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"Ich möchte einfach nur sanft einschlafen.."

fwreBe'fall1 hat die Diskussion gestartet


..hat heute eine Patientin zu mir gesagt.

Sie ist schwerkrank und liegt auch zunehmend im Sterben.

Ich mache gerade Praktikum in einem KH. Die Schwestern dort wirken alle ziemlich abgeklärt, denn es ist eine Station, auf der Sterben irgendwo zum Alltag gehört.

Was würdet ihr auf diesen Satz sagen?

Antworten
E8hemaliWger 3Nutzer .(#57q3012)


Wenn jemand so schwer krank ist und vielleicht schon länger dagegen ankämpft ist für mich dieser Wunsch verständlich und ich würde es auch so sagen- dass ich es verstehe .

Wie geht es dir damit freefall1 ? Kannst du mit den Schwestern dort über das Thema sprechen ?

fZreef^all1


Ich habe auch sowas gesagt.

Und dabei ihre Hand gehalten.

Dieses Zimmer liegt ja wie gesagt so, dass ich von der Aufteilung her dauernd hinmuss. Und mir geht es...hmmm..wenn ich jetzt sagen würde gut, wäre es natürlich gelogen.

Aber es ist nicht so, dass ich nicht klarkomme.

Ich habe mir vorgenommen, an jeder derartigen Situation zu wachsen.

Und es ist ein schönes Gefühl, diesen Menschen in ihrer letzten Phase noch etwas Gutes zu geben. Zu zeigen, dass man da ist. Sie auf ihrem Weg nicht alleine zu lassen.

Wie lautet doch einer der Palliativleitsprüche? Man kann dem Leben nicht mehr Tage, aber den Tagen mehr Leben geben.

Mit den Schwestern rede ich nicht darüber.

Aber mit meinem Fast-Freund (er ist auch im med. Bereich), mit anderen Freunden und mit meiner Familie.

E=hemalPigeUr Nut{zer (a#573x012)


Ich habe mir vorgenommen, an jeder derartigen Situation zu wachsen.

finde ich gut :-) - auch wie du damit umgehst :)^ - oft ist es ja auch so, dass es reicht eine Hand zu halten, Dazusein - es braucht in solchen Situationen nicht immer Worte . Das ehrliche Dasein/ Mitsein ist wichtig .

qQuack<salbxerei


Kurz Erfahrungen von mir: Es gibt einige Menschen, die es in solchen Situationen lieber haben, wenn sie nicht die Hand gehalten bekommen, sondern beispielsweise an der Schulter/am Oberarm berührt werden. Ist aber natürlich individuell verschieden, manche mögen auch gar keine Berührungen von "Halbfremden".
(Ich selbst mag "tröstendes Handhalten" auch nicht so gerne, ist mir irgendwie in einigen Momenten zu "einengend".)

E,hema@liger Nuatzer Q(#57301x2)


Das stimmt quacksalberei.

Ich mags auch nicht so, wenn ich darüber nachdenke und ich würde mich auch nicht von jedem tröstend berühren lassen wollen.

Mir ging es eigentlich um dieses Dasein und spüren was in der Situation gebraucht wird.

qOuacklsalbeErei


Mir ging es eigentlich um dieses Dasein und spüren was in der Situation gebraucht wird.

Ja, ist ja auch schön so. War auch nicht als Kritik gemeint, sondern als Hinweis, weil ich halt diese Erfahrung bei verschiedenen Menschen gemacht habe. Und ich weiß ja auch, dass der Impuls "Hand halten" schnell da ist, andere Berührungen aber manchmal passender.

EihemaligeLr Nutz;er (#T573012x)


quacksalberei

finde ich ein guter Denkanstoß :-) und es stimmt - ist wirklich ein Impuls da, eher die Hand zu halten , warum auch immer.

M|a!tesh=i


Ich hab wirklich großen Respekt vor dem was du da tust. Ich glaube ich könnte mich nicht zu ner todkranken ans Bett setzen und einfach für sie da sein. Das ist aber vermutlich das einzige was man noch für sie tun kann wenn es medizinisch keinen Weg mehr gibt. Einfach dafür sorgen dass sie nicht einsam stirbt.

Ich kann da nur zustimmen, "Hand halten" ist eine schöne, passende Geste. @:)

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