» »

Ich koennte meine Panikattacken umbringen..

SeinaSoucndso hat die Diskussion gestartet


Vor ca. 6 Jahren hatte ich fuer fast 2 Jahre mit Panikattacken zu tun. Ich habe mich damit auseinander gesetzt und es nach und nach ueberwunden. Ohne Medikamente oder Therapie.

Seitdem trat vielleicht 2-3 mal im Jahr in einer akuten Stresssituation eine Attacke auf.

Seit ein paar Wochen sind sie nun wieder da.. Und seit ein paar Tagen allabendlich. Und heute das erste mal morgens.

Ich hatte von ca. kurz vor 7 an Herzrasen und das Gefuehl ohnmaechtig zu werden. Habe versucht ruhig zu atmen und habe mich fuer die Uni fertiggemacht.

Bin auch hingefahren, reingegangen und habe die Besprechung mit meinem Betreuer begonnen.

Gegen 9 Uhr habe ich die abbrechen muessen weil ich weiss wie die Wand war, mir Schweiss auf der Stirn stand und das Herz noch immer raste.

Mein Betreuer hat mich zum Arzt geschickt.

Und kaum sass ich im Auto und war auf dem Weg zu meiner Aerztin, ist alles wieder gut.

Ich komme mir so verarscht vor! Zurueck koennte ich hoechstens fuer den Rest der Besprechung, da er mich so nicht ins Labor laesst. Und zum Arzt traue ich mir grade auch nicht, weil die mich bestimmt nicht ernst nimmt.

Ich hab ja nichts! Und das weiss ich auch..

Im Labor ueberalten jetzt meine Proben und ich verliere schon wieder einen Tag.

Habe auch schon einen Termin beim Psychologen gemacht, aber der frueheste ist im Januar.

Warum tut mir das mein Koerper schon wieder an? Ich hab im Bachelor schon so viel Zeit dadurch verloren..

Jetzt sitze ich hier, bin wieder okay und ausser der Verzweiflung darueber, dass diese Attacken kommen, habe ich beim Arzt ja nichts "vorzuweisen"... Gehe ich trotzdem rein und rede mit der Aerztin drueber? Oder nehme ich dann echten Kranken den Platz und die Zeit weg?

Antworten
BzeautixfuTlDayx89


Mir hilft es immer wenn ich zwar die Angst realisiere, mich aber von ihr nicht verschlucken lassen und ihr selbstbewusst gegenüber stehe :-) Falls du möchtest, können wir uns gerne über PN austauschen :)*

SuinaSRoundKsxo


Du hast eine PN=)

Normalerweise dauert so eine Attacke bei mir auch keine 2 Stunden. Wenn das nach 30-40 Minuten vorbei gewesen waere, haette es ja in der Uni auch keiner mitbekommen und ich haette mich halt zusammengerissen.

Aber durch diese umgewoehnlich lange Dauer habe ich natuerlich irgendwann noch mehr Panik bekommen.

Und jetzt fuehle ich mich so daemlich und wie ein Versager, weil es ja nichts echtes ist..

B,irkeAnzwxeig


kannst du rausfinden, was so eine panik auslöst, wovor du angst hast?

und nur weil die panik vorbei is, glaub ich nich, daß dein arzt dich nich ernst nimmt. und sollte es so sein, isses der falsche arzt

B]rombeerkü4chlei3n


Ich habe mich damit auseinander gesetzt und es nach und nach ueberwunden. Ohne Medikamente oder Therapie.

Hier liegt der Fehler.

Hättest du damals schon eine gescheite Therapie gemacht, dann wäre der Rückfall jetzt vielleicht milder.

Anfängerfehler - hab ich auch gemacht. ;-)

SoinaJSouontdso


@ Birkenzweig:

ich vermute, dass es eine Kombination aus Stress, schlechter psychischer Grundverfassung und Einschnitten ins Leben ist:

*bin hier in der Stadt nicht gluecklich

*Tod von Papa

*Trennung von meinem Freund

*Funkstille mit Mama

*das Gefuehl, nie genug zu tun

*wenig Schlaf

* schlechtes Gewissen

*eventuell ein SD-Unterfunktion(wird noch geprueft)

*eventuell auch Verunsicherung durch den boesen Infekt, den ich mir eingefangen hatte

Das waeren so die Faktoren, die ich dafuer verantwortlich mache.. In welcher Gewichtung kann ich aber nicht sagen.

Ich gehe jetzt mal hoch im die Praxid ind schaue. Dann werde ich zurueck im die Uni fahren und zumindest alles wichtige besprechen.

sfuperesayajxin


Wenn man Angstpatient ist, wird man das auch immer bleiben. Nur der Umgang mit der Angst ist wichtig und sollte sich zumindest souveräner darstellen. Ich verfalle zur Zeit auch wieder in alte Muster und muss mich zusammenreißen.

"Normalerweise dauert so eine Attacke bei mir auch keine 2 Stunden. Wenn das nach 30-40 Minuten vorbei gewesen waere, haette es ja in der Uni auch keiner mitbekommen und ich haette mich halt zusammengerissen."

Hier muss ich sogar ein bisschen grinsen. Das Problem und die Lösung steht quasi in diesem Satz. Wahrscheinlich war die innere Uhr schon auf die 30-40 Minuten eingestellt und du wurdest zunehmend nervöser, warum der "normale" Zeitplan nicht eintritt. Der Rest ist dann natürlich eine Kettenreaktion von selbst erfüllenden Prophezeiungen.

Die Lösung ist das durchzustehen. Du weißt das dir nichts passiert. Und wenn die Sache 8 Stunden gedauert hätte, da musst du durch.

Und wenn dir der Arztbesuch wieder Ruhe verschafft, dann machst du genau das nicht.

S:inaSo>unadso


@ Bromberrkuechlein:

das denke ich gar nicht mal so. Ich habe ja die Ursachen gefunden und mich damit auseinander gesetzt. Aber ich werde es ja jetzt mit einer Therapie versuchen.

Allerdings neigen die Aerzte und Therapeuten dazu, mich nicht ernst zu nehmen, da ich wohl sehr aufgeraeumt wirke. Ich erzaehle relativ rational, was die Fakten sind und bin mir meistens auch dessen bewusst, warum es mir schlecht geht.

Vor zwei Wochen war ich bei der psychologischen Beratung der Uni, Fazit der Dame dort:"Sie sind doch so eine starke Frau, sie schaffen das schon." :-/

sBuperssayTajxin


Übrigens ist es nicht unüblich, dass sich die Angst immer wieder neue Wege sucht um sich in dein Leben zu schleichen. Oft auch so, dass man es nicht direkt der "Krankheit" zuordnen kann und schon befindet man sich wieder in der Abwärtsspirale. Also eine Psychotherapie ist nie verkehrt, um solche Muster zu erkennen und frühzeitig reagieren zu können.

S inaSSounxdso


@ supersayajin:

dass ich da durch muss, ist mir klar. Aber es schraenkt mich grade zu sehr ein. Ich kann ja nicht mit Dauerherzrasen und zitternden Haende im Labor stehen und mit gefaehrlichen Chemikalien hantieren. Das wuerde mir mein Betreuer auch nie gestatten.

Naja, eigentlich bin ich eher gewohnt, dass Attacken bei mir 10-15 Minuten dauern. Aber ich hab auch nicht permanent auf die Uhr geschaut, sondern einfach den normalen Tagesablauf aufgenommen.

Mein Betreuer war es ja, der dann meinte, dass irgendwas nicht stimmt..

s3uper&sayagjin


Es gibt 2 Möglichkeiten damit umzugehen. Medikamente oder Aushalten. Was denkst du was auf Dauer funktioniert?

Doch genau das kannst du. Der Umgang damit wird dir helfen, dass es weniger und weniger wird.

Ich habe selbst 2 Therapien hinter mir, ich weiß wovon ich rede.

Und natürlich sieht man auch mir an, wenn ich schwitze "ohne Grund". "Alles OK, mir ist nur warm." ...und weiter geht es. Raum verlassen ist immer ein kleine Niederlage auf dem Weg.

ssupe-rsaxyajin


Und wenn es wirklich so ist, dass du mit den Chemikalien momentan dich oder andere gefährdest, dann bist du in diesem Bereich zur Zeit nicht arbeitsfähig. So vernünftig muss man dann einfach sein, bevor was ernstes passiert.

Aber ganz klar ab zum Psychologen.

Ibsabexll


SinaSoundso

Und jetzt fuehle ich mich so daemlich und wie ein Versager, weil es ja nichts echtes ist..

Es ist was "Echtes".

Nur weil Etwas keine (direkt) organischen Ursachen hat, sind dennoch die Symptome echt. Und zeitweise kaum aushaltbar. Sowas wie Panikattacken haut sprichwörtlich den "stärksten Mann um".

Nur muß man wie auch bei einer organisch bedingten Krankheit einen Weg finden die Symptome zu behandeln/zu beheben (bzw. natürlich indem man auch die Ursache findet). Es ist nur eben bei psychischen Krankheiten ein anderer Weg.

STinaKSoundxso


Nicht arbeitsfaehig ist leider keine Option. Rein finanziell schon..

Psychologen-Termin habe ich gemacht. Aber das ist aus momentaner Sinn noch ewig hin. Aber zwischendurch gehe ich nochmal zur psychologische Beratung der Uni. Besser als gar nichts.

Medikamente sind eher raus, da die so viele Nebenwirkungen haben und das Wissen darum, die Panik vergroessert.

Ausserdem packen die meisten einen in Watte und dann kann man das Leben eh gleich eintueten..

Ich weiss, dass ich da irgendwie durch muss!

Wollte mich hauptsaechlich mal auskotzen!

Und vielleicht hat meine Aerztin ja doch irgendwie eine Moeglichkeit, mir einen frueheren Termin beim Psychologen zu besorgen.

Krieche grade ziemlich auf dem Zahnfleisch..

sluperzsayaxjin


Naja, du sollst ja nicht kündigen, sondern dich krank schreiben lassen.

Ich meine selbst wenn die Therapie an Tag X los geht, dann bist du ja noch lange nicht "geheilt". Also du brauchst einen kurz-, mittel- und langfristigen Plan.

So wie du es schilderst, brauchst du m.M.n. zumindest ein Notfallmedikament. Oft hilft es auch einfach schon zu wissen, dass man etwas parat hätte für den Fall der Fälle.

Und es gibt heutzutage sehr gute Medikamente, die gezielt wirken und (so gut wie) keine Nebenwirkungen haben.

Ein Nottermin beim Psychiater vor dem Psychologen halte ich auch für eine Möglichkeit.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH