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Bist du dankbar für das was du hast?

B1ird_o8f_Lovxe hat die Diskussion gestartet


Vor ein paar monaten habe ich eine Freundin verloren. Sie starb bei einem Autounfall. Mir fällt es schwer der Gedanke, das sie nicht mehr da ist. Wir gingen zusammen zur Schule, hatten streits und hatten viel spaß zusammen. Als ich nach DE kam, war sie die erste Freundin dich ich hatte. Sie stand für mich da, als andere mich gemobbt und diskriminiert hatten wegen meine Hautfarbe.

Ich finde es sehr unfair wie herzensgute Menschen in so eine tragischer Weise sterben müssen. Warum? Sie hatte 3 kinder, ein schönes Zuhause und ein liebevollen Mann und sie war sehr Glücklich. Sie war zu jung zum sterben. Sie hatte noch viel vor sich.

Ihr Tod hat mich realisieren lassen, wie gut es mir eigentlich geht. Es gibt Menschen auf dieser Welt, die nichts haben. Keine Familie, keine Freunde, kein Zuhause, kein Essen und kein trinken.

Ich finde wir sollten jeden Tag aufstehen und dankbar sein. Dankbar dafür, das man überhaupt aufgestanden ist am nächsten Morgen. Dafür, das man einen schönen Glas Wasser trinken darf und es einen nicht fehlt. Wir sollten dakbar sein für das Essen die wir täglich auf dem Tisch haben. Auch für unsere Familie, selbst wenn es manchmal stressig mit ihnen ist.

Der Tag kann immer kommen und wir sollten diese Welt nicht mit Undankbarkeit und gejammer verlassen. wir sollte das Leben jeden Tag in vollen zügen genießen, so als wäre es der letzte. Auch wenn man bei der Arbeit ist, sei glücklich und froh das du Arbeiten kannst. Sei froh, das du eine Arbeit hast. Lass den Stress anderer nicht auf dich übertragen und schenke ihnen am besten ein lächeln.

Sage deine zickige Schwester wie sehr du sie liebst und wue froh du bist das es sie gibt. Sag deine nervigen eltern das du sie liebst und das du nicht wissen würdest was du tun solltest ohne sie. Gin ihnen jeden Tag einen küsschen auf die Backe, nur so als eine Form der Dankbarkeit, sie werden sich riesig freuen.

Tut mir leid, das wollte ich nur mal gesagt haben. Es musste raus.

Danke!

Antworten
Cyozrnfla{kes88*


@ Bird_of_Love

Ein sehr schöner Beitrag! Ich kann dem nur zustimmen und weiß wie du dich fühlst. Vor wenigen Monaten habe ich einen der wichtigsten Menschen in meinem Leben verloren. Einfach so. Ganz plötzlich. Unerwartet. Allmählich realisiere ich das alles erst, weil ich kaum zum Nachdenken komme. Derzeit habe ich viel zu tun und bin in meinem Job und allem was dranhängt abgelenkt. Trotzdem muss ich noch oft viel weinen. So schlimm das alles ist,aber es hat mir auch gezeigt - ganz hart - wie wertvoll das Leben ist. Wie schnell es vorbei sein kann. Von einer auf die andere Minute.

Seither gehe ich nicht im Streit auseinander. Melde mich regelmäßig bei Menschen an denen ich hänge, die ich liebe- egal wie sehr ich durch mein berufliches Leben unter Strom stehe. Seit Jahren quäle ich mich mit Depressionen u.a herum... Ich bin eine Kämpferin. Will leben. Aber seit ich diesen Verlust erfahren habe, will ich leben. Nicht einfach nur da sein und vor mich hinvegetieren, sondern wirklich leben. Alles in mich aufsaugen und zu mir stehen. Mich akzeptieren und selbst lieben. Wenn ich es manchmal nicht für mich tu, dann für den Menschen den ich verloren habe. Denn dieser hätte nicht gewollt, dass ich mein Leben dahin ziehen lasse. Mich verliere, aufgebe.

Wir haben nur dieses Leben.

Sa. w/allixsii


naja, lieber so als andersrum, aber ich denk das sind lediglich zwei Extreme desselben Problems: Akzeptanzschwierigkeiten dessen dass das Leben unabsehbar gut und/oder scheiße läuft (und halt manchmal arschig beendet wird). Fällt mir auch nicht grad leicht aber weder ein vorsorglicher Pessimismus noch überschäumende Positivität scheinen mir einer solchen Akzeptanz auch nur nahe zu kommen.

Dankbarkeit ist wohl etwas was man vielleicht im Mangel lernen kann, dabei aber alles andere als nachhaltig ist (meiner Meinung nach auch nicht sein muss), und ansonsten, Dankbarkeit über Selbstverständliches, über Dinge die man gar nicht anders kennt, hm... die Besinnung auf den Wert dieser Selbstverständlichkeiten find ich zwar mal ne gute Sache aber Dankbarkeit als Dauerinstallation, ich glaub das funktioniert nicht bzw nur über die ständige Voraugenhaltung wie schlimm es sein könnte und das scheint mir psychologisch gesehn auch nicht so wirklich proper.

Tut mir leid, das wollte ich nur mal gesagt haben. Es musste raus.

nachvollziehbar und muss dir absolut nicht leid tun, räum deiner Trauer soweit es geht ihren Platz ein und :)^ für deine momentanen Dankbarkeiten aber zwing dich nicht auf Dauer zu ihnen (ist natürlich Ansichtssache und ich seh's halt so).

T%his T2wil'ight xGarden


Dankbarkeit ist sehr wichtig.

Dankbarkeit ist wohl etwas was man vielleicht im Mangel lernen kann

Richtig, davor wird es ja als selbstverständlich angenommen.

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Dankbarkeit ist sehr wichtig.

Dankbarkeit ist wohl etwas was man vielleicht im Mangel lernen kann

Richtig, davor wird es ja als selbstverständlich angenommen.

Oh Ja! Danke für diese Aussage @:) Ich bin so dankbar, dass es all die lieben Menschen um mich herum gibt. Dass diese alle gesund sind und dass ich einen wundervollen Beruf ausüben darf, der mich glücklich macht. Ja und natürlich bin ich dankbar für mein Leben. |-o

E0hema3liger_ cNutMzer (#5x28611)


Ich bin dankbar.

Ich bin dankbar, dass "Wasser aus Wand" kommt. Ich bin mir bei jedem Abwasch und jedem Spülen der Toilette zB bewusst, dass wir mir TRINKWASSER unsere Toilette spülen und dass 70% der Weltbevölkerung KEINEN Zugang zu frischem Trinkwasser haben.

Ich bin ich dankbar, hier zu leben. Schaut euch doch um. Wir sind eine Minderheit. Den meisten Menschen geht es nicht mal 1/4 so gut wie uns. Armut ist nicht weit. Geht mal in Polen in die Dörfer. Nicht die in Grenzbereich zur BRD...

Da geht es schon los.

Ich bin froh, dass ich mein Essen nicht selbst jagen muss. Ich weiß ja nichtmal, wo Pizzen leben

Ich bin froh, meine Freund zu haben. Ein Baby zu erwarten. Ein Dach über dem Kopf, ein warmes Bett.

Unvorstellbar für mich, dass andere Menschen das nicht haben. Traurig zugleich.

Ich bin froh, dass meine Familie arm ist. Wir waren zb nie im Urlaub. Deshalb macht mich ein Wochenende auf dem Zeltplatz vermutlich glücklicher, als Angelina Jolie 1 Woche im Burj Al Arab.

CNomrxan


Bin ich dankbar? Ich müsste dankbar sein, es läuft vieles gut in meinem Leben. Und ich weiß, dass dies nicht alles selbstverständlich ist. Aber um dankbar zu sein, müsste ich einen Adressaten haben. Wem bin ich dankbar? Ich bin kein gläubiger Mensch - es gibt auch niemanden, der mir alles in den Arsch bläst. Ja, dankbar bin ich meinen Eltern, dass sie mir ein Umfeld geboten haben, in welchem ich gute Bedingungen hatte, mich aufs Leben draußen vorzubereiten. Aber das ist ja nur ein Teil, und mein Leben wird durch viele andere Dinge bestimmt.

Sagen wir mal so: ich bin mir meines Glücks bewusst, ein gesunder Mensch mit toller Partnerin und einem sicheren Job zu sein und in einer (noch) friedlichen Region zu leben. Diese drei Dinge in Kombination sind nicht jedem vergönnt. Aber wenn ich jemandem dankbar sein müsste, dann wäre ich diesem Glück dankbar.

Aber Bird_of_love, deine Einstellung gefällt mir. Wenn jeder auch nur ein bisschen davon verstehen würde, dann wäre die Welt schon ein besserer Ort.

TShis _Tw7ilig&ht Gardxen


Aber um dankbar zu sein, müsste ich einen Adressaten haben. Wem bin ich dankbar?

Ich bin auch nicht einem Gott dankbar, eher dem Leben an sich... den Umständen, dem Schicksal, dem Universum...

G%adgJetixer


Dankbarkeit ist vielleicht das falsche Wort. Zufriedenheit vielleicht, oder mindestens ein Bewusstsein dafür entwickeln, wie gut es eigentlich wirklich geht? Auch wenn das manchmal von den so dominant erscheinenden Alltagsproblemen überlagert ist.

Ich hab in den letzten 10 Jahren einiges "geschafft" und "große Ziele erreicht", viel dafür gearbeitet, aber einfach auch wahnsinnig viel Glück gehabt - zum Beispiel eben so tolle Kinder zu haben. So einen tollen Freundeskreis zu haben Der sich übrigens nach dem frühen Tod eines Freundes aus der großen Gruppe wieder sehr viel enger zusammengefunden hat. Denn man hat ja doch Zeit füreinander, wenn nur alle wirklich wollen Vor gut einem Monat hab ich noch mal so einen Abschnitt erreicht im beruflich/finanziellen Bereich, der auch viele Veränderungen mit sich brachte. Und das hat mich doch schon manches mal nachdenken lassen über das Glück, was meine Familie und ich haben. Und dann stellte sich so ein Gefühl von Zufriedenheit und innerer Ruhe ein.

Es war mir immer schon irgendwo unbewusst klar, dass wir schon einiges von der Sonnenseite des Lebens abbekommen haben. Aber so richtig ausdrücklich klar ist mir das jetzt erst in letzter Zeit geworden. Und dann bin ich doch irgendwie dankbar - vielleicht nicht jemandem gegenüber, aber eine Art Dankbarkeit, die ein Bedürfnis von zurückgeben wollen und anderen helfen auslöst. Ich hab - zunächst auch völlig unbewusst - meine Charity-Arbeit zum Beispiel intensiviert.

Dann kommt aber auch noch was ganz ich-bezogenes dazu: Ich bin auch stolz darauf. Und das meine ich nicht nur beruflich/wirtschaftlich. Ich hab auch richtige Entscheidungen getroffen, an Freundschaften festzuhalten, andere Kontakte vielleicht auch nicht zu verfolgen. Stolz, meinen Kindern bis dato die richtigen Impulse gegeben zu haben. Also doch vielleicht eher Zufriedenheit als Dankbarkeit.

Pdaul_Ryeverxe


Ich hab nix, da muss ich auch nicht dankbar sein :)

T!hiws Twili7ght) Garden


Nana, lieber Paul, dann guckmal, was du hier geschrieben hast ;-) [[http://www.med1.de/Forum/Sucht/714033/#p21975680]]

PGaul_kRev'erxe


Der Vorschlag ist nicht allgemein auf jede Situation anwendbar.

Trhis TwPilight< Gardexn


Und wieso bist du für nichts dankbar? Single, arbeitslos, krank, keine Freunde, keine Hobbys...nix?

P9aul_NReverxe


Für unerfüllende Notwendigkeiten bin ich ebenso wenig dankbar wie für Dinge auf die ich gut und gerne verzichten kann, oder auf die ich bereits freiwillig verzichte.

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