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Ich koennte meine Panikattacken umbringen..

SrinaSoounxdso


Ich bin im Labor fuer meine Masterarbeit, das ist nichts, wo ich mich krankschreiben lassen kann. Mein Geld reicht noch bis Ende Maerz, danach waere ich leider pleite.

Der kurzfristige Plan ist: den Tag ueberstehen ;-)

Der mittelfristige: Stress abbauen, mehr Sport machen und dadurch ausgeglichener werden und die Attacken so zu reduzieren. Dafuer habe ich einen Job gekuendigt und versuche nun stricken zu lernen

Der langfriste Plan: Therapie

Das mit dem Nottermin wusste ich gar nicht. Es sagen einem immer alle, dass man keine Termine bekommt.

Aber vielleicht hilft mir da die Aerztin weiter.

Ich werde es wahrscheinlich nochmal mit etwas pflanzlichem als Notfallmedikamenr versuchen. Damals hatte ich Neurexan.

s0upeyrsayajin


Naja, es kann sein dass du für einen Termin ein paar Psychiater abklappern musst.

Aber erfahrungsgemäß lassen sich manche doch erweichen, dich mal irgendwo einzuschieben, wenn es dringlich ist.

EjhemaNligerf Nutze#r (#528611x)


Also erstmal würde ich an deiner Stelle aufhören, die Panikattacken als "Nichts" zu bezeichnen.

Du nimmst auch beim Arzt nicht den "wirklich Kranken den platz weg"!

Ob du es wahrhaben willst oder nicht: du bist krank, du hast ein Problem weshalb du diese Attacken hast.

Also darfst, kannst, solltest und musst du zum Arzt.

Ich war 15 Jahre wegen zu niedrigem Blutdruck in Behandlung. Bis ich auf Arbeit eine PA bekam und man mich in die Notaufnahme brachte mit dem RTW.

Seitdem weiß ich, was los ist.

Und du bist auch keine Versager und dämlich. Du hast dir den Scheiß ja nicht ausgesucht. Ich weiß nicht, wie es die geht, aber ICH würde meine PA gerne sofort ablegen, wenn ich könnte.

Therapie hast du im Höchstfall wegen sowas 1 Std die Woche. Verhaltenstherapie ist kein Akt.

SGinaSoiundso


@ Benutzerin:

ja, ich wuerde meine PA auch liebend gerne loswerden. Sowas wuensche ich echt niemandem!!

@ Isabell&Benutzerin:

ich glaube, dieses als due Panikattacken als "nichts" oder "nichts echtes" zu bezeichnen ruehrt von der Reaktion meines Umfelds und von ein paar Aerzten aus meiner Vergangenheit.

Ich habe echt tierisch Angst, nicht ernst genommen zu werden.

@ supersayajin:

dann versuche ich das mal. Ich hatte ca. 15 Psychologen abtelephobiert und war dann schon froh, was fuer Januar zu bekommen. Aber dann muss ich wohl noch hartnaeckiger werden ;-)

SWinnaSouxndso


"telephobiert" is klar.. Das ist bestimmt die neue Wortschoepfung fuer die Menschen, die sich trotz der Phobie oder Angst ueberwinden und jemanden anrufen ;-D ;-)

BEirke2nzwxeig


übrigens.. wenn du dich ma anfängst, ernst zu nehmen und diese krankheit ernst zu nehmen, dann biste schon n schritt weiter. bagatellisieren bringt gar nix und wenn du dich nich ernst nimmst, wie soll es dann jmd anders tun?

s@uperBsayarjin


Der Idealfall wäre, wenn man die Panikattacken selbst als so egal empfinden würde wie das Umfeld. ;-)

S5ina8Sousndso


@ supersayajin:

wenn ich das koennte, waere mein Problem geloest.

Ich mache ja schon immer normal weiter und versuche dem Ganzen nicht zuviel Raum zu geben.

Aber es strengt mich halt sehr an..

@ Birkenzweig:

da hast Du recht! Ich versuche, daran zu arbeiten.

S3inaSMoundxso


Sorry fuer den Doppelpost.

Die Aerztin hat mir Tavor verschrieben, aber nur als Notfallanker, sonst hat sie mir auch eher zu was pflanzlichem geraten.

Werde nachher zur Apotheke und mich eindecken.

In die Uni soll ich heute leider gar nicht mehr kommen. Weiss jetzt gar nicht wirklich was mit mir anzufangen..

Emhemalig[er uNutzeEr (#15x)


SinaSoundso

Bei mir fingen die Panikattacken vor fast 27 Jahren an. Damals war es weit weniger bekannt als heute, es fing sozusagen gerade an, dass es auch überhaupt als Krankheit anerkannt wurde.

Ich lief sicher 3 Jahre damit rum und dachte ich hätte was, ich dachte ich würde verrückt werden - bis mir dann Jemand sagte, dass es sowas wie eine Panik-/Angsterkrankung (störung) überhaupt gibt. Also spezielle Phobien und sowas wie Depressionen, das kannte "man" - aber Sowas?

Erst weitere 2 Jahre später traute ich mich dann eine Therapie zu machen - auch solche waren damals immer noch viel (negativ) klischeebelasteter als heute - man galt als Jemand mit einem "Dachschaden" usw..

Trotzdem hatte ich dennoch das Glück, dass es bei mir gerade in einer Zeit war, in der ein Umschwung stattfand, sich viel mehr Menschen dazu bekannten darunter auch zu leiden, u.A. Promis. Dennoch erkannten es weit mehr Menschen als heute immer noch nicht an, sie konnten es absolut nicht nachvollziehen warum ich z.B. eine solche Attacke bei so einfachen, normalen Dingen wie dem Einkaufen bekam.

Sicher, die Menschen die es nicht haben können es auch logischerweise auch heute noch nicht wirklich nachvollziehen. Aber der Umgang ist dennoch mMn wesentlich toleranter geworden, bzw. es wird eben als Krankheit viel mehr akzeptiert.

Wenn Du es heute Jemandem erzählst - also die Meisten denen ich es erzähle sagen: "Ah ja, davon habe ich schon mal gehört/gelesen".

Und als Tip, wenn Dich Jemand danach fragt:

Die meisten Menschen haben schon mal in ihrem Leben mindestens eine Panikattacke gehabt. Bzw. sie haben spezifische Ängste in den sie Panikattacken bekommen - Flugzeuge, Höhenangst, Spinnenangst, Angst vor Hunden etc.. Und dann erinnerst Du sie daran wie sie sich fühlen wenn sie damit konfrontiert werden und sagst, dass Du genau diese Gefühle eben in "normalen" Situationen bekommst. Dann können sie zumindest viel leichter nachvollziehen wie schlimm das sein muß.

ODER, was ich auch gerne als Erklärung hernehme ist:

Stell' Dir vor Du bist in einer gefährlichen Situation. Du bekommst Panik, Dein Körper bereitet sich auf Flucht vor (--> weit erhöhte Adrinalinzufuhr). Es geht also im Körper genau dasselbe vor sich wie bei einer Panikattacke ohne echte Gefahr. Und dass ist eigentlich die Krux bei dem Ganzen: Ein Mensch in Gefahr erlebt diese Veränderung im Körper als völlig normal, ihm ist klar warum sein Herz schneller schlägt etc. - er empfindet dies dann nicht als körperlich gefährlich, er weiß, dass das eigentlich eine Schutzfunktion des Körpers ist. Ein Paniker aber ist sich der Irrationalität bewußt und genau das schürt die Angst noch weiter, auch wenn man 100Mal weiß, dass man körperlich gesund ist. Weil es so unglaublich unangenehm ist.

Ich weiß noch eine Situation: Ich stand an der Supermarktkasse, die Panik hatte sich richtig heftig aufgebaut - ich war am hyperventilieren wie blöde und meine Finger haben so gezittert, dass ich das Geld nicht aus der Börse bekam. Da sagte die Verkäuferin: "Panikattacke?". Ich konnte nur nicken, sie lächelte mir zu "immer mit der Ruhe, wir haben Zeit" - und sofort ging die Panik runter. Irgendwie ebenso faszinierend wie erschreckend was die eigene Psyche mit einem anstellen kann, dass man keine bewußte Kontrolle darüber hat.

EUhemal-ig#er NujtzerH (#1x5)


Die Aerztin hat mir Tavor verschrieben, aber nur als Notfallanker, sonst hat sie mir auch eher zu was pflanzlichem geraten.

Ich hatte damals "Xanax", das hat mir prima geholfen und ist wohl gezielter gegen Panikattacken. Aber ich bin kein Arzt, also das ist jetzt nur meine Erfahrung ;-).

Ich bin aber auch so ein Medikamentengegner, habe sie wirklich nur im Notfall genommen.

Doch wie schon Jemand hier schrieb: Es hilft sehr oft einfach zu wissen, dass man sie nehmen kann. Ich hatte immer so ein kleines Döschen in der Hosen-, Jackentasche dabei. (Nennt man auch "Krücke" ;-)).

Ich habe damals 20 Stück bekommen (sehr niedrig dosiert, 0,5 mg, habe sogar jeweils nur eine halbe genommen, hat gereicht) - ein paar Jahre später habe ich 10 weggeschmissen ;-).

BhenWitaBx.


Jibbet auch für die Zwischenzeit in jeder Buchhandlung oder Bücherei Bücher zur Selbsthilfe.

Und komm mal runter.... In psychosomatischen Kliniken werden Patienten - sogar Ärzte- wegen PA behandlelt.

Und die 6 Wochen in einer guten Klinik lohnt immer.

Jetzt schon mal ne Akuteinweisung geben lassen, weil die Beste hat 9 Monate Wartezeit. Da werden sie geholfen.... Kann dann ja nach dem Studium sein.....

az-ps:ych$o


Hallo,

ich habe auch schon seit 14 Jahren solche Angst- und Panikattacken. Bekomme seit 4 Jahren Citalopram, und habe

vor 2 Jahren eine Verhaltenstherapie gehabt.

Leider verfalle ich auch wieder in alte Muster... Bin gerade auf der Suche nach einer Selbsthilfegruppe (Raum Heidelberg)

Was mir am meisten Angst macht, und ich es deshalb meide, ist das Autobahn fahren, oder Menschenmassen.

Letzt war ich im Mediamarkt, konnte mich eine gute halbe Std. ohne Probleme umschauen, und dann fings an.

Schweiss, zittern, Herzrasen, Schwindel... ich wollte nur raus.

Das blöde bei mir ist, dass ich mir vorher die Situationen schon ausmale, und prompt fängts dann auch an, wenn ich drin bin. Wie stelle ich diese Gedankenmaschine ab ??? ??

B<enieta5B.


Das blöde bei mir ist, dass ich mir vorher die Situationen schon ausmale, und prompt fängts dann auch an, wenn ich drin bin. Wie stelle ich diese Gedankenmaschine ab

Man hat aber doch in einer Therapie was an die Hand bekommen, wie man genau so etwas handhabt.

Und ansonsten Therapie auffrischen, in eine gute Klinik gehen, ist eh am effektivsten.

Bbrombeerwküch#le'in


Und komm mal runter...

Wenn ich sowas les könnte ich jedes mal aus dem Straps hüpfen.

Wenn das ein Angstkranker allein könnte, würde er es wohl tun denkst du nicht?

Das ist wie zu nem Armaputierten zu sagen: wächst schon wieder nach.

Krieg ich echt nen Hals bei solchen Phrasen. %-|

Wer sich in Angst und Panikpatienten nicht reinversetzen kann, sollte in solchen Fäden echt den Mund halten.

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