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Emetophobie sucht Gleichgesinnte

ACtriyxe hat die Diskussion gestartet


(Urspr. Fadentitel: "Emetophobie sucre gleichgesinnte")


Ich bin auf der Suche nach Menschen mit emetophobie also der brechangst zum Austausch. In Mienen Umfeld versteht mich leider absolut keiner und ich hab niemanden mit dem ich reden kann. :-/ Hoffe es meldet sich wer :) Lg Zane

Antworten
B3irkenvzweixg


es gibt hier schon einen faden, in dem sich gleichgesinnte treffen. ich war eine von euch, ich habs überwunden

alles gute dir

BuicrkeInzwxeig


[[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/167949/]]

V0ijxo


Darf ich erfahren, wie Du das überwunden hast?

BiirkxenzwOeig


das war harte arbeit.

tiefenpsychologie. zuerst der rückschluss: "was kotzt mich eigentlich an"

das hab ich dann ergründet und so weit es ging verändert. es war mein damaliger lebensumstand

dazu hab ich immer kopf über das gefühl geschalten. das is nich immer richtig,aber in dem fall notwendig.

viele phobiker glauben ja, daß ihre angst berechtigt is. ich wusste, mein gehirn macht das mit mir. ich wusste: es is eigentlich absurd.

dann hab ich mir in der phobie fragen gestellt: ok, nehmen wir an, du hast dich jetz angesteckt, was schlechtes gegessen.. und musst kotzen, was is daran so schlimm?

wird es zum tod führen? haben das nich schon andere überlebt?

ich hab mir so viele fragen gestellt, bis ich eingesehen hab, daß es vollkommen absurd is, derartige anst zu schieben.

ich hab mich ernst genommen, das is sehr wichtig. aber ich hab mich da nich reinfallen lassen. immer mit dem gedanken im hinterkopf: was wär das schlimmste, was jetzt pasieren könnte und wär das wirklich so schlimm?

und ich hab mir von meinem damaligen mann bzw dann auch von besten freund .. die haben gelitten :-D bis die angst vorbei war, fragen beantworten lassen und die haben brav mitgemacht. zB: wie wahrscheinlich isses, daß ich mich angesteckt hab, war die milch wirklich shcon sauer.. und die haben mir dann auch die absurdität vor augen gehalten. und ich WOLLTE denen glauben, die waren gesund.

krankheitseinsicht is sehr wichtig dabei. nich ich hab recht, sondern die andern. die angst is nur das gefühl. der kopf weiß, es is absurd

V$ijfo


Danke Dir @:)

Krankheitseinsicht habe ich und ich weiss schon lange, dass diese Angst komplett absurd ist. Jedoch reagiert mein Körper und Geist in bestimmten Situationen einfach automatisch... da kann ich nichts gegen machen.... außer aushalten :-/

Bin seit einiger Zeit in Therapie und ich merke schon, dass es ein wenig besser wird. Vermutlich hat wohl jeder seinen eigenen Weg, um da heraus zu kommen.

Bdir)kNenzw0exig


ja.. wobei ich wirklich am wichtigsten find, sich in einer panik weniger ernst zu nehmen, als die gesunden

DPie| Kgeltixn


Bestimmte Umstände und Ereignisse in meiner Kindheit machten auch eine Emetophobikerin aus mir. Das Paradoxe an der Sache war, dass ich mich von da an jahrelang nicht mehr übergeben musste, auch wenn ich mal Magen-Darm-Grippe hatte. Kam alles unten raus. ;-)

Jahre später besuchte ich Leute im Krankenhaus und traf dabei auf Patienten, die von der Krebsstation kamen und die Besucher-Toilette aufsuchten, um sich dort zu übergeben. Sie waren immer auf der Flucht vor den Ärzten, die versuchten, dies zu verhindern, da die Patienten die Übelkeit so lange wie möglich aushalten - und ihren Mageninhalt bei sich behalten sollten, (bis es ihnen von selber hochkam) um bei Kräften zu bleiben. Wenn sie beim erbrechen erwischt wurden, gab's Verwarnungen und schließlich Strafen.

Ich fand das damals so unmenschlich - ich hatte Mitleid mit den noch sehr jungen Patienten (zwischen 15 und 25 Jahre), die froh waren, wenn sie sich erleichtern konnten, da die Übelkeit kaum auszuhalten war. Für sie war es selbstverständlich geworden, sich täglich mehrmals zu übergeben und viele meinten, dass sie sich im Laufe des Krankenhausaufenthalts daran gewöhnt hatten, sowohl an den starken Geruch als auch an die Würgegeräusche.

Ich weiß nicht, ob ich auch so gut damit umgehen könnte, wenn ich in der gleichen Situation wäre. Aber ich habe mir von da an "ein Beispiel an den Patienten genommen" und mir gesagt, dass ich lockerer in Bezug auf das Thema werden muss, dass es wirklich nicht schlimm ist, wenn es mal passieren sollte.

Vor 3 Jahren habe ich mich dann tatsächlich nach der Einnahme eines Abführmittels (zwecks Darmspiegelung) übergeben müssen. Und ich fand es nicht schlimm - ich war einfach froh, es los geworden zu sein. :-D Wenn einem so schlecht ist, möchte man in dem Moment einfach nur, dass es endlich rauskommt.

Für eine Emetophobie gibt es immer einen Grund: Da stecken andere Ängste und traumatische Ereignisse dahinter, die es zu ergründen gilt. Keiner hat einfach so Angst vor'm Erbrechen!

DNie KKeltixn


Nachtrag: Rückfälle habe ich natürlich auch immer mal wieder, aber man muss einfach weiter an sich arbeiten!

Bairkenkzwe7ig


ich hab keine rückfälle mehr, ich bin krankenschwester und kann inzwischen sogar die kotze des patienten auffangen, ohne auch nur n hauch angst vor ansteckung zu haben. ich kann wieder unterscheiden, obs n infekt is, oder von medis kommt oder sonstwas

und so paradox is das nich , was du sagst: ich stecke mich nie an bei magendarm. ich hatte vielleicht einmal im leben sowas, und dann auch ohne erbrechen. und trotzdem jahrelang so derartige panik davor.. scheint "normal" zu sein ;-D

Vhijxo


Ich habe eher eine Fremk***phobie. Die Angst mich selbst anzustecken, hält sich in Grenzen. Wenn ich mal einen MD Infekt habe, kämpfe ich stundenlang gegen das Übergeben an. Ziemlich oft hatte ich damit Erfolg und es kam nur unten raus.

Aber diese Hinterlassenschaften irgendwo zu sehen, ist für mich das Schlimmste. Mittlerweile ist das aber etwas besser geworden...

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