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Religion und Sex

IQngHefaerxa


warum bekommt man dann beigebracht das man sich dort nicht anfassen soll und dass das dort unten eklig ist!

Macht, Manipulation, Unterdrückung. Genau das, was die katholische Kirche 2000 Jahre lang auf allen Kontinenten gemacht hat.

Genau. Kürzlich hat mir hier im Forum auch jemand die Augen geöffnet, dass auch die männliche Beschneidung praktiziert wird, damit die Jungs/Männer keine Lust mehr an Selbstbefriedigung haben sollen. Und offiziell begründet wird das Ganze dann mit religiöser Tradition... Ich finde es unglaublich, dass ein zivilisierter Staat so etwas heutzutage noch durchgehen lässt.

jSust'_looxking?


Also wirklich, wenn man deshalb schon in der Hölle landet, dann wäre es da doch reichlich voll (wie von anderen schon geschrieben).

Und mal ehrlich, wenns im Himmel keine SB und keinen vorehelichen Sex gibt, dann will ich da nicht hin.

Ijngesfaerxa


Übrigens: Auch unreligiös zu sein bedeutet beileibe nicht automatisch, wild in der Gegend herumzuvögeln, auch wenn manche religiösen Menschen das gerne so darstellen möchten. Sondern es bedeutet, sich nach seinen persönlichen Grenzen und Empfindungen zu richten. Manche fühlen sich mit häufig wechselnden Partnern wohler, manche auch nicht.

M/r. Fo_reskJixn


Sich nach seinen eigenen Grenzen und Empfindungen zu richten erfordert eine ständige (kritische) Auseinandersetzung mit sich selbst. Das fällt einigen Menschen schwer und sie benötigen klare Vorgaben.

Das ist mit ein Grund warum Religionen so erfolgreich sind.

DJrea'msx2015


ich bin in einer Atheisten-Familie aufgewachsen und glaube selbst nicht an Gott. Doch bei uns gab es auch ähnliche Verbote, nur anders begründet - es sei "schädlich". Ich hatte als Teenie auch immer sehr starke Schamgefühle dafür. Bis ich dann erwachsen genug wurde, mich selbst auf diesem Gebiet fortzubilden und festzustellen, dass Masturbation nicht nur nicht schädlich sondern etwas ganz natürlich ist. Ab da hatte ich über diese Verbote einfach nur gelacht.

Es tut mir leid, dass bei dir die Folgen dieser Erziehung doch weitreichender sind.

Ich denke, wenn Deine Freundin einfühlsam und geduldig ist, dann kriegt ihr das auch sehr schnell hin, dass es klappt! Es braucht bei Dir nur Klick zu machen, dafür wären ein Paar Gespröche mit Psychotheapeuten vielleicht gar nicht so schlecht.

P&lanzetenwixnd


@schrubbus:

Mich hat das ganze Thema auch mal stark beschäftigt, allerdings wurde ich bei weitem nicht so streng erzogen wie du. Bei uns hat man ganz einfach nicht über Sex und so geredet. Wurde totgeschwiegen. Wenn es aber mal zur Sprache kam, dann meist negativ. Selbtbefriedigung z.b. war auch eine Sünde, aber das habe ich eher am Rande mitbekommen, eben weils kaum thematisiert wurde. Irgendwann dann kam ich in die Pupertät und man wird neugierig. ;-D Die ersten paar mal SB waren richtig toll, aber dann kam das schlechte Gewissen. :-X Ich dachte ich würde sündigen. |-o Habe nachts immer wieder gebetet und auch dabei Gott versprochen es ab jetzt zu lassen. :-X Bis das Bedürfnis wieder zu arg wurde. Ich habe lange gebraucht um zu verstehen, dass ich (und halt andere Menschen auch) einen natürlichen Sexualtrieb haben, der halt da ist und der nichts schlechtes ist.

Mein jetziger Freund hat mir da mal sehr geholfen, da waren wir noch gar nicht zusammen: wir waren bei uns in der Uni in einem Hörsaal, fast 600 Studenten. Irgendwie kamen wir auf das Thema SB zu sprechen und ich meinte, dass das ja kaum einer mache. Das dachte ich jedenfalls bis da. ;-D Da meinte mein Freund erstaunt, dass er sich sicher ist, dass das in diesem Hörsaal fast jeder macht. :-o Ich lies den Blick durch die Masse an Menschen gleiten und war ehrlich geschockt. Nicht weil ich es jetzt sooo schlimm fand, sondern weil ich mir das gar nicht hätte vorstellen können. Ich dachte ich hätte mich nicht im Griff oder so. Mir ging da ganz allmählich ein Licht auf, dass sowas normal und nicht schlecht oder gar eine Sünde ist.

Das ist jetzt einige Jahre her und nun bin ich dahingehend um einiges schlauer und lasse mir da nix mehr rein reden oder mir Angst machen. Das obige Beispiel mit dem Hungrigen und dem Steak ist ein guter Vergleich. ;-D Meinetwegen prüft uns Gott (falls es ihn gibt), aber die Prüfung bezieht sich eher darauf, wie wir uns unseren Mitmenschen gegenüber verhalten. Und bestimmt nicht ob wir unseren Sexualtrieb, den er uns ja selbst mitgegeben hat, erfolgreich unterdrücken. Das wäre doch totaler Blödsinn! Selbst mein Religionslehrer aus der Oberstufe hat mal zu uns gesagt, dass Sex noch nie nur zum Kinderkriegen da war! Und wenn man sich mal mit dem Thema Sexualität näher befasst, entdeckt man nach und nach so ein paar interessante Dinge, die arg im Widerspruch dazu stehen was Gott angeblich alles so will und nicht will. Wusstest du z.b. dass das Sperma von zwei unterschiedlichen Männern sich gegenseitig zu verdrängen versucht? Ja wozu solls das denn geben?? Wenn eh nur jeder einen festen Sexulapartner hat? Was hat sich Gott denn dabei gedacht, das braucht man doch nicht. ;-) Und mal ganz allgemein gesagt, Sex ist durchaus gesund. Habe mal gelesen wäre gut fürs Immunsystem. Außerdem baut es Stress ab. @:)

s1ensiObelmaxn


Wie ist das mit Gott und Sex jetzt wirklich?

Das kann niemand genau sagen. Niemand weiß genau, ob dass, was in den Büchern geschrieben steht (Bibelbücher, Koran, ...) tatsächlich Gottes Worte sind, oder ob es nur dem jeweiligen Glauben des Schreibers der damaligen Zeit entspricht.

Hinzu kommt, dass diese Schriften offenbar mehr oder weniger bewusst und nachweislich falsch interpretiert wurden und werden (klassisches Beispiel: katholische Kirche und Haltung zur Masturbation wurde [[http://www.bibel-online.net/buch/elberfelder_1905/1_mose/38/#1 mit den Worten zur Geschichte Onans (1.Mose 38:6-10)]] begründet. Dort ist jedoch keinerlei Zusammenhang zur Masturbation (Onanie) erkennbar, sondern das verweigern der damals gültigen Bruderpflicht)

Wenn man jedoch glaubt, dass es ein höheres Wesen gibt, dass mit der Schaffung des Universums und des Menschen zu tun haben sollte, wäre es unverständlich, wenn er den Menschen sexuelle Lust gegeben hat und die Menschen diese nicht ausleben sollten. Es sei denn, er wäre ein Sadist. Wenn Menschen ihre sexuelle Lust nur zur Fortpflanzung hätten, hätte ein Schöpfer das auch dementsprechend organisiert (zudem: Frauen hätten keine Haare, damit sie diese nicht künstlich bedecken sollen oder müssen, sie hätten ein "natürliches" Kopftuch).

Ich glaube fest, das die Aussagen von diversen Religionen zur Einschränkung der Sexualität Erfindungen von Menschen sind, die zu den damaligen gesellschaftlichen Verhältnissen, wie sie vor mehr als 1000 Jahren existierten, durchaus ihren Sinn gehabt haben mögen. Unter heutigen Bedingungen (soziale Absicherung der Frau auch ohne Ehe, Verhütungsmöglichkeiten) haben die damals aufgestellten Regeln jedoch keine Gültigkeit mehr.

B;irk,enzwexig


schrubbus

vielleicht nimmst du dir die bibel selber zur hand und prüfst das nach, was die dir eingeredet haben.

ich glaube, in dem fall isses der beste weg.

die kath kirche hat sehr viele irrlehren laufen, sooo viel, von dem in der bibel einfach nix zu finden is. mach dir doch bitte die mühe, schaden tuts nich :)*

s~ensGibelJmxan


Ach ja, und wenn ein Gott die Vorhaut von Jungen als überflüssig gefunden hätte, hätte er sie ihnen nicht konzipiert.

Beschneidung hat eher etwas von Antigott.

s:ensib6elmxan


und die katholische Kirche von damals hatte "gute" Gründe, dem Volk den Bibelinhalt vorzuenthalten, indem sie nur in lateinischer Sprache geschriebene Werke zuließen, die kein Normalbürger lesen konnte. So konnte man das Volk nach Strich und Faden belügen. Die Kirche diente damals als Machtapparat. Dafür musste [[https://de.wikipedia.org/wiki/Jan_Hus Jan Hus]] auf dem Scheiterhaufen sterben, weil er den Menschen die tatsächlichen Bibelinhalte über die Übersetzungen nahe brachte und Martin Luther wäre es nicht anders ergangen, hätte er nicht auf der Wartburg Schutz und Unterschlupf gefunden (immerhin hatte er Zeit für die Bibelübersetzung)- auch er offenbarte den Schindluder, den die damalige Kirche mit der Religion betrieb (u.a. "Sünden freikaufen" per Ablassbrief).

die kath kirche hat sehr viele irrlehren laufen

Das scheint alle Religionen zu treffen.

sFen=sibe_lmaxn


Die einzigen Gründe, die für Einschränkungen der Freiheiten beim Sex sprechen, sind medizinisch-gesundheitliche.

C:aram}alLax 2


Das scheint alle Religionen zu treffen.

Hier stimme ich uneingeschränkt zu. Wäre man mehr an der Wahrheitsfindung interessiert, als alte Lehren gebetsmühlenartig zu wiederholen, selbst wenn vieles nicht funktioniert oder logisch nachvollziehbar ist für den Normalbürger, dann wäre man vielleicht schon weiter.

I!ngefa(era


Auf die Bibel würde ich mich aber auch nicht beziehen, die ist auch nur von Menschen geschrieben, dessen muss man sich bewusst sein. Wir schimpfen manchmal auf die Inhalte des Koran, aber für die, die an den Koran glauben, sind diese Inhalte die Wahrheit, für Christen die Bibel. Dabei enthalten beide Geschichten, die einfach nur Menschen erfunden haben, keine Worte eines höheren Wesens.

aneuv


Ich sehe zwei Gründe für diese religiösen Restriktionen:

1) kein Sex vor der Ehe: Da stimme ich sensibelman zu. Als es noch keine sicheren Verhütungsmöglichkeiten gab und auch keine Sozialleistungen im heutigen Umfang, war man sehr auf eine funktionierende Familie angewiesen, in der alle mithalfen. Es machte also durchaus Sinn, dass Kinder nur in fixen Beziehungen geboren wurden. Darum hat man aber auch sehr früh geheiratet.

2) Selbstbefriedigung: Bei Selbstbefriedigung entstehen keine Kinder und auch sonst schadet man niemandem damit. Es stellt sich also die Frage, warum die Kirche auch hier dagegen ist. Nun ja, wie kontrolliert man eine Gruppe von Menschen am besten? Man erlegt den Menschen Regeln auf, an die sich kaum einer/keiner halten kann. Es ist so gut wie sicher, dass jeder sie bricht. Man hat dann eine Menge von Menschen, die ein schlechtes Gewissen haben. Eine Gruppe von Menschen mit schlechtem Gewissen und Angst vor dem Fegefeuer ist um ein Vielfaches leichter zu kontrollieren, als starke unabhängige Menschen. Ich denke, dass dieses Verbot nur dem Machterhalt der Kirche diente. Es gab ja auch die Möglichkeit sich von seinen Sünden freizukaufen. Es war also für die Kirche gut, wenn möglichst viele die Regeln brachen, damit die Ablasskassa klingelte.

Und um auf deine Frage zu antworten: nein, du bist kein schlechter Mensch.

Übrigens, die Kirche predigt ja auch immer, dass Gott alle Sünden verzeiht. Er wird ja immer als ein guter, liebender, verzeihender Gott dargestellt. Ich bin mir sicher, er wird dir verzeihen, egal, was für eine "Sünde" du begangen hast. Und wenn ich mich nicht irre, wurde das Fegefeuer irgendwann abgeschafft. Das gibt es nicht mehr ;-D

cArikecharOlie


1. In der Bibel steht nichts über Selbstbefriedigung.

Daher können es Deine Eltern schon mal nicht haben.

2. In der Bibel steht, dass alles, was zur Sucht wird, vermieden werden sollte, dies wird im Zusammenhang mit Selbstbefriedigung von den extremen Typen immer angeführt, dass Selbstbefriedigung eben süchtig macht und man es lassen soll laut Bibel.

Aber es geht wirklich nur um Sucht und verantwortungsvollen Umgang mit dem eigenen Körper.

3. Selbst wenn Selbstbefriedigung eine Sünde WÄRE, also bei Leuten, die "gläubig" sind, gibt es immer noch Jesus, wenn man an ihn glaubt, hat man gute Karten für den Himmel, DAS hat er nämlich tatsächlich gesagt.

Das sollte Deinen "gläubigen" Eltern ebenfalls klar sein.

4. Die katholische Kirche (nicht Gott in der Bibel) verurteilt die Selbstbefriedung, weil sie Sucht verursachen kann und den Blick auf sich selbst anstatt auf andere richtet. Man soll Sexualität nämlich mit anderen und nicht mit sich selbst teilen, Sexualität soll ein Instrument der Freude zwischen den Leuten sein und nicht nur im stillen Kämmerlein stattfinden. Also Sexualität als Partnerkleber und, natürlich, zum Zwecke der Kinderzeugung, zu der es bei Selbstbefriedigung ja nicht kommt.

Allerdings:

Um ein ausgewogenes Urteil über die sittliche Verantwortung jener, die sich hierin verfehlen, zu bilden und um die Seelsorge danach auszurichten, soll man affektive Unreife, die Macht eingefleischter Gewohnheiten, Angstzustände und weitere psychische oder gesellschaftliche Faktoren berücksichtigen, welche die moralische Schuld vermindern oder sogar aufheben.

aus: Hörmann, K., Lexikon der christlichen Moral

ein katholisches Werk.

Übersetzt:

an sich ist die Selbstbefriedigung nicht gewünscht, allerdings sollte man, bevor man sich da über jemanden aufregt, berücksichtigen, dass derjenige vielleicht einfach einsam ist oder die Selbstbefriedigung als Mittel verwendet, damit es ihm gut geht.

Wenn das der Fall ist, sieht auch die christliche bzw. katholische Ethik kein Problem in der Selbstbefriedigung.

Du sieht also:

Deine Eltern (bzw. Papa und Oma) haben von allem nur die Hälfte einer Ahnung, sie haben Dein Gehirn gewaschen. Sei sauer auf sie, dass sie Dir das angetan haben und baue Dein eigenes Leben auf.

Die zwei hatten einen an der Waffel.

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