt auf meiner Augenhöhe war. Vor meinem inneren Auge tauchten Bilder auf, wie ich losstürze und mich erschieße. Ich konnte sie nicht stoppen, und ich musste mich so zusammenreißen, um sie nicht wahrzumachen. Mein Gehirn plant das Datum meines Todes. Ich will das nicht denken, aber ich kann nicht anders. Ich habe so Angst vor mir selbst. Ein Teil von mir hat Angst, dass ich es wirklich mache, während der andere Teil munter weiterplant. Ich weiß nicht, was ich machen soll. Ich habe das Gefühl, gar keine Hilfe verdient zu haben (deswegen fällt es mir sehr schwer, hier überhaupt was zu schreiben), aber andereseits will ich doch einfach nur gesund werden.

Ich hab so Angst dass ich mir was antue. Und andererseits kann ich es kaum abwarten.

Vielen Dank, wenn sich überhaupt jemand den Klumpatsch durchliest und eventuell sogar noch antwortet (was auch immer)

Antworten
S inYaSXoiundsxo


Du brauchst ganz dringend Hilfe!

Bitte suche Dir einen Therapeuten mit dem Du auch wirklich ueber das Thema Suizid sprichst.

Wenn Du so schnell keinen freier Termin bekommen kannst, wende Dich an den psycho-sozialen Dienst Deiner Hochschule, die haben fast immer kurzfristig Termine frei.

Hast Du sonst jemanden mit dem Du reden kannst? Deine Eltern vielleicht?

Warum pendelst Du denn so weit? Wenn Du vor Ort wohnen wuerdest, koenntest Du dort Kontakte knuepfen.

Jwulexy


Du brauchst ganz dringend Hilfe!

Das sehe ich auch so!

Wenn die Gedanken zu drängend werden fahre bitte in die Notaufnahme einer psychiatrischen Klinik.

Gibt es bei euch einen Krisendienst? Da kann man auch in Notfällen anrufen. Aber bitte tu dir nichts an!

t'suna<mi_xxe


Für die erste Hilfe kannst du hier kostenlos anrufen

[[http://www.telefonseelsorge.de/ Telefonseelsorge 0800/111 0 111]]

fOroeschbc_hen9x7


Danke für die Antwort! @:)

Ich pendel, weil ich -bezeichnend für mein Leben- es nicht geschafft hab, ne passende Wohnung zu finden. Da ich nächstes Semester ( ??und schon wieder schiebt sich der Gedanke "Da leb ich eh nicht mehr" dazwischen %:| ?? ) aber wahrscheinlich nicht mehr weiter studieren werde, sondern Wartesemester mach, um irgendwie doch noch mein Wunschfach zu bekommen, kann ich mir dann keine eigene Wohnung mehr leisten und muss auf jeden Fall zurück zu meinen Eltern, und für wenige Monate vermietet einfach niemand.

Und aus genau dem Grund kann ich mir auch keinen Therapeuten suchen: Ich weiß einfach nicht, wo ich die kommende Zeit verbringe (Meine Kurzzeit-Therapeutin sagte, die "Rahmenbedingungen für die nächsten Jahre" müssten geklärt sein, sonst mache das wenig Sinn wegen ständigen Wechselns keinen Sinn)

Und nein, ich hab niemanden, mit dem ich reden kann. Die Freundin, mit der ich jetzt zerstritten bin, war die Einzige, die davon wusste, und mit genau dem Wissen hat sie mich ja dann runtergemacht. Meine Eltern wissen von der Essstörung und dem SVV, nichts weiter. Wir haben kein gutes Verhältnis; ich könnte weder mit ihnen noch mit sonst jemanden reden.

EOhemali5ger &NutzGer (P#5659x74)


Am besten lässt du dich so schnell wie möglich einweisen. Eine geplante Aufnahme wäre "ruhiger", falls du es noch etwas aushältst.

Ich würde mir an deiner Stelle für's Erste nicht zu viele Gedanken über dein Studium und die Wohnung machen. Das wird sich noch alles weisen.

H{yqper:ioxn


froeschchen97

Bitte rufe die Telefonseelsorge an. Die Nummer hat tsunami dir oben gegeben.

J#uley


Also ich finde Krisendienst ja besser als die Telefonseelsorge. Aber gut... :-/

Wichtig ist, dass du dir helfen lässt froeschchen! Sozialpsychiatrischer Dienst fällt mir noch ein... Oder eben wie oben schon erwähnt wurde der psychologische Dienst von deiner Hochschule.

f?roeVscFhch^en9x7


Danke auch für die anderen Antworten! @:) (Hab die erst gar nicht gesehen)

Haltet mich für verrückt (haha), aber... ich kann mich nicht selber einweisen oder so. Es hat mich schon verdammt viel Überwindung gekostet, hier überhaupt was zu schreiben, und ich kann um mich selbst einfach nicht so einen Aufstand machen (so würde es mir nämlich vorkommen), indem ich mich irgendwohin (wohin genau eigentlich?) stelle und sage "Moin, ich würd mich gerne einweisen lassen!"... Ich hab Angst, dass es zu überzogen ist; davor, was meine Eltern sagen würden; davor, was ich meinen Bekannten erzählen müsste; und einfach davor, was danach kommt, wie sowas abläuft etc. Und vor allem hab ich einfach nicht das Gefühl, so eine Behandlung "verdient" zu haben, an meiner Stelle könnte ja jemand anders den Platz viel dringender benötigen als ich.

Mir ist klar, dass ihr im Grunde Recht habt und meine Argumentation eigentlich gar keine ist, aber ich hab einfach so wahnsinnig Angst

JXulexy


Was ist wichtiger: das was deine Bekannten denken oder dein Leben?!?

c'hxi


Ich hab mich vor ein paar wochen wegen eben solchen gedanken eingewiesen. Ich war auf einer offenen station, konnte wieder runterkommen und war schon nach 2 Wochen wieder richtig stabil. Ich kann es dir nur empfehlen. Es ist da nicht so krass, wie man aufgrund von büchern oder filmen annehmen könnte.

fir+o escMhche|n97


Ich habe durch die Essstörung, die Depression und die Sportsucht (-> keine Zeit) so viele Menschen verloren. Geblieben ist ein mehr oder minder harter Kern. Nachdem ich mich wieder so weit unter Kontrolle hatte, dass ich zumindest so tun konnte, als wäre alles okay, sind einige Leute neu/wieder gekommen. Es weiß aber wirklich absolut niemand davon, und das soll auch so bleiben.

Ich fühle mich wie der letzte Versager. Dieses Jahr sollte endlich alles besser werden, v a wollte ich ausziehen und neu starten, in sämtlichen Bereichen. Und was ist? Ich habe wahnsinnig versagt. Alle Leute, die ich kenne, machen wahnsinnig tolle Sachen, haben ihre Wunschuni, ihren Wunschstudiengang, ihre Wunschausbildung was auch immer. Und bei mir läuft nichts. Ich existiere hier so vor mich hin.

Ich kann mir irgendwie einfach nicht vorstellen, dass jemals was besser wird.

@ chi,

magst du mir vielleicht kurz von deinen Erfahrungen berichten? Wie du das gemacht, die Reaktionen etc.? Wovon hängt es ab, auf welcher Station man landet? Freut mich aber, dass es dir geholfen hat!

Edhemaalige[r Nutzerl (#565974x)


Haltet mich für verrückt (haha), aber... ich kann mich nicht selber einweisen oder so. Es hat mich schon verdammt viel Überwindung gekostet, hier überhaupt was zu schreiben, und ich kann um mich selbst einfach nicht so einen Aufstand machen (so würde es mir nämlich vorkommen), indem ich mich irgendwohin (wohin genau eigentlich?) stelle und sage "Moin, ich würd mich gerne einweisen lassen!"...

Doch, du kannst. Wenn du es nicht tun willst, wirst du mit den Konsequenzen deines Handels Leben müssen. Das kann im schlimmsten Fall ein Suizidversuch sein.

JTulexy


Es kommt auf die Klinik drauf an, auf welcher Station du landest. Manche machen Kriseninterventionen leider grundsätzlich auf der Geschlossenen. Und natürlich kommt es auch auf dich an. Ob du absprachefähig bist.

Ich war neulich wegen Suizidgedanken auf einer Geschlossenen, hatte aber freien Ausgang. War also halb so wild. Wenn ich raus wollte und es mir einigermaßen ging durfte ich auch raus.

EXhemali#ger NMutzer V(%#4790x13)


@ froeschchen97

Beim Studiengang solltest du eventuell Kompromisse eingehen, wenn das Teil des Gesamtbildes ist, das dich in den Suizid treibt. Es muss nicht unbedingt der Wunsch-Studiengang sein. Wenn der Umstand, diesen einen Studiengang nicht zu bekommen, das Quäntchen an der Waage sein sollte, dann wäre das unverhältnismäßig - gerade, wenn man noch andere Baustellen im Leben hat.

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