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Zwangsstörungen machen mich fertig... Ich weiß nicht mehr weiter

I}nventy%0984 hat die Diskussion gestartet


Hallo Zusammen,

ich bin 31 J. alt und habe eigentlich seit meiner Kindheit Zwangsstörungen, -gedanken. Je mehr Verantwortung ich bekommen, desto schlimmer wird das Ganze.

Mir schießen zig schlimme Gedanken durch den Kopf. Dann muss ich einen Vorgang wiederholen um mich davon zu beruhigen bzw. in meinen Gedanken es wieder rückgängig zu machen. Auch eine bestimmte Anzahl der Wiederholungen spielt dafür eine Rolle. Die Gedanken beziehen sich hauptsächlich um die Familie und meiner Verantwortung. So kommen mir schlimme Vorstellungen in Bezug auf meine Kinder (Krankheiten, Ereignisse, etc...) oder in meiner Karriere. Ich muss in meinem Job eigentlich immer voll da sein, da ich für verschiedene Projekte Vorträge halten oder diese von A-Z planen muss.

Ich bin der gesetzliche Betreuer meiner Schwester, die geistig behindert ist und die aufgrund der Familie unbedingt wollte, das ich die Rolle übernehme. Anstatt mich mit ihren Bedürfnissen intensiver auseinanderzusetzen, meide ich vielmehr eine tiefgründigere Konversation. Ich habe Angst davor... Ich fühle mich so schlecht und kanne es doch nicht ändern.

Ich hatte bei zwei verschiedenen Psychologen einen Termin. Beide haben mir sofort, ohne sich die Problematik anzuhören, Antidepressiva verschrieben. Die gut bewerteten Pschologen haben keine Termine...

Hat jemand einen guten Rat für mich? Ich mache die Gesundheit, den Erfolg...eigentlich meine ich mit Erfolg, die finanzielle Sicherheit von meiner Zwangsneurose abhängig. Geht es jemanden gleich wie mir? Wieso ticke ich so?

Zudem gibt es gewisse religiöse Dinge, bei denen ich Abergläubisch bin. Das macht es dann noch viel schilmmer.

Ich habe das Gefühl nicht mehr lange durzuhalten, bevor ich psychisch zusammenbreche. Oft habe ich das Verlangen auf der Autobahn mit einer hohen Geschwindigkeit gegen einen Brücke oder gegen irgendwas festes zu fahren...

Gruß und vielen Dank im Voraus!

Antworten
_!Blac-k__CaHtx_


Hallo Inventy0984, :)_ ich habe die Erfahrung gemacht, dass eine Gesprächstherapie bei akuten Zwangsstörungen nichts bringt. Sitzungen bei Psychologen, die sich deine Sorgen anhören, können durchaus gut tun, nachdem man gelernt hat mit den Zwängen umzugehen.

Du steckst in einem Strudel von Zwangsgedanken & Zwangshandlungen, und benötigst Hilfe. Antidepressiva sind bei Zwängen auch nur unterstützend hilfreich. Was du wirklich brauchst ist eine Verhaltenstherapie. Du musst lernen, dich bewusst in Situationen zu begegeben, die dir Angst machen und Zwäng auslösen ( eine sog. Exposition ) Der Unterschied zu sonst muss sein, dass du die Zwangshandlungen weg lässt. Das ist hart, es werden Gefühle und Ängste hoch kommen, die du lernen musst zu ertragen. Heißt bei dir - sobald sich Gedanken aufdrängen, darfst du sie nicht mit Handlungen "weg" oder "gut" machen.

Ich weiß, wie krass das klingt. Doch nur so lernst du: es passiert nichts, auch wenn schlimme Gedanken kommen und du keine Handlungen durchführst. :)_

Wichtig! Sowas nie ohne Therapeuten versuchen! Anfangs brauchst du jemanden der dich bei begleitet. So lernst du auch im Alltag, alleine, mit den Situationen umzugeben.

Such dir bitte einen Verhaltenstherapeut, der auf Zwänge spezialisiert ist @:)

IpnHventyx0984


Hallo Black_Cat,

vielen Dank für deinen Beitrag @:)

Ich versuche schon sehr sehr lange einen Termin bei einem Verhaltenstherapeuten zu kriegen. Ich habe sogar die Krankenkasse angerufen und denen klar gemacht, dass wenn ich bald keinen Termin bekomme, ich zusammenbrechen werde und die Krankenkasse eher einen Nachteil davon hat. Ich habe daraufhin diesen zweiten Termin erhalten. Dem Therapeuten hat es sowas von gar nicht interessiert wie es mir in Wirklichkeit geht! Ich habe das Gefühl, keine schnelle Hilfe zu erhalten weil alle überlastet sind...

Ich weiß, wie krass das klingt. Doch nur so lernst du: es passiert nichts, auch wenn schlimme Gedanken kommen und du keine Handlungen durchführst.

Was wenn aber wirklich was schlechtes oder schlimmes passieren sollte und ich beziehe es sofort auf mich?

Bist du immer noch davon betroffen?

Gruß

_tBlcackq_Cxat_


Hallo Inventy0984 *:)

Ich versuche schon sehr sehr lange einen Termin bei einem Verhaltenstherapeuten zu kriegen. Ich habe sogar die Krankenkasse angerufen und denen klar gemacht, dass wenn ich bald keinen Termin bekomme, ich zusammenbrechen werde und die Krankenkasse eher einen Nachteil davon hat. Ich habe daraufhin diesen zweiten Termin erhalten. Dem Therapeuten hat es sowas von gar nicht interessiert wie es mir in Wirklichkeit geht! Ich habe das Gefühl, keine schnelle Hilfe zu erhalten weil alle überlastet sind...

Ich kenne das, dieses ewige Warten, bis die Therapeuten dann mal einen Termin frei haben. Und dann, wenn man einen findet, muss es auch passen. Ich finde, auch hier muss die Chemie einfach stimmen! Hatte diese Probleme ebenfalls. Bin eine zeitlang von Therapeut zu Therapeut, war 1-2 Mal da, und kam dann nie wieder..

Ich weiß, für diesen Schritt braucht es viel, aber hast du schon einmal überlegt, dich stationär behandeln zu lassen? In einer Klinik? Die Situation, mit der Verantwortung die du für deine Schwester, und natürlich für deine Kinder hast, erschweren die Überlegung für einen stationären Aufenthalt, aber du musst es so sehen:

Was hat deine Familie davon, wenn du so weiter machst, für jeden da bist, aber innerlich zugrunde gehst und irgendwann das passiert...

gegen einen Brücke oder gegen irgendwas festes zu fahren...

oder das..

ich zusammenbrechen werde..

?

Dann kannst du nämlich plötzlich für niemanden mehr da sein - und davon hat keiner was. Besser ist es, im Vorraus zu planen und die Verantwortung - zumindest vorübergehend abzugeben - bis du wieder voll einsatzfähig und vor allem gesund bist.

Da ich selbst betroffen war, und ähnliche Problemen hatte, weiss ich auch wie schwer es ist sich auf eine richtige Therapie einzulassen. Erst als es mir extrem schlecht ging ( das ist milde ausgedrückt.. ) war ich bereit dazu, in eine Klinik zu gehen. 2 x innerhalb 3 Jahre, und ich muss dir sagen, kein ambulanter Therapeuthat mir je so gefohlen wie diese jeweils 8-12 Wochen! Bei mir war es auch keine geschlossene Anstalt wie man sich das vorstellt, ich war komplett frei, konnte rein und raus wie ich wollte - nur hast du deine täglichen Therapie-Termine wahrzunehmen.

In dieser Zeit bist du abgekapselt von allem, was dich bisher davon abgehalten hat, dich nur auf dich und deine Probleme zu konzentrieren ( z.B. Arbeit, Familie, Verantwortung.. ).

Natürlich hast du da auch eine normale Gesprächstherapie, was auch sehr gut tut, nebenbei hast du aber Verhaltenstherapeuten, die genau wissen wie Zwänge funktionieren. Die Vorgehensweise in diesen Wochen ist genau auf dich und deine Probleme abgestimmt. Du arbeitest alles auf, tauscht dich mit anderen Leuten aus, denen es ähnlich geht wie dir und die vielleicht schon weiter sind als du, und Erfolge hatten. Das motiviert, und macht Mut. :)_

Nebenbei bist du natürlich medizinisch optimal versorgt, es ist 24 stunden jemand da. Ich zum Beispiel habe dort damals Antidepressiva bekommen, die mich in der Verhaltenstherpie anfangs unterstützt haben, und es mir mit Ängsten und Panikattacken leichter machten. Jedoch wurde das nach einer Zeit, als es mir besser ging, wieder herunter dosiert, Schritt für Schritt sodass ich die Situationen irgendwann ganz ohne Medis gut aushalten konnte.

Ich habe das Gefühl nicht mehr lange durzuhalten, bevor ich psychisch zusammenbreche. Oft habe ich das Verlangen auf der Autobahn mit einer hohen Geschwindigkeit gegen einen Brücke oder gegen irgendwas festes zu fahren...

Ich weiss, das möchtest du nicht gerne hören, aber das alleine würde schon für einen stationären Aufenthalt sprechen. Ich war, wie du, am Ende und habe angefangen den Sinn zu hinterfragen - wenn en Leben nur aus solchen Gedanken und Zwängen besteht und keinen Platz mehr für die schönen Dinge bleibt, ist das nicht ungewöhnlich. Du willst es nicht glauben, aber die schönen Dinge gibt es noch! :)_ Nur im Wahn von Zwängen übersieht man sie ganz leicht... @:)

Nicht jede Klinik ist gleich, und die von der ich spreche ist nur eine von vielen. Es gibt bestimmt unterschiedliche Kliniken die dem einen besser tun als dem anderen. Ich persönlich hatte nur wirklich sehr gute Erfolge in dieser Klinik, sodass ich damals die Schule fertig machen konnte ( wäre fast nicht möglich gewesen... ) meine Ausbildung machen konnte und jetzt glücklich in meine Traumberuf arbeiten kann. :)z

*:)

SbilSkPcecarl


Es klingt recht schlimm, was Du durchmachst.

Anstatt mich mit ihren Bedürfnissen intensiver auseinanderzusetzen, meide ich vielmehr eine tiefgründigere Konversation. Ich habe Angst davor... Ich fühle mich so schlecht und kanne es doch nicht ändern.

Was sich hier herauslesen lässt: dass Du jede Menge verdrängt hast. Es erscheint so, dass Du die Zwangsgedanken und -handlungen "davor gesetzt" haben könntest, eben um das niederzuhalten, um das es eigentlich geht.

Weil Du, wie Du oben schreibst, direkte Gespräche und Konfrontation aus Angst gemeiden hast, erschiene es nun logisch, die Verdrängung aufzugeben und die Sache nach und nach direkt anzugehen. Das würde ich aber nicht ohne fachliche Hilfe machen.

I8nven|ty09x84


Danke für die Zeit ;-)

Ich muss auf jeden Fall was tun. In meinem Job läuft es momentan mit dem Aufstieg recht gut. Das gibt mir für die Familie ein Sicherheitsgefühl. An einer Klinik habe ich oft gedacht. An die Angst meinen Job dadurch zu verlieren leider ebenfalls. Zudem arbeite ich in der Personalabteilung. Hier würden es alle mitbekommen wenn ich eine Klinik besuchen würde... Leider ist für viele Menschen die Psyche immer noch ein Tabu...

Ich muss mal hier in München bei den Kliniken rumtelefonieren und nach einer ambulanten Therapie fragen. Vlt. wird auch sowas angeboten.

An deinem Beispiel kann man gut sehen, dass es auch anders funktionieren kann und ein positiver Augang gar nicht abwegig ist.

I0nven7tGy09a84


Was sich hier herauslesen lässt: dass Du jede Menge verdrängt hast. Es erscheint so, dass Du die Zwangsgedanken und -handlungen "davor gesetzt" haben könntest, eben um das niederzuhalten, um das es eigentlich geht.

Hallo SilkPearl

es klingt hart aber in meinen Gedanken spielen sich "abartige" Szenarien ab. Wenn ich mit geistig behinderten Menschen tiefgründige Gespräche halte, ist es wie eine Hypochondrie. Ich habe Angst davor, es könne übergehen und die Sicherheit der Familie wäre nicht mehr gewährleistet. Es sind wie ich schon geschrieben habe, "abartige" Gedanken! Mir ist sehr wohl bewusst, das es unmöglich ist aber ich kann mich nicht ändern ohne Hilfe.

_BBlac[k_VCaxt_


Was wenn aber wirklich was schlechtes oder schlimmes passieren sollte und ich beziehe es sofort auf mich?

Schlechte und schlimme Dinge passieren. Der Schlüssel liegt darin, irgendwann zu verstehen dass du üüüberhaupt keinen Einfluss darauf hast. Dieses "abergläubische" Denken ist sehr typisch für eine Zwangserkrankung. "Ich habs in der Hand, wenn ich das und das mache, kann ichs verhindern"...

Wir können nicht Gott spielen, so sehr uns das unser Zwang auch einreden will. Und es werden irgendwann negative Dinge in deinem Leben passieren, wo du denken wirst, bin ich schuld? Aber genau das lernst du eben in der Verhaltenstherapie, mit solchen Gedanken und Schuldgefühlen klar zu kommen. Bis du eines Tages verstehst, wie sinnlos sie sind.

PS: Mir wurde mal von einem Mitpatient der Tipp gegeben: wenn wir alles so mit unseren Gedanken beeinflussen könnten, wie wie wir denken, soll ich doch mal ganz fest daran denken morgen einen Lottoschwin zu finden und 1 Mio Euro zu gewinnen. Morgen würde ich dann ja sehen, wie sehr diese Gedanken beeinflussen können..

( ich bin übrigens immer noch keine Millionärin ;-D )

MhalPibu EBxay


Ich hatte bei zwei verschiedenen Psychologen einen Termin. Beide haben mir sofort, ohne sich die Problematik anzuhören, Antidepressiva verschrieben. 

Das waren dann aber keine Psychologen sondern Psychiater, Psychologen dürfen dir nichts verschreiben. Der Facharzt für Psychiatrie beinhaltet zwar auch den Begriff "und Psychotherapie" die meisten machen aber keine Psychotherapie sondern behandeln medikamentös. Die Patienten haben deshalb meistens einen Psychotherapeuten und einen Psychiater. Ruf wegen Terminen mal bei der Koordinationsstelle Psychotherapie der KVB an. Die sind die richtige Anlaufstelle.

IPnvenMty09x84


PS: Mir wurde mal von einem Mitpatient der Tipp gegeben: wenn wir alles so mit unseren Gedanken beeinflussen könnten, wie wie wir denken, soll ich doch mal ganz fest daran denken morgen einen Lottoschwin zu finden und 1 Mio Euro zu gewinnen. Morgen würde ich dann ja sehen, wie sehr diese Gedanken beeinflussen können..

;-D Der ist gut... Einen schönen Tag noch @:) :-)

j^asmxed


Ahoj!

Zunächst einmal: keine Panik!

Du leidest an Zwangsgedanken und du stellst für dich und auch für deine Umwelt keinerlei Gefahr dar.

Mach mal folgendes und google danach oder lies dir z.B. das hier durch: [[http://dr-elze.com/zwangsgedanken]]

Besonders gut wäre wenn du dir ein Buch dazu durchliest wie z.B. "Frei werden von Zwangsgedanken" oder "Der Kobold im Kopf". Denn das erste was man gegen diese Krankheit (!) tun muss ist die Selbstedukation. Du musst verstehen was du hast. Du wirst sehen, das ist alles gar nicht so schlimm und dazu noch sehr logisch.

Das Thema von Zwangsgedanken ist völlig austauschbar. Manche haben Angst, sie könnten ihre Kinder umbringen, andere haben Angst sie könnten ihren Partner vergewaltigen, wiederum andere haben Angst sie könnten blasphemische Sachen beim beten sagen, oder ein Unglück könnte passieren wenn nicht irgendein Ritual durchgeführt wird. Der Zwang trifft dich immer genau dort, wo du die höchsten ethischen und moralischen Maßstäbe hast. Und deswegen macht es dir auch so große Angst.

Ein Beispiel wie solche Gedanken entstehen können:

Du gehst auf den Kölner Dom. Oben angekommen stehst du und guckst runter. Fast alle (oder alle?) Menschen haben dann den Gedanken: "Was passiert wenn ich da jetzt runter springe?" oder "Was passiert wenn ich jemand anders runterschubse?". Bei den meisten Menschen ist dieser Gedanke ein paar Zehntel Sekunden im Kopf und wird dann wieder verworfen, es wird also weiter gedacht. Bei Menschen die an Zwangsgedanken leiden, oder dahin tendieren, kann es sein, dass diese Angst bekommen und sich fragen "Warum habe ich das gerade gedacht? Bin ich vielleicht suizidgefährdet? Oder bin ich vielleicht ein Mörder? Habe ich in mir etwas böses was ich nicht kenne? Erleide ich einen Kontrollverlust?".

Blöder weise sind diese Gedanken dann wie ein Ohrwurm. Sie kommen gerne wieder, besonders dann wenn man versucht sie möglichst zu unterdrücken. Und wenn diese sich dann auch auf andere Themen ausweiten, wird es besonders lästig.

Besonders in Situationen in denen du sowieso unter Druck stehst, Stress und Belastung deine Psyche schwächen, bist du anfällig für diese Gedanken.

Das wichtigste ist, dass du erkennst, dass du gerade solche Gedanken hast.

Dann ist es auch ganz wichtig, dass du keinerlei Zwangshandlungen ausführst, auch wenn diese nur kognitiv sind (zählen, etwas positives denken etc), sondern lernst dass das nicht notwendig ist!

Du musst den Gedanken ertragen und du wirst merken, dass die Angst nach einer Zeit wieder abschwächt.

Ziel ist, die Gedanken als Zwangsgedanken zu erkennen, ihnen aber keinerlei Wichtigkeit anzumessen, sondern diese an sich vorbei ziehen zu lassen.

Du kannst die Zwangsgedanken nicht unterdrücken. Vergiss es :-)

Es gilt zunächst mit diesen zu leben und dann werden diese ihre Wichtigkeit verlieren und keine Angst mehr auslösen.

Dadurch dass die Zwangsgedanken unterdrückt werden, man Angst vor diesen hat, werden diese nur manifestiert...

Mein Tipp: Such dir einen Spezialisten auf dem Gebiet. Lies etwas über diese Krankheit.

Schau mal auf [[http://www.zwaenge.de/]] ob du darüber jemanden in deiner Nähe findest.

Zum Thema Medikamente: Ja, Medikamente können helfen, aber lediglich SSRI (Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer) und das hoch-dosiert. Wichtiger ist jedoch eine kognitive Verhaltenstherapie.

Ganz sicher ist, dass es dir bald besser gehen wird, wenn du in die richtige Richtung arbeitest.

Ich wünsche dir dabei viel Erfolg!

j;asmxed


Ach ja, auf der Webseite von Deutsche Gesellschaft Zwangserkrankungen e.V. (www.zwaenge.de), gibt es auch viele Literatur Empfehlungen.

Da du ja anscheinend besonders unter den Zwangshandlungen leidest, könnte das hier gut für dich sein:

Hansruedi Ambühl

"Wege aus dem Zwang. Wie Sie Zwangsrituale verstehen und überwinden"

Scil'kPexarl


Hallo Inventy,

in meinen Gedanken spielen sich "abartige" Szenarien ab. Wenn ich mit geistig behinderten Menschen tiefgründige Gespräche halte, ist es wie eine Hypochondrie. Ich habe Angst davor, es könne übergehen und die Sicherheit der Familie wäre nicht mehr gewährleistet. Es sind wie ich schon geschrieben habe, "abartige" Gedanken!

Ich kann Deine Angst davor gut verstehen. Man kann sehr wohl vor den eigenen Gedanken Furcht entwickeln, das ist überhaupt nicht abwegig. Gedanken können einem wie "magisch" erscheinen, und in einer besonders heftigen Ausprägung steuern sie sogar unsere Handlungen ganz direkt; sie heißen nicht umsonst Zwangsgedanken.

(Auch wenn wir keinen Lottoschein finden, nur weil wir daran denken, so simpel ist die Sache nun nicht.)

Es ist gut, dass Dir klar ist, Hilfe zu benötigen.

Ebhemal@iger( Nutrzer (9#56x5974)


Hat jemand einen guten Rat für mich? Ich mache die Gesundheit, den Erfolg...eigentlich meine ich mit Erfolg, die finanzielle Sicherheit von meiner Zwangsneurose abhängig. Geht es jemanden gleich wie mir? Wieso ticke ich so?

Ich denke, du solltest die Verantwortung für deine Schwester erst einmal an ein anderes Familienmitglied abgeben und dich auf deine eigenen Probleme konzentrieren. Die Betreuung belastet dich zusätzlich und möglicherweise kannst du ihren Bedürfnissen auch nicht gerecht werden.

Zu deinem Problem: Am besten lässt du über eine Clearingstelle abklären, welche Therapieform für dich am besten wäre und welche Therapeuten derzeit offene Wartelisten haben.

Das Effektivste, was gegen Zwangsgedanken hilft, ist es dem Zwang nicht mehr nachzugeben. Also genau das Gegenteil von den zu tun, was einem im Kopf rumspuckt. Dazu gibt es auch eine Dokumentation auf YouTube, die ich dir raussuchen kann, wenn du möchtest.

Ich hatte früher selbst Zwangsgedanken. Nicht stark ausgeprägt, aber durchaus belastend. Mir hat es jedenfalls sehr geholfen, auch wenn es teilweise sehr unangenehm war.

Ich kann allerdings nicht beurteilen, ob du nicht schon zu tief in der ganzen Sache drinnen steckst. Falls ja, würde ich dir in Anbetracht deiner belastenden Lebenssituation wirklich raten, dich selbst einweisen zu lassen.

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