» »

Hilfe - Determinismus-Glaube bestimmt mein Leben

r4andom_.da$wg


Wenn dein Ich sozusagen die Summe deiner kognitiven und emotionalen Fähigkeiten dartellt, dann bist du derjenige, der die Entscheidungen trifft und Dinge . Denn dass die Gedanken und Entscheidungen deines Gehirns (und deiner Gefühle) Macht haben und Dinge verändern, darin stimmst du zu, oder?

Naja ich sehe es halt so, dass das Ich zwar einen Effekt auf die Aktionen hat, aber andererseits wird das Ich von der Thermodynamik im Universum gesteuert.. somit geht man der Sache ja nicht auf den Grund wenn man sagt dass das Ich für alles verantwortlich ist. Indirekt stimmt es ja. Ich sehe das halt wie eine Reaktion A -> B -> C, wobei A die Moleküle sind die nach der Thermodynamik handeln, B das "Ich" ist und C eine Aktion ist.. aber der Verursacher von allem ist die "prädeterminierte" Reaktion eines Moleküls, da es immer den grünstigsten Zustand erreichen will (den der niedrigsten Energie). Also ist quasi unser Verhalten eine Folge aus der Tendenz von Molekülen, den niedrigst möglichen Energiezustand zu besitzen.

Lgewixan


random_dawg

Vor einigen Jahren habe ich eben diesen Entschluss getroffen (...)

Seitdem ich mal diesen Entschluss getroffen habe, (...)

Deine Ausdrucksweise legt den Gedanken nahe, dass du selber glaubst, du haettest das auch anders entscheiden koennen. Warum sonst das Wort "Entschluss"?

rPanduom_@dawxg


Neutral? Du gibst eine Erkenntnis kund, die sehr wissenschaftlich klingt. Wer sollte etwas dagegen sagen, dass Gedanken durch die vorhandenen Synapsen durch müssen?

Wenn du sagen würdest, dass dir immer wieder ein Apfel auf den Kopf fällt, könnte ich dir raten, dich woanders hinzusetzen. Aber beim angewachsenen Gehirn?

Beschäftige dich mal mit Ruprecht Sheldrake und seinen Ideen, dass da noch mehr ist als das Gehirn. Ein noch nicht entdecktes Gemeinschafts-Wissen. In der Überlegung wäre das Gehirn (auch) so etwas wie Sender und Empfänger.

Es war echt nicht meine Absicht meine Meinung als Fakt zu äußern, tut mir leid falls das so den Eindruck gemacht hat. Eigentlich wollte ich nur eine These aufstellen, die auf der Theorie des Prädeterminismus basiert. Vielleicht hab ich mich ja falsch ausgedrückt (das wollte ich nicht).

Ich werd mich definitiv mal über Ruprecht Sheldrake informieren, danke für den Tipp! Aber ohne dich zu kritisieren wird doch auch Ruprecht Sheldrake der Frage auf eine ganz andere Art und Weise auf den Grund gehen oder? Zumindest nicht naturwissenschaftlich sondern rein philosophisch? Ich denke halt wirklich, dass ALLES, auch Gedankengänge und emotionen nur aus dem Grund entstehen, dass irgendetwas sie dazu gebracht hat? Und das was der Verursacher ist wurde wiederum von etwas anderem verursacht. Das ist eine Kettenreaktion, die als Ursprung nur den Big Bang hat. Ich denke dass der Sinn des Lebens nur der ist Ordnung auf der Welt zu schaffen. Entropie (Chaos) wurde vom Big Bang erzeugt und eines Tages (in zich Million Jahrmillionen) wird der Zustand der Ordnung wiederhergestellt (-> der sogenannte "Heat Death", (Hitze Tod?)), an dem alle Energieformen den gleichen Betrag besitzen und nichts mehr ein niedrigeres Energieniveau besitzen kann.

Und dieses Phänomen ist unverhinderbar (meiner Meinung nach bzw. irgendjemand behauptet das glaube ich auch.. das Konzept des "Heat Deaths" habe ich mal in einem Youtube Video gesehen). Und die Tatsache dass dieses Phänomen unverhinderbar ist muss doch Beweis genug dafür sein, dass wir keine Macht über etwas haben oder? Zumindest klingt es ganz logisch. Egal wo, überall strebt alles danach den niedrigst möglichen Energiezustand zu besitzen... und irgendwann hat alles schon diesen Zustand erreicht. Es ist ein irreversibler Vorgang dem wir vollkommen ausgeliefert sind.

Ich schau mir jetzt mal Ruprecht Sheldrakes an ;-D wenn es interessant ist könnte ich ja dem sein Buch kaufen.

LAeYwiaxn


random_dawg

Aus meiner Sicht handelt es sich bei deiner Theorie um eine Theorie, die sich weder beweisen noch widerlegen laesst.

Was koennte passieren, das dich davon ueberzeugen koennte, dass die Theorie nicht stimmt?

Wenn es aber so ist, wie ich sage, ist deine Theorie gegenueber wissenschaftlicher Ueberpruefung immun. Wir koennen sie dir nicht widerlegen, du kannst sie nicht beweisen. Es ist eine Glaubensfrage.

Ich persoenlich suche mir meinen Glauben so aus, dass ich gut damit leben kann. Wenn du mit deinem Glauben gut leben kannst, fein. Wenn nicht, ist es an dir, ihn zu aendern.

L9ewiXan


random_dawg (zum Dritten...)

Da du ja offensichtlich selber noch den Eindruck hast, Entscheidungen treffen zu koennen - was fuer einen Unterschied macht es eigentlich, im praktischen Leben, ob das Leben "eigentlich wirklich" determiniert ist oder nicht?

r;andom;_daxwg


Deine Ausdrucksweise legt den Gedanken nahe, dass du selber glaubst, du haettest das auch anders entscheiden koennen. Warum sonst das Wort "Entschluss"?

Entschluss ist vielleicht das falsche Wort... vielleicht die Erkenntnis bzw. der Glaube daran. Aber selbst das Treffen dieses "Entschlusses" müsste ja dann durch etwas anderes katalysiert sein. Ich treffe ja selber Entscheidungen im Alltag usw. (ich bin ja ein ganz normaler Mensch, würde ich zumindest mal behaupten) aber ich kann mich auch selbst objektiv betrachten und mir über meine Aktionen bewusst werden. Das ist quasi wie Selbstironie... du analysierst dich selbst und stellst fest, dass dich in der Vergangenheit mal irgendetwas dazu veranlagt hat genau diese Entscheidung zu treffen. Meiner Meinung nach bist du der Sache dadurch nicht genug auf den Grund gegangen.

r1andoKm_dawxg


(Sorry, ich hab keine Ahnung wie man in diesem Forum einen Beitrag beantwortet.. ich zitiere einfach mal):

Aus meiner Sicht handelt es sich bei deiner Theorie um eine Theorie, die sich weder beweisen noch widerlegen laesst.

Was koennte passieren, das dich davon ueberzeugen koennte, dass die Theorie nicht stimmt?

Wenn es aber so ist, wie ich sage, ist deine Theorie gegenueber wissenschaftlicher Ueberpruefung immun. Wir koennen sie dir nicht widerlegen, du kannst sie nicht beweisen. Es ist eine Glaubensfrage.

Ich persoenlich suche mir meinen Glauben so aus, dass ich gut damit leben kann. Wenn du mit deinem Glauben gut leben kannst, fein. Wenn nicht, ist es an dir, ihn zu aendern.

Ich finde halt ich bin ein Realist, und die Realität ist eben sehr kalt und manchmal sehr hart. Ich kann irgendwie keine Sachen glauben, die für mich nicht plausibel sind. Deshalb verstehe ich auch keine Religion, noch kann ich aber beweisen, dass es keinen Gott gibt. Stimmt schon, dass das eine pure Glaubenssache ist... vielleicht wird sich das aber ändern sobald etwas bewiesen werden kann. Ich hatte halt gehofft, dass es jemanden gibt der ein logisches Gegenargument hat bzw. mir eine Theorie zeigen kann, die das widerlegt.

Da du ja offensichtlich selber noch den Eindruck hast, Entscheidungen treffen zu koennen - was fuer einen Unterschied macht es eigentlich, im praktischen Leben, ob das Leben "eigentlich wirklich" determiniert ist oder nicht?

Irgendwie bin ich da im Zwiespalt... einerseits bin ich ja ein Mensch und denke dass ich mich dafür entscheiden kann, was ich heute noch mache... aber andererseits ganz objektiv betrachtet denke ich das eben nicht.

Es macht in sofern den Unterschied, dass es meine Gedanken beeinflusst und mich nicht in Ruhe lässt... es tut mich schon ein wenig zögern lassen.. aber ich versuche nicht daran zu denken und das zu tun was ich tun muss. Klar ist das ein schlechter Glaube (von außen betrachtet ein sehr pessimistischer Glaube der für mich eben aber zudem realistisch ist). Es ist wie ein Glaube, der mir zum Teil schadet. Andererseits kann mir niemand das Gegenteil beweisen.. und genau darum suche ich nach Gegenargumenten. Bei einer Therapie würde ich ja nur lernen, wie ich den Gedanken loswerde... aber unterbewusst glaube ich ja daran.

L%ewiaxn


random_dawg

Aus meiner Sicht ist das Problem mit deiner Theorie nicht, dass sie falsch waere (ich denke, sie ist immun, unbeweisbar und unwiderlegbar), sondern dass sie keinen praktisch bedeutsamen Inhalt hat.

Es folgt nichts aus ihr darueber, wie man sich verhalten soll oder nicht, oder wie man bestimmte Situationen bewerten kann. Weswegen es eigentlich auch egal sein sollte, ob du sie glaubst oder nicht.

Alles Nuetzliche im Leben geht vom Gedanken aus, dass es einen Unterschied macht, der irgendwie "zaehlt", wie man sich verhaelt (und sei es bloss der kleine Moment der Freude, wenn man der Geliebten einen Kuss gibt).

"Determiniertheit von aussen" ist keine fuer den Menschen verwertbare Kategorie.

vielleicht wird sich das aber ändern sobald etwas bewiesen werden kann. Ich hatte halt gehofft, dass es jemanden gibt der ein logisches Gegenargument hat bzw. mir eine Theorie zeigen kann, die das widerlegt.

Was wuerdest du denn als Beweis oder Widerlegung akzeptieren?

Wenn dir darauf keine Antwort einfaellt, unterstuetzt du damit meinen Punkt. Es macht keinen Unterschied.

L!ewixan


Ich denke dass der Sinn des Lebens nur der ist Ordnung auf der Welt zu schaffen.

Wieso ist das ein "Sinn"? Wozu ist Ordnung gut? Wenn es so waere, wie du sagst, warum dann ueberhaupt ein Big Bang?

rOandom_Fdawg


Was wuerdest du denn als Beweis oder Widerlegung akzeptieren?

Wenn dir darauf keine Antwort einfaellt, unterstuetzt du damit meinen Punkt. //Es macht keinen Unterschied.

Ich würde alles akzeptieren. Was genau das ist kann ich natürlich nicht sagen weil ich selbst kein Gegenargument hätte.. das ist ja dann ein bisschen fies zu sagen, dass mir eine Antwort einfallen muss damit ich deinen Punkt nicht unterstütze :-p

Aber es kann echt sein, dass die Theorie für immer immun bleiben wird (falls sie das denn ist). Es macht auch vielleicht keinen Unterschied für dich, aber es steckt so sehr in meinem Unterbewusstsein wie bei uns allen der Glaube daran, dass wir existieren.

LWewiaxn


Und die Tatsache dass dieses Phänomen unverhinderbar ist muss doch Beweis genug dafür sein, dass wir keine Macht über etwas haben oder? Zumindest klingt es ganz logisch.

Das ist ueberhaupt nicht logisch. Selbst wenn Phaenomen A unverhinderbar ist, folgt daraus nicht, dass beliebige andere Phaenomene auch unverhinderbar sind.

Du kannst das Essen so wegschliessen, dass die Katze nicht ran kommt, wenn du es aber nicht tust, wird sie es mit grosser Wahrscheinlichkeit fressen (mal angenommen, es ist etwas, was sie mag). Ergo gibt es was, worueber wir Macht haben.

LGewiZan


Es macht auch vielleicht keinen Unterschied für dich, aber es steckt so sehr in meinem Unterbewusstsein wie bei uns allen der Glaube daran, dass wir existieren.

Und? Welchen Unterschied macht es fuer dich?

Nebenbei, ich halte diesen Satz von dir fuer ziemlich unsinnig. Was wir hier verhandeln, ist ganz offen oben in deinem Bewusstsein. Du schreibst ja die ganze Zeit darueber. Mit "Unterbewusstsein" bezeichnen wir etwas, was verborgen unter dem liegt, was wir denken, dass wir glauben.

rZa>ndofm_$dawxg


Wieso ist das ein "Sinn"? Wozu ist Ordnung gut? Wenn es so waere, wie du sagst, warum dann ueberhaupt ein Big Bang?

Wozu Ordnung gut ist musst du den lieben Gott fragen bzw. das Universum. Hier gelten nun mal die Regeln der Thermodynamik (obwohl das Postulate sind, aber das ist eine andere Geschichte) und ich bin eben der Überzeugung, dass unser Handeln eine Folge aus den Regeln der Thermodynamik ist. Wenn es stimmt dass wir Menschen nur aus Materie bestehen und unser Bewusstsein das Kollektiv dieser Moleküle ist, dann unterliegen diese Moleküle auch nur der Termodynamik. Naja okay, dann sind unsere Handlungen, die Schaffung von Ordnung, der Sinn des Universums. Als Menschen haben wir natürlich andere Anhaltspunkte, die aber wiederum abhängig von der Thermodynamik sind ;-D

oeldiex48


Das ist eine Kettenreaktion, die als Ursprung nur den Big Bang hat.

random_dawg

Der Big Bang ist eine Urknalltheorie, die untersucht wird. Sie wird kaum zu beweisen sein, denn diese Situation kann nicht "life" untersucht werden. Doch genau das war der Anspruch der Wissenschaft an die eigene Vorgensweise. Also ist die Idee des Big Bang schon nach Definition unwissenschaftlich.

Ich denke dass der Sinn des Lebens nur der ist Ordnung auf der Welt zu schaffen.

Möchte sein, es ordnen sich Atome zu Molekülen und schließlich zu Lebewesen. Das Wunder des Lebens.

Und die Tatsache dass dieses Phänomen (alle Energieformen den gleichen Betrag besitzen) unverhinderbar ist muss doch Beweis genug dafür sein, dass wir keine Macht über etwas haben oder?

Wenn dir befohlen wird, nach Rom zu fahren, hast du die Wahl unter vielen Wegen. Und auch Endstation Tod ist auf vielen Wegen erreichbar. Manche sind ganz lustig und entspannt.

Als ich vier Jahre alt war, wurde mir bewusst, dass (auch) ich sterben muss. Das hat mich sehr belastet. Inzwischen weiss ich, dass sich dieses Wissen mit fortgeschrittenem Alter nicht mehr so erschreckend darstellt und ich kannte Menschen, die ihrem baldigen Tod gelassen begegneten.

Du machst dir Gedanken über das Ende der Welt in unendlicher Zeit. Demnach bist du vier Jahre alt. ;-)

LLe,wian


dass unser Handeln eine Folge aus den Regeln der Thermodynamik ist.

Kein Mensch hat eine Ahnung, wie dein Engagement in diesem Faden aus den Regeln der Thermodynamik folgt.

Das ist wie daran zu glauben, dass hinter dem Sirius eine Naehmaschine herumfliegt.

;-D

Wenn du mit deiner Ansicht so gluecklich bist, brauchst du sie ja nicht zu diskutieren.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH