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Aus mir wird nichts.

BKirdK_of_:Love hat die Diskussion gestartet


Meinen Versuch mit dem Abi als nicht in DE geborene ist schon gescheitert. Aufgrund meiner wenigen Grundkentnisse im Fach Mathematik, allerdings ein bestimmtes Thema in diesen Fach, hat meinen Wunsch und Traum platzen lassen. Man könnte sagen ich sei stur und will nicht anerkennen das ich nicht für alles gemacht bin, aber ich wollte und will nicht aufgeben und bin jetzt schon wieder in einer Schule gelandet, allerdings in einer Abendrealschule.

Wieder bin ich dabei Stück für Stück zu zerbrechen. Ich stehe extrem unter Druck, auch währed des Kollegs zeiten. Mein Freund will bald nach seiner Ausbildung Kinder haben. Er ist schließlich schon 33, will und kann natürlich nicht mehr warten. Ich bin auch nicht mehr die Jüngste mit meinem fast 29 Jahren.

Ich habe mir das so nicht ausgesucht. Ich bin nicht hier Geboren worden, musste erst die Sprache lernen, mich anpassen und gleichzeitig Schule und lernen. Ausbildung habe ich keine, aber ich suche. Ich habe stattdessen nur auf Vollzeit gearbeitet und so mein Geld bekommen. Irgendwann dachte ich mir, Mensch, du kannst nicht dein Leben lang für Leihfirma arbeiten, du musst mehr aus dir holen, das Beste von dir. So kam ich eben auf die Idee mit der Schule, oder besser gesagt dem Kolleg um die Matura nachzuholen.

Es fing recht gut an, ich hatte gute Noten geschrieben, die Lehrern waren zufrieden und lobten mich manchmal, was mich total gepuscht hat noch mehr gas zu geben. Dann kam der Stress, der Druck, die Unsicherheit. mein Partner, Menschen die mir nahe stehen sahen mich plötzilch anders an. Sobald das Theme Schule aus meinem Mund kam, fingen sie an mit dem Augen zu rollen, ihren Köpfen zu schütteln. Sie fanden meinen Weg lächerlich und nannten es Zeitverschwendung.

Dann kam das mit meinem Alter. Du bist zu alt, was willst du noch mit Schule? Wer sollte dich denn einstellen wollen? Der Zug ist schon abgefahren, finde dich damit ab. Das hat mich total verunsichert, so sehr, dass ich mir dachte, ja vielleicht haben sie Recht. Ich habe noch danach versucht mit der Schule, aber es ging Berg ab. Ich konnte mich nicht mehr konzentrieren, Mathe war sowieso nicht so mein Fach, hatte bei bestimmten Themen meine schwierigkeiten, aber dann ging es nicht mehr. Meine Noten gingen regelrecht baden, sogar die Lehrkräfte redeten mit mir und fragten was da los sei. Es kam der Punkt an dem nichts mehr zu retten war und für mich war das, das Ende.

Ich bin in so einer Art Loch reingefallen und bin nicht in der Lage alleine rauszugehen. Bis heute weine ich meines scheiterns hinterher. Bis heute kann ich es mir nicht verzeihen versagt zu haben. Ich hatte noch 2 Jahren vor mir, aber ich habe es nicht bis dahin geschafft. Es sind schon 2 Monaten her und ich bin schon wieder an eine Schule angemeldet, Abendrealschule. Ich habe nur einen guten Quali (Note 2), aber das ist heute sogut wie nichts Wert.

Ich merke wie es diesmal wieder den Bach runter geht, aufgrund des Drucks die man mir aussetzt. Freund will nicht warten, sieht die Schule als Zeitverschwendung, will das ich aufhöre und was andere mache. Meine einzige Familie hier in DE, meine Mutter, sie interessiert sich nicht für mich. Hat mich auch schon aufgegeben, schon sehr lange. Ich versuche trotzdem weiter zu machen, aber ich kann nicht mehr. Es ist wie beim kolleg, es läuft super, gute Noten und alles, aber ich sehe das ich wieder daran zerbrechen werde.

Ich frage mich warum ich überhaupt hier bin. Ich habe das Gefühl, jeder hat seine Ziele, jeder findet sein Weg, aber ich nicht. Ich kann mich verbiegen, tun und lassen, ich komme nirgendwo an. Dabei will ich nichts anderes als für meine spätere kleine Familie sorgen. Sie einen schönen Zuhause anbieten, ein schönes Leben. Sie sollen nicht das durchmachen müssen, was ich durchgemacht habe.

Ich kann nicht aufhören zu weinen. Es tut mir etwas weh. Ich kann mich nirgendwo festhalten und bei niemanden. Tagsüber arbeiten, danach Abends die Schulbak drücken, nicht so leicht. Anerkennung, Ansporn oder sonst was bekomme ich von niemanden, aber viel Unsicherheit und Druck, da ist genug da.

Wozu die Mühe, wenn ich nirgends hin kann? Wenn mich sowieso keiner will? Wozu stark sein? Es interessiert sowieso niemanden was mit mir ist. Ich hatte einmal Ziele und Träume, jetzt weiss ich nicht wo sie sind. Ich kenne den Sinn meines darseins nicht mehr, ich kenne den Sinn meiner Bemühungen auch nicht mehr. Es fühlt sich alles so leer an, so Sinnlos, als wäre ich Sinnlos. Ich schäme mich für mein versagen im Leben. Es wurde mir früher öfters gesagt, das aus mir nichts wird und das ich dumm bleiben werde, unrecht hatten sie nicht. Diese Menschen haben jetzt ihr Leben im Griff, haben eine Familie und alles, ich bin kein Schritt weiter gekommen. Wie demütigend ist das? Sehr, sage ich.

Ich kann nicht mehr.

Antworten
Pgauul_R\everxe


Was für Ziele hast du denn überhaupt nach der Schule?

Dein ganzer Text ist so auf das Thema Schule fokussiert und doch weiß man überhaupt nicht was du dir durch den Abschluss erhoffst?!

L^ufitscChif0f-Faxn


Ich finde, du hast schon so viel geleistet - traurig, dass deine Umwelt das nicht anerkennen will! Niemand ist zu alt, um zu lernen!

Wenn ich es richtig verstehe, überlegst du auch, eine Ausbildung zu machen? Sehr gute Idee! Wenn du in der Berufsschule gut bist, kannst du auch den Mittleren Abschluss bekommen.

Wenn du dir einen Beruf aussuchst, in dem auch Teilzeitarbeit möglich ist, könntest du vielleicht auch später, wenn Kinder da sind, ein paar Stunden pro Woche arbeiten, um nicht den Anschluss zu verlieren. Und dann vielleicht per Abendschule aufs Abitur hinarbeiten.

Ich bin überzeugt, du wirst weiterkommen, aus dir wird garantiert etwas!!! - vielleicht nicht so schnell, wie du es dir wünschst, denn wenn man einen Partner hat, der nicht dahinter steht, vielleicht sogar dagegen ist, hat man einen enormen zusätzlichen Widerstand zu überwinden. Vielleicht erkennst du irgendwann, dass es nicht der Richtige für dich ist, oder aber er erkennt, dass du es wert bist, unterstützt zu werden. Versuch immer wieder, ihm klarzumachen, wie wichtig es für dich ist, dich weiterzuentwickeln, schließlich wünscht er sich doch auch, dass du glücklich wirst.

Ich bin übrigens schon Mitte 50 und erarbeite mir Kenntnisse in meinem Traumberuf, den ich damals nicht gelernt habe, weil ich von Physik keine Ahnung hatte. Meine Familie ist alles andere als froh darüber, aber es ist mir sehr wichtig und ich bin sicher, wir wären alle nicht glücklicher, wenn ich ihnen zuliebe meinen Traum aufgeben würde. Du siehst also, es ist nie zu spät!

Lass dich nicht unterkriegen!

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