» »

Komplexe Störung bei Freund? Vorsicht, kann triggern!

A<rmi:nx84 hat die Diskussion gestartet


Liebes Forum,

ich schreibe heute, weil ich relativ verzweifelt bin und mir auch große Vorwürfe mache. Ich erzähle einfach die ganze Geschichte mit vielen Details, und lege zum Schluss meine eigene Meinung dar. Auf genaue Uhrzeit, Orts- und Datumsangaben werde ich aus Anonymitätsgründen bewusst verzichten, es ist allerdings für den weiteren Verlauf meiner Schilderung von Bedeutung, dass ich emotional wichtige Ereignisse mit sämtlichen Details abspeichere. Außerdem weise ich darauf hin, dass ich einige Ereignisse und Handlungen der betroffenen Person bewusst nicht erwähnen werde, da sonst eine Zuordnung wahrscheinlicher wäre.

Zu den für diesen "Fall" relevanten Daten meiner Vorgeschichte: Ich bin schwul, hatte bis dahin noch nie eine Beziehung, da es für mich schlicht nicht passte, leide selbst an einer Schizoaffektiven Störung, welche aber gut therapiert ist. In meinem Umfeld sind einige Menschen mit verschiedenen Störungen unterwegs, weshalb ich auch immer glaubte, gut damit umgehen zu können. Ich konnte auch vielen Helfen, ihre Probleme zu erkennen und sich professionelle Hilfe zu suchen, was die meisten dann auch getan haben. Leider musste ich jetzt feststellen, dass ich doch nicht mit allem klarkomme und leider auch nicht jedem helfen kann. Dieser Glaube ist einerseits in meiner Persönlichkeit manifestiert, lässt sich aber auch aus einem gewissen Größenwahn und Narzissmus ableiten, worüber ich mir durchaus im klaren bin. Innerhalb der letzten zwei Jahre habe ich mein Inneres sehr gut kennengelernt, vor allem kann ich Dinge eigentlich gut verarbeiten und reflektieren. Dieses Mal ist alles anders. Ich bin eben emotional äußerst involviert.

Nennen wir ihn einfach Albert. Albert besuchte die selbe Schule wie ich, ist allerdings acht Jahre jünger und wohnt in meiner Heimatstadt, ich an meinem Studienort. Wir unterhielten uns erstmals vor zwei Jahren und hatten sporadisch Kontakt, aber nur äußerst oberflächlich. Ende Juli war ich mit drei Freunden in einer Kneipe. Ich saß so, das weder Tresen noch Tür in meinem Blickfeld waren, ich sah also nicht, wer hereinkam. Plötzlich spürte ich, dass irgendjemand anwesend ist und ich unbedingt bleiben musste, denn die anderen wollten gehen. Nach einiger Diskussion blieb ich also, dreht mich um, und – da saß er an der Bar. Ich setzte mich neben ihn, sofort herrschte eine wahnsinnige Spannung und Anziehung, die ich so noch nie erlebt hatte. Wir unterhielten uns hervorragend und beschlossen, noch etwas in der Innenstadt spazieren zu gehen. Daraus wurde eine nächtliche Wanderung von sechs Stunden, wobei durchgehend diese erwartungsvolle Spannung herrschte. Er prangerte auch mehrmals meine passive Haltung an, aber irgendetwas sagte mir, dass ich ihn nicht von mir aus küssen darf. Irgendwann trennten wir uns und gingen nach Hause, allerdiengs war auch dies keine "normale" Verabschiedung, sondern eine sehr verklausulierte.

Am folgenden Montag trafen wir uns wieder. Wir saßen uns im Außenbereich einer Kneipe gegenüber, diese Anziehung war wieder da. Er setzte sich kurz neben mich, es "sei aber noch nicht so weit". Plötzlich war die Anziehung völlig ausgesetzt, kam aber nach einigen Minuten wieder. Wir gingen dann in den Innenbereich der Kneipe, ich war auf Toilette. Als ich herauskam, hatte er das Lied "Non je ne regrette rien" von Edith Piaf aufgelegt und sagte vor sich hin, dann "sei er halt schwul". Ich stand währenddessen noch im für ihn nicht einsehbaren Toilettenbereich und wartete noch etwas, um ihn nicht zu verschrecken. Wir verließen die Kneipe, saßen dann auf einer Treppe und er begann mich zu küssen und zu berühren. In der Öffentlichkeit, was mir etwas seltsam vorkam, da dies mit einer absoluten Selbstverständlichkeit geschah. Nach längerer Zeit unterbrach er und teilte mir mit, dass er eine Freundin habe, fuhr aber dennoch fort. Nach einer ewig langen Rumknutscherei wollten wir noch ein Bier trinken, er bat aber um "Beherrschung", da man ihn kennen könne. Wir saßen dann auf einem Sofa und wir küssten uns weiter. Plötzlich war er aber äußerst seltsam und ließ keine Berührung mehr zu, trat auch selbst nicht mehr in Aktion. Wir zogen weiter, er saß links neben mir auf einer Parkbank, öffnete seinen Gürtel. Er fasste mir an den Penis (es war wohl eher ein Streicheln), ihn durfte ich allerdings nicht anfassen. Das ging ca. eine halbe Stunde so, wir trennten uns dann. Wir hatten zunächst keinen Kontakt, er meldete sich allerdings Mitte September, wann ich in der Stadt sei. Unsere "Anwesenheitszeiten" gestalteten sich so, dass er am geplanten Tag meiner Abreise erst abends aus dem Urlaub zurückkam, wir würden uns also nicht sehen.

Aus verschiedenen Gründen blieb ich jedoch spontan einen Tag länger, ein Freund und ich wollten in unsere Stammkneipe gehen, die ja auch "Albert" immer besuchte. Und siehe: Er saß im Außenbereich, allerdings mit seiner Freundin. Die ersten zehn Minuten verliefen sehr eigenartig, wir starrten aneinander vorbei. Dann trafen sich unsere Blicke, die Freundin sprang auf, wir begannen, Händchen zu halten. Irgendwann fragte die Freundin, ob wir mit ihr und einigen ihrer Freunde in eine Bar gehen würden, wir erwiderten, dass wir nachkämen. Wieder saßen wir irgendwo in der Stadt rum und umarmten uns, weiter lief nichts. Seine Freundin stand plötzlich vor uns, die beiden stritten sich bitterlich und er blieb bei mir. Als wir zwei verschiedene Nachtbusse nehmen wollten, hielten wir uns einfach fest, bis die Busse abgefahren waren. Ich bat ihn um ein ernstes Gespräch in einem Park in der Nähe. Auf dem Weg dorthin passierten wir ein Hotel, vor dem er, mit einem seltsamen Blick in den Augen, Kondome auspackte. "Fick mich". Ich lehnte das vernünftigerweise ab, da in diesem Moment sein Verhalten sehr eigenartig war. Im Park umklammerten wir uns, weinten eine Stunde, er stand auf, brach zusammen und rannte dann davon.

Wir trafen uns dann vor zwei Wochen geplant wieder, er war sehr erfreut, mich zu sehen, umarmte und streichelte mich und sagte mir, er habe mich sehr vermisst. Nachdem wir den Stadtteil gewechselt hatten und auf einer Parkbank saßen, wollte er wissen, wie es mir in der Zeit seit unserer letzten Begegnung ergangen sei. Ich sagte, ich hätte viel geweint. "Ein Mann weint nicht". Auf meine Entgegnung hin, dass er ja sehr wohl auch geweint habe und das ganz natürlich sei, sagte er, ich würde mir das ausdenken. Überhaupt ende jeder seiner Freundschaften "irgendwie sexuell". Einige Minuten später war für ihn alles wieder in Ordnung, wir gingen in eine Bar, saßen auf Barhockern nebeneinander, hielten Händchen. Plötzlich stieß er wieder meine Hand weg, was das solle. Dann nahm er sie wieder, warum ich ihn losgelassen habe. Als ich dann nach Hause wollte, sagte er, ich solle bei ihm schlafen. Trotz aller Warnungen durch meine vernünftige Seite sagte ich natürlich zu. Der Abend verlief skurril:

Wir bestellten Pizza, er nahm ein ganzes Stück in den Mund und ich musste abbeißen. Den Belag von einem weiteren Stück schmierte er mir ins Gesicht und leckte es ab. Dann stellte er zwei Balken auf, positionierte Gläser darauf, zündete Kerzen an und schenkte Wasser ein. Da ich einige Freunde habe, die sich etwas seltsam verhalten, dachte ich mir nichts dabei. Später zertrümmerte er die Kerze, verteilte die Wachsstücke im Flur und malte mit einem Handbesen Bilder ins Wachs. So weit, so gut. Wir gingen dann wieder ins Wohnzimmer, wo ein Schlafsofa war und er begann, mich zu streicheln. Legte sich quer über mich. hatte plötzlich seinen Kopf an meinen Füßen und umarmte mich, streichelte mich. Er scheute sich wie immer vor Berührung. Als ich meine Hand an seinem Steißbein hatte, stieß er mich fort und schickte mich in sein Bett, wo ich auch hinging. Meine Verletztheit zwang mich aber, zurückzugehen. Er war verwundert, wo ich denn plötzlich hin sei. Auf meine Erwiderung, dass er mich in sein Bett geschickt habe, sagte er, das sei sein "Altar" und nur ich dürfe dort hin. Dummerweise blieb ich bei ihm, wir schliefen ohne weitere Vorkommnisse. Am nächsten Morgen warf er mir aber vor, ihn "angegrapscht" zu haben, ich erinnerte ihn an die Gegenseitigkeit, was er vehement verneinte.

An jenem Nachmittag traf ich mich mit einer ehemaligen Lehrerin von ihm. Sein Verhalten sei schon in der Schulzeit völlig abstrus gewesen, Meinungen wechselten ohne einen Roten Faden, Noten schwankten zwischen sehr gut und sehr schlecht – im selben Fach. Manchmal vertrat er extrem religiöse Ansichten wie den Kreationismus, plötzlich war er wieder ganz auf der wissenschaftlichen Seite. Beziehungen verliefen instabil.

Zwei Tage später schickte er mir morgens eine Nachricht, dass er sich am Nachmittag gerne mit mir treffen wolle. Ich sagte zu, ich würde ihn aber noch über die Uhrzeit informieren. Als ich ihm dann Treffpunkt und Uhrzeit mitteilen wollte, schrieb er "ich wolle ihn nur wieder an den Arsch fassen", "immer würden seine freundschaftlichen Gesten fehlinterpretiert" usw. Ich rief ihn an, er sagte mir, Sex sei nur zur Fortpflanzung da. Und Primaten würden sich eben gerne berühren.

Ich rief eine Psychologin an, die ich von einem Kongress kannte und schilderte die Situation, da ich nicht wusste, wie ich mich verhalten sollte. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich schon einige Verdachtsmomente, welche ich aber ihr gegenüber nicht erwähnte. Sie ging davon aus, sofern das eben aus der Ferne möglich sei, dass er ein schweres Trauma erlitten haben musste, welches zu diesem Verhalten geführt hat. Ich solle auf jeden Fall die Finger von ihm lassen, es würde mich zerstören. Angetrieben durch die Verletzungen und Kränkungen, die er mir zugefügt hatte, handelte ich allerdings absolut irrational. Ich klingelte mitten in der Nacht bei ihm, er öffnete mir die Tür. seine Freundin war auch da. Ich warnte sie vor eventuell kränkenden Inhalten des Gesprächs, sie wollte aber bleiben. FORTSETZUNG IM NÄCHSTEN TEIL

Antworten
A:rmin8x4


FORTSETZUNG

_______________

Er verteidigte sich sofort, zwischen uns sei nie etwas gelaufen. Ich zählte jede einzelne Begebenheit mit Datum, Uhrzeit, Ort, wer was getan hat usw auf. Er entgegnete mir, ich sei völlig verrückt. Ich untermauerte das ganze noch mittels des Trackings auf google maps. Er sagte, ich hätte das gefälscht und eine schwere Persönlichkeitsstörung. In Rage erwiderte ich, er sei hier der mit mindestens einer Borderlinestörung, wenn nicht sogar mit eine Dissoziativen Persönlichkeitsstörung. Und ich könne auch nichts dafür, was ihm in seiner Kindheit angetan wurde. Sein Blick verzerrte sich, er packte mich und warf mich raus. Ich lag dann auf dem Boden im Hausflur und ging, seine Freundin rief mir hinterher, sie wolle sich auf jeden Fall am nächsten Tag mit mir treffen, das würde einiges erklären. Ich bereue auch, dass das so abgelaufen ist, aber die Emotionen haben mich übermannt.

Im Gespräch mit der Freundin kam raus, da ich nach den Familienverhältnissen fragte, er sich dem Vater gegenüber normal verhalte, in Anwesenheit der Mutter aber zum Kind wurde. Außerdem glaubte sie, dass er notorisch lügen würde. Was sie machen solle? Ich verwies darauf, dass das ihre Beziehung sei, ich mit dieser Aktion nicht ihre Beziehung zerstören wollte und das sicherlich anders als mit so einer kranken Geschichte getan hätte. Sie wolle mich über alles weitere informieren.

__

da ich los muss, folgt die fortsetzung heute nacht

_\Black_KCat_


Hallo *:)

Erst mal tut mir die Freundin leid. Auch wenn es, so wie ich das raus lese, noch nie zu Sex gekommen ist, hat er dich intim angefasst, Händchen gehalten usw. Obwohl daheim ne Freundin sitzt! :(v Die Tatsache dass er bissexuel ist, scheint er ja auch zu irgendwie leugnen, aber ich finde, hier spricht vieles dafür. Ich denke, "Albert" hat Probleme, die aufzuarbeiten sind. Diagnosen würde ich persönlichen nicht stellen, auch wenn ich selbst schon viel mit Menschen zu tun hatte, die die unterschiedlichsten psychischen Erkrankungen hatten. Da lass ich lieber Psycholgen drüber urteilen. ;-)

Euch scheint was zu verbinden, was wirklich nicht einseitig ist, dennoch hat er Probleme damit, dazu zu stehen: Er fasst dich an, dann schimpft er dich wenn du ihn berührt. Er schickt dich weg, dann beschwert er sich, warum du gehst. ??? Ein Spielchen, mit dem ich nicht klar kommen würde. Ich denke, er ist selbst so verunsichert, auch in seiner Sexualität, das er anders nicht damit umgehen kann.

Ich würde ihn an deiner Stelle & auch an der Stelle der Freundin endgültig vor die Wahl stellen: Entweder er trennt sich von ihr, und ihr fängt was miteinander an, ohne jemanden zu betrügen(!) , oder er bleibt bei seiner Freundin, und ihr seht euch nicht mehr.

Beides sehr radikal, aber seine Spielchen, würde ich nicht mitmachen.

_aBlack;_Ca@tx_


*bisexuel :=o

AGrEmin8x4


so, weiter.

Die Freundin schrieb mir dann noch ein paar Mal, sie hätte ihn nochmals konfrontiert und er hatte beteuert, es sei zwischen uns nie zu einer sexuellen Begegnung gekommen, in welcher Form auch immer. Nach einem Mittagsschlaf kam er dann nochmals zu ihr, und sagte, dass ich eventuell Recht haben könnte. Er spüre, dass er tatsächlich etwas für mich empfinde, könne das aber nicht zuordnen. Er wolle sich helfen lassen, hat aber Angst, "für immer weggesperrt" zu werden. Ich klärte sie über die Gesetzeslage auf und dass das mit Sicherheit nicht der Fall sein werde. Am nächsten Tag kontaktierte sie mich nochmals, sagte aber plötzlich, ich solle aufhören, ihre Beziehung zu zerstören und mich da raushalten. Das war nie meine Intention, hätte ich wirklich die Beziehung zerstören wollen, hätte ich das schon früher getan und sicherlich nicht auf diese perfide Art und Weise. Außerdem sagte ich ihr noch, dass ich durchaus noch Dinge mit ihm zu klären hätte, die nur ihn und mich etwas angehen. Er meldete sich daraufhin per WhatsApp und warf mir alle möglichen Dinge an den Kopf, ich sei das ekelhafteste, was er je gesehen habe usw.

Gestern kam dann tatsächlich eine Art Entschuldigung. Seine Freundin habe die Beziehung beendet, er entschuldige sich für all die Vorwürfe mir gegenüber und er allein trage die Verantwortung dafür, was er getan oder auch nicht getan habe. Er wünsche mir alles Gute für die Zukunft. Statt meine Klappe zu halten, musste ich ihm natürlich noch sagen, dass ich die Zeit mit ihm wunderschön fand, er sich unbedingt in Therapie begeben solle und ich mich freuen würde, wenn wir uns dann, irgendwann in mittelferner Zukunft, wiedersehen können. Mein großes Problem: Diese Sache kann, wie ich vermute, niemals endgültig geklärt werden. Weil er, würde ich behaupten, nicht "integriert" ist. Der eine will Intimität und eine Beziehung mit mir, der andere verzweifelt, weil er sich endlich eine wertvolle Freundschaft erhoffte und die Person schon wieder "etwas sexuelles" wollte und der nächste trauert wahrscheinlich gerade, da seine Freundin mit ihm Schluss gemacht hat. Mir ist völlig klar, dass ich in seiner Welt jetzt ein völliges Arschloch bin. Er hätte natürlich auch eine Freundschaft mit mir haben können, ich hätte mich auch sehr gefreut. Obwohl ich ihn liebe. So intensiv, wie übrigens niemanden zuvor. Aber wenn solche Dinge laufen, sehe ich das natürlich irgendwann nicht mehr als "freundschaftliche Signale". Und das geschah ja offenbar nicht nur mit mir. Was ich tatsächlich glaube bemerkt zu haben, er sagte mir das ja auch mehrmals, auch in verschiedenen "Modi": Ich nehme eine sehr wichtige Position bei ihm ein – er sprach sogar von "in seinem Leben ein" – und er empfinde starke Liebe für mich. Offenbar weiß er aber nicht, in welcher Form oder das wechselt.

Sein Verhalten zusammengefasst:

-Ständig wechselnde Grundpersönlichkeitskonzepte, auf Nachfrage von Fremden auch verschieden Berufe

-Der, der mich liebt

-Der, der eine Freundschaft mit mir will und eine Freundin hat

-Bizarre Rituale (eines erwähne ich hier bewusst nicht)

-Seltsame Sexualität, erlaubt selbst kaum Berührung

-Selbstverletzendes Verhalten (Finger schon mehrmals gebrochen, schlägt gerne gegen Wände)

-Freundschaften und Beziehungen funktionieren nicht/halten nicht lange/sind "seltsam"

Ich mache mir nun fürchterliche Vorwürfe, weil ich ihm direkt gesagt habe, er solle sich behandeln lassen. Und weil ich ihn mitten in der Nacht so detailliert mit dem, was zwischen uns war konfrontiert habe. Und seine Freundin. Hätte er mich nicht so verletzt, wäre das auch alles nicht passiert. Ich habe auch völlig unvernünftig gehandelt. Aus Liebe. Andererseits, sonst wäre das vielleicht noch ewig so weiter gegangen und wir alle wären kaputtgegangen. Ich glaube, er hat wirklich mindestens ein schwerwiegendes Problem. Mindestens. Und so denkt er vielleicht mal nach und lässt sich helfen. Ergebnis bisher: Die Beziehung mit seiner Freundin ist beendet, ich darf auch keinen Kontakt mehr zu ihm haben, er und ich gelten im Umfeld der Freundin (mit dem ich teilweise auch zu tun habe) als völlig verrückt. Bei manchen eher ich, bei manchen eher er. Aber ich konnte das alles einfach nicht auf mir sitzen lassen. Und mache mir Vorwürfe, sein Leben gewaltig durcheinander gebracht zu haben. Und, nicht zu vergessen: Ich habe schrecklichen Liebeskummer. Und die Befürchtung, dass es tatsächlich für uns beide besser wäre, würden wir uns nicht mehr wieder sehen. Ist das alles ne Scheiße. :°(

Naja, danke fürs zuhören schonmal und ne gute Nacht

Airm$in8x4


Und, ich weiß mir steht das nicht zu: Ich befürchte wirklich, dass er schwerwiegende Probleme hat. Und es muss etwas mit Dissoziation zu tun haben. Ne dissoziative Persönlichkeitsstörung, Borderline oder beides. Und diese Rituale sind auch so seltsam. Aber das würde einiges erklären. Ich würde so furchtbar gerne mit ihm reden, aber ich darf nicht. Ich hätte ihn auch gern einfach als Freund, aber das klappt nicht. Ich bin mir sicher, dass da wieder was passieren würde.

@ _black_cat_:

Ich glaube leider tatsächlich, dass er das alles nicht weiß.

EyhemaligeJr N*utzer 0(#57x8069)


Es ist doch völlig irrelevant, unter welcher psychischen Störung "Albert" nun genau leidet.

Fakt ist, dass er derzeit und wohl auch in nächster Zukunft nicht beziehungsfähig ist/sein wird, selbst wenn er sich umgehend in Therapie begeben würde.

Die Psychologin hat völlig Recht. Wenn du weiter an diesem Kontakt festhältst, wirst du dich selbst kaputt machen.

Ich würde dir raten, den Kontakt völlig abzubrechen. Damit wirst du dir selbst sehr viel ersparen.

mjonds+stxerne


Und, nicht zu vergessen: Ich habe schrecklichen Liebeskummer. Und die Befürchtung, dass es tatsächlich für uns beide besser wäre, würden wir uns nicht mehr wieder sehen. Ist das alles ne Scheiße. :°(

Ja, genau. Für mich wäre das am Wichtigsten, sich selbst zu sehen und zu fühlen, den Liebeskummer und die Befürchtung, es könnte gut sein, wenn ihr Euch trennt.

Selbstverständlich kann hier niemand beurteilen, ob es gut für Euch wäre, wenn ihr Euch trennt. Deshalb würde ich es für vermessen halten, Ratschläge zu dem Thema zu erteilen.

Es geht darum, eine Entscheidung zu fällen, die niemand Dir abnehmen kann. So würde ich es sehen.

@:)

Viel Glück! :)*

_uBlasck_nC8axt_


Gestern kam dann tatsächlich eine Art Entschuldigung. Seine Freundin habe die Beziehung beendet, er entschuldige sich für all die Vorwürfe mir gegenüber und er allein trage die Verantwortung dafür, was er getan oder auch nicht getan habe.

Na wenigstens hat er jetzt bei der Freundin ausgepackt :)^

Die Beziehung mit seiner Freundin ist beendet, ich darf auch keinen Kontakt mehr zu ihm haben, 

Wieso darfst du keinen Kontakt zu ihm haben, wenn das mit der Freudin beendet ist? Hat er das irgendwie begründet?

Normalerweise wäre ja jetzt grünes Licht für euch, aber irgendetwas scheint ihn doch daran zu hindern. Verständlich ist, dass er nicht von einer Beziehung in die nächste hüpfen will, aber so gar keinen Kontakt haben zu "dürfen"? ??? Er scheint sehr verunischert zu sein, in dem was er will. Hast du schon mal mit ihm drüber geredet, ob er Probleme damit hat, sich zu outen, und deswegen nicht so recht zu seinen Gefühlen stehen kann? Bist du der erste Mann für den er was empfindet?

Ich mache mir nun fürchterliche Vorwürfe, weil ich ihm direkt gesagt habe, er solle sich behandeln lassen

Vorwürfe musst du dir nicht machen. Du warst verletzt und aufgebracht und in einer sehr schwierigen Situation. Er macht dir Hoffnung und geht trotzdem zu seiner Freundin zurück und verleugnet alles was zwischen euch war! Trotzdem stimmt es: Wenn man jemanden so hart damit konfroniert was derjenige für "Probleme" und "Fehler" haben soll und sich doch gefälligst therapieren lassen soll, schafft man eigentlich das Gegenteil von dem was man wollte: derjenige fühlt sich angegriffen, und gesteht sich noch viel weniger ein, Hilfe zu brauchen.

m5ond+esternxe


Vorsicht, kann triggern!

Das verstehe ich übrigens nicht. Wie meinst Du das?

ADrmianx84


@ mond+sterne

habe den betreff vor dem text geschrieben. das ist quatsch, war eigentlich anders geplant.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz   © med1 Online Service GmbH