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Verunsichert - Meine Therapeutin wechselt den Arbeitsplatz

lJostU_Herxo


Dein unterirdischer Kommentar zu aug233 :(v , echt schlecht, Herr Specht {:(

[...] Weshalb postest du deine Probleme wenn du mit kritischen Antworten nicht vernünftig umzugehen verstehst? [...]

sHchn>ecke1x985


Ich habe das Gefühl, dass von mir erwartet wird nach der Therapie gefälligst wieder in Ordnung zu sein, denn darum ginge es ja.

Wer baut denn den Druck auf? Dein Umfeld? Wer genau?

Du dir selber?

Ich bin ja selber so ein Fan von Extrem-Denke (entweder richtig krank oder richtig gesund), in dem Punkt hat sich das bei mir aber irgendwie eingependelt: Richtig gesund bin ich nicht, werde ich wahrscheinlich auch nicht sein. Ich sag nur Thema Essstörung, das eigentlich immer mehr oder weniger aktuell ist, Thema Suchtverhalten, wo es Auf und Abs gibt. Thema Psychohygiene, wo ich einfach auf bestimmte Dinge achten muss (z.B. viel Zeit für mich selber, bestimmte Hobbies, Meditation usw.) um nicht wieder abzugleiten.

Andererseits bin ich weit von vergangenen Untiefen entfernt (Gott sei Dank!) und es ist vieles leichter geworden. Man beachte: leichter, nicht leicht ;-)

Dass ich z.B. wieder Termine (meistens ;-) ) einhalten kann, meine Post erledigen, mein Studium (im Vergleich zu vorher: schneckenlangsam) weitermachen konnte usw. usw..

Alles nicht so leicht gerade. Aber ich versuche es durchzustehen. Habe ich denn eine Wahl?

Das klingt bitter, aber das muss es nicht sein: Wahllosigkeit heißt ja auch, dass man sich eben nicht mehr in den Strukturen der Krankheit bewegen kann / will, dass es Lösungen jenseits von pathologischen Verhaltensweisen geben muss. :)* :)_

NhuraXrHihyon


@ schnecke

Entschuldige, habe gar nicht gesehen, dass noch jemand geantwortet hat.

Nun, ja. Zum Teil mache ich mir den Druck selber. Ein anderer Teil ist die Seite meiner Familie, die nicht zu verstehen scheint, dass eine erfolgreiche Therapie nicht zwingend heißen muss, dass man zu Tag X wieder voll auf der Höhe ist. Was psychische Erkrankungen angeht, haben die nicht viel Ahnung. Entsprechende Aussagen sind also nichtmal böse gemeint, es ist eben das fehlende praktische Verständnis.

Meine (noch) Therapeutin sieht das viel pragmatischer. Solange es mir noch zu schlecht geht, bin ich eben nicht gesund. Und wenn diese Therapie noch nicht reicht, muss eben eine zweite angeschlossen werden. Ich wünschte, ich wäre da auch so gelassen, aber natürlich ist meine persönliche Sicht wesentlich subjektiver als die ihre.

Morgen ist die "Übergabe", mal sehen, wie es so wird. Ich versuche allem offen gegenüber zu stehen.

bYlueo hOeroxn


Ich habe das auch lange gehabt, so nach dem Motto: 1 bis 2 Jahre und dann muss alles wieder funktionieren. Hat natürlich nicht geklappt und ich bin schon mehr als doppelt so lange dran. Trotzdem geht es schon viel besser als früher. Ich habe es bei meiner Familie aufgegeben, mich immer wieder zu erklären, habe aber für mich gelernt: es ist nicht alles gut, und das ist ok so. Die Zeit, die ich brauche, ist ok. Und ich habe mich so verändert, dass ich auch nie wieder die gleiche sein werde, die ich mal war. Und das ist auch gut so, denn das war auch ein Teil meines Problems. Sowas ist für Angehörige extrem schwer zu verstehen und wahrscheinlich auch auszuhalten. Das mache es uns nicht leichter. Wenn du in die Auseinandersetzung mit dem Thema gehen willst, dann könntest du ja vielleicht versuchen, ihnen ein Buch in die Hand zu drücken mit Erfahrungsberichten oder so. Irgendwas, wo du nicht immer mit deiner persönlichen Erfahrung gefragt bist, aber sie mehr verstehen können (Das geht natürlich nur, wenn sie es wollen).

Ich fand z.B. das Buch "Das Monster, die Hoffnung und ich" von Sally Brampton ganz hilfreich. Da geht es um ihre Depression, darum wie schlecht es einem gehen kann, aber auch, wie sie es geschafft hat. Sie macht am Ende aber auch klar, dass das Thema nie durch ist, dass man sein ganzes Leben lang aufpassen muss, auch wenn es einem wieder gut geht.

Sei geduldig mit dir.

Ansonsten drücke ich dir die Daumen, dass es morgen mit der neuen gut wird!

N=urYarihqyon


Sei geduldig mit dir.

Ansonsten drücke ich dir die Daumen, dass es morgen mit der neuen gut wird!

Danke @:)

Und ja, stimmt. Ich bin da selbst strenger mit mir als meine Umwelt. Ich denke der Rest ist ein Lernprozess, durch den ich einfach durch muss. Durch den die meisten Therapierten wohl durch müssen.

@ topic

Der Termin war... "in Ordnung", schätze ich. "Die Neue" nicht despektierlich gemeint scheint in Ordnung zu sein. So weit ich das eben bisher sagen kann.

Meine ehemalige Therapeutin hat nochmal grob umrissen, an welchen Baustellen wir gearebeitet haben. Das war natürlich nur ein grober Querschnitt, der aber insgesamt gut zusammengefasst war. Ich habe mich dann immer noch mit Details eingebracht.

Das Gespräch floss so dahin, pendelnd zwischen "Wissen Sie noch, als..." und "Wie geht es weiter?". Die Neue kommt aus der gleichen Fachrichtung. Der grundlegende Stil der Therapie bleibt also wie gehabt.

Es war schon auch traurig. Ich habe mich doch sehr an sie gewöhnt. Sie ließ es wohl auch nicht kalt, aber die Ebene blieb... respektvoll distanziert? Das klingt so kalt, aber ihr wisst sicher, was ich meine. Keine Gefühlsausbrüche oder Abschiedstränen etc.

Zum Abschied bekam ich einen kleinen Elefanten aus so einem hübschen, blauen Stein.

Über große Fortschritte würde sie sich freuen infrmiert zu werden. Der Kontakt geht dann über das Sekretariat.

Tja, das war es nun. Ein Abschnitt ist vorbei, ein neuer beginnt. Vielleicht tut frischer Wind auch gut. Andere Menschen haben andere Ideen. Ich möchte den Wechsel als Chance betrachten.

Dass ich auf der Hinfahrt heute einen Autounfall hatte war dem allgemeinen Stresspegel auch nicht gerade zuträglich. %-| Aber wenn nicht heute, wann dann, oder? Das ist so typisch mein Leben... es ist eigentlich beinahe lustig. ;-D

Ich bin jetzt ziemlich im Eimer, körperlich und mental. Habe 2 Tage nicht geschlafen und fühle mich ziemlich... leer. Leer ist eigentlich gut. Leer ist zumindest nicht depressiv.

Ja, insgesamt war der Tag... ich hatte schon schlimmere.

Nächste Woche habe ich noch einen Anschlusstermin vereinbart, bevor ich ein paar Wochen in den Süden fahre. Wollte ich eigentlich nicht, aber es hilft bestimmt der Vertrauensfindung, wenn da nicht gleich mehrere Wochen zwischen Übergabe und Ersttermin liegen.

Ich halte euch auf dem Laufenden.

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