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Jede Nacht Albträume wenn er weg ist und Fress/aufsucht

Tnraud5el8x9 hat die Diskussion gestartet


Hi, ich möchte mal meine Seele hier ausschütten!

Ich (26) bin seit 1,5jahren glücklich mit meinem 1. richtigen Freund (25) zusammen.

Er wohnt seit einem Jahr bei mir, studiert aber noch ca. 3Jahre auswärts. Das heißt im Moment ist er nur Freitag bis Sonntag bei mir. Den Rest der Woche bin ich allein. Und wenn er das Studium der Geologie abgeschlossen hat wird er auch auswärts oder im Ausland arbeiten müssen. Und da gehen meine Probleme auch schon los!

Sobald er weg ist, kommt in mir ein großer Drang auf sinnlos Essen in mich reinzustopfen. Ich versuche derzeit abzunehmen, was so natürlich kaum bis garnicht geht.

Wenn ich das mit dem Essen halbwegs im Griff habe, habe ich dafür den großen Drang sinnlos Zeug einzukaufen, also is nach 2 Wochen mein Konto schon immer leer. Wir wollten mal etwas sparen aber so wird das nix. Wenn er bei mir ist hab ich das alles unter Kontrolle, sobald er zu Tür raus ist geht es wieder los :-(

Nun aber mein Hauptproblem, jede Nacht die ich allein schlafen muss, habe ich furchtbare Albträume. manche Nacht sogar mehrere. Ich kann mich immer sehr gut an die Träume erinnern und bin dann den ganzen Tag total im Eimer. Ich weiß das es nur Träume sind, aber sie ziehen mich den ganzen Tag dann indirekt runter und ich bin total motivationslos und bekomm nix auf die Reihe.

Die Träume handeln meist nicht von meinem Freund. Aber wenn er bei mir ist, träume ich nur "normale" Sachen.

Ich wollte mal fragen ob es jemand ähnlich geht und ob ihr eine Lößung gefunden habt. ich kann doch nicht den Rest meines Lebens so kaputt sein wenn mein Freund nicht zu Hause ist :-(

Liebe Grüße Lucy

Antworten
Tqhias Twilight ^Garden


hm, das liest sich, als wärst du irgendwie total "abhängig" von ihm...

Äußerlich: Wenn er da ist, hast du dich unter Kontrolle beim Essen und Kaufen. Als sähest du ihn als eine Art Kontrollinstanz (wie früher die Eltern?). Ist er weg, kommt das "Kind" in dir durch und macht was ihm gefällt.

Und innerlich: du fühlst dich sicher wenn er da ist und kannst gut schlafen. Ist er weg, bekommst du Angst?

Wie war das, alsdu noch zuhause gewohnt hast? Wann bist du ausgezogen, bzw. wie lange wohnst du schon alleine?

Tthis Twil7iMght GHardexn


Das mit dem "Fressen" und Kaufen kann auch sein um eine innere Leere zu füllen wenn er weg ist...

C|aramxala 2


Hallo Lucy,

wenn man das so liest, dann fallen mir als erstes Verlustängste ein. Anscheinend fällt es dir schwer alleine zu sein. Du fühlst dich, so lese ich das heraus, dann nicht ganz wohl und auch nicht in Sicherheit.

Die Seele ist so konstruiert, dass sie einem das Gefühl der Sicherheit, der Geborgenheit, das Angenommen sein, selbst vermitteln kann. Fühlt man das aber nicht in sich, dann braucht man das dringend von anderen und sobald diese nicht da sind, ist das wie ein hohles Loch, was gestopft werden will. In deinem Fall durch das Essen oder vieles Kaufen.

Es hat mit Sicherheit irgendeinen Auslöser bei dir gegeben, der zu dieser Unsicherheit geführt hat, vielleicht in der Kindheit oder dies kann sogar vererbt werden.

Du kannst dir einmal die Frage stellen, was du von dir selbst denn brauchen würdest, damit du dich mit dir selbst in Sicherheit und Geborgen fühlen kannst. Die Antwort, die man dann erhält, kann einem dann weiterhelfen. Umgekehrt kannst du dich einmal fragen, was dein Freund dir denn gibt, dass es bei ihm mit einem Mal funktioniert und wo du dass dann in dir selbst finden kannst und was du dafür brauchst.

Coara'maHla N2


Noch was vergessen. :-) Ralf Bihlmaier hat diese Zusammenhänge einigermaßen gut auf einer DVD erklärt. Vielleicht wäre das eine Hilfe.

C}omraxn


Hast du denn vorher allein gewohnt und konntest prima schlafen?

Bei uns ist das so, dass wir beide schlecht schlafen, wenn mal ein Partner die Nacht außer Haus ist. Total komisch, aber ist so. Irgendwas fehlt, vielleicht die innere Ruhe - Albträume kommen deswegen aber keine. Allerdings leben wir seit 1992 zusammen und waren seitdem immer nur wenige Tage pro Jahr nachts getrennt. Bei euch ist es aber andersrum - normalerweise ist dein Freund ja nicht da. Insofern wundert mich das.

Was das Futtern angeht: du kommst offenbar ohne deinen Freund nicht gut mit dir selbst aus und bist fixiert. Futtern ist ja eine Kompensation, sei es, um die Zeit totzuschlagen, oder sich durch die Hormonausschüttung "glücklich" zu fressen. Kummerfressen geht aber schnell auf die Figur.

Mein erster Tipp dagegen: sorge dafür, dass das Futtern gesund ist. Bereite abends kleine Snacks vor. Das schafft dir Ordnung im Tagesablauf, wenn du dich in der Küche etwas austoben kannst. Z.B. Möhren und Paprika schneiden, Käsewürfel, Tomaten mit Mozarella. Das ist besser als einfach irgendwas in dich reinzustopfen und du tust etwas Sinnvolles.

JrunoG-Sopbhia


Hallo Lucy,

wie war es denn, bevor du mit deinem Freund zusammen gekommen bist?

Worüber hast du davor Sicherheit bekommen? Fühltest du dich überhaupt sicher?

Konntest du dein Verhalten früher gut begrenzen? Oder übernahm das eine andere Instanz?

Für mich klingt es ähnlich wie für Caramala 2. Es scheint als müsstest du einiges kompensieren, wenn du alleine bist!

Sind die Zeiten, wenn er da ist, strukturierter und fehlt dir diese Struktur, wenn er fort ist und du auf dich zurückgeworfen bist?

Magst du dich?

So, das sind erstmal genug Fragen :)z

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